Für S-Bahn-Pendler vom und ins Berliner Umland könnte es bald kompliziert werden

Berlin will 29-Euro-Ticket als „Insellösung“ - Mit Symbolpolitik ins Tarifchaos

Mit einem Alleingang will der Berliner Senat eine auf drei Monate befristete Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket ab dem 1. Oktober. Doch die wird nur für das Stadtgebiet gelten, und nicht für die zahlreichen Berufs- und Ausbildungspendler in der Hauptstadtregion.

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist und Autor und wohnt in Berlin. Im Februar 2017 erschien von ihm „Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen weckt (edition berolina). Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

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Berlin will sich mal wieder eine Extrawurst leisten. Der „rot-rot-grüne“ Senat ist wild entschlossen, eine eigene Nachfolgeregelung für das bundesweite 9-Euro-Ticket zu realisieren. Mit diesem Ticket konnte in den Monaten Juni bis August bundesweit der gesamte öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) genutzt werden, was auf große Resonanz stieß, aber auch den miserablen Zustand vieler Verkehrsträger, besonders auf der Schiene, offenbarte.

Den Zeitraum bis zu einer möglichen bundesweiten Regelung will man in der Hauptstadt ab Oktober für zunächst drei Monate mit einer „Insellösung“ überbrücken, mit einem 29-Euro-Ticket. Allerdings nicht monatsweise aus dem Automaten buchbar, sondern nur in Verbindung mit einem regulären Abonnement, für das man nach Ablauf der „Rabattaktion“ wieder den vollen Preis zahlen müsste. Es sei denn, man nimmt das in diesem Fall geplante „Sonderkündigungsrecht“ war, um das in der Regel für ein Jahr abgeschlossene Abo zu kündigen. Bestandskunden sollen – wie schon beim 9-Euro-Ticket, den Differenzbetrag für die drei Monate erstattet bekommen.

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Günter Johannsen | Do, 15. September 2022 - 15:09

sollten andere Bundesländer (wie z.B. Bayern) den Kommunismus von Rot-Grün in Berlin finanzieren? Wenn die Berliner grün-linke "Planwirtschaft" nicht funktioniert, sollten andere Bundesländer nicht über die Finanzumlage dafür gerade stehen müssen. Das rot-grüne Berlin muss seinen weiteren Tierversuch Kommunismus am lebendigen Menschen selbst bezahlen, oder Insolvenz anmelden!

Ingo Frank | Do, 15. September 2022 - 17:23

mögen sie zum Fleischer ihres Vertrauens, mit minimal rot od. dunkelrot od. mit mindestens grünem Parteidokument gehen, und die Wurst ganz einfach selbst bezahlen weil die erforderlichen Kosten der“Wurst“, vom Länderfinanzausgleich abgezogen werden.
(Thüringen: Fleicher (Laden )= Metzger falls Fragen)
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Ronald Lehmann | Fr, 16. September 2022 - 00:45

Der Rest sind nur Provinzen & Kolonien in D,
die den Alltag der Nabelschau dokumentieren & finanzieren.

Um so schillernder, verrückter, abgefahrener
hereinspaziert-hereinspaziert
hier werden Sie beschissen
genau wie neben an

In dieser Stadt können Sie sich austoben
Nichts ist unmöglich - Sag niemals nie
Hier gibt es keine Grenzen
für ihre Träume & Schäume

Hier können Sie Gott spielen, so lang sie wollen.
Die allerbesten Bühnen sind für sie da

Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt,
wer hat soviel pinke, pinke
wer hat so viel Geld.

In der Woche sitzt die Wirtschaft
im Zirkuszelt, als ein falscher Verein,
& gibt das Taschengeld-der anderen ja aus,
so ist Berlin-Berlin

Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld
wer hat so viel pinke, pinke
wer hat so viel Geld

Der Steuerzahler-der Steuerzahler
aus Provinz & Kolonie
der hat so viel pinke, pinke
der hat so viel Geld

Drum muss er das bezahlen
des Steuer-Zahler G

das viele, viele G
Berlin hat es bestellt
benötigt - vieles Geld

Ernst-Günther Konrad | Fr, 16. September 2022 - 06:15

Natürlich mit "fremden" Geld aus dem Länderfinanzausgleich - Sie haben es richtig beurteilt Herr Johannsen und Herr Frank - will sich Giffey Zuspruch und wohlwollen weiterhin erkaufen. Bin ich froh, nicht in Berlin zu wohnen. Ein gutes hat es, es wird praktisch nicht umsetzbar sein. Warum? Was hat in Berlin denn schon funktioniert. Mal nachdenken. Richtig. Nichts. Das ist in diesem Fall beruhigend.