- Venezuelas Eiserne Lady
Mit Maria Corina Machado erhält in diesem Jahr eine konservative Politikerin den Friedensnobelpreis. Die Gegnerin des Wahlfälschers Nicolás Maduro bleibt trotz Morddrohungen in Venezuela.
Von ihren Anhängern und Bewunderern wird sie manchmal „Eiserne Lady von Venezuela“ genannt und mit Margaret Thatcher verglichen. Doch die Entschlossenheit und der Mut, mit dem Maria Corina Machado seit über zwei Jahrzehnten für Demokratie und Bürgerrechte in Venezuela kämpft, sind beispiellos. Für diese Leistung erhielt die 58-jährige Oppositionspolitikerin heute den Friedensnobelpreis.
Sie wird ihn nicht persönlich in Empfang nehmen können. Seit mehr als einem Jahr, nach der gefälschten Wiederwahl des Machthabers Nicolas Maduro, lebt Machado im Untergrund, da sie Verhaftung oder gar Ermordung befürchten muss. Denn die von ihr geführte Opposition hat 2024 nachgewiesen, dass der Oppositionskandidat Edmundo Gonzalez die Präsidentschaftswahlen gewonnen hat. Ihre Wahlbeobachter konnten die echten Wahlergebnisse in den meisten Wahllokalen abfotografieren. Die wochenlangen Proteste in allen großen Städten des Landes ließ Maduro mit brutaler Härte niederschlagen.
Vor 30 Jahren hätte niemand die junge Frau mit dem politischen Kampf in Verbindung gebracht. Machado wuchs zusammen mit drei Schwestern in einer reichen Stahlunternehmerfamilie auf. Sie besuchte eine elitäre katholische Mädchenschule in Caracas, absolvierte eine Ausbildung zur Ingenieurin und nahm eine Stelle in einem Familienunternehmen an. Wie es sich für eine Tochter aus der Oberschicht gehörte, engagierte sie sich sozial für obdachlose Straßenkinder in Caracas.
Nach Chavez’ Tod setzte sie den Kampf gegen dessen designierten Nachfolger Maduro fort
Als Venezuela nach der Machtübernahme von Hugo Chavez 1999 immer autoritärer wurde, gründete Machado die Nichtregierungsorganisation „Sumate“ (zu Deutsch: „Mach mit“), die für Demokratie und Bürgerrechte eintrat – und sich gegen Chavez positionierte. Damals wurde sie zum ersten Mal vom Regime des Landesverrats und der Korruption angeklagt, da „Sumate“ unter anderen finanzielle Zuwendungen aus den USA erhielt.
Doch sie steckte nicht zurück. Sie klagte Chavez öffentlich wegen seiner misslungenen Wirtschafts- und Sozialpolitik an. Sie warf der Regierung Korruption vor, kritisierte die Enteignung von Klein- und Großunternehmen und fehlendes Handeln gegen ausufernde Kriminalität. Damals überlebte sie den ersten Anschlagsversuch, bei dem ein Mitarbeiter von Unbekannten verletzt wurde. Als Antwort auf den Gewaltakt gründete Machado 2012 die konservative Partei „Vente“.
Nach Chavez’ Tod setzte sie den Kampf gegen dessen designierten Nachfolger Nicolas Maduro fort. Das von ihm kontrollierte Parlament ließ Machado 2014 das Abgeordnetenmandat entziehen und die parlamentarische Immunität aufheben. Die gleichgeschaltete Justiz verhängte ein Ausreiseverbot. Im Dezember 2014 wurde sie der „Verschwörung“ angeklagt. Doch auch diesmal schreckte das Regime davor zurück, die populäre Politikerin mit Verbindungen zum venezolanischen Geldadel ins Gefängnis zu bringen.
Vielleicht unterschätzte Maduro auch die Gefahr, die von Machado ausging. Denn Mitte der vergangenen Dekade war die demokratische Opposition zersplittert, mehrere Politiker meldeten einen Führungsanspruch an. Ihren Oppositionskollegen galt Machado oft als zu konservativ und zu konfrontativ. Ihre Abstammung von der reichen Oberschicht machte sie angeblich „snobistisch“ und „nicht wählbar“.
2024 gelang es ihr, alle demokratischen Kräfte hinter sich zu sammeln
Doch während ihre Kritiker nach und nach scheiterten und von der Bühne verschwanden, gelang es Machado 2023 – im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2024 –, alle demokratischen Kräfte hinter sich zu sammeln. Maduro ist damals klar geworden, dass er gegen Machado in einer fairen Wahl keine Chance hat. Sie wurde also gar nicht zu einer Wahl zugelassen: Das Oberste Gericht hat ihr die Ausübung öffentlicher Ämter – wegen „Unregelmäßigkeiten“ – für 15 Jahre verboten.
Machado brachte den weitgehend unbekannten Edmundo Gonzalez als Gemeinschaftskandidat des Oppositionsbündnisses ins Rennen, der dann mit ihrer Unterstützung die Wahl gewann – die anschließend von Maduro gestohlen wurde. Doch die Tatsache, dass die Opposition die Fälschungen belegen konnte, war ein großer Erfolg.
Die Proteste nach der Wahl schlug das Regime brutal nieder, Hunderte oppositionelle Aktivisten wurden verhaftet. Machado erhielt mehrere Todesdrohungen, musste untertauchen. Doch sie ließ sich nicht unterkriegen, immer wieder meldet sie sich aus dem Untergrund, taucht sogar bei manchen Kundgebungen auf.
Sie wirbt um die Unterstützung der USA, begrüßt die von Präsident Donald Trump autorisierten Luftschläge gegen venezolanische Drogenboote in der Karibik, die Druck auf das Regime aufbauen. Sie klagt Maduro seit Jahren an, mit der Drogenmafia zusammenzuarbeiten. Maduro könne nur „nach einer glaubwürdigen, unmittelbaren und ernsthaften Androhung von Gewalt“ die Macht abgeben, hat sie nach der gestohlenen Wahl immer wieder behauptet.
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jetzt wird der Donald aber vor Wut in den Teppich beißen. Und zu Recht! Obama bekam den Friedensnobelpreis 2009 für praktisch nichts außer der Annahme seiner Fangemeinde, er könne über Wasser wandeln und aus Steinen Brot machen. Oder Fische. Aber jemand sollte Trump trösten, so sehr ich den betroffenen Menschen wünsche, daß sein Friedensplan funktioniert- die Wahrscheinlichkeit, daß der Waffenstillstand gebrochen wird, bevor Trump sich auch nur einen neuen Anzug für die Verleihung des Friedens-Nobelpreises anmessen ließ, sehe ich deutlich größer als 70 %. Und das wäre doch einfach peinlich, oder? Er bekommt das Ding an die Brust und in Gaza wird gestorben und gehungert wie seither.
… hätte mein Deutschlehrer damals gesagt …
Ich meine die verstorbene Erbtante aus dem Rühmann-Film "Ein Haus in Montevideo" - ach Pardon falsch, das war ja Uruguay, Venezuela ist eine andere Baustelle. Natürlich traf das Nobel-Komitee eine politische Entscheidung für die USA, wo Trump sich gerade anschickt, in Venezuela einen Putsch zu organisieren, um den verhassten Staatfeind der USA Nicolas Maduro endlich davonzujagen. Ob es klappen wird? Es ist nicht der erste Versuch. Maduro - ein Freund Kubas, Russlands, Chinas - das ist die Achse, die man treffen will. Und nun musste Trump seine Friedens Nobelpreishoffnungen für diese Venezualerin opfern. Scheiße. Ob er im nächsten Jahr noch da ist, der Trump? Ob dann vielleicht Putin ihm den Gefallen tut mit dem Friedensnobelpreis, diesmal für Frieden in der Ukraine? Keine Ahnung. Die Senorita Machado jedenfalls wird es schwer haben. Ich glaube nicht, dass sie es schaffen wird. Wie hieß der vom Westen und von den USA hofierte Präsidentschaftskandidat? Vergessen? Gonzalez Urrutia.
eine aus den USA gesteuerte Kämpferin für Demokratie und Gedöns.. Während die USA ganz nach Laune venezolanische und kolumbianische Schiffe vor der jeweiligen Küste versenkt mit mehreren Toten ganz ohne Aufschrei des Wertewestens.
Das Nobelpreiskomitee hat zwar nicht den Präsidenten Trump für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, den USA aber trotzdem ein schönes Geschenk gemacht. Frau Machado soll in Venezuela die neue Gallionsfigur werden. Maduro wird davongejagt, kleiner Regime-Change und dann kann endlich Venezuela ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans, nicht nur viel Öl gibt es da, nein Venezuela hat noch mehr Schätze zu bieten. Und darum geht es den USA. Eine sprudelnde Rohstoffquelle, billig und fast vor der Haustür. "Danke!" wird Trump nach Oslo telegrafiert haben. "Das ist mir fast noch lieber als der Nobelpreis, vor allem ist es mehr wert als die lumpige 1 Million Dollar. Und im nächsten Jahr habe ich Putin dann so weit, dass er mir mit der Ukraine den Friedensnobelpreis bescheren wird. Ach wie froh, dass niemand weiß..."
Nach dem Hoffnungsträger Guaido für Demokratie und Gedöns nun Frau Machado sogar mit höheren Weihen. Ich schätze mindestens Unruhen sind vorprogrammiert.
Weder diese Lady noch Pittbull Trump haben diesen Preis wirklich verdient. Und wie wir alle wissen, werden Wahlen und Gewählte rückabgewickelt, wenn die „wahren“ Thronerben feststehen. So hat unsere Coffee-to-Go-Infuencerin aus der Upper Eastside Manhattan mit ihrem Bottroper Drei-Wetter-Taft-Syndrom messerscharf konstatiert, dass IHR im Grunde die Ehre zu Teil werden müsste, denn der Friedensplan für Gaza entstammt in „Ehrlichkeit“ aus ihrem, ja wie soll ich es jetzt sagen, wo die Bademäntel schon wieder alle in der Wäsche sind……, „Universum“ sprachlicher und intellektueller Akrobatik!
Potzblitz und aufgemerkt, einer chronisch unterschätzten Chefsekretärin mit veritablen Wissenslücken, die fast so groß sind wie die Kosten ihrer Pinsel- Frisuren, gelingt der Coup der neuzeitlichen Geschichte: Frieden! Frieden & nach Hause telefonieren…..äh sorry, andere Baustelle…. Ja, die Annalena, Traum eines jeden Hamas-Terroristen, Albtraum meiner schlaflosen Nächte, Night Mare on Time Square;-)
Die Machado dem Trump. Tolle Kumpanei. Und so offensichtlich. Man gibt sich nicht mal mehr Mühe die eigenen, fiesen Absichten zu verschleiern. Toll. Natürlich, wenn die USA wirklich wollten, wäre es für sie ein Leichtes, Venezuela hopp zu nehmen. Aber es ist natürlich immer besser, andere die Drecksarbeit machen zu lassen. Auch, wenn es diesmal eine Frau ist. Nein, es muss von innen kommen, und eine Frau macht sich da immer besonders gut. "Mensch, was habt ihr für ´ne fiese Charakter", sagte Prof. Schnauz in der Feuerzangenbowle. Der wievielte Versuch der USA ist es eigentlich in Venezuela? Es muss sich wirklich lohnen. Das Land ist ziemlich reich an allen möglichen Bodenschätzen. Bloß, Russland wird diesmal nicht zu Hilfe kommen. Vielleicht aber hebt Präsident Tsi in letzter Minute den Zeigefinger. "Stop, Freund Trump, du erstmal Schulden zahlen an Volksrepublik!" Die Chinesen scheinen Geld zu haben. Eine Billion (oder mehr) haben sie für Taiwan geboten. Da wird Trump wohl umfallen.
