- Der gestohlene Iran: Zwischen Zarathustra und den Mullahs
Die Atom-Ambitionen des Iran sind eine globale Bedrohung. Der Machtanspruch der Mullahs gründet sich auf den Islam. Doch das Land verfügt über eine vorislamische humanistische Kultur, die zur Grundlage eines künftigen Iran werden könnte.
Die gängige Wahrnehmung des Iran als islamischer Gottesstaat greift zu kurz. Sie verkennt die tiefe kulturelle und ethische Prägung eines Volkes, das Jahrtausende vor dem Islam Hochkultur, Philosophie und religiöse Toleranz kannte. Seit 1979 jedoch dominiert ein Regime, das im Namen des Islams agiert – dabei aber zentrale Prinzipien dieser Religion selbst verletzt. Dieser Text rekonstruiert, warum der Iran in Wahrheit ein Land jenseits des Islam ist – und es bleiben muss, um sich selbst zu retten.
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so wie z. B. Saudi-Arabien.
Die reichhaltige und interessante Geschichte Persiens, gerade auch die kulturell-geistige, zeugt von einem Humanismus, der dem europäischen mehr ähnelt als vieles, was die arabische Welt zu bieten hat.
Wenn ein Volk es schaffen kann, sich der
autoritären Macht islamistischer Fanatiker zu entledigen, dann sind dies die Iraner.
Wir sollten sie darin mit allen Mitteln unterstützen und nicht - wie Steinmeier (!) - den Ayatollahs noch zum Regierungsjubiläum gratulieren!!!
Meines Erachtens müssen wir u n s e r e Freiheit im Kampf gegen Islamismus m i n d e s t e n s genau so verteidigen wie in der Ukraine - wenn nicht sogar noch viel entschlossener!
Aber das Gegenteil ist in Deutschland der Fall.
Frau Trullala
aber muss er die Weichgespülung hier so dringend schäumen lassen? Gibt es sonst keine geschützen Spielplätze mehr für verlorene Seelen wir ihn?
Liebe Frau Wallau, sehe ich genau wie Sie.
Zarathustra war ein iranischer Religionsgründer und die Menschen folgten seiner Religion. Diese Lehre besagte lt. Wikipedia: "Im Mittelpunkt der Lehre steht das Ringen des Guten gegen das Böse. Bis zum Tag des Gerichts haben die Menschen die freie Wahl, sich für den rechten Weg zu entscheiden. Der rechte Weg ist der Weg der Wahrhaftigkeit."
Bis die Mohammedaner kamen und das Land blutig unterwarfen.
Genau das, was in den eroberten Ländern passiert/passierte, wird auch hier geschehen.
der Islam i s t politisch, die Scharia bestimmt das Zusammenleben in juristischer und politischer Art und Weise und der Koran selbst erzählt vom Judenhass und dem ständigen Kampf gegen die Ungläubigen.
Die Medien, insbesondere in Frankreich, waren ein zentraler Faktor für Chomeinis Erfolg. Sie boten ihm eine globale Bühne, verbreiteten seine Botschaften und schufen ein positives Image, das die Revolution befeuerte. Gleichzeitig zeigt die einseitige Berichterstattung die Gefahr unreflektierter Medieneinflüsse auf politische Umwälzungen.
Somit sind westliche Politik und die Hilfe daß der Iran zu dem geworden ist was er heute ist, nicht unerheblich.
Ohne Frankreich wäre das, was letzten Endes zu diesem Desaster führt, niemals möglich gewesen.
Die Medien damals wie heute helfen denen die sie nähren meistens und sei ein Vorhaben noch so verwerflich.
In Deutschland derzeit gegen die AfD.
In Frankreich damals gegen den Schah von Persien.
Nun sollte sich der Westen zumindest aus diesem aktuellen Konflikt heraushalten.
Es ist nicht unser Konflikt sondern geht ganz alleine Israel und den Iran etwas an.
schrieb 1978: „Eine Sache muss klar sein: Mit islamischer Regierung meint niemand im (sic) Iran ein politisches Regime, in dem Kleriker die Aufgabe von Überwachung und Kontrolle hätten.“
In der schiitischen Ausprägung des Islam sah Foucault das Potential für eine neue Form der Rebellion. In der 'politischen Spiritualität' der Islamisten leuchte das Bild einer vom Imperialismus befreiten Gesellschaft auf...
Die völlig irrationale Unterstützung der Linken von Khomeini vor allem in Frankreich gehört zu den vielen düsteren Kapitel in der Geschichte des Sozialismus. Man glaubte in ihm tatsächlich einen Revolutionsführer zu sehen, der sich auch gegen die Amerikaner in Stellung bringen würde, wenn der Schah erst einmal vertrieben wäre. Nun, zumindest diese Rechnung ist aufgegangen, sogar besser als man es sich erhofft hatte: der gesamte Westen mit seiner Lebensart ist in den Fokus der schiitischen Mullahs geraten, die sich keineswegs nur auf die religiöse Herrschaft über ihr eigenes Land beschränken. Den Preis dafür zahlen nicht die Intellektuellen Vordenker in den Pariser Cafés, den zahlen die Perser, vor allem die Frauen. So ist es immer, wenn Ideologie über Realität siegt: es leiden immer die anderen.
klar, es gibt großartige persische Dichter. Aber Deutschland vor den Nazis war auch nicht ohne, und das waren bloß zwölf Jahre.
In Persien vernichten die grün lackierten Islam-Nazis seit fast einem halben Jahrhundert Kultur und Geist. Und Khomeini war zwar ein Jünger des 'Muftis' und großer Fan Adolfs Hitlers, aber der Islam ist seit dem Köpfen aller jüdischen Männer von Yathrib nicht mehr sonderlich judenfreundlich. Das war im Jahr 627 unserer Zeitrechnung.
Insofern müssen die Wurzeln schon sehr, sehr stark sein und sehr, sehr weit zurückreichen...
Vielleicht ist eine konsequente militärische Intervention, das einzige Mittel das Regime zu stürzen. Diktaturen, die vor keiner Repression zurück schrecken, brauchen ca. 15 % Rückhalt in der Bevölkerung. Der Anteil der Stadtbevölkerung lag 2023 im Iran bei 77.26 %. Da die Mullahs überwiegend in der Landbevölkerung Unterstützung fanden könnte es langsam knapp werden. Alles eine Frage des Bildungsniveaus. Hoffen wir das Beste.
Die zoroastrische Kultur wurde durch den Islam vernichtet. Nicht umsonst mussten die Parsen in Indien eine neue Heimat finden. Der Islam aber ist i m m e r auch politisch. Eine Trennlinie zum Politischen gibt es nicht. Gerade die hochstehende persische Kultur wurde vom Islam absorbiert und vieles was man unter islamischer Kunst und Kultur versteht ist eigentlich persisch. Man kann für das Volk des Irans nur hoffen endlich frei zu werden. Ich habe einige iranische Bekannte denen ich wünsche jederzeit in eine Heimat zurückzukommen, auf Dauer oder als Besucher, die frei von Unterdrückung ist.
Der Artikel versucht, einen großen Gegensatz zwischen dem altpersischen Erbe und dem islamischen Erbe zu konstruieren. Das ist aber unhistorisch, und auch politisch falsch.
Unhistorisch ist es, weil auch die islamische Epoche ein kulturelles Erbe hervorgebracht hat. Und weil völlig das griechische Erbe vergessen wurde, das im persischen Sassanidenreich im Gefolge von Alexander dem Großen tiefe Wurzeln schlug.
Politisch falsch ist es, weil die Revolution gegen den Schah genau durch diese Einseitigkeit befeuert wurde. Es nützt nichts, wenn man jetzt einfach die Unterdrückung umkehrt und von einer Einseitigkeit in die andere verfällt. Die Freunde des Perserreiches sollten sich mit den Religiösen arrangieren, wenn sie dauerhaft einen Fortschritt für das Land erreichen wollen.
Man erinnere sich an die "Konstitutionelle Revolution" im Iran von 1905/06, wo die Geistlichen das Volk unterstützten und ein Geist der Freiheit im Volk herrschte, der beeindruckend ist. Dahin müsste man zurück.
Da gebe ich Ihnen Recht. Außerdem ist der Verfasser der erfolgreichen Propaganda des verstorbenen Schahs aufgesessen und verbreitet sie weiter, wonach der Kyros-Zylinder aus Babylon - er befindet sich in London - eine oder sogar die erste Erklärung der Menschenrechte enthalten soll. Alles Unsinn! Der Keilschrifttext betont die innige Verbindung des Königs zum babylonischen Stadtgott Marduk. Mit solch einem verquasten und, wie Sie schreiben, unhistorischen Beitrag tut man der aktuell dringlichen Sache des Iranischen Volkes keinen Gefallen.
Da gab es den bösen Schah auf dem Pfauenthron. Ein toller Mann, der den Briten die Erdölförderrechte für ein Butterbrot überließ. Irgendetwas muss er aber falsch gemacht haben, denn er wurde durch eine demokratisch legitimierte Regierung abgelöst. Das wurde für die Briten zu einem Problem, als sich diese Regierung erdreistete, diese Förderlizenzen zurückzuziehen. Aufgrund dieser Ungeheuerlichkeit bat GB die USA um Unterstützung. Die schafften es letztlich, die iranische Regierung aus dem Amt zu jagen und durch einen Nachkommen des früheren Schahs zu ersetzen. Wer erinnert sich nicht an die schönen Geschichten mit Soraya und Farah Diba? Das hielt aber auch nicht lange. Auch dieser Herrscher wurde durchs eigene Volk in die Wüste geschickt. Und dann kam die Lichtgestalt Komeni. usw. usw.
Mit anderen Worten: Die heutigen Zustände im Iran sind (wie in vielen anderen Staaten) das Produkt westlicher Politik. Herzlichen Dank auch!
"Seit 1979 jedoch dominiert ein Regime, das im Namen des Islams agiert – dabei aber zentrale Prinzipien dieser Religion selbst verletzt."
Da bin ich jetzt durchaus gespannt, welche das sein sollen.
"Schlagt die Ungläubigen auf das Haupt, bis sie freiwillig die Kopfsteuer zahlen"? - Check.
"Die Frau ist nur halb so viel wert wie ein Mann"? - Check.
"Nehmt keine Juden und Christen zu Freunden"? - Check.
Also, ich finde, die geben sich schon Mühe, den Grundgedanken der Religion zu folgen.
Frau Amirsedghi weist zu Recht auf das reiche Erbe Persiens hin. Das ist durch unsere immer noch eurozentrische Einstellung den Meisten nicht so präsent, genau wie die Tatsache, dass Perser keine Araber sind. Aber es ist sehr die Frage, ob das Erbe wiederbelebt werden kann. Die Träger sind doch überwiegend geflohen, so wie die Autorin ja auch. Gut 70 Jahre Indoktrination lassen sich kaum mehr rückgängig machen. Sich in dieser Richtung Gedanken zu machen ist ähnlich spekulativ wie die Diskussion der Frage, wie Europa heute aussehen würde, hätte die persische Flotte bei Salamis gesiegt oder die Griechen bei Plataiai verloren.
Noch hat das Regime Rückhalt, vor allem weil es die wirtschaftlich Macht hat. Diese haben die sog. Revolutionsgarden fest im Griff. Ohne einen blutigen Bürgerkrieg werden sie diese nicht abgeben. Denn letztlich geht es immer darum und nicht um ein reiches kulturelles Erbe aus der Vergangenheit, so traurig und bitter das ist.
