Anastasia Shavlokhova
Anastasia Shavlokhova / J. Marguier

Anastasia Shavlokhova im Gespräch mit Alexander Marguier - Cicero Podcast Politik: „Sahra Wagenknecht ist in Russland eine Heldin“

Die Moskauer Galeristin und Kuratorin Anastasia Shavlokhova spricht über den Ukraine-Krieg und die russische Kunstszene.

Alexander Marguier

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Der Ukrainekrieg hat Deutschland und Russland so weit auseinander gebracht wie selten zuvor. Das gilt auf politischer, gesellschaftlicher, aber auch auf künstlerischer Ebene. Dieser Befund mag zunächst abstrakt klingen, hat aber natürlich gewaltige Auswirkungen auf das Leben und auf die Arbeit vieler einzelner Menschen. Zu ihnen zählt auch Anastasia Shavlokhova: Die aus Sankt Petersburg stammende Galeristin und Kuratorin fühlt sich eigentlich in beiden Kulturkreisen zuhause – doch wegen der Sanktionen und der viel komplizierter gewordenen Einreisebestimmungen ist ihr privates und berufliches Pendeln zwischen Moskau und Berlin zu einer echten Herausforderung geworden.

Im Podcast mit Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier erzählt Shavlokhova, die in der russischen Hauptstadt eine Galerie betreibt, wie sich nicht nur ihr eigener Alltag verändert hat, sondern was die Abwendung ihres Heimatlandes vom sogenannten Westen für die russische Künstlerszene bedeutet und wie die Kreativen mit den neuen Restriktionen zu kämpfen haben. Sie berichtet auch über die Neuausrichtung der dortigen Galerien auf die Märkte in Ostasien und erklärt, warum viele talentierte Landsleute inzwischen wieder nach Russland zurückgekehrt sind, nachdem sie ihre Heimat bei Ausbruch des Krieges verlassen hatten. Außerdem geht es um eine ominöse „Nackt-Party“ in einem Moskauer Techno-Club, die den Teilnehmern viel Ärger eingebracht hat.

Anastasia Shavlokhova und Alexander Marguier
Anastasia Shavlokhova (li.) und Alexander Marguier in der Cicero-Redaktion / J. Marguier

Das Gespräch wurde am 26. Januar 2024 aufgezeichnet.

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Gerhard Lenz | Fr., 9. Februar 2024 - 16:10

sondern sicher auch beim lieben Vladimir im Besonderen eine Heldin!
Schade, dass die Chefin der neuesten Lafontaine-Parteienkonstruktion schon vergeben ist. Aber in ein Jahren, ohne zynisch sein zu wollen, ist sie vielleicht wieder zu haben!
Im Mittelalter und lange Zeit danach wurden Ehen aus rein politischen Gründen geschlossen. Bedenkt man, dass Putins Denken und seine Politik charakteristisch bestens in jene Zeit passen, könnte er bei Zeiten an eine Verbindung mit Lafontaines Parteigründerin denken. Vorausgesetzt natürlich, dass Oskars Sahra-Partei sich in DE zu einem Machtfaktor entwickelt. Dann könnte sich "Zar Vladimir der Blutsauger" noch mehr in die deutsche Politik einmischen, als es ihm momentan mit der ihm gefügigen AfD möglich ist.
Sollte man Russisch in ganz DE schon mal präventiv als erste Fremdsprache einführen? Den ÖR durch RT und andere "Aufklärer (Servus-Schwurbel-TV u.a.) ersetzen?
Wäre schon mal ein Schritt in die Putin-Lafontainische-Wagenknecht'sche Richtung.

Mein Kompliment: eine literarische Begabung für die Bütt haben Sie, Herr Lenz!

Nach Annalena Baerbock und Franz-Joseph Strauß gebührt im Jahr 2015 nur Ihnen der Orden "Wider den tierischen Ernst"!

Ihre - ganz behutsam angedeutete - Verehrung von starken, weißen Helden männlichen Geschlechts, und Ihr hauchzarter, ja schüchterner Anti-Feminismus gibt Ihrem Artikel im Abgang die besondere Note. Welcher staatsfromme deutsche Autor traut sich heute noch, so etwas offen auszusprechen??

Ihre geniale Wortprägung "Zar Vladimir der Blutsauger" - auf welchen Präsidenten bezieht sie sich denn? Wohl eher auf Vl. Putin, und kaum auf Vl. Selenski (Oder etwa doch umgekehrt?? Sie närrischer Schelm !!!!!).

In dieser irre guten Wortprägung grenzt sich auch Ihr ererbtes germanisches Übermenschentum geschickt vom ewig grausamen slawischen Charakter ab. (Den Namen "Dracula" konnten Sie natürlich nicht verwenden, weil der ja blöderweise Rumäne war!)

Weiter so, Herr Lenz, auch im Jahr 2024!

Nix für ungut!

Walter Bühler | Sa., 10. Februar 2024 - 01:34

... Russland.

Das öde, tausendfache Wiederkäuen von kruden Spekulationen, die einige Presseagenturen unter der allgegenwärtigen Kontrolle der hiesigen Geheimdienste in die Welt setzen, enthalten nämlich sehr wenige brauchbare Informationen.
Diese simple Tatsache sollte eigentlich auch eine deutsche Regierung begreifen.

Leibniz sagte (während eines fürchterlichen Krieges mit Frankreich:) "Fas est et ab hoste doceri." (= Richtig ist es, sich auch vom Feind belehren zu lassen), und schilderte zum Zwecke der Verteidigung die GUTE Organisation der feindlichen französischen Armee.

Heute würde ihn die einfältige Presse als Verräter diffamieren.

Wie viele andere Gruppen der Gesellschaft brauchen besonders die Journalisten eine "einfache Sprache", die ihren Horizont nicht zu arg übersteigt. Das führt aber leider zu großen Schwierigkeiten, wenn die Probleme von der Sache her schwierig sind, - und das ist nun mal leider die Regel.

Ich vermisse die Berichte der Herren Gathman und Giwerzew.