- Gefangen zwischen Öko-Realos und Reichinnek-Jüngern
Krise bei den Grünen. Zwischen öko-bürgerlichem Pragmatismus und neu-linken Träumereien droht es die einstige Regierungspartei zu zerreißen. Sie ringt um Richtung, Profil und Zukunft – und verliert dabei nicht nur an Halt in der Wählerschaft, sondern auch in den eigenen Reihen.
Bürgerlicher könnte eine Kulisse für einen politischen Abend kaum sein. Auf dunklen Holztischen stehen Teller mit Wurstsalat und Schnitzel, der Kellner serviert im Fünfminutentakt wenig Bier und viel Apfelschorle. An den Wänden hängt ein vergilbtes Plakat von landwirtschaftlichen Maschinen – ein alter Traktor, ein Pflug, ein paar Getreideanhänger. Und über allem wacht ein schwarzer Hirsch – aus Plastik. Franziska Brantner hat zum Bürgerdialog in Böblingen eingeladen. „Platzhirsch“ heißt die Gaststätte.
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Kann sein, dass die Grünen einen Verschmelzungsparteitag mit den Linken hinlegen, wie seinerseits die WASG mit der PDS.Linkspartei. Die linksextremen Kräfte bei den Grünen haben Oberwasser. Und schaut man sich das Foto an, dann erinnert das sehr stark an vergangene Linke-Fotos, wo die alternde Basis mit Parteigranden zusammensteht und die Finger in die Wunden legt. Manchmal müssen sich Parteien altersmäßig häuten.
... es wird Zeit für mich zu geh'n ... Reinhard May sang das schöne Lied und die politischen Köpfe der Grünen, haben es sich nach einer hausgemachten, politisch desaströsen Ära wohl genau das zu eigenen gemacht, da es ja auch wirklich Zeit zu geh'n war und ist.
Bleibt für mich nur noch zu sagen:
"Auch ihr habt's selbst versaubeutelt."
Eigentlich sind die Grünen 2 Parteien, Grünliberale und Grünlinke so wie in der Schweiz. Nur der Wille zu Posten und Macht hat das eine eine Weile überdeckt. So werden sie sicher Ba-Wü verlieren und Berlin nicht gewinnen.
denn bei Wahlen gibt es weniger lukrative Mandate. Daher prügeln sie sich - wie auch bei der SPD - verbissen um die wenigen aussichtsreichen Listenplätze, und scheuen sich dabei auch nicht vor kriminellen Aktionen (wie bei Gelbhaar).
In links-grünen Sumpfgebieten Berlins wird das Stadtbild von flippigen "Studenten", politischen Lobbyisten, Queer-Denkern, CSD-Nackedeis und Marihuana-Freunden samt Alkis bestimmt.
Aus dieser Szene wird rot/grün immer Stimmen bekommen, aber insgesamt weniger. Um diese Stimmen prügeln sich die "Berufspolitiker" von drei Parteien.
Die Schludrigkeit und Unregierbarkeit dieser Stadt ist ja ein offensichtliches Resultat rot-linker Dominanz, das begreifen immer mehr Berliner. Mal sehen, wie sich das auch bei Wahlen zeigt.
Am schlimmsten für die Zukunft erscheint mir persönlich, dass der Zerfall des Bildungswesens offenbar nicht aufgehalten werden kann, an den Schulen nicht und offenbar auch nicht an den zahlreichen Universitäten.
flüssig, sie sind gefährlich. Erstes und zweites haben sie noch nicht kapiert, das andere kommt ihnen natürlich nicht mal in den Sinn.
Als sie sich gründeten, gab es etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnte, etwas, was bei den anderen noch nicht angekommen war: den Umweltschutz.
Anti-Atom war die romantische Beigabe, aber sie schafften es, die Sache durchzuziehen. Heute wird den Alten um Trittin einer abgehen, wenn die Sprengsätze zünden und die Türme in sich zusammenfallen. Das dies mittlerweile das Symbol des Irrsinns, der Selbstzerstörung ist, juckt sie nicht, ebenso wenig, wie sie das Land als solches juckt. Im Gegenteil: sie wollen dieses Deutschland zerstören.
Sie sind zu Moralisten geworden, zu ekelhaften Gesinnungschauvinisten, die alles und jeden hassen und cancelln, ja verbieten wollen, der ihre Meinung nicht teilt. Und sie ergänzen Arroganz mit Dummheit.
Sie sind der Demokratie entschwebt. Sie halten sich für etwas besseres.
Niemand braucht sie mehr, sie können weg.
samt ihrer Gefolgschaft inkl. der SED Erben und der Grünen Sekte ist,, das sie, sieht man von der „Hauptstadt“ und der „Platzeck SPD“ ab, in keiner „gestaltenden“ Regierung in Ländern & im Bund tätig waren. ,,, somit „unschuldig“ am derzeitigen „Zustands D“ sind.
Bei den Grünen sieht das allerdings anders aus. Beginnend mit dem ersten grünen Minister in Hessen 1985 und weiteren Koalitionen auf Lönderebene und auch unter SPD Kanzlern im Bund konnten sie ihre Ideologie schon im großem Umfang umsetzen. Nicht zuletzt auch durch die Protektion Merkels die Grüne Ziele ebenso in ihrem Regierungswirken zu verankerte. Das dieser „Grüne Deal“ im wesentlichen für den Niedergang D auf allen Ebenen verantwortlich ist, begreifen immer mehr Bürger und Unterstützer diese Sekte.
Aus diesem Grund verlieren Sie mit dem Wohlstandsverlust im Westen auch ihre dortige Anhängerschaft. Im Osten spielten Sie eh keine große Rolle und sind wie in Thüringen folgerichtig aus dem LT geflogen,
MfG a d Erf. Rep.
Im Prinzip folgt die Gesellschaft auf den Fuß. Viele Parteien, Unis, Kirchen, Medien, die ganze Ges. haben dieses Problem, einfach weil die Zeiten im Umbruch sind und alte Zusammenhänge nicht mehr sicher tragen, soviele neue Strömungen stärker werden.
Brantner als "Konservative" meint, dass wenn Demokraten nicht mehr mit Demokraten redeten, die Anderen schon gewonnen hätten. Das ist eine der alten Sackgassen zu glauben, es wäre so klar, dass es um "die Demokraten" gegen "die Anderen" ginge. Das wird dem Heute nicht gerecht.
Schumacher und Altaweel als "Linke" sagen klar, dass wenn Haltung zeigen radikal ist, man gerne radikal sei. Potzblitz, welche Überzeugung. Was sie wie Brantner auch übersehen ist die Vielzahl der Strömungen. Die stehen auch da und sagen dann zB "wenn Merz schon rassistisch ist, kämpfe ich für eine Gesellschaft, in der Rassismus einen Platz hat". Viele andere jeweils für ihr Ding.
Viel weiter ist im Moment niemand gekommen, auch bei CDU etc. nicht.
Die Grünen... - Dank an die beiden Autoren!
Geradezu visionär auf Habeck und Baerbock zutreffend, weil die perfekten Vertreter dessen: außen hip, chic und adrett, so dass sich das gutsituierte, progressive und von Poschardt als Shitbürgertum bezeichnete Lager mit ihnen identifizieren konnte, aber innen egozentrisch, antisozial und geradezu neofeudalistisch.
Hoffentlich ist während der Ampelzeit genügend Leuten ein Licht aufgegangen, dass "Grün" eben nicht die Hoffnung ist, sondern der Absturz.
„Warum sind wir nicht mehr die Hoffnungsträger der Gesellschaft, sondern werden als Besserwisser betrachtet?“ Weil Ihr eben genau das seid. Und nur das.
Ein Blick zurück ist hilfreich. Entstanden sind die Grünen im universitären Umfeld. MPD/MLer, Studenten (sic!) der Soziologie im 28. Semester mit Toxischein, um es klischeehaft zu verkürzen, erkannten ihre fehlende Machtoption. Ihr Machtanspruch verband sich auf ungute Weise mit der romantischen,sehr deutschen Abneigung gewisser bürgerlicher Kreise gegen Technik und Fortschritt. Die damals tatsächlich gravierenden Umweltprobleme waren der Kitt, der die unterschiedlichen Milieus zusammenhielt. Man kämpfte vordergründig mit den Bürgerlichen Schlachten gegen den Atomstaat, aber die Ideologen hatten aber immer nur Sozialismus im Sinn. Die Bürgerlichen waren nur nützliche Idioten, um einigen wenigen Mandate zu verschaffen. Es ging und geht um Macht, und zwar sehr persönliche Macht.
Die jungen Grünen kehren nun zu den Wurzeln zurück, als ökonomisch ambitionslose Habenichtse. Die ergrauten Bürgerlichen erkennen -und erleiden-schmerzhaft den ökonomischen Niedergang, dank Grüner Politik.
Im Personenkult um Habeck und Baerbock wurde offenbar, wie zerrissen die Grünen sind. Der Kult war, wie alle Kulte, das Vereinende, das Mittel, die immer offensichtlicheren inneren Widersprüche notdürftig zu zukleistern. Durch ihr Verhalten im Amt, ihren Abgang und ihre Zukunftspläne haben sie den reichlich verteilten Kleister weggewaschen. Selbst treue Gewohnheits-Grünwähler rieben sich desillusioniert die Augen. Ging es denen immer nur um sich? Vermutlich. Grüne Politik wird von vielen ganz als persönliche Selbstverwirklichung verstanden, nicht als Politik für Deutschland, das man eigentlich am liebsten ganz abschaffen würde. Historisch gesehen ist hierfür der von Trittin betriebene Atomausstieg paradigmatisch. Das war sein Lebensprojekt.Die ökonomischen Verwerfungen, die absehbar waren und vor allem die weniger Begüterten massiv treffen würden, waren ihm und der Partei völlig gleichgültig.Es geht und ging Grünen eben nicht um Verbesserungen der Lebensumstände der Bevölkerung.
Dank an die Autoren und ein besondere Dank an die Bildredaktion des CICERO. Das Bild der tapfer lächelnden Frau Brantner, umringt von grauhaarigen Männern illustriert den Text hervorragend. Es sind diese alten, grauhaarigen Männer, die mit einem Schlag und auf ziemlich brutale Weise erkennen müssen, dass die Politik, die sie Jahrzehnte lang, vermutlich sehr aktiv, und ohne nachzudenken unterstützt haben, zu einem beispiellosen, vermutlich nicht wieder gut zu machenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Niedergang geführt hat. Sie sind wie ihr einstiges Idol, von der Realität umzingelt: Verschwindende, bestens bezahlte Arbeitsplätze, Sicherheit im Stuttgarter Schlosspark, Einbrüche in der Gewerbesteuer, die so manches Schwimmbad ermöglicht hat, dessen Wassertemperatur, dank Grüner Energiepolitik, im Winter auf 18Grad gesenkt werden muss, wenn es nicht ganz geschlossen wird. Sie müssen erkennen, dass ihre Enkel eben kein besseres Leben, als es das eigene war, zu erwarten haben.
