Soldaten der Bundeswehr
Soldaten der Bundeswehr / picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer

Bundeswehr - Der neue Wehrdienst als finanzpolitisches Kamikaze-Projekt

Der „neue Wehrdienst“ ist ein milliardenschweres Fiasko in Tarnfarben, das kaum wieder zu korrigieren ist. Es stellt mit überteuert eingekauften Soldaten weder die Einsatzbereitschaft sicher, noch ist es gesellschaftlich fair austariert.

Autoreninfo

Richard Drexl ist Oberst außer Dienst der Luftwaffe mit unter anderem langjährigen Erfahrungen im Bundesministerium der Verteidigung

So erreichen Sie Richard Drexl:

Der Bundestag hat nach monatelangem Ringen das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz beschlossen. Auf möglichst freiwilliger Basis soll ein massiver Aufbau der Streitkräfte erfolgen. Falls nicht wie erhofft die Rekrutenzahlen steigen werden, kann später mit einem weiteren Gesetz eine „Bedarfswehrpflicht“ eingeführt werden. Der von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in Aussicht gestellte „entscheidende Schritt für die Verteidigungsfähigkeit“ ist allerdings eher eine Mischung aus Verzweiflungstat und finanzpolitischem Blindflug.

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Peter William | Sa., 6. Dezember 2025 - 12:15

jungen Menschen nicht komplett verblödet sind wird der Bund eher aussortieren und sich überlegen wen er einstellt. Ein Überangebot an Bewerbungen sollte bei dieser Bezahlung der Fall sein!

Stefan | Sa., 6. Dezember 2025 - 15:59

Antwort auf von Peter William

Bedenken sie, wer für diese Mission Wehrpflicht eigentlich in Frage kommt.
Keine AfD Wähler, keine woken Kinder der roten und grünen Parteianhänger und was dann zum Schluss an wehrfähigem Potential über bleibt ist auf Grund von psychisch und physischen Problemen auch nicht zu gebrauchen.
Wer dann den kampferprobten russischen Battalionen gegenüber steht, fegt dieser wahrscheinlich in einem Handstreich hinfort, wie lästige fliegen von einer Sahnetorte.

Thomas Veit | So., 7. Dezember 2025 - 01:45

Antwort auf von Stefan

an den Schulen jahrzehntrlang die Nichtexistenz einer Deutschen Nation und den trivialen Heimatbergriff verächtlich gemacht - bewusst, von linkslastigen Kultusministerialbeamten... - und dafür 'die bunt-woke Internationale' und Queerentum gepredigt hat..., diese jungen Leute sollen jetzt ihre Heimat und ihr Vaterland mit ihrem Leben verteidigen... .... ...???

>> DAS kann nicht funktionieren...!! Wer keine Heimat und kein Vaterland hat zieht auch nicht in den Krieg für selbiges... - logisch, oder?

PS: ...aber vielleicht gibt es Neubürger, die ein ernsthaftes Intresse hätten die westlichen Werte und unsere Demokratie mir der Waffe in der Hand zu verteidigen..., wegen derer sie extra hierher geflohen (oder geflogen) sind... ... 🤔

PS-PS: ...und ehrlich gesagt: für DIESES Deutschland und DIESE NATO wüsste ich auch nicht, ob ich dafür in's Feld ziehen wollen würde, freiwillig..., da müsste der Russe schon konkret am Ortsrand stehen... ...

Wer keine Heimat mehr hat, wem diese aberzogen wurde, warum was nicht mehr im eigenen Kopf existiert, dann mit seinem Leben verteidigen ? Unlogisch & dumm !
„Solch ein Ansinnen“ zu stellen.
Mit wem soll diese Armee Buntland denn verteidigen ….
Hofreiter auf dem Kanonenrohr und Agnes S. Zimmermann als Richtschütze*in 😆😆😆😆
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Bravo Herr Veit. Das sind die nötigen Ansagen um ein gebrechliches Gebilde neu aufzurichten. Die Frage ist: Halten die Fundamente noch?

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa., 6. Dezember 2025 - 12:23

deutlich, worum es dem Autor gehen könnte?
Eine schlagfertige Truppe, zur Not Söldner und vor allem Waffen?
Das kann man auch anders kommunizieren, direkter?
Ich denke, dass es der SPD um die Attraktivität der Bundesrwehr geht und um deren gesellschaftliche Verträglichkeit.
Die Leute* riskieren notfalls ihr Leben zuerst, vor uns.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lars Klingbeil, der aus einem Soldatenhaushalt kommt, die Zusammenhänge etwa nicht einschätzen könnte.
Für den Fall, dass es für einige neu sein könnte, unser "Land" kostet Geld.
Die Pflicht ruft nicht mehr, aber die Regierung könnte evtl. überzeugen.
Bestenfalls sollte man schauen, wo die Stärken der Bundeswehr in Europa liegen könnten.
Ich schaue auf den Verteidigungsfall, nicht auf die Kriegstüchtigkeit.
Es gibt mehrere Bereiche einer Gesellschaft, eines Staates, die größter Ausmerksamkeit bedürfen, auch finanzieller.
Von da aus kann es in/für die Welt gehen, ohne das ist "Flasche" leer?

Jens Böhme | Sa., 6. Dezember 2025 - 13:16

Zuerst muss die Bundeswehr für sich selbst werben: ausreichendes Equipment, vorhandene, moderne Technologien, gute Ausbildungs- und weitere Chancen. Solange man auf technologischer Sparflamme eine Verteidigung aufbaut, befindet man sich militärisch lediglich in der Zeit bis 1989, wo man auf das KnowHow der Alliierten hoffen konnte.

Rainer Mrochen | Sa., 6. Dezember 2025 - 13:21

... mit der Finanzierung; die Steuerdrehschraube geht immer. Allerdings nur so lange, bis das Gewinde aufgerieben ist. Die Sozen arbeiten hart daran. Ist halt deren Genetik. Irgendwie lässt sich immer etwas aus der Gesellschaft pressen, was als soziale Wohltat verkauft werden kann und wenn es nur "Sondervermögen" sind, die zukünftige Generationen abzutragen haben. Alles nur ein Spiel auf Zeit; bis zum großen Reset und der kommt. Gewiss.

IngoFrank | Sa., 6. Dezember 2025 - 14:00

Ich stelle die Frage in den Raum, was bitte war an der GroKo kein Milliarden schweres Fiasko ?
Politik hat ab Schröder nur das Geld der Steuerzahler sinnlos ausgegeben, die Staatsschulden erhöht und das Volk belogen. Ob die Kanzler Merz oder Merkel von der CDU waren oder Scholz von der SPD…..alle bauten das Deutsche Sozialamt für die Welt auf bzw. haben es erweitert …..und das Schlimme daran, Deutschland ist durch die letzten gut 10 Jahre des Geldverprassens selbst zum Sozialfall mutiert.
Mit besten Gruß a d Erfurter Republich

"Ab Schröder wurde das Geld... nur sinnlos ausgegeben...". Da hätte ich gerne Beispiele von Ihnen! Mir fällt nur ein, dass z. B. für die Bahn, aber auch für den Unterhalt von Brücken viel zu wenig ausgegeben wurde, was jetzt mit hohen Schulden nachgeholt werden muss. Das Volk wurde belogen... BEISPIELE, Herr Frank? Ich gebe Ihnen gerne Beispiele für Lügen Ihrer Lieblingspartei, der AfD: Die möchte die Rente auf 70% erhöhen, obwohl 48% schon kaum zu finanzieren sind, und jetzt kommen Sie nicht mit dem Märchen, das ließe sich durch Mittelkürzungen bei der Entwicklungshilfe und dem Bereich Migration finanzieren! Ebenfalls eine Lüge Ihrer Partei ist die Remigration im großen Stil:
Abgesehen vom Problem des Arbeitskräftemangels und der rechtlichen Hürden, die Herkunftsländer weigern sich schlicht und einfach, ihre Geflohenen wieder aufzunehmen. Aber diese Lügen zur Kenntnis zu nehmen,
verweigern sich "Erfurter Republikaner" (wer immer die sind), da zeigt man lieber auf andere...

Stefan | Sa., 6. Dezember 2025 - 14:03

... und der ganze Militaria Quatsch erübrigt sich.
Lediglich die dann sinnlos gewordenen Verträge sind von den kommenden Generationen zu bezahlen.
Rheinmetall und Co. freuen sich natürlich tüchtig darüber.
Wie dumm muss man eigentlich sein ???

Achim de Jong | Sa., 6. Dezember 2025 - 20:32

Was ist ein Menschenleben wert? Sie wollen Soldaten? Dann müssen sie bezahlen. Um die Haut zu Markte zu tragen, ist das ausgelobte Gehalt lächerlich. Eine Armee ist teuer. Das war ein Trick, durch die Wehrpflicht die "Entbehrlichen" abzuschöpfen. Eine Nacht in Berlin gleicht die Verluste einer Schlacht nicht mehr aus. Die Zeit der Massenangriffe ist vorbei, heute stirbt die Technik, Menschen sind im Westen wertvoll. Die Nachgeborenen Söhne ohne Zukunft gibt es nicht mehr, werden aber auch nicht benötigt.