Lisa Paus trat als Nachfolgerin von Anne Spiegel das Amt der Familienministerin an / Jens Gyarmaty

Lisa Paus - Ministerin für Wokeness

In ihren ersten Monaten als Familienministerin fiel Lisa Paus durch identitätspolitische Vorstöße auf. Aber wie steht es um die Familienpolitik der früheren Scholz-Kritikerin?

Ulrich Thiele

Autoreninfo

Ulrich Thiele ist Redaktionsmitglied bei Cicero und lebt in Hamburg. Auf Twitter ist er als @ul_thi zu finden.

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Der breiten Öffentlichkeit war der Name von Lisa Paus nicht bekannt, als die Grünen sie im April zur Nachfolgerin der gescheiterten Bundesfamilienministerin Anne Spiegel kürten. Ihrem neuen Vorgesetzten, Olaf Scholz, dafür umso mehr. Als Grünen-Obfrau im Finanzausschuss nahm die Diplom-Volkswirtin den damaligen Finanzminister wegen seiner Rolle im Cum-Ex-Skandal hart in die Mangel. „So funktioniert das System Scholz: Spuren verwischen und Nebelkerzen werfen“, lautete ihr Urteil im August 2021 via Twitter. Scholz gebe in Sonntagsreden „gerne den aufrichtigen Sozialdemokraten – hinter den Kulissen ist er eher ein ‚Genosse der Banker‘“, schrieb sie in einem Aufsatz.

Steht sie nach wie vor zu ihren Äußerungen? Paus blockt die Frage in Scholz-Manier ab: „Ich habe vor der Wahl alles zu Olaf Scholz gesagt“, sagt sie gegenüber Cicero. „Die Wählerinnen und Wähler haben jetzt so entschieden. Ich fühle mich gut im Kabinett aufgenommen, Olaf Scholz und ich kommen gut miteinander klar.“

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Ernst-Günther Konrad | Do, 15. September 2022 - 13:22

Naja, einen Artikel darüber, das eigentlich nichts passiert ist, was diese GRÜNE nicht schon immer gesagt hat ist wenigstens eine Bestätigung dafür, dass die außer Wokeness nichts anderes können. Eine Dipl. Volkswirtin im Familienministerium macht Sinn, soll doch das Geld der Steuerzahler "ordentlich" an die grüne Klientel verteilt werden und da muss man rechnen können. Was ihre Scholz Kritik anbetrifft ist das nicht nur grüne Mentalität, schnell zu vergessen, was man mal irgendwann gesagt hat. Um grüne Minister aus dem Amt zu bekommen, braucht es halt ein schlimmes Hochwasser mit vielen Toten und erwiesenem Versagen, darunter geht es nicht. Frau, Alleinerziehend und woke, grüne Kriterien für die Führung eines Ministerium. Eignung, Leistung Befähigung ist gecancelt. Der deutsche Abstieg hat viele Gesichter. Frau Paus ist eines davon. Mir fällt gerade ein, ich bin heute Frau, mal bei den GRÜNEN anklopfen. Vielleicht klappt es ja in meinem Alter noch für einen guten Beratervertrag.

Martin Falter | Do, 15. September 2022 - 13:47

ist ein leuchtendes Beispiel was schief läuft bei uns.

Erst den Kopf aufreißen und dann sich kaufen lassen und in der Regierung möglichst woke und für alles mögliche sein.

Nur irgendwie hat ihr keiner erklärt was ihr Job ist, naja dafür hält sie ja jetzt den Mund.

Frieda Frey | Do, 15. September 2022 - 13:54

Vielleicht braucht es genauere Job-Beschreibungen für die jeweiligen Ministerposten, da sonst jeder sein eigenes Süppchen kocht, während die offenen Baustellen (wie wär's mit ordentlicher Kinderbetreuung, damit die Alleinerziehenden einem gut bezahlten Beruf nachgehen können?) unangetastet bleiben.
Ich sehe es generell als Problem an, dass eigentlich jeder, anders als in der freien Wirtschaft, ein Mandat oder Posten ergattern kann - ganz ohne Qualifikation oder zumindest Berufserfahrung. So werden dann enghorizontige Sichtweisen in der Politik umgesetzt und Gleichgesinnten werden Posten zugeschachert. Es muss Hürden für den Einzug in die Parlamente oder BT geben - mindestens 10 Jahre steuerpflichtige Berufstätigkeit in Vollzeit.

Ingo Frank | Fr, 16. September 2022 - 12:27

In reply to by Frieda Frey

Wie sollte die den aussehen? So vielleicht?
1. nach Koalitionsverhandlungen Festlegung welche Partei, welche Ministerien besetzt. = Parteizugehörigkeit
2. je nach Parteibuch:
2.1 Mann, Frau, Divers
2.2 mit oder ohne Migrartionshintergrund
2.3 paritätische Flügelbesetzung der jeweiligen Parteistruktur (L, R, Mitte, Pfundi, Realo weiß der Geier…..)
2.3 wie steht es denn für den, die, es um die Verdienste innerhalb der jeweiligen Partei? Und die Loyalität zur Parteiführung + deren Ziele.
2.4 Sind die entsprechenden Landesverbände entsprechend vertreten?
2.5 wie ist die Vernetzung Innerhalb der Partei?
Und dann können noch viele viele Auswahlkriterien genannt werden. Aber eines fällt mit absoluter Sicherheit nicht darunter:
Bildung, berufl. Werdegang, und berufliche Eignung.
Und somit ist doch glasklar, Fr. Frey was wir von dieser Ampel voller Dilettanten erwarten können? O.k. 2 - 3 Minister ….. könnte man verschmerzen. Aber Außen, Wirtschaft UND Energie, Finanzen und der Kanzler selber

Die von Ihnen aufgezählten Punkte waren ja auch schon in früheren Koalitionen Usus und sind keinesfalls von der Ampel-Koalition neu eingeführt worden. Deshalb braucht es doch objektive Hürden für den Einzug in die Landesparlamente und den BT bzw. Ministerien. Dass es schlecht ist, wie es derzeit ist, ist klar, aber wie könnte man so etwas verhindern? Wahlen bieten keine Lösung, da es letztendlich egal ist, aus welcher Partei ein Inkompetenter kommt.

C Jahn | Do, 15. September 2022 - 16:12

Danke für diesen neuerlichen Einblick in ein Gruselkabinett, wie man es sich früher nicht hätte ausmalen können... Man ist nur noch desillusioniert, wie sich mangelnde moralische Integrität und fehlende inhaltliche Qualifikation der mächtigsten Stellen im Land bemächtigen konnte.

Ingo frank | Do, 15. September 2022 - 18:46

Zwei Freunde*innen in Geiste. Und wenn da noch einige Farben mehr auf der Fahne sind, wen juckt‘s. Der Normalo wie ich, würde es eh nicht merken. Und das sind immerhin 99,999 % der Bevölkerung.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Armin Latell | Do, 15. September 2022 - 20:54

passt exakt in die Riege der üblen Deutschlandabschaffer unter der Führung von cum-ex Scholz. Ideologisch verbrannt, fachlich das gleiche totes Meer Niveau wie alle ihre anderen Abzockerkollegen, menschlich nur noch verachtenswert. Diese ganze Bagage ist für mich nur noch unerträglich. Unter Merkel, so hat der Wähler es entschieden, wurden die Schlechtesten, die größten Looser zur Elite.

Hans Meiser | Fr, 16. September 2022 - 10:40

"Auch Paus’ Forderung, dass die verschiedenen Methoden von Schwangerschaftsabbrüchen zur Ausbildung von Ärzten gehören sollten, ließ viele ratlos zurück."
Diese Aussage lässt wiederum mich ratlos zurück: wenn aus verschieden Gründen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden oder erforderlich sind (gibt ja auch andere Gründe dafür außer Lifestyle und Karierre - auch wenn man es kaum glauben mag), dann sollte der Arzt eigentlich schon wissen, wie das geht - oder?
Jedenfalls wirft es kein gutes Licht auf eine idiologisch verblendete Frau im (offensichtlich!) falschen Amt

Hans Süßenguth-Großmann | Fr, 16. September 2022 - 10:42

Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal besser als Frau Paus kann niemand dieses Entwicklungsmodell verkörpern. Besonders 12 Jahre an der Uni ohne den 2. akademischen Grad sind schon eine besondere Leistung, die dank Unternehmer Papa und Mama möglich war. Wann und wodurch hat die Frau den Kontakt zu ihrem Aufgabengebiet (Familie) hergestellt? Bei den Einkünften ist das Merkmal "alleinerziehend" nicht so dramatisch, wie bei "Normalos". Mir ist sie bisher nur aufgefallen,, weil sie sich um die Regenbogenfahne verdient gemacht hat.

Albert Schultheis | Sa, 17. September 2022 - 01:04

Frau Paus ist eine Familienministerin, die mit allem, was sie tut und sagt und was sie unterlässt und verschweigt, den Werten, die die große Mehrheit der Deutschen mit Begriffen wie Familie, Kinder, Enkel, Geborgenheit und Zukunft verbinden, zutiefst schadet.