Der Schriftsteller Christian Baron kritisiert die linken Parteien als alltagsfremd. / Hans Scherhaufer

Bestsellerautor Christian Baron - „Olaf Scholz gehört eher vor ein Gericht als ins Kanzleramt“

Hohe Energiepreise werden im kommenden Winter zu einer massiven Wirtschaftskrise führen. Bis hinein in die Mittelschicht plagen Menschen daher große Existenzängste. Deutschland droht ein „heißer Herbst“ mit großen sozialen Verwerfungen. Im Interview spricht Christian Baron über die Arroganz des grünen Milieus, die Notwendigkeit einer neuen linken Partei und das Verhalten des Bundeskanzlers.

Clemens Traub

Autoreninfo

Clemens Traub ist Buchautor und Politik-Student. Zuletzt erschien sein Buch „Future for Fridays?“ im Quadriga-Verlag. Momentan ist er als Praktikant bei Cicero tätig.

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Christian Baron wuchs im pfälzischen Kaiserslautern unter armen Verhältnissen auf. In seiner Kindheit musste er häusliche Gewalt und die Alkoholsucht seines Vaters erleben. Diese Eindrücke verarbeitete Baron in seinem autobiographischen Roman „Ein Mann seiner Klasse“, der zu einem Spiegel-Bestseller wurde. Zuletzt erschien sein Roman „Schön ist die Nacht“ im Ullstein-Buchverlag.

Herr Baron, viele Menschen fürchten sich angesichts des Ukraine-Kriegs und der gestiegenen Energiepreise um ihre Zukunft. Verstehen die Grünen und ihre Außenministerin Annalena Baerbock zurzeit die Existenzängste von hart arbeitenden Niedriglöhnern?

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Tomas Poth | Mi, 21. September 2022 - 16:02

Die Ukraine ist keine europäische Demokratie!
Sie gilt als Hybrides Regime und rangiert auf Platz 92 der democracy matrix.
Unsere Demokratie verteidigen wir innerhalb unserer Grenzen und im Nato-Gebiet, aber weder am Hindukusch, in Mali oder Dnepr.

Moralisch auf der richtigen Seite, meint Hr. Baron ... - um dann Rechte ins Abseits zu stellen!?
Hr. Baron täte gut daran das Linkssein und Demokratieverständnis zu überprüfen.
Die Nazis waren braun lackierte Rote, nämlich National-Sozialisten.
Kurt Schumacher sprach über die SED von rotlackierten Braunen, sollte man nicht vergessen!
Die sogenannte Diktatur des Proletariats, den Arbeiter-und Bauernstaat als Demokratie verstehen zu wollen ist eine fatale Verirrung!

Alexander Brand | Do, 22. September 2022 - 13:06

In reply to by Tomas Poth

Unser politisches System hat sich seit der Machtübernahme der Sozialistin Merkel von einer halbwegs funktionierenden Demokratie zu einem linken Entmündigungs- und Entrechtungsapparat im ökologisch-sozialen Deckmantel gewandelt! Wir hätten mit der Rettung unserer eigenen Demokratie mehr als genug zu tun, falls denn überhaupt noch möglich. Wir sollten aufhören uns in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen, hätten wir und das restliche Europa diesen Leitsatz beherzigt, so gäbe es diesen „Krieg Putins“ zu 99.9% nicht!

Vor lauter Dummheit respektive Hörigkeit den VSA gegenüber opfern wir unseren Wohlstand und unsere Zukunft für ein Land dem wir nichts schulden und das uns nie auch nur einen Vorteil bringen wird. Das ist ohne Worte!

Auch Ihre Beschreibung der Nationalsozilisten unterschreibe ich 1:1, leider begreift die Mehrheit vor lauter Hirnwäsche nicht wie man sie diesbezüglich in die Irre führt.

Sabine Lehmann | Mi, 21. September 2022 - 16:07

Der Zenit ist überschritten. Die Welle an Insolvenzen, Pleiten, großflächiger Verarmung u. Obdachlosigkeit ist bereits angelaufen u. unumkehrbar. In Deutschland ist es nicht fünf nach zwölf, es ist schon halbeins. Unsere Regierungsvertreter bilden den eklatantesten Fachkräftemangel ab, der vorstellbar ist.
Ein Kinderbuchautor als Wirtschaftsminister, der von Wirtschaft so viel Ahnung hat, wie eine Kuh vom Haare kämmen.
Ein Kanzler, der eigentlich hinter schwedische Gardinen gehört, dessen Wirken sich mit dem Satz "Außer Spesen nichts gewesen" zusammen fassen ließe.
Eine Briefträgerin als Umweltministerin.
Eine Studienabbrecherin, die nie einen Beruf gelernt oder ausgeübt hat als "feminine" Außenministerin, deren Hauptqualifikation darin besteht zu sprechen ohne zu atmen(und zu denken).
Als Vereidigungsministerin eine unqualifizierte Dilettantin.
Ein zwangsgestörter Chef-Lobbyist als Gesundheitsminister.
Ergänzend wurden hoch dotierteste Stellen mit Aktivisten aus NGO´s besetzt!

Helmut Sandmann | Do, 22. September 2022 - 11:28

In reply to by Sabine Lehmann

Auf den Punkt gebracht Frau Lehmann. Danke fuer Ihre Liste der "Fachkraefte" in der Regierung, die koennte man noch erweitern, die haetten alle in einem Privatbetrieb keine Chance die Probezeit zu ueberstehen. Der Wirtschaftsminister laesst sich von frueheren NGO Chefs beraten die genau so wenig Sachverstand haben wie Habeck selbst.

Enka Hein | Mi, 21. September 2022 - 16:52

...wobei ich schon mal geschrieben habe, das Olaf in den Knast gehört.
Aber man merkt das Herr Baron besser beim Schreiben bleiben sollte.
Was wir nicht brauchen ist eine weitere oder neue linke Partei.
Da gibt es genug. Von einer linksvergrünten CDU, über eine linke SPD deren Klientel lieber die neue Arbeiterpartei AFD wählt.
Die neuen Rechten (meinetwegen auch Faschisten)sind die Grünen, die ihr Volk wie man es von Despoten kennt, ohne Rücksicht auf Verluste in den nächsten Untergang führt.
Auch Herr Baron kann oder will nicht definieren was "rechts" bedeutet. In üblicher linksgewohnter Manier wird gegen Rechts gebockt.
Das die Linke versagt liegt weniger an Frau Wagenknecht, sondern eher an den alten SED Seilschaften und stalinistischen Ideologen in der Partei.
Hätte Herr Baron nicht das Buch geschrieben, wurde seine Meinung hier nicht stehen.
Also Schwamm drüber.

wenn Sie den Artikel gelesen hätten wäre Ihnen die Kritik von CHRISTIAN BARON an den aktuellen Linksparteien nicht entgangen. Ferner hat er Sarah Wagenknecht vor unberechtigter Angriffen aus dem woken Lager explizit in Schutz genommen.

Das Rings Lechts Schema nervt nur noch. Wir haben andere Sorgen!

Armin Latell | Do, 22. September 2022 - 12:57

In reply to by Bernd Windisch

ich zum Beispiel habe den Artikel tatsächlich gelesen, wenn auch in zwei Schritten. Dass Baron die Linke kritisiert, ändert gar nichts an seiner absolut linken, antiquierten Klassenkampfrhetorik. Und Sarah Wagenknecht verteidigt er nur, weil sie ihm intellektuell haushoch überlegen ist. Tatsächlich mag sich das "links/rechts Schema" je nach Problem entspannt zu haben, Baron aber argumentiert exakt so und belebt es geradezu in klassischer Art und Weise. Oder hat er nicht direkt in seinen Einlassungen die Abgrenzung von "rechts" gefordert?
Ich sehe es so, dass Sie den Artikel nicht richtig gelesen oder alternativ einfach nur nicht verstanden haben.

Brigitte Miller | Mi, 21. September 2022 - 18:15

verstehe ich konservativ-liberale, bei Herrn Baron sind sie Rassisten.
Offenbar ist heute alles, was nicht links ist, rechtsextrem und rassistisch. Und dass auf den zumeist friedlichen Corona-Massnahmen-Demonstrationen "teilweise Verrückte waren, die abstruse Verschwörungstheorien verbreiteten" stimmt gewiss. Allerdings stellen sich einige der Verschwörungstheorien heute als Realität dar. In diesem Zusammenhang äussern sich leider auch intelligente Leute pauschalisierend. Aber so haben sie es halt in den Medien berichtet.

Armin Latell | Mi, 21. September 2022 - 19:40

dass sie nicht erwünscht sind. Rassisten dürfen auf solchen Demonstrationen keine Bühne bekommen." Hier habe ich aufgehört zu lesen. Davon abgesehen, dass die Behauptung "Rechte" seien Rassisten" total dämlich ist zeigt das, dass diesem Herrn tatsächlich nichts daran liegt, dass diese unsägliche linksgrüne Politik, die dem ganzen Land schadet, korrigiert wird. Er tut das, was er "Rechten" unterstellt: die Situation für eigene politische Ziele instrumentalisieren. Für mich hat sich dieser Typ selbst disqualifiziert. Sarah Wagenknecht hätte so eine dümmliche Klassenkampftheorie niemals von sich gegeben. Jetzt werde ich diesen Schmonzens zu Ende lesen

Ingo Frank | Mi, 21. September 2022 - 20:10

wieder, der Mensch ist nicht für den Sozialismus geeignet. Trotz Erziehung, Druck und Gewalt, selbsterhöhende Moral u.ä. Wird der Mensch nicht den Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung aufgeben. Es sei denn man „erschafft“ ein solches „Exemplar“ künstlich. Und wenn neben den Roten, Dunkelroten, und Grünen noch 10 andere linke Parteien das pol. Parkett betreten, es kommt nichts als eine Diktatur heraus. Und da, werden die Armen noch ärmer. Alles andere, ein Trugschluss.
Das Manifest der Kommunisten von Marx & Engels erschien 1848. Alle Versuche sind bis heute gescheitert und. Sie werden weiterhin scheitern. Russland 60 Jahre, DDR 40 Jahre um nur zwei Beispiel zu nennen. Und noch eines, sozialistische Staaten sind N I C H T reformierbar. Das kommt noch hinzu!
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Nicola Chauvin | Mi, 21. September 2022 - 20:44

Historiker beschäftigen sich ja wohl in erster Linie mit der Vergangenheit, Arnulf Baring hat sich 2002 aber mehr mit der Zukunft befasst, als er die Bürger aufrief auf die Barrikaden zu gehen.
Wie man sieht haben sich den frommen Wunsch die deutschen Untertanen nicht zu eigen gemacht.
Sie hätten besser sollen, vielleicht wäre ihnen ein Kanzler von Format Scholz erspart geblieben.
Ich habe längstens die Hoffnung aufgegeben, dass der Deutsche (jetzt gendere ich mal, die Deutschin) einmal politisch erwachsen wird.
Wer zu spät kommt, den bestraft der deutsche Politprofi. Wer nicht hören will, muss fühlen.

Bernd Windisch | Mi, 21. September 2022 - 21:00

Ein authentischer LINKER vor dem ich meinen Hut ziehe.

Urban Will | Mi, 21. September 2022 - 21:41

bekämpfen“. Wenn er dies ernst meint, müsste er die Blauen als links einstufen, denn sie ist die derzeit einzige Partei in Deutschland, deren Politik Armut bekämpfen würde.
Die Politik aller anderen (Migration, Energie, Klima, EU, Sanktionen gg R) macht D ärmer.
Baron hat recht, wenn er sagt, dass die derzeitige Regierungs - Politik viele Menschen in D arm werden lässt. Und er hat mit seiner Kritik an den Grünen recht. Die Grünen haben sich von sockenstrickenden Kämpfern für eine saubere Umwelt (da waren sie noch sympathisch) zu Gesinnungs – Chauvinisten entwickelt. Seit '45 hat keine Partei so radikal das Wohl des Landes der eignen Ideologie untergeordnet.
Schon deshalb ist es sehr widersprüchlich, wenn sich Baron als „Linker“ sieht und offensichtlich akzeptiert, dass sämtliche offiziell „linke“ Parteien“ mit diesen Faschisten im grünen Schafspelz koalieren.
Sein Ruf nach einer neuen linken Kraft ist nachvollziehbar, sie sollte aber die zwei roten Parteien ersetzen,nicht ergänzen.

Jens Böhme | Do, 22. September 2022 - 07:17

Die Corona-Krise offenbarte, dass die klassische Rollenverteilung links, rechts sowie Mitte in Deutschland nicht mehr gibt. In einigen europäischen Staaten ist dies schon politische Praxis. Das westliche System löst sich auf. Es hilft kein Propagieren der Rückkehr zu altem System, das ist nicht Wahrhaben wollen bzw. Nichtsehen des Zerfalls.

Alexander Brand | Do, 22. September 2022 - 12:53

Das ist totaler Blödsinn! Dieses Land braucht keine weitere/neue linke Partei, was Deutschland dringender denn je braucht, ist eine Rückbesinnung auf die klassisch-konservativen Tugenden die dieses Land einst reich machten!

Linke Parteien hat dieses Land mehr als genug, wir sehen seit fast 20 Jahren, wo linke Parteien uns hinführen: Wohlstand und Freiheit weg und im linksschritt stramm in den sozialistisch-kommunistischen Abgrund!

Das Hauptproblem dieses Landes ist das es zu Links keine Opposition mehr gibt, es herrscht kein Gleichgewicht mehr, es fehlt das Korrektiv. Das Resultat ist, daß das herrschende Linkssystem sich selbst kontrolliert, es schafft sich selbst die Rahmenbedingungen die es braucht, um zu wachsen. Das ist ein fataler Zustand.

Was Scholz angeht, so scheint er doch ein fast würdiger Nachfolger ihrer alternativlosen Unfehlbarkeit die Heilige A. Merkel zu sein, denn auch die gehört vor ein ordentliches Gericht und danach bis zum Lebensende hinter Gittern!

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