- Cicero Podcast Literaturen: „Rilke war kein Salonfaschist“
Ein Cicero Podcast Literaturen aus Anlass des 150. Geburtstags von Rainer Maria Rilke. Zusammen mit seinem Biografen Gunnar Decker kann man in diesem Gespräch den literarischen wie auch den zuweilen politischen Rilke entdecken.
Neben Gottfried Benn und Bertolt Brecht gab es wohl kaum einen deutschsprachigen Dichter, der die Lyrik und das Denken der literarischen Moderne im 20. Jahrhundert derart nachhaltig geprägt hat wie Rainer Maria Rilke. Vor 150 Jahren, am 4. Dezember 1875, wurde der „Mystiker der Moderne“ in Prag geboren. Ralf Hanselle, stellvertretender Chefredakteur von Cicero sowie Leiter des Ressorts Salon, hat den Geburtstag zum Anlass genommen, um mit dem Autor und Rilke-Biografen Gunnar Decker das Leben und Werk des vielgestaltigen Dichters Revue passieren zu lassen.
Wer war dieser Rainer Maria Rilke, der neben der Literatur auch die Bildende Kunst und das europäische Denken beeinflusst und der sich immer wieder neu erfunden hat? Ein „Damen-Dichter“, wie es zuweilen abwertend heißt? Ein Protofaschist und Mussolini-Versteher, wie eine aktuelle Neuerscheinung über den Literaten schreibt? Oder schlicht einer der größten Sprachmagier der deutschsprachigen Literatur? Was für Gunnar Decker auf jeden Fall feststeht: „Man wird mit Rilke nicht fertig!“ – auch nicht in einem ausgiebigen Podcast-Gespräch.
Das Gespräch wurde am 24. Oktober 2025 aufgezeichnet.
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und theo-philosophische Höhe seines Denkens, Fühlens etc.
Wenn ich hier nicht mehr zum Kommentieren komme, was soll es?
Der Podcast ist wichtig
nur empfehlen.
Herr Decker ist ja eine wahre Goldgrube, Rilke betreffend.
Schön, dass er sich nicht in Trivialitäten verliert, sondern das Werk in der Schwebe hält.
Man darf wohl Nietzsches "Also sprach Zarathustra "voraussetzen?
Dann auch die evtl. "Unentschiedenheit" in Bezug auf den Engel?
Rilke hat vielleicht nicht einmal den 1. Weltkrieg als die Katastrophe empfunden, die er eigentlich war, denn Nietzsche verhandelt "Ungeheuerliches", den Übermenschen und auch er legt sich schliesslich nicht fest.
Rilke kann den Engel dennoch nur als schrecklich empfinden, denn was wäre der Blick z.B. der "Schwesterseele" anderes oder Zarathustras "Himmelfahrt"?
Nietzsche wählt aber auch andere Worte, bittet um den Gesang der Schwesterseele und zerbricht für seinen Glauben.
Rilke hat es da vielleicht dann doch besser, inmitten aller Sorgenden um ihn.
Vielleicht können wir uns ihn ja sogar als "glücklichen Menschen"(Camus) vorstellen?
Vergesst niemals zu leben und zu lieben.
Danke Herr Decker
in seinen Händen hält" und "Schwäne ziehen" und "Blumen blühen".
Christus hatte auch eine Mutter und evtl. eine Gefährtin.
Wir können nicht wirklich ausschliessen, dass es Nachkommen gibt?
Er segnete uns als Sterbender, ich möchte in diesem Segen leben und sterben dürfen...
Mit den Klängen des sozusagen 5. Evangelisten Johann Sebatian Bach gehe ich jetzt getrost in die Weihnachtszeit.
"Jauchzet Frohlocket"
