Evelyn Palla
Evelyn Palla / Foto: Friedrich Bungert/Süddeutsche Zeitung Photo/Picture Alliance/DPA

Evelyn Palla im Porträt - Die Scheinhaftige

Evelyn Palla gibt sich als neue Chefin der Deutschen Bahn selbstbewusst und wild entschlossen. Mit Reformen und neuem Konzept soll das deutsche Sorgenkind gedeihen. Doch reicht das, um den Staatskonzern wieder in die Spur zu bringen?

Autoreninfo

Claudia Kling ist Korrespondentin der Schwäbischen Zeitung in Berlin.

So erreichen Sie Claudia Kling:

Wer Evelyn Palla sprechen hört, den beschleicht das Gefühl, dass diese Frau bereit ist, übers Wasser zu gehen, sollte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder das von ihr verlangen. Und sie wirkt völlig davon überzeugt, dass sie es auch könnte. „Wir drehen den Konzern auf links“, sagte sie in ihrem ersten Interview als neue Bahnchefin. „Dafür müssen wir alles anders machen als vorher.“ 

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Achim Koester | So., 7. Dezember 2025 - 13:00

warum soll das denn bei der Bahn zum Erfolg führen?
Wenn die ersten Ausfälle der „Erneuerbaren“ den Strom nur noch dann garantieren, wenn der Wind bläst und die Sonne scheint, ist ohnehin alles vorbei.

Karl-Heinz Weiß | So., 7. Dezember 2025 - 13:09

"Da wird kein Stein auf dem anderen bleiben" - wenn CEO, die bisher schon im Unternehmen waren, dies ankündigen, ist Vorsicht angebracht. Schlechter wäre es nur, wenn sie "keine Schwelle wird mehr an der anderen liegen" gesagt hätte.
Die DB unterliegt derart vielen politischen Einflüssen, dass solche Ankündigungen schlicht und ergreifend nicht ernst genommen werden. Musterbeispiele sind S 21 und die 2.Stammstrecke der Münchner S-Bahn. Die dortigen Kostensteigerungen werden nur durch die aktuellen Preissteigerungen im Rüstungssektor übertroffen - trotz aller Beteuerungen des vergleichbar schneidig auftretenden Verteidigungsministers.

Stefan | So., 7. Dezember 2025 - 13:17

Bahnfahrten als Abenteuer, so kommt es mir mittlerweile jedenfalls vor.
Gleich schon wieder ein Zug mit gut einer Stunde Verspätung.
Wenn man Zeit hat okay, aber es nervt.
Da wäre ich besser mit dem Auto unterwegs gewesen, trotz manchem Stau bin ich dann doch oftmals schneller am Zielort.
Ich habe keine Ahnung, ob die Frau Palla über's Wasser gehen kann oder nicht, aber die Bürger hierzulande zum Bahnfahren zu bewegen schafft sie nicht mit Verspätungen der Züge die im Prinzip schon unverschämt sind.
Allerdings verhält es sich bei der Bahn offensichtlich wie in der Politik. Wenn sich Leute abschicken Konzepte neu zu denken, werden sie in der Luft zerrissen.
Diejenigen die an den Fleischtöpfen sitzen sind offenbar eben nur erfindungs.-u. listenreich, wenn es darum geht andere zu verhindern und zu diskreditieren.
Da bleibt nur noch der Frau Palla viel Erfolg zu wünschen und vielleicht wäre mal eine echte Privatisierung der DB
der Schlüssel zum Erfolg.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 8. Dezember 2025 - 12:34

Ich kannte die Frau nicht. Ob und was sie bewirken kann bleibt abzuwarten. Ich gebe ihr, wie allen Politikern auch 100 Tage. Was sie ankündigt hört sich gut an. Aber Worte sind das eine, Handeln sind das andere. Und ob diese Frau gegen den bürokratisierten Apparat unterhalb ihrer Entscheidungsebene an kommt bleibt abzuwarten. Und ob es nur reine Sprüche sind, ob es echter Willen ist, der politisch versucht wird zu untergraben und ob sie tatsächlich Änderungen erreichen kann?