- Die Bürger um Verzeihung bitten
Dies ist die Neujahrsansprache, die der Bundeskanzler halten sollte, aber nicht halten wird: Eine schonungslose Abrechnung mit einem dysfunktionalen Staat, der seinen Bürgern misstraut und die gesellschaftliche Spaltung vorantreibt.
Am Mittwoch wird der Bundeskanzler das Volk mit seiner ersten Neujahrsansprache beglücken. Meine Erwartungen an diese Ansprache halten sich ehrlich gesagt in engen Grenzen. Da ich das Jahr 2025 für meine Leserinnen und Leser ungern mit einer Enttäuschung enden lassen möchte, stelle ich im Folgenden eine Neujahrsansprache bereit, die Friedrich Merz zwar nicht halten wird, aber halten könnte und sollte.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Jahreswechsel ist am Ende des Tages nur ein Datum, aber die kalendarische Zäsur wird immer wieder gerne genutzt, um einmal „reinen Tisch“ zu machen, um unbelastet in das neue Jahr zu starten. Unbelastet – so viel gleich vorweg – wird das neue Jahr nicht starten können. Aber trotzdem steht unser Land an einem Punkt in der Geschichte, der nicht nur nach einem Moment schonungsloser Ehrlichkeit verlangt, sondern geradezu danach schreit.
Unser Land ist in einer schweren Krise. Es ist sogar die schwerste wirtschaftliche Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Und dafür gibt es Ursachen. Gleichzeitig steckt die Politik in einer schweren Vertrauenskrise, die ebenfalls historisch ist. Auch dafür gibt es Ursachen. Diesen Befund würden wahrscheinlich fast alle im politischen Berlin unterschreiben. Aber niemand benennt schonungslos genug, wer der Adressat dieses Befundes ist. Denn, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es sind nicht Sie!
Der Staat hat an einigen Stellen aufgehört, so zu funktionieren, wie er soll
Misstrauen Sie allen, die an die Beschreibung der schwierigen Situation Deutschlands immer nur die Appelle des „Zusammenrückens“, des „Unterhakens“ oder des Entbehrens anfügen. Das stellt das Verursacherprinzip nämlich auf den Kopf. Verursacher sind nicht die Bürgerinnen und Bürger.
Die Wahrheit ist: Der Staat hat an einigen Stellen aufgehört, so zu funktionieren, wie er soll. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, kaschiert er dieses Unvermögen mit windigen und vor allem teuren Tricks. Ein Beispiel hierfür ist die Bewältigung der Flüchtlingskrise, die sich in diesem Jahr zum zehnten Mal jährte und mit dem ikonisch gewordenen Satz der damaligen Kanzlerin „Wir schaffen das“ verbunden ist. Es war der Beginn eines bis dahin beispiellosen Täuschungsmanövers gegenüber der deutschen Öffentlichkeit. Denn was die damalige Bundesregierung unternahm, kann man nicht als effektive Problemlösung bezeichnen. Es war die Illusion einer Problemlösung, die mit Nachdruck und viel Steuergeld betrieben wurde.
Die in den Jahren 2015 und 2016 beim BAMF gestellten Asylanträge wurden zwar rechtzeitig zur Bundestagswahl 2017 abgearbeitet, aber nicht einmal ansatzweise in der Qualität, die man von einem deutschen Verwaltungsverfahren erwarten darf. Mehrfacherfassungen, ungenügende Nachprüfungen, immer wieder Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit Asylverfahren: Hunderte Milliarden Euro hat der Staat für die Bewältigung der Flüchtlingskrise ausgegeben, darunter sehr üppige Millionenverträge für externe Berater. Bewältigt wurde hingegen nur die Statistik, nicht aber die eigentlichen Probleme.
Auch in der Corona-Krise wurden Milliarden ausgegeben, um die Illusion eines funktionierenden Staates zu schaffen. Es wird einem zu Recht schwindelig, wenn man an den massenhaften Betrug mit Corona-Testzentren denkt, der in einem funktionierenden Staatswesen so nicht möglich gewesen wäre. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Letztlich wurde viel von diesem Geld nur aufgewendet, um die undifferenzierte Lockdown-Politik fortführen zu können.
Eine Unerbittlichkeit, die staatlicherseits ausdrücklich gewünscht war
In diesem Jahr sind dann fiskalisch alle Dämme gebrochen. Die Schuldenbremse wurde faktisch beerdigt, und das Geld wird mit vollen Händen ausgegeben. Das ist in gewisser Weise nur folgerichtig, denn je länger die Illusion des Funktionierens aufrechterhalten werden muss, desto umfangreicher, komplizierter und teurer wird sie.
Dabei ist die haushaltspolitische Enthemmung zwar katastrophal, aber nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist, wie diese Politik die gesellschaftliche Spaltung in diesem Land befördert hat. Denn mangels realpolitischer Lösungsansätze wurden diese Themen zu Glaubensfragen hochstilisiert. Die Frage, ob man latent rassistisch sei, wurde plötzlich entlang der Bewertung der administrativen Handhabung der Flüchtlingskrise diskutiert. Die Frage der eigenen Menschlichkeit wurde auf die Bereitschaft projiziert, sich impfen zu lassen.
Am Ende der Corona-Krise stand ein kaum erträgliches Klima gegenseitiger Anschuldigungen, Verdächtigungen und Denunziationen. Eine Unerbittlichkeit, die staatlicherseits ausdrücklich gewünscht war. „Ungemütlich“ sollte es für Ungeimpfte werden, weil man sich in „Geiselhaft“ jener Menschen wähnte. „Keine roten Linien“ sollte es mehr geben. So redeten die Repräsentanten des Staates seinerzeit. Und viele Menschen mit großer Öffentlichkeitswirksamkeit folgten: Vom „Blinddarm der Gesellschaft“ war die Rede, „die ganze Republik möge mit dem Finger auf sie zeigen“. Es war wahrlich kein Wunder, dass dieser Ton bald in der Gesellschaft weit verbreitet war.
Wir haben diese Dinge nie aufgearbeitet. Ich denke, eine parlamentarische Aufarbeitung sowohl der Flüchtlingskrise als auch der Corona-Krise mittels eines Untersuchungsausschusses wäre der richtige Weg gewesen. Aber irgendwann ist es zu spät dafür.
Es gibt keinen Grund, warum ein AfD-Wähler und ein Grünen-Wähler keine guten Nachbarn sein können
Wie sollen wir also an der Schwelle des neuen Jahres, wo wir unseren Blick nach vorne richten wollen und müssen, mit diesen unbewältigten Themen umgehen?
Ich denke, der Staat sollte die Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung bitten. Dafür, dass er ihr Geld nicht dafür eingesetzt hat, Probleme zu lösen, sondern um sein eigenes Unvermögen zu vertuschen. Und dafür, dass er es zugelassen hat, dass sich eine Gesellschaft wegen seiner Inkompetenz und seines Versagens entzweit.
Uns als Gesellschaft muss es gelingen, politische Gräben auszuhalten und zu akzeptieren, ohne sie weiter unser Miteinander bestimmen zu lassen. Es gibt überhaupt keinen Grund, warum ein AfD-Wähler und ein Grünen-Wähler keine guten Nachbarn sein können. Außer einem: dem jeweiligen Umgang miteinander. Und wenn ein freundschaftlicher Umgang trotz aller Bemühungen scheitert, bleibt ein Neujahrsvorsatz empfehlenswert: Versuchen Sie, sich nicht gegenseitig auf die Nerven zu gehen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger: Wir sind Deutsche, und wir Deutschen sind im Einreißen von Mauern noch besser als im Aufbauen!
Das gilt nicht nur für das gesellschaftliche Klima, sondern auch für unser Verhältnis von Staat und Bürger.
Mauern gibt es in diesem Land jede Menge – vor allem für diejenigen, die mit privater Initiative etwas erreichen wollen. Es ist eine Mauer, die auf Misstrauen gegenüber privater Initiative fußt. Sie besteht aus Bürokratie sowie einem Übermaß an Abgaben und Steuern. Diese Mauer gilt es einzureißen.
Eine 180-Grad-Wende der Politik des letzten Jahrzehnts
Im Meinungsdiskurs beweist der Staat zunehmend, dass er Angst vor seinen Bürgerinnen und Bürgern hat. Diese Mauer der Angst tritt im Paragraphen 188 StGB zutage und immer dann, wenn Politiker sich abstrakt über „Hass und Hetze“ beklagen, die sie bekämpfen wollen. Diese Mauer der Angst muss weichen.
In unserem Land steckt großes Potenzial – auch zur wirtschaftlichen Erneuerung. Um dieses Potenzial zu entfesseln, muss die Bundesrepublik ihre mindestens seit 2015 eingeübten Rituale radikal beenden. Das Heil liegt nicht in immer größeren Ausgaben, die strukturelle Probleme übertünchen. Das Heil liegt allein in den Bürgerinnen und Bürgern. Nur ihre Einsatzbereitschaft, ihr Können und ihre Leistungsbereitschaft können den Karren aus dem Dreck ziehen. Als Staat sollte jede Bundesregierung daher alles dafür tun, die notwendigen Bedingungen dafür optimal zu erfüllen.
In einem Land, in dem Leistung und Initiative sich lohnen, werden diese Potentiale entfesselt. In einem Land, in dem der Staat seinen Menschen mehr zutraut, als er ihnen misstraut.
All das bedeutet nichts Geringeres als eine 180-Grad-Wende der Politik des letzten Jahrzehnts. Es hat nicht gereicht, Angela Merkel nicht mehr im Amt der Kanzlerin zu haben. Ihre Politik ist es, die enden muss. Das kann uns 2026 gelingen. Es muss gelingen.
Dafür wünsche ich allen Beteiligten Mut und die notwendige Einsicht – und uns allen ein glückliches und friedliches Jahr 2026!
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Am liebsten wäre mir eine Neujahrsansprache von Frau Dr. Alice Weidel.
Die von Merz oder Steinmeier schaue ich mir sowieso nicht an, ob der ganzen skurrilen Statements die sie über das ganze Jahr verteilt den Bürgern zugemutet haben.
Zitat Tagesspiegel:
„Organisierte kriminelle Gruppe“: Mehrere ukrainische Abgeordnete unter Korruptionsverdacht
Das ukrainische Antikorruptionsbüro will Parlamentsabgeordnete enttarnt haben, die für ihr Abstimmungsverhalten „illegale Vorteile“ erhalten haben. Die Ermittlungen gestalten sich demnach schwierig.
Genau diese Berichte sind es doch, die einem am Verstand der derzeitigen Politiker zweifeln lässt.
Solchen Leuten werfen sie noch das Geld hinterher und nehmen Schulden dafür auf.
Unglaublich.
Ich bin mir nicht sicher, ob es mangelnder Verstand ist, der „unsere“ Politik antreibt oder nicht doch pures Kalkül. Mir scheint, als wolle „man“ Krieg, wir hatten jetzt 80 Jahre Frieden in Europa, zumindest überwiegend und im Westen, da wird es doch wieder Zeit für etwas Krieg.
Die Menschheit jedenfalls, da bin ich mir ganz sicher, hat aus den Ereignissen 39-45 NICHTS gelernt, der Linksmensch am allerwenigsten, je lauter sie schreien „nie wieder“ desto eher bringen SIE das „Nie“ wieder!
Wenn ich sehe, wie einfach es trotz aller verfügbaren Quellen immer noch ist, die Masse zum Manipulieren, wie unglaublich effektiv die Propaganda wirkt, dann scheint mir der gewollte Krieg nicht mehr weit zu sein, mit all den vernichtenden Konsequenzen!
Was ich nicht verstehe, ist warum, ist es die Dummheit des Menschen, oder die Interessen einiger mächtiger Gruppen oder eine Kombination aus beidem? Ich habe es lange den VSA zugeschrieben, seit Trump glaube ich das aber nicht mehr.
Ich vermisse im Artikel den Verweis auf die SPD, denn mit der (aktuellen) linksextremen SPD ist ein 180° Wandel nie möglich, selbst wenn der feige Fritze ihn wollte, was nicht der Fall ist. Ein Wandel geht nur mit der AFD, die Union darf dann den Juniorpartner geben!
Und bei Herrn Kubicki/der FDP stelle ich mir die Frage, warum erst jetzt? Das Merkels grünsozialistische Politik Deutschland zerstört ist seit mindestens 10 Jahren sonnenklar! Auch das weder mit den faschistischen Grünen noch der tiefroten SPD freiheitliche und vor allem demokratische Politik zu machen ist, wußte man lange vor dem Ampelfiasko. Warum ist die FDP dieses Bündnis je eingegangen? Das erschließt sich mir einfach nicht.
Jetzt als APO heiße Luft abzusondern ist da ein sehr schwacher Trost!
Dienstwagenprivileg, BT-Flugbereitschaft, Personenschutz, freie Fahrt für freie Abgeordnete - Autobahn [ohne Vetkehrsregelzwang! als MdB] und Zug, viele neue Freunde in der Industrie, fettes Spesen-Budget, Büros mit ('leibeigenen') Mitarbeiter*innen, Fernsehauftritte! als 'Besserwisser*in', gute Nebenverdiestmöglichkeiten auch 'für danach'..., Imagegewinn auf allen Ebenen - und dann wahrscheinlich erst die offizielle BT-Abgeordneten-Diät... ... -- im Grunde also gut bezahlte Selbstbestätigung mit Machtausübungsoptionen..., was halt so alle Höheren antreibt im Leben... 😉
dafür geht es uns eben noch nicht 'schlecht genug', insbesondere im Westen der Republik.
aber 'die Sache' ist wohl in Arbeit - offensichtlich. 😉
PS: ...wenn die AfD nicht vom 'Islamistischen Bündnis Safafia' (IBS) überholt wird..., im Zusammenschluss mit Alt-Grün und Neu-Links, rein was die Geburtenrate angeht... ... (Rechenaufgabe Sarrazin)
Wer Hört sich denn noch eine Rede dieses Personenkreises an? Wer will denn, mit Verlaub, diesen Mist noch hören und lesen? Allenfalls informiert man sich in den Medien, wie hier bei Cicero, über den Inhalt! Meist reicht eine gekürzte Kurzzusammenfassung, mit einer kurzen Autorenanmerkung! Dann ist Mann und Frau auch, vollständig über die Inhaltsleere, der "Rede" (Verschwendung wertvoller Atemluft) informiert! So lange keine Regierung wirklich regiert, sondern Hintermänner die Fäden ziehen, solange das Wort "Reform" nur eine Umschreibung für noch mehr Geldverschwendung und Umverteilung (Enteignung) ist, haben die Altparteien doch nichts zu verkünden! Es wird nicht besser! Gerichte, durchsetzt mit rotgrünen Befürwortern und Unterstützern der Massenmigration, EU Gesetze zur Blockade nationaler Interessen und Rechte, was will denn diese Truppe machen? Wir brauchen eine Regierung, die diese Blockaden beseitigt und das Geflecht von schädlichen Gesetzen rodet! Mut zu echten REFORMEN!
Kann ich mir ehrlich gesagt mit diesem Personal an der Regierung nicht mehr wirklich vorstellen..., nach dem kleinen Hoffnungsschimmerchen welchen wo man eventuell vielleicht in die Wahl eines 'konservativen' unbelasteten Kanzlers Anfang des Jahres gesetzt hatte... - naiv wie man war.
Und so klein wie das 'Hoffnungsschimmerchen' oben war viel ja dann auch das 'Reförmchen' aus - im großen Herbst der Reformen... ... 🤣
Wenn der Kanzler nur als 'Bettvorleger' agiert... ...? Was soll da rauskommen, außer Bettstaub...
"Naiv, wie man war"?
Merz hat immerhin im Wahlkampf vollmundig geprahlt, was er alles tun werde, dass er später nahezu alle seine Versprechen brechen würde, hat man nicht ahnen können, so dreist hat das vor ihm noch kein Politiker getan.
vielleicht die Anregung, sie in mehr oder weniger ähnlicher Form mal öffentlich zu halten.
Was ich ergänze ist eine Sache, die wohl nicht nur für meine Situation zutrifft. Als überzeugte AfD-Wähler haben meine Frau und ich mehrere Grün-Wähler als enge Freunde. Gestern saßen wir mit zweien bis spät zusammen und hatten großen Spaß.
Das von vielen stupiden, einseitigen, unfähigen ÖR- und anderen Journalisten-Darstellern verbreitete Bild vom „AfD-Wähler“ passt halt nicht.
Als ich dann noch erzählte, als 10-jähriger Junge zusammen mit meinen Eltern auf der Veranstaltung „Kein Öl ins Modenbachtal“, anno 1978 gewesen zu sein, mich also als „Grüner, bevor es die Grünen gab“ bezeichnete (und die Freunde dann lachend „bedauerten“, dies heute nicht mehr zu sein) und dann noch ergänzte, dass ich nun halt ein „Nazi“ sei, wurde herzlich gelacht.
D muss wieder lernen, zu reden, zu streiten, zu diskutieren und: dumme Stigmen abzustellen, Humor zu pflegen.
Und: es braucht eine andere Regierung.
"Und zum Schluss meiner Rede möchte ich Ihnen ein bisher gut gehütetes Geheimnis verraten: in welchen 10 fundamentalen Punkten unterscheidet sich meine Partei von den Positionen der AfD ? Alle wichtigen Persönlichkeiten der Union, einschließlich meiner überaus geschätzten Vor-Vor-Gängerin, unterstützen dies ausdrücklich."
Wofür die CDU steht:
C wie Chaos.
D wie Denunziantentum.
U wie Untergang Deutschlands.
Und wofür Merz steht? Das ist nur sein Künstlername, in Wirklichkeit heißt er Merkel.
Kieber Herr Kubicki, wie so oft haben Sie mit vielem so recht, dass eines wirklich klar ist: eine solche Ansprache bleibt wohl Fantasie. Schade.
Aber lassen wir mal beiseite, dass Sie selbst Teil der Regierungsfraktionen waren, die das Corona- und Migrations-Desaster zwar von Frau Merkel geerbt, aber dann noch erheblich verschlimmert haben. Egal . Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie kaemen durch ein ploetzliches Wunder morgen zur Kanzlerschaft, waeren aber - wir wollen es mit dem Wunder ja nicht zu weit treiben- auf die Stimmen der real existierenden Koalitionspartner (ob dies-oder jenseits der Brandmauer ist unerheblich) angewiesen . Wuerden sie diese Ansprache so halten, damn the consequences? Waere das Ihr Anspruch, und wenn ja, wuerden Sie die vollen Kopnsequenzen dafuer in Kauf nehmen, inklusive dem sofortigen Ende des 'Wunders'? Wenn ja, Respekt. Und man wuerde zumindest bei Ihnen auf ein '"ja" hoffen.
Verantwortung übernehmen immer Er, Sie, Es, Wir, Du und Ich durch die entsprechende Wahl. Der Staat ist nicht von Bürgern abgekoppelt - der Staat wird über Wahlen neu gewählt, neu geordnet oder bestätigt (inklusive Grundgesetzänderungen). Diese Neujahrsansprache wäre eine fürchterliche Rede gegen Volkes Verantwortung. Dann doch die obligatorische Rede des derzeitigen Bundeskanzlers.
... so (sehr) gut. Leider regt sich in mir mittlerweile nur noch ein "Helau" als spontane Reaktion.
Heinrich der IV. beispielsweise musste um den Bann aufzuheben und seine Macht zu retten ... da reiste Heinrich im harten Winter über die Alpen zur Burg Canossa in Italien, wo der Papst gerade zu Gast war.
Dort wartete er drei Tage lang barfuß im Schnee, im einfachen Büßergewand, vor den Toren und bat um Vergebung.
Gesetzt dieser Buße seitens Fridererich würde ich vielleicht, vielleicht, Gnade vor Recht ergehen lassen. 😀
nur eben nicht mehr als Löwe. Das ist die Tragik der späten Einsicht.
Stimmt ja alles, aber vielleicht hätte Sie das vor ein paar Jahren schon mal laut und deutlich sagen sollen. Nun hören die, die es angeht, Ihnen garantiert nicht mehr zu.
Die Gurkentruppe hat ausgedient. Man ist das Treiben satt. Die eitle Uschi, der feige Friedrich, der kackfreche Alt-Maoist, der Merkel für's Schlachten der schwäbischen Auto-Industrie mit Orden behängt wie weiland der Erich den Erich in der Ostzone. Oder die tumbe Silberlocke , die hodenlosen Petzer-Queens Verdienstkreuze nachwirft.
Den Augias-Stall kehrt keiner mehr aus. Das Personal ist unfähig, die Justiz korrumpiert und in der Verwaltung toben 'Diversity, Equity and Inclusion'.
Klar, das Land könnte viel. Theoretisch. Praktisch hat die Abrissartistin ganze Arbeit geleistet. Der letzte Rest Geist ist längst gebrochen. Verlassen die Narren die Bühne, schlägt die Stunde der Schakale. Die Geier kreisen bereits.
von letzterem gibt es ja auch heute noch reichlich... >> eine gewisse Frau M. z.B. ...
Aber Sie haben natürlich vollständig Recht.
Lieber Herr Kubicki,
aus dieser fiktiven Neujahrsansprache erschallen in lauten Tönen die Grundideen der Liberalen. Ich lese und höre aber von den Bemühungen der FDP, wieder auf die politische Bühne zu gelangen, medial sehr wenig, eher nichts. Warum ändert sich das nicht?
Die Stille um die FDP liegt in erster Linie daran, dass die Medien die Vertreter der Partei kaum zu Wort kommen lassen. Echte Liberale, davon gibt es wenig genug, sind ein rotes Tuch für das linksgrüne Milieu, übrigens unter Einschluss weiter Teile der CDU.
Leider hat die Stille auch etwas mit dem Personal der FDP zu tun. Wie gesagt, echte Liberale sind selten.
'was Neues!' präsentierem als liberales Gesamt-Reformkonzept... - und sich vielleicht zum konservativ-liberalen Pragmatismus jenseits der 'Brandidiotenmauer' bekennen... ... - und natürlich vorher bei ihren bisherigen vetprellten Wähler*innen ebenfalls 'um Verzeihung bitten', so wie es Herr Kubicki in seinem Artikel auch vollkommen richtig der CDU bzw. Herrn Merz vorschlägt. DANN hätte die FDP auch wieder eine Chance..., wenn das glaubhaft wäre... 🤔
>> Ja-ja, 'der Balken im eigenen Auge'... ... - Herr Kubicki. 😉 (Matthäus 7,3-5 / Lukas 6,41-42)
auch in vielem was er in seinen vorher veröffentlichten Kolumnen im CICERO gesagt hat. Wenig bis nichts einzuwenden und damit den Beweis geliefert, das es tatsächlich noch den klugen, fast ideologiefreien deutschen Politiker gibt …. Dennoch bleibt für mich die Frage, warum nicht mit Mut die durchaus richtigen Fragen & Probleme Deutschlands innerhalb der Ampelkoalition angesprochen als Teil der Regierungskoalition ? Ich bin fest davon überzeugt, große Teile der Wählerschaft hätten es honoriert und nicht nach dem Koalitionsausschuss die FDP nicht ins Nirvana fallen gelassen.
Nun, hinterher ist man halt immer schlauer, aber einem alten Politik- Fuchs- Profi wie ihnen sehr geehrter Herr kubicki fällt es schon schwer
zu verstehen , dass gerade Sie ihre Stimme eben nicht zur „rechten Zeit“ in der Ampel „erhoben“ haben.
Ob uns dieser II. Wahl Kanzler samt seiner „kleinen“ linken SPD Koalition dadurch erspart geblieben wäre, weiß man nicht …..
MfG aus der Erfurter Republik
ist, oder selbige bzw. ein (kleinerer) Teil davon zum Greifen nahe in Reichweite ist..., dann sieht vieles dann doch wieder anders aus... ..., will man das zarte Pflänzchen nicht auf's Spiel setzen...
SO entsteht politischer Opportunismus... - bei FDP und CDU und praktisch allen anderen...
Und auch die AfD muss ihre Prinzipientreue in der politischen Praxis erst noch unter Beweis stellen... 🤔
PS: leider hat Christian Lindner den richtigen Spruch "Lieber nicht regieren als falsch regieren!" in den beiden für ihn in Frage kommenden Situationen wohl jeweils falsch umgesetzte, konträr zur jeweiligen politischen Situation, mMn. Kann man nix machen...
Mal abgesehen davon, dass sich Weihnachts- und Neujahrsansprachen ins Nichts versenden (außer sie werden vertauscht :-)), könnte Herr Merz mit dieser (sehr gut ausgerichteten) Mea-Culpa-Ansprache auch gleich seinen Rücktritt erklären. Daher als Gedankenexperiment interessant, mehr aber nicht.
Letztlich wird die fortschreitende Realität das Raumschiff Bund zur Kurskorrektur zwingen: Wirtschaftskrise, Krise der Meinungsfreiheit, anstehende Wahlen als "Zahltag", mögliche Neuauszählung der Bundestagswahl... Die Bruchlinien sind klar, 2026 wird ein spannendes Jahr.
Leider ist es so, dass wir Bürger, jedenfalls die, die unserer Generation angehören, Herr Kubicki, durchaus Schuld am Zustand von Staat und Gesellschaft haben. Wir haben zugelassen, dass Underperformer wesentliche Positionen in Politik, Verwaltungen und Bildungswesen besetzt haben. Die allermeisten von uns Liberal-Konservativen haben sich nicht mit der Mühsal politischer Betätigung belastet, sondern mit beruflichen Erfolgen begnügt. Wir haben zugelassen, dass wesentliche Errungenschaften der Aufklärung, des liberalen Staates von ideologisch festgefahrenen Politappatatschicks umdefiniert oder gleich ignoriert wurden. Ein gutes Beispiel ist das linke, idenditäre, sog. Selbstbestimmungsgesetz mit all seinen schädlichen Implikationen, vor allem für Kinder, das wider jede medizinische, soziologische und gesellschaftliche Vernunft von einem FDP Minister zu verantworten ist.Das Tragische: wirklich Betroffenen hilft es gar nicht. Es steht sinnbildlich für derzeitiges staatliche Handeln.
Die ritualisierten Ansprachen zu Weihnachten und Neujahr wären eigentlich eine gute Gelegenheit mit den Bürgern unmittelbar in Kontakt zu treten und eine ehrliche Analyse vorzutragen. Was ist gelungen im
vergangen Jahr, was nicht, welche Problem müssen wir im kommenden Jahr anpacken (und es wirklich tun!)? Es wäre auch die Gelegenheit, gerade in der derzeitigen Lage, Bürgern auch kommende, unvermeidliche Zumutungen nahezubringen. Leider sinkt die Qualität dieser Ansprachen seit Jahrzehnten. Die blumigen, wolkigen, predighaften Vorträge bestehen aus weitgehend inhaltsleeren Phrasen und streuen den Zuhörern Sand in die Augen, damit sie weiterschlafen mögen. Nach dem Motto: Gebt Ruhe, alles gut, wir machen das schon! Es manifestiert sich eher die Arroganz der Macht, nicht Demut und Verantwortung vor dem Wähler.
...vielleicht müsste sich zuerst mal die FDP beim Wähler 'entschuldigen' - so direkt und ehrlich wie möglich...!? Um dann eventuell wieder dem Liberalismus dienen zu können!?
Schlagen Sie das doch bitte mal bei Ihrem nächsten Treffen der FDP-Vorständler*innen aktiv vor! - die FDP würde noch gebraucht, mMn, aber eben nicht als beliebiger (rot-grüner) Mitläufer. Dann lieber AfD...
Ich mag sie ja und vieles was Sie schreiben ist auch Teil meiner Meinung. Aber fangen Sie nicht auch noch an unrealistisch zu werden. Sie haben doch auch schon wie ich, ein Alter erreicht, da läßt man zwar altersmilde walten, aber die hat Merz nun wirklich nicht verdient. Entschuldigung ist ein Akt von Selbsterkenntnis, sowohl in seiner Person, in seinem Handeln und in seinen verbalen Aussagen. Merz will sich nicht selbstreflektieren, er will nicht erkennen, dass er nur seinen Machtgefühlen folgt, sich dafür unterwirft und sich selbst, seine Wähler, ja das ganz Volk dafür verrät, nur um Kanzler zu bleiben. Er ist so selbstverliebt, so von sich überzeugt, dass er noch immer nicht merkt, wie ihm nach den Wählern, auch die Partei immer mehr abhandenkommt. Er entflieht in außenpolitische Phantasien, in dem er sich als Weltenretter und Problemlöser darstellt, obgleich ihn niemand mehr ernst nimmt. Und die Innenpolitik. Alles schnöde Themen, die überlässt er der SPD. Seine Reden? Alles Lüge
