Syrer-Demo auf Berliner Alexanderplatz
Exil-Syrer feiern am 7. Dezember auf dem Berliner Alexanderplatz den Jahrestag des Sturzes von Assad / picture alliance / ZUMAPRESS.com | Michael Kuenne

Sturz des Assad-Regimes vor einem Jahr - Jubelfeiern ohne Solidarität mit Alawiten, Drusen und Christen

Tausende Syrer feierten in Europa den Sturz Assads vor einem Jahr. Kein Thema bei diesen Freudenfesten: die zunehmende Verfolgung religiöser Minderheiten. Unter dem neuen islamistischen Regime kommt es immer wieder zu Terror und Massakern.

Autoreninfo

Gideon Böss ist Roman- und Sachbuchautor und hat unter anderem über Religionen in Deutschland und Glücksversprechen im Kapitalismus geschrieben.

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Tausende Syrer haben am vergangenen Sonntag den ersten Jahrestag des Assad-Sturzes genutzt, um auf deutschen Straßen zu feiern. Der Tyrann selbst lebt jetzt im russischen Exil, womit die Terrorherrschaft seiner Familie an ihr Ende gekommen ist. Dass die Teilnehmer der Demonstrationen das bejubelten, ist verständlich, doch fällt ein bedenkliches Detail auf: ihre ausbleibende Solidarisierung mit den Christen, Drusen und Alawiten im Land. Drei Minderheiten, die sich seit Assads Sturz im Visier islamistischer Mörderbanden befinden.

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Bernd Windisch | Do., 11. Dezember 2025 - 11:46

Tausende Syrer haben am vergangenen Sonntag den ersten Jahrestag des Assad-Sturzes genutzt, um auf deutschen Straßen zu feiern.

Es wäre glaubwürdiger wenn sie auf syrischen Straßen gefeiert hätten. Hier baut sich ein ähnliches Problem wie bei der türkischen Diaspora in Deutschland auf. Nicht integriert und bar jeder Identifikation mit dem Gastgeberland.

Wobei viele der syrischen Partygänger ausreisepflichtig sein dürften.

Ernst-Günther Konrad | Do., 11. Dezember 2025 - 11:57

Das steht so im Oran und das leben nicht wenige Muslime aus und gerade auch die sog. *Flüchtlinge* aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Und wer das ausspricht ist ein Nazi. Und welchen Respekt diese Syrier vor anderen Glaubensrichtungen haben sieht man daran, dass man in Berlin, Mainz und anderen Städten die *Siegesfeiern* mal kurzerhand auf Weihnachtsmärkte verlegt um diesem christlichen Festund ihren Besuchern damit jedes Recht abspricht, ihre religiösen Tradition zu leben. Und warum sind die noch her, wenn sie die vermeintliche neue *Freiheit* im Land feiern? Warum bauen die nicht längst wieder ihr Land auf? Naja, in Syrien sind sie halt nicht so sozial abgeferdet und laut Wadephul kann man das den Sysrern auch nicht zumuten, wo das Land doch schlimmer zerstört wurde als Deutschland nach dem WK II.
Und erwarten sie nicht, das islamische Fanatiker anderen Glaubensrichtung Respekt, Anerkennung und gleiche Rechte einräumen.
Das sieht die Lehre des Koran nämlich nicht vor.

C. Schnörr | Do., 11. Dezember 2025 - 12:40

will diesen islamistischen Mob im Land halten. Analog: Die Hälfte der NRW Clan-Mitglieder haben mittlerweile den deutschen Pass, wie man gestern in der Presse erfahren konnte, begleitet von hilflosem Geschwätz der Verantwortlichen (Reul: "Nadelstiche").

Urban Will | Do., 11. Dezember 2025 - 13:08

Glauben Sie wirklich, die Syrer, die hierzulande leben, flohen mehrheitlich vor Assad? Und sind tolerante „Demokraten“, die andere Religionen tolerieren?
Sind Sie im Ernst so naiv wie all die dämlichen Teddybär-Werfer, die linksgrünwoken (hierzu gehört auch die CDU/CSU) Parteien, all die „Gutmenschen“, etc. die diesen Irrsinn besangen?
Die Demos, die Sie hier beschreiben, waren keinen Jubelfeiern über den Sturz Assads, es waren Machtdemonstrationen einer Besatzungsmacht, die hier bleiben und sich von uns durchfüttern lassen wird.
Jeder dieser Jubler müsste längst auf dem Weg zurück nach Syrien sein, wo doch jetzt nach Assad alles wieder so toll läuft.
Machen die aber nicht. Sie betreiben Landnahme in Deutschland und wissen, dass sie in absehbarer Zeit hier die neuen Herrscher sein werden.
Die abgeschlachteten Christen jucken sie noch weniger wie es die christlichen Kirchen hierzulande juckt, die sich lieber vor den Islamisten in den Dreck werfen. Zusammen mit der Politik.
Zum K...n

Volle Zustimmung, lieber Herr Will! Und alles spielt sich immer wieder auf unseren Straßen ab. Es wird in diesen Ländern nie Frieden geben! Die jubeln über den Sturz von Assad, könnten alle wieder in ihr angeblich so geliebtes Land zurückkehren, bleiben aber natürlich hier im gelobten Land, wo Milch und Honig fließt (für sie, nicht für uns)!
Ja, zum ko…!!!

Christa Wallau | Do., 11. Dezember 2025 - 14:25

für ihre unterdrückten Mitbürger (religiöse Minderheiten) im Heimatland hätten niemals an diesen Jubelfeiern teilgenommen.
Wir dürfen also davon ausgehen, daß a l l e die
Vielen, die da auf den Straßen ihrer Freude über das neue Regime Ausdruck verliehen haben,
den islamistischen Geist in sich tragen, der dieses Regime beflügelt.

Christa Wallau | Do., 11. Dezember 2025 - 14:43

für ihre unterdrückten u. an Leib und Leben bedrohten Mitbürger (= religiöse Minderheiten) in ihrem Heimatland würden niemals an diesen Jubelfeiern teilnehmen.
Wir dürfen also davon ausgehen, daß A l l e, die da auf den Straßen ihrer Freude über das neue Regime Ausdruck verliehen haben, den islamistischen Geist in sich tragen, der auch das Regime in Damaskus beflügelt.
Es wäre interessant zu wissen, wer von den Jubel-Syrern bereits im Besitz eines deutschen Passes ist. Wahrscheinlich sind es eine Menge.
Bei diesen Leuten können wir also fest damit rechnen, daß sie allen Christen u. Anhängern anderer Glaubensrichtungen sowie allen Atheisten u. Agnostikern zukünftig deutlich zu verstehen geben werden, wo nach ihrer Überzeugung die Reise in Deutschland hin zu gehen hat: zum islamistischen Staat (Kalifat)!
Wunderbar!

(Es soll Leute geben, die sich selber Läuse in den Pelz setzen...)