Mittlerweile ein fester Bestandteil auf den Smartphones junger Menschen / picture alliance

Dating-App Tinder wird 10 Jahre alt - „Eine profitorientierte Geldmaschine“

Mit einem Wisch die große Liebe oder zumindest den schnellen Spaß finden – genau das verspricht die weltweit erfolgreiche Dating-Plattform Tinder. Für das Liebesleben junger Menschen ist die App seit mittlerweile zehn Jahren kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken. Mit der Soziologin Kornelia Hahn haben wir daher über das Geheimnis ihres schnellen Erfolgs und die Zukunft des Liebesleben junger Menschen gesprochen.

Clemens Traub

Autoreninfo

Clemens Traub ist Buchautor und Politik-Student. Zuletzt erschien sein Buch „Future for Fridays?“ im Quadriga-Verlag. Momentan ist er als Praktikant bei Cicero tätig.

So erreichen Sie Clemens Traub:

Prof. Dr. Kornelia Hahn ist Leiterin der Abteilung Soziologie an der Paris-Lodron-Universität in Salzburg. In ihrer Forschung hat sie sich intensiv mit dem sozialen Phänomen der intimen Beziehungen und der Liebe auseinandergesetzt.

Frau Hahn, wie würden Sie älteren Menschen Tinder erklären, die aus einer ganz anderen Generation stammen?

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Martin Falter | Di, 13. September 2022 - 17:05

Artikeln und " Expertinnen " immer unglaublich stört, ist das die Frauen immer die Opfer sind ( Ballkleid usw. ) aber von den Männern nie die Rede ist.

Dabei sind es doch gerade die Männer die bei der Partnerwahl ( Selektionsprozess ) am meisten unter Druck stehen. Denn die Frau wählt aus - fast immer.

Das war schon immer so und heute noch viel mehr.

Frauen die für ihr eigenes Verhalten immer die Männer verantwortlich machen, kann man(n) nicht ernst nehmen.

Was bei den Damen das Korsett, war bei den damaligen Herren wahrscheinlich der Vatermörderkragen, an dessen steifen, bis zum Kinn hohen spitzen Enden schon mal der ein oder andere Speiserest hängen blieb. Was bei der eingeschnürten Damen-Begleitung den ein oder anderen Ohnmachtsanfall auslöste;) Woraufhin der Herr von Welt unverzüglich das sogenannte Riechfläschchen zückte......
Apropos tabatière. Können wir wahrscheinlich demnächst Männlein wie Weiblein gut brauchen beim Studium der Nebenkostenabrechnungen, ggf. auch an der Ladenkasse;-)
Also beim "tindern" darauf achten liebe Liebenden! MfG

Ernst-Günther Konrad | Mi, 14. September 2022 - 12:38

Jeder wie er will. Für mich persönlich gefährlich ist die detaillierten intimen Daten, die von wem und wie auch immer, noch zu ganz anderen Zwecken genutzt werden können. Aber da hat sich die Gesellschaft insgesamt schon längst vom Schutz der eigenen Intimität verabschiedet. Siehe beispielsweise Konsumgüterbezahlung via App, Payback Systemen usw. Für mich viel entscheidender ist der Umstand, dass sich am Ende des Tages die betreffenden ganz körperlich und persönlich gegenüberstehen müssen, in der realen Umgebungswelt. Da mag man sein Profil noch so aufgehübscht haben, will man sich wirklich näher kommen, brauch es den unmittelbaren persönlichen Kontakt von Angesicht zu Angesicht. Und da ist es fraglich, ob gerade die via digitaler Welt aufgewachsenen Menschen noch in der Lage sind, Empathie und ein Erkennen sog. innerer Werte, noch in der Lage sind zu erkennen. Wird die Jugend in der Lage sein, auch in schweren Zeiten Liebe zu leben oder tauscht man schnell den Partner bei Tinder um?