Mozart/Mozart
Havana Joy und Eren M. Güvercin / dpa-Bildfunk

Sechsteiler in der ARD-Mediathek - „Mozart/Mozart“ ist mehr als nur eine misslungene Serie

„Mozart/Mozart“ präsentiert sich als Produkt zeitgenössischen Erzählfernsehens. Vor allem aber ist die ARD-Serie ein Symptom für einen Diskurs, der sich progressiv nennt, aber unfähig ist, zwischen Toleranz und Selbstverleugnung zu unterscheiden.

Autoreninfo

Nasrin Amirsedghi ist Deutsch-Iranerin und Sprachdozentin in Berlin. Sie lebt seit 42 Jahren im Exil in Deutschland.

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Auf den ersten Blick präsentiert sich die sechsteilige Fernsehserie „Mozart/Mozart“ als ein gefälliges Produkt zeitgenössischen Erzählfernsehens: farblich ansprechend, ironisch abgefedert und sichtbar darauf bedacht, historische Konflikte so zu verpacken, dass sie dem heutigen Publikum nicht widersprechen. Gerade darin liegt jedoch ihr grundlegendes Problem. Denn „Mozart/Mozart“ steht exemplarisch für eine Entwicklung, in der Geschichte nicht mehr interpretiert, sondern normativ überformt wird – nicht aus Erkenntnisinteresse, sondern aus ideologischer Vorsicht und kultureller Selbstvergewisserung.

Gedreht wurde die Serie im Frühjahr 2025, überwiegend in Litauen und Lettland. Seit Kurzem ist sie in der ARD-Mediathek abrufbar. Regie führte Clara Zoë My-Linh von Arnim, Showrunner und Hauptautor war Andreas Gutzeit, der die Drehbücher gemeinsam mit Swantje Oppermann verfasste. Die zentrale programmatische Entscheidung der Serie ist eindeutig: Im Mittelpunkt steht nicht der Komponist, gespielt von Eren M. Güvercin, sondern seine Schwester Anna alias Nannerl (Havana Joy). 

Mozarts Geschichte wird damit konsequent aus der Perspektive Maria Anna Mozarts erzählt und als Narrativ einer übersehenen, strukturell unterdrückten Künstlerin angelegt, die an den patriarchalen Verhältnissen des 18. Jahrhunderts scheitern soll. Der historische Stoff wird dabei nicht aus seinen zeitgebundenen Bedingungen heraus erklärt, sondern bewusst modernisiert, ironisch gebrochen und mit gegenwärtigen Deutungsmustern überladen.

Besonders deutlich zeigt sich dies in der Darstellung der Mozart-Familie, die weniger historischen Quellen folgt als aktuellen Interpretationsmustern. Die Figur der Maria Anna Mozart wird stark fiktionalisiert, ihre historische Stellung verschoben und ihre Beziehung zu ihrem Bruder neu codiert. Anna wird in der Serie weniger als historische Figur, sondern vor allem als eigenständiger Charakter mit innerem Konflikt gezeigt. Sie wirkt emotional verletzlich, zugleich selbstbewusst und streitbar, was ihre Ambivalenz im Verhältnis zu Wolfgang besonders betont.

Projektionsfläche aktueller Anerkennungsdebatten

Der Film nutzt diese fiktionalisierte Darstellung, um die Beziehung zwischen den Geschwistern neu zu interpretieren: Statt einer rein untergeordneten Schwester erscheint Anna als gleichwertige, aktive Figur, deren Gefühle, Meinungen und Reaktionen das Geschehen maßgeblich prägen. Dadurch wird ihre Beziehung zu Wolfgang stärker psychologisch und emotional aufgeladen – Rivalität, überzogene Fürsorge, Nähe und Konflikt werden als zentrale Triebkräfte der Handlung inszeniert, während historische Genauigkeit zugunsten einer dramatischen, persönlichen Dynamik zurücktritt.

Nicht die Ambivalenzen der Epoche oder die realen Begrenzungen der Zeit stehen im Zentrum, sondern eine Projektion heutiger Erwartungen an weibliche Selbstverwirklichung und Anerkennung. Geschichte wird hier nicht rekonstruiert, sondern angepasst; historische Genauigkeit tritt hinter das Bedürfnis zurück, zeitgenössische Diskurse wie die Frauenrolle erzählerisch zu bedienen.

Exemplarisch ist eine Szene, in der Nannerl im familiären Kreis musikalisch anscheinend brilliert, ihre Leistung jedoch beiläufig relativiert wird, während Wolfgang als Genie gesetzt ist. Die Serie liest diesen Moment eindeutig als Ausdruck struktureller Ungerechtigkeit – nicht als historisch kontingente Realität, sondern als moralisch klar codierten Befund. In einer weiteren Schlüsselszene wird Nannerls innerer Konflikt zwischen Anpassung und Selbstbehauptung mit moderner Bildsprache und der Rhetorik heutiger Emanzipationsdiskurse inszeniert. Auch das Verhältnis der Geschwister erscheint weniger als ambivalente Nähe zweier Kinder ihrer Zeit denn als Projektionsfläche aktueller Gleichheits- und Anerkennungsdebatten.

Was systematisch ausgeblendet bleibt

Auffällig ist dabei weniger das, was gezeigt wird, als das, was systematisch ausgeblendet bleibt. So zeigt die Serie etwa den Streit zwischen Anna und Mozart, in dem beide ihre persönlichen Verletzungen und Missverständnisse austauschen: Anna sitzt weinend auf dem Sofa, Mozart gestikulierend daneben; die Kamera fokussiert Close-ups auf Gesichter und Hände. Machtverhältnisse – wie Mozarts beruflicher Druck oder Annas gesellschaftliche Rolle – erscheinen selten als strukturelle Größen, sondern werden psychologisiert; Konflikte werden auf die individuellen Charaktere reduziert, normative Ordnungen wie Hierarchie und soziale Zwänge bleiben nur als leises, atmosphärisches Hintergrundrauschen spürbar. Die Serie vermeidet konsequent jede Konfrontation, die eine klare Bewertung erforderlich machen würde. Das Ergebnis ist eine historisch glatte Oberfläche, die Reibung vermeidet, wo sie analytisch notwendig wäre.

Diese Tendenz setzt sich fort im weiteren Umgang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit gesellschaftlichen Themen, insbesondere dort, wo Religion und Geschlechterverhältnisse berührt werden. Die ARD behandelt die Stellung der Frau in islamisch geprägten Milieus – in Deutschland wie darüber hinaus – nicht als strukturelles Problem, sondern bevorzugt eine kulturell harmlose Lesart. Patriarchale Verhältnisse werden nicht als normative Systeme analysiert, sondern als familiäre Eigenheiten erzählt. Religiös begründete Ungleichheit erscheint als Frage von Sensibilität und Dialog, nicht als Einschränkung von Freiheit.

Eben diese Zurückhaltung ist bemerkenswert. Denn derselbe Sender legt in anderen Kontexten eine ausgesprochen scharfe normative Messlatte an. Westliche Traditionen, christlich geprägte Moralvorstellungen oder bürgerliche Rollenbilder werden regelmäßig dekonstruiert, moralisch bewertet und historisch problematisiert. Patriarchat gilt hier als Ausdruck struktureller Macht, als zu überwindende Ordnung. Im islamischen Kontext hingegen wird diese analytische Klarheit auffallend vermieden. Kritik wird relativiert, Konflikte ästhetisiert, Normen kulturell umetikettiert.

Diese Asymmetrie ist kein Zufall. Sie entspringt einer Haltung, die Kritik mit Stigmatisierung verwechselt und moralische Standfestigkeit durch Rücksichtnahme ersetzt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk will integrieren, ohne zu irritieren; erklären, ohne zu urteilen; Vielfalt zeigen, ohne normative Konsequenzen zu ziehen. Doch genau darin liegt die intellektuelle Schwäche dieses Ansatzes. Wer aus Angst vor Zuschreibungen auf Analyse verzichtet, betreibt keine Aufklärung, sondern Selbstzensur.

So entsteht ein selektiver Feminismus, der dort laut wird, wo er kein Risiko birgt, und dort verstummt, wo er Haltung erfordern würde. Frauenfiguren dürfen selbstbestimmt erscheinen, solange ihre Selbstbestimmung nicht mit religiösen Dogmen kollidiert. Wo dies doch geschieht, wird der Konflikt entschärft, entpolitisiert und im warmen Licht des Verständnisses aufgelöst. Das mag wohlmeinend sein, ist aber folgenreich. Denn es verschiebt den Begriff von Emanzipation: weg vom universellen Anspruch auf Freiheit, hin zur Pflicht zur kulturellen Rücksichtnahme.

Wo Religion und Geschlechterverhältnisse berührt werden

„Mozart/Mozart“ ist in diesem Sinne eine misslungene Serie und ein Symptom. Ein Symptom für einen Diskurs, der sich progressiv nennt, aber zunehmend unfähig ist, zwischen Toleranz und Selbstverleugnung zu unterscheiden. Für einen Rundfunk, der Aufklärung beansprucht, aber Konflikte scheut. Und für eine Gesellschaft, die glaubt, Widersprüche ließen sich auflösen, indem man sie freundlich genug erzählt.

Diese Erzählhaltung ist kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Musters im öffentlich-rechtlichen Umgang mit gesellschaftlichen Fragen, insbesondere dort, wo Religion und Geschlechterverhältnisse berührt werden. Die ARD behandelt die Stellung der Frau in islamisch geprägten Milieus – in Deutschland wie darüber hinaus – nicht als strukturelles Problem, sondern bevorzugt eine kulturell harmlose Lesart. Patriarchale Verhältnisse werden nicht als normative Systeme analysiert, sondern als familiäre oder kulturelle Eigenheiten erzählt. Religiös begründete Ungleichheit erscheint als Frage von Sensibilität und Dialog, nicht von Freiheit und Recht.

Genau darin liegt das eigentliche Paradox: Ein öffentlich-rechtliches System, das Gleichberechtigung programmatisch verteidigt, relativiert sie dort, wo sie religiös herausgefordert wird. Und ein kultureller Betrieb, der historische Stoffe modernisieren will, verliert dabei den Mut zur Wahrheit.

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Klaus Funke | Do., 18. Dezember 2025 - 11:53

Diese Serie ist eine Beleidigung für Geist, Geschmack, Stil, Kunst und Kultur. Aber es zeigt, mit welcher Infamie unser Zwangsbeitragsgeld verbraten wird. Und das ist die eigentliche Unverschämtheit. Die Produzenten und das Regieteam gehören wie im Mittelalter an den Pranger. Oder noch besser: Ausgepeitscht. Oder noch besser zum Daueransehen ihrer eigenen Serie verurteilt zu werden. Es ist selten, dass mir die Worte fehlen, aber hier passiert es: Ich bringe nicht den richtigen Ton für diese gottserbärmliche Sch.... heraus. Es ist zu banal zu sagen Mozart drehte sich im Grabe herum. Dieses Machwerk ist eine infame Beleidigung. Ich bin für Strafwürdigkeit. Die Macher dieser Serie gehören vor ein ordentliches Gericht. Andererseits hält uns dieses Machwerk den Spiegel vor: Das haben wir aus unserer Kunst und Kultur machen lassen. Das geschieht unter der linksgrünen Dauerberieselung. Ich könnte fluchen und fluchen und fluchen, aber es ändert sich ja doch nichts, außer... die Blauen regieren

Ich vermute, der ÖRR wird sich für dieses Machwerk öffentlich einen Selbstbeweihräucherungspreis verleihen, wie üblich im ÖRR und auf unsere Kosten.

Walter Buehler | Do., 18. Dezember 2025 - 13:35

Der ÖRR mit seinen Pseudo-Prominenten, die einen großen Batzen der Gebühren der Bürger abbekommen, kann idR bestenfalls Unterhaltung bieten, und das nur sehr begrenzt.

Weil ich klassissche Musik sehr liebe, habe ich mir persönlich deshalb den ARD-Mozart gleich erspart. Der Bericht von Frau Amirsedghi bestätigt mir, dass meine Entscheidung nicht so falsch gewesen sein kann.
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Eine Ausnahme unter den deutschen historischen Filmen ist "Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes" von Edgar Reitz. Dort steht nicht die Musik, sondern die Philosophie und Malerei im Vordergrund.

In diesem Film scheint mir die Darstellung großer Frauen aus der frühen Barockzeit gut gelungen zu sein, und zwar unter Beachtung der historischen Differenz zur Gegenwart.

Diesen nachdenklichen Film möchte ich allen wärmstens empfehlen.

100% Zustimmung zu Ihrem Kommentar. Da ich ebenfalls Mozart verehre,aber auch andere Komponisten, sehe ich mir solche Pamphlete erst gar nicht an, die vor Ignoranz und Ideologie nur so triefen. "Amadeus, Amadeus" habe ich mit übrigens auch nicht angetan.
Außerdem: deutsche Komödien, die erst durch Humorbeauftragte, möglichst mit Migrationshintergrund und recyclebares Toilettenpapier genehmigt werden müssen, schaue ich mir nie an.
Generell gilt: je starer die Besetzung, desto scheißer der Film.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 18. Dezember 2025 - 14:18

analysiert, ich frage dennoch, glaubt Frau Amirsedghi, dass ich so etwas Hochgelahrtes zur Weihnachtszeit würde sehen wollen?
Ich finde den Blick auf das Geschwisterpaar sehr interessant.
Maria Anna war knapp 5 Jahre älter, wurde aber vom Vater gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder unterichtet.
Nur die Beiden von sieben Kindern erreichten das Erwachsenenalter und werden für Vater und Mutter besonders gewesen sein, wie auch in diesen Verlusten füreinander.
Maria Anna war begabt und wurde vom Vater bewußt gefördert.
Sie heiratete später in den Adel und wurde wesentlich älter als ihr Bruder.
Wiewohl selbst Mutter, war sie durch ihre adligen Verhältnisse auf kein Hausfrauendasein beschränkt.
Man kann sich trotzdem fragen, ob ihr nicht auch kompositorische Erfolge beschieden gewesen wären.
In der damaligen Zeit wohl nicht, wenn der Vater noch für Auskommen sorgte und dann eine gute Partie möglich wurde.
Es gibt weitere interessante Paare, Clara Schumann, Fanny Hensel, auch in der Literatur.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 18. Dezember 2025 - 14:37

ich mir die Serie so schnell nicht ansehen werde.
Mir fehlt laut Besprechungen Mozarts Musik und zu Weihnachten ist für mich J.S. Bach angesagt.
Der letzte Film über dessen Familie war sehr schön.
Bachs zweite Frau war eine berühmte Sängerin.
Mozarts vielleicht heimliche Liebe war womöglich Aloysia Weber, wohl verwandt mit Carl Maria von Weber, sie war ebenso Sängerin und arbeitete mit Mozart zusammen?
Ich vermute, dass er für sie komponierte, dass seine Musik sie "verkörperte".
Mit der Aufklärung waren arbeitende Frauen in angesehenen Berufen häufiger und zumeist hochgebildet.
Literarische und philosophische Salons wurden von Frauen geführt.
Habe ich bei Wiki richtig gelesen, Maria Anna Mozart hörte auch Physikvorlesungen?
Vielleicht hatte sie eventuell etwas andere Interessen als ihr Bruder?
Die Aufklärung war ungeheuer bedeutsam/produktiv für Europa, auch in Hinblick auf das Verhältnis der Menschen zur Religion.
Ich kann mir nicht denken, dass Europa je dahinter zurückfallen wird.

ich konnte mir nicht vorstellen, dass Europa je dahinter zurückfallen würde.
Aber noch einmal, für das ausgehende 18. Jahrhundert ist das gelebte Praxis und m.E. keinesfalls normativ übergestülpt.
Ob der 6-Teiler das einzufangen vermag, kann ich (noch) nicht sagen.
Mozart zähle ich nicht wirklich zum bürgerlichen Lebenszusammenhang.
Er bewegte sich m.E., auch mit seinem Elternhaus, in einem höfischen Umfeld. Bach ebenfalls.
Bürgerlich global wird es mit Beethoven und der schrieb den Fidelio, eine Hommage an die kämpferische Frau.
Herr Funke ist entsetzt, aber dass kann auch an seinen schriftstellerischen Tätigkeiten liegen?
Die Regisseurin ist Clara Zoe My-Linh VON ARNIM, Anfang der 90er geboren, in der Linie von Bettina von Arnim?
Jedenfalls hat sie hoffentlich noch viel Luft nach vorne...

Bernd Windisch | Do., 18. Dezember 2025 - 14:43

"Die Figur der Maria Anna Mozart wird stark fiktionalisiert, ihre historische Stellung verschoben und ihre Beziehung zu ihrem Bruder neu codiert."

Schöne Worte um einen hanebüchenen Unsinn zu umschreiben. Wie sagt doch die FAZ so schön: Für die ARD ist Mozart pervers.

Zur Vorstellungskraft der Autoren gehört, dass Amadeus drogensüchtig ist und in eine Entzugsklinik muss. Das Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ wurde von seiner Schwester komponiert. Amadeus konnte nämlich gar nicht komponieren.

Wenn es noch eines Beleges bedurft hätte, dass der ÖR auf seinen Ursprungsauftrag zurückgeschnitten gehört wurde dieser mit diese albernen bis volksverblödenden Serie erbracht.

I want my Money back!

IngoFrank | Do., 18. Dezember 2025 - 15:27

relativiert wo sie religiös herausfordernd ist …..
Tja der gute Islam, der ein frauenfeindliches Bild hat, und dennoch verteidigt wird. Da ist das mit der Frauenfeindlichkeit nicht so schlimm……
Es lebe der patriarchische Männerstaat 😄😄
Ne, das Erziehungsfernsehen von ARD & ZDZ wird immer skurriler
Da möcht ich noch ein Beispiel vom Lanzschen Jahresrückblick beisteuern beim Interview von Frau Prof. Dr. Brosius Gersdorf in dem Sie sinngemäß Kund tat und ihr Bedauern ausdrückte, das die Unionsfraktion nicht in der Lage war, geschlossen ihrer Wahl zuzustimmen.
Da sage ich als Nicht Jurist, was hat da Frau Professor für eine Rechtsauffassung, wenn denn jeder Abgeordnete nur seinem Gewissen verpflichtet ist ? I.ü. hakte Lanz bei der Bemerkung nicht nach und hörte nur widerspruchslos und andächtig weiter ihren Ausführungen zu.
Mit besten Gruß a d Erfurter Republik

Sabine Lehmann | Do., 18. Dezember 2025 - 16:46

Unfreiwillig komisch u. absurd dieses neue Machwerk, fabriziert in elitären Kunstwelten. Es reiht sich ein in eine nicht enden wollende Kaskade ganz neuer Interpretationen historischer Biographien bis hin zur kompletten Geschichtsumschreibung. Die neuen linken Moralapostel mit Immatrikulationshintergrund machen sich die Welt wie sie ihnen gefällt. Von Narrativen über handfeste Lügengeschichten, bis hin zu lebensgefährlichen politischen Entscheidungen, sie schrecken wirklich vor nichts zurück.
Geht das bei uns und in Europa in diesem perversen Duktus weiter, was ich nicht hoffe, frage ich mich, was mag am Ende dabei heraus kommen? Eine "schöne" neue Welt oder ein Bürgerkrieg, der sich in ganz Europa ausbreitet wie ein Flächenbrand? Vielleicht bricht ja auch vorher der 3.Weltkrieg aus, dann hat sich das ohnehin von selbst erledigt. Jedenfalls braut sich da am Horizont über "Mordor" ordentlich was zusammen. Vielleicht sollten wir uns vorher einiger Strategen im Schicksalsberg entledigen;)

H. Stellbrink | Do., 18. Dezember 2025 - 17:44

Es tut einem wirklich leid für die Schauspieler. Man kann nur hoffen, dass sie aus Beitragsmitteln ein hohes Schmerzensgeld für ihre Mitwirkung bekommen haben. Zu befürchten ist allerdings, dass das doch in Intendantengehältern gelandet ist.
In jedem Fall trieft diesem Machwerk die Wokeness aus allen Knopflöchern. Schade um die Lebenszeit. Lieber Traumschiff gucken.

Thomas Hechinger | Do., 18. Dezember 2025 - 18:10

O mein Gott! Ich habe von dieser Serie noch gar nicht Kenntnis genommen! Ist das schlimm?

Wissen Sie was, Frau Amirsedghi! Wenn es über die Feiertage mal ruhiger wird, lege ich mir vielleicht eine Mozart-Sinfonie auf oder spiele selber Mozart am Klavier. Das ist meine Art, mich mit diesem Genie auseinanderzusetzen. Oder ich gehe in die Kirche. Vielleicht singt der Kirchenchor eine kleine Mozart-Messe. Und wenn die Mozart-Messe dann von Haydn ist, ist es auch nicht so schlimm. Mehr brauche ich nicht.