Amateurfußball
Amateurspiel in der Bayernliga / dpa

DFB-Regelung für den Amateurfußball - Bolzplatz mit Regenbogen

Ab der kommenden Fußball-Amateursaison gilt eine neue Regel des DFB rund um trans-, inter- und nicht-binäre Personen. Die führt unter anderem dazu, dass Männer, die sich nicht als Frauen identifizieren, trotzdem für Damenmannschaften spielen dürfen. Theoretisch jedenfalls.

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Debatte bei Cicero Online und lebt in München. 

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Die Amateurvereine sind das Rückgrat des deutschen Fußballs. So, wie der Mittelstand das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist. Unter dem Dach des Deutschen Fußball-Verbandes (DFB) sind rund 25.000 Fußballvereine in 26 Verbänden organisiert. Mitglieder zählte der Dachverband, Stand vergangenes Jahr, rund 7 Millionen. Davon wiederum sind nur wenige Spieler in der 1. und 2. Fußballbundesliga sowie in der 3. Liga beschäftigt. Der absolut größte Teil aller Kicker im Land sind Amateure, die ohne oder maximal für kleinere Aufwandsentschädigungen ihre Fußballschuhe schnüren. 

Für den DFB ist das natürlich super. Ihm steht ein gigantisches Versuchs- und Entwicklungslabor für lau zur Verfügung, aus dem nicht nur Vereine ihren Nachwuchs und damit die künftigen Profis rekrutieren, sondern in dem zeitgeistgetriebene Sportfunktionäre auch allerhand ausprobieren können, wogegen sich die Profivereine lautstark zur Wehr setzen würden. Und weil der DFB leider ein rückgratloser Haufen Opportunisten ist, der sich nicht einmal traute, die Nationalelf in Katar mit einer – gleichwohl albernen – „One Love“-Binde auflaufen zu lassen, muss er halt woanders zeigen, wie divers und progressiv und voll auf der Höhe der Zeit er angeblich ist. Also nicht mitteleuropäische Zeit, sondern Berliner Alternativ-Kiez-Zeit. 

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Romuald Veselic | Mi., 25. Januar 2023 - 16:50

sowie DFB zu einer Ansammlung von Idioten wurde. Sie können einfachkeitshalber doch eine LGBTIQ-Liga auf die Beine stellen und dort können sich alle Wesen-Typen versammeln, inklusive Kentauren.

Ich hoffe, bald werden auch Punktesystem u die Tabelle abgeschafft, denn es könnte werden, dass die Mannschaft, die das Spiel verlor, sich durch die Niederlage diskriminiert fühlen wird, was selbstverständlich, zur Traumatisierung führen würde. Ich hoffe, dass es bald auch Quoten für die Sieger eingeführt werden, denn dies ist zu egoistisch, wenn nur eine Handvoll v Mannschaften, immer wieder Gewinnen würde, was die schwächere Fußballteams permanent benachteiligt. Und es sollte auch die sanfte Spiel-Eleganz der Spieler bewertet werden u mit rosa Karte honoriert, neben gelb, rot u neulich auch weiß.

Günter Johannsen | Mi., 25. Januar 2023 - 17:03

Ich kann schon in unserem Land den Eindruck bekommen, dass aktuell der Kampf der Minderbemittelten gegen die Klugen ausgebrochen ist. Wer keinen Abschluss hat, ist jedenfalls klar im Vorteil! Dass die CDU dabei mitspielt, hätte ich so nicht erwartet … und es beschämt und verärgert mich maßlos! Von CDU/CSU erwarte ich eigentlich, dass sie zu ihrem Markenkern (Konservativ) stehen: also den Grün-Linken nicht in den Ar… kriechen, sondern kräftig in denselben treten! Muss ich nun doch wieder AfD wählen?!

Tut mir leid Herr Johannsen CDU=Konservativ? (ich weiß nicht, ob ich lachen oder heulen soll) das wird wohl nichts mehr. Leider!
Herr Wüst will nicht, von Herrn Linnemann, den ich schätze, hört man nichts, Herr Merz, auf den ich hoffte, kann offensichtlich nicht. Ein paar Strohfeuer mit später halb hin genuschelter Entschuldigung. Das ist doch alles Blödsinn. Es fehlt schlicht eine große konservative Linie in der CDU.

@ Hallo Herr Krischke, wieder ein gut geschriebener Artikel. Aber ehrlich, müssen wir uns mit dem Schwachsinn beschäftigen?

Günter Johannsen | Do., 26. Januar 2023 - 18:01

Antwort auf von Hans v. Weissensand

Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass CSU/CDU sich auf ihre Kernaufgaben besinnen und den linken Merkel-Doktrin endgültig und entschieden abschwören! So langsam kapieren die, dass die linXe Einheitsfront jetzt auf sie losgeht. Alles, was nicht linX ist, ist Nazi: damit muss jetzt Schluss sein, sonst lässt ein Bürgerkrieg nicht lange auf sich warten?
Es wird ansonsten wirklich nichts mit einer Rückkehr zur freiheitlichen Demokratie mit Sozialer Marktwirtschaft!

Ingo frank | Mi., 25. Januar 2023 - 18:53

Richtig! Und das nicht nur im Fußball obwohl ich der letzte bin der Frauenfußball ablehnen würde. Ist mit unter begeisterungsfähiger als der Kick der Millionäre bei manchem BL Spiel.
Ich habe immer gedacht, noch mehr Geschlechtergedöne geht nicht. Ich wurde eines besseren belehrt. Ist denn langsam die ganze Nation ein Tollhaus geworden? Haben die DFB Funktionäre eigentlich noch alle Bälle im Kopf? Dann „Gemischte Mannschaft“ er, sie, es? Es wird immer bekloppter in diesem Land!
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Gisela Hachenberg | Mi., 25. Januar 2023 - 20:08

Werter Herr Krischke, ich habe schon mehrmals geschrieben, dass mir Ihre Texte, vor allem wegen ihrer Spritzigkeit, oft mit einer Prise Witz gewürzt, sehr gefallen. Sie können natürlich auch ernst, wenn es das Thema hergibt. Das Lesen macht mir Freude! Man merkt wieder, wie sehr Ihnen der (Amateur)-Fußball am Herzen liegt. Und Ihre Abneigung gegen dieses neue „Fußball Highlight“ (so sieht es wohl der DFB) kann ich, obwohl ich absolut kein Fan bin, nachvollziehen. Hat dieser Männerhaufen (DFB) nicht von den in Quatar gemachten Fehlern gelernt? Nööö! Man ist ja der größte Fußballverband der Welt (habe ich doch richtig gelernt, oder?), und da kann man sich doch mal richtig blamieren. Wir Deutschen müssen doch immer, wie bei Klima oder vielmehr allem, vorangehen! Ich glaube diesen ganzen Irrsinn in diesem Land nicht mehr! Sind die langsam alle bekloppt, leiden an Long COVID oder sonstigen Anfällen? Bin gespannt, wie diese neue Errungenschaft beim gemeinen Fußballvolk ankommen wird.

Gisela Hachenberg | Mi., 25. Januar 2023 - 20:10

Nachsatz zu meinem Kommentar:
Halten Sie uns auf dem Laufenden, Herr Krischke.
Vielen Dank!!!

Albert Schultheis | Mi., 25. Januar 2023 - 23:41

Vor 50 Jahren habe ich mit Begeisterung aktiv Fußball gespielt, eine Jugendmannschaft trainiert und war als Verbandsschiedsrichter aktiv. Heute ekelt mich der Fußball in Deutschland nur noch an. Der Fußball war einmal, übrigens ganz ähnlich wie der rheinische Carneval, eine durchaus subversive Angelegenheit. Beim Fußball waren das früher Sozzen und Arbeiter, die auf dem Platz ihre Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens aushandelten. Im Carneval galt es den Großkopferten gehörig Eins auszuwischen. Heute sind Fußball und Carneval staatstragend, zeigen bigotte Haltung und machen jeden Gaga, jede Diffamierung und Ausgrenzung der Politschranzen willfährig mit. Fußball, Carneval wurden von der Politik vereinnahmt! Und die Abzocker des DFB machen da natürlich bei jeder Peinlichkeit, bei jeder Schweinerei mit. Dito die Carnevalsclubs entlang des Rheins. Das vorherrschende Kostüm: die Niedertracht! Die Mainzer Landes-Elter2, Maloo Dreyer mit eingefroren Dauerlächeln als ihre Ikone.

Achim Koester | Do., 26. Januar 2023 - 00:04

wenn einige nicht Binäre, Transgender, oder wie auch immer diese Männer sich nennen, ihre Hauptvorteile darin sehen, in den Frauenkabinen mitduschen zu dürfen. Der DFB macht sich damit sowas von lächerlich, dagegen ist die bescheuerte "Gendersprache" in den Statements noch harmlos.

Ernst-Günther Konrad | Do., 26. Januar 2023 - 08:33

Das wird noch unschöne Bilder geben und jede Menge Head Lines in den Msm wegen angeblicher Islamo- und Homophobie. Jetzt schwappt der Gender- und Identitätswahnsinn lanciert durch den DFB in die Niederungen des Amateurfußball. Da wird es mächtig Ärger geben, bei den Männern und Frauen in den Duschkabinen, auf dem Spielfeld, bei den Zuschauern. Da sieht man, wie so langsam in allen Bereichen, nun auch bei DFB, die Gesellschaft unterwandert werden soll. Mal sehen, wann beim Duschen der erste Penis/Vulva in der falschen Kabine entdeckt wird. Mal sehen, wann die ersten türkischen Vereine üble Aussagen über sich anders fühlende freien Lauf lassen. Mal sehen, wann die ersten widerlichen Rufe aus den Reihen der Zuschauer auf vermeintlich Betroffene treffen. Von Gewaltszenen mal ganz abgesehen. Alles nur ein Frage der Zeit. So wird der Amateurfußball systematisch kaputt gemacht und berechtigte Anliegen von Schwulen und Lesben, die inzwischen Normalität in der Gesellschaft haben konterkariert.