- Brodkorb liest
Philip Manow attackiert die Selbstverliebtheit der „liberalen Demokraten“, Pascal Bruckner spürt gedanklich scharf der selbstzerstörerischen „Pathologie der Anerkennung“ des Westens nach, und Peter Probsts kurze Geschichte der afrikanischen Kunst ist unkritisch vom postkolonialen Geist erfüllt.
„Demos unter Verdacht“
In den letzten zwei Jahrzehnten sind ganze Regalmeter über die „Krise der Demokratie“ und die Gefahr der „Populisten“ vollgeschrieben worden. Man mag das alles nicht mehr lesen, so erwartbar langweilig ist es. Philip Manow bricht aus dieser Front aus. Er stellt eine unerhörte Frage: Gibt es tatsächlich einen zwingend positiven Zusammenhang zwischen Rechtsstaat und Demokratie? Oder könnte es sein, dass ein Zuviel an Verrechtlichung und ein Zuwenig an Politik den „Volkswillen“ erwürgt und sich die liberale Demokratie ihre Gegner genau dadurch selbst erschafft?
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Sich den Gang zum Psychotherapeuten ersparen zu können, indem man dieses Buch liest, reicht eigentlich schon als Kaufmotivation aus, gerade in diesen Zeiten;-) Von daher, aber auch sonst, danke für diese unterhaltsame und aufschlussreiche Rezension aktueller Literatur, lieber Herr Brodkorb.
Das Buch von Herrn Bruckner "Die Gesellschaft der Opfer", schenke ich Robert entweder zum Geburtstag, oder wenn er wieder so esoterisch-weinerlich wird, weil über's Wasser laufen nicht so recht gelingen will. Das Werk von Herrn Probst über afrikanische Kunst hingegen, behalte ich mir für unsere feministische Trampolinspringende vor, damit sie nicht wieder nach 5 Stunden in der Maske und beim Friseur, mit irgendwelchen Holzstöckchen aus dem heimischen Naturkundemuseum um die halbe Welt nach Afrika fliegt, um diese "Artefakte" dann irgendwelchen Indigenen feil zu bieten, die sich dann wieder fragen müssen: Wer zum Henker ist das, und wenn ja wieviele?
In diesem Sinne.....schönen Abend;-)
