Antisemitische Kritzeleien im Klassenzimmer
Antisemitische Kritzeleien im Klassenzimmer / dpa

Bildungspolitik - Judenhass im Klassenzimmer

Der antisemitische Hass, der sich immer wieder bei Palästina-Demos auf deutschen Straßen zeigt, ist schon seit langem auch an den Schulen angekommen. Die Schule muss hier ein Teil der Lösung werden: indem der Antisemitismus von Schülern mit Migrationshintergrund zum Thema gemacht und die Jugendlichen mit positiven Vorbildern bekannt gemacht werden.

Benjamin Franz

Autoreninfo

Benjamin Franz ist Autor („Islam und Schule“, 2019), Hauptschullehrer und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der TU Braunschweig. Dort plant er in Kürze die Eröffnung einer Fachstelle für weltanschaulich-interreligiöse Kompetenz. 
Bild: Michaela Krüger/TU Braunschweig

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In einer traurigen und bedenklichen Regelmäßigkeit ereignen sich auf deutschen Straßen Szenen, die der moralischen Selbstverpflichtung des „Nie wieder!“ in krassester Weise entgegenstehen. Schon eine YouTube-Recherche unter Suchbegriffen wie „Al-Quds-Tag Berlin“ oder „Palästina-Demo“ bestätigt diesen Eindruck. Es ist einerlei, ob das jeweilige Video nun vor sieben Jahren, vor vier Jahren, vor zwei Jahren oder jüngst hochgeladen wurde, die Bilder gleichen sich. Aufgebrachte, wütende, teils hasserfüllte Menschen. Brennende Israelfahnen. Schilder und Ausrufe, die man ob ihres dumpfen Juden- und Israelhasses nicht zu zitieren wagt. Das alles auf deutschen Straßen – und mittendrin Kinder, Jugendliche, junge Menschen. Viele davon dürften in Deutschland geboren sein, die deutsche Staatsbürgerschaft anstreben oder besitzen und hiesige Schulen besuchen. Und selbstverständlich zeigt sich ihre antisemitische Wut auch in unseren Klassenzimmern und auf unseren Schulhöfen. Eine riesige Aufgabe für Schulpolitik und Pädagogik.  

Die Probleme sind schon länger sichtbar 

Wer will, kann diese Probleme sehen. Schon länger. „Religiöses Mobbing: Zweitklässlerin von Mitschüler mit dem Tode bedroht“, titelte die Berliner Zeitung 2018. „Nicht nur in Berlin: Hass auf Juden an deutschen Schulen – Eltern schildern erschütternde Vorfälle“, schrieb der Stern, ebenfalls 2018. Und letztes Jahr konstatierte Die Zeit: „,Du Jude‘ gehört zu den häufigsten Schimpfwörtern auf deutschen Schulhöfen“. Das sind nur drei von zahlreichen Schlagzeiten diesbezüglich aus der jüngeren Vergangenheit. Und nicht zuletzt beim Lesen der Dokumentation „Salafismus und Antisemitismus an Berliner Schulen: Erfahrungsberichte aus dem Schulalltag” des American Jewish Committee Berlin (2017) sollte sich die Frage stellen, wie sehr das, was doch nach den Lehren aus der deutschen Geschichte eigentlich nie wieder passieren sollte, hierzulande anscheinend wieder zur Normalität zu werden scheint.  

Klar ist: Antisemitismus ist ein Problem der gesamten Gesellschaft. Er wäre es auch, wenn keine Migranten in Deutschland leben würden. Doch die geschilderten Probleme müssen zwingend auch im Zusammenhang mit dem in der islamischen Welt verbreiteten Antisemitismus gesehen und vor allem diskutiert werden. Und genau hier kann einen das Gefühl beschleichen, dass man an dieser Stelle den sprichwörtlichen Elefanten im Raum stehen hat.  

Schulen als Teil der Lösung 

Das Problem des Antisemitismus und Israelhasses zeigt sich mitunter deutlich in unseren Schulen. Aber auch die Lösung dieses Problems liegt in den Schulen. An keinem anderen Ort in unserer Gesellschaft kann das gelingende Zusammenleben verschiedenster Herkünfte, Religionen, Weltanschauungen oder Einstellungen so gut eingeübt werden wie dort. Nirgendwo anders und auf keine andere Weise kann der Staat noch so viel Einfluss auf die Haltungen seiner Bürger nehmen wie durch die direkte Zusammenarbeit von sachkompetenten Lehrern und Schülern.   

Ganz ketzerisch könnte man diese Frage in den Raum stellen, doch die Antwort ist klar. Daher sind aus meiner Sicht als erste Maßnahme die folgenden zwei Punkte zwingend und umgehend umzusetzen.  

Erstens: Eine spürbare Weitung des Diskursraumes und stärkere Beachtung des kulturell-religiös geprägten Antisemitismus von Menschen mit Migrationshintergrund. Bundes-, Landespolitik und Medien müssen dies zum Thema machen. Dies sind sie nicht nur ihren jüdischen Mitbürgern schuldig, sondern auch jenen Muslimen und Migranten, die sich nicht mit antijüdischen Hassparolen identifizieren und trotzdem qua Herkunft, Aussehen oder Religion mit den Protestierern in einen Topf geschmissen werden. 

Zweitens: Den Bildungssektor präventions- und reaktionskompetent machen. Erzieher und Lehrer können im Kampf gegen Antisemitismus entscheidende Kräfte sein. Jedoch müssen für eine entsprechende Kompetenzentwicklung die jeweiligen Maßnahmen eingeleitet werden. In der Lehrerausbildung, sprich in Studium und Referendariat, muss die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, seinen Ursachen, Erscheinungsformen und Reaktionsmöglichkeiten ein Pflichtbestandteil sein. Aus meiner Erfahrung als Dozent in der Lehrerausbildung und Fortbildung sind jüdische Geschichte, die Geschichte Israels oder Fragen des Nahostkonflikts zu oft blinde Flecken. Hier braucht es einen systematischen Aufbau von Fachkompetenz.  

Es braucht praxisnahe Mittel

Doch dem Problem darf nicht allein in theoretisch-textbasierter Form begegnet werden: Trainings, Rollenspiele, die Vorgabe von Dialogmustern und Redemitteln – es braucht maximal praxisnahe Mittel, um Lehrkräfte schnellstmöglich kompetent zu machen. Wenn möglich, sollten dabei Externe hinzugezogen werden – auch oder vor allem für die direkte Auseinandersetzung mit den Jugendlichen. Schule ist der optimale Raum für entsprechende Dialogformate. Für solche eignen sich zum Beispiel Muslime, die einerseits die üblichen Identitätskonflikte von jungen Muslimen sowie gängige antisemitische und israelfeindliche Narrative kennen, andererseits aber ihren Weg in dieser Gesellschaft gemacht haben und den Jugendlichen als positives Vorbild dienen können. Am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der TU Braunschweig starten wir in Kürze ein entsprechendes Projekt.   

Nachdem Schulen den Corona-Modus langsam verlassen, muss der Blick auf den Antisemitismus junger Menschen aus unserer Gesellschaft gerichtet werden. Die Reaktion auf antisemitische und israelfeindliche Zwischenfälle auf deutschen Straßen darf kein ritualisiert-betroffenes „Nie wieder“ sein. Die Zeit zum Handeln ist jetzt! Wie richtig dieser Satz ist, zeigt sich, wenn man kurz darüber nachdenkt, was passiert, wenn man eben nicht jetzt handelt.

Günter Johannsen | Do, 12. Mai 2022 - 17:07

„Die Schule muss hier ein Teil der Lösung werden … … indem der Antisemitismus von Schülern mit Migrationshintergrund zum Thema gemacht … (wird)."
Wie soll das gehen, wenn das Lehrpersonal an unseren Schulen (siehe Berlin!) Angst haben muss vor der Rache der arabisch-islamischen Clans? Man erinnere sich an die Jugend-Richterin Heisig, die im Wald erhängt aufgefunden wurde!
https://www.emma.de/artikel/richterin-heisig-erhaengt-ein-sehr-befremdl…
Offensichtlich vertuschte man den Mord, weil "nicht sein kann, was nicht sein darf"!
Wer wird also unter diesen Voraussetzungen einen kritischen Ton wagen gegen diese islamistischen Clans, deren Kids jetzt schon in Großstädten die Schulklassen dominieren?
Auch hier muss erst einmal in der Politik ein entschiedener Paradigmenwechsel stattfinden, damit sich der "ungeklärte Fall" Heisig nicht wiederholt!

Ihrem Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Es ist gar nicht gewollt, daß sich etwas ändert. Der mohammedanische Anteil an Schülern in manchen Städten und mittlerweile auch in ländlichen Gemeinden ist so hoch, daß die deutsche und auch die jüdische Kultur ins abseits gestellt wird. Und das ganze mit großer Unterstützung der Politik und leider auch der Pädagogen. Warner wie Ahmad Mansour, Hamed Abdel-Samad, Seyran Ates usw. werden nicht gehört. Sie werden von den ****verfolgt und unter Polizeischutz gestellt. Leider muß ich sagen, daß ist das neue Deutschland in dem wir alle "gut und sicher" leben.

Romuald Veselic | Do, 12. Mai 2022 - 17:10

werden. Welche Maßnahmen sollen es sein? Konkret genannt.

Je buntere Gesellschaft, desto buntere Probleme, darunter solche, die sich gegenseitig ausschließen, also unvereinbar. In einer Ges., wo behauptet wird: "Allah (Islamgott) hatte seine Fähigkeiten überschätzt, als er Fliegen u. Juden schuf", ist eine klare Ansage, als wenn dies "nur" ein altpastorales Sprichwort wäre.

Es muss Länder geben, wo solche Probleme nicht gibt. Ähm, zB Japan/Taiwan...?
Die niedrigste Kriminalität, praktisch keine Jugendbandenkriminalität, weniger Graffito, kein Müll auf den Straßen, keine Hassparolen. Woran kanns liegen? Sollte man beim JAP-Botschafter anklopfen und sich das erklären lassen. Wie bunt ist JAP-Gesellschaft?

Wieso diese Probleme nicht in der D-Nachbarschaft gibt? In V4-Staaten oder Baltikum.

Wieso in einem Land, wo es Menschen zu Millionen geschenkt wurden, dennoch immer mehr Probleme gibt's, mit religiöser/ethnischer Unverträglichkeit? Mit dem Nebeneffekt fehlender Fachkräfte.

Sie können eine asiatische Gesellschaft wie die in Taiwan oder Japan nicht mit der deutschen vergleichen. Dazu sind Traditionen und Wertesystem viel zu unterschiedlich.

In Taiwan oder Japan mosert kein Mensch, wenn er wegen der Corona-Pandemie eine Maske tragen soll. Bei uns wird über den angeblichen "Maulkorb" gejammert, geht wegen einem kleinen Stückchen Stoff die Demokratie zu Grunde.

Ein weiteres Beispiel? Japaner, wenn Sie unterwegs sind, nehmen ihren Müll mit nach Hause, wenn es keine Möglichkeit zur Entsorgung gibt. Als in Deutschland vor Jahren wegen terroristischer Gefahren Mülleimer demontiert wurden, was passierte? Man ließ seinen Dreck am Straßenrand zurück.

Wäre ja noch schöner!!!

Und wieso solche Unterschiede? Mit Migration hat das gar nichts zu tun.

In Ländern wie Japan und Taiwan zählt die Gemeinschaft, hat soziales Verhalten eine weitaus größere Bedeutung, als individuelle Befindlichkeit. Bei uns krakeelt der dauerschäumende Wutbürger bereits bei Lappalien..

Günter Johannsen | Fr, 13. Mai 2022 - 16:04

In reply to by Gerhard Lenz

Und wenn die GenossInnen noch hundert Mal Rumpelstilzchen spielen:
Der Islam gehört nicht zu Deutschland!
Europa ist kein geschlossener Kontinent wie zum Beispiel Afrika, sondern von je her eine christliche Kultur- und Wertegemeinschaft. Der Bosporus bildet deshalb die Grenze Europas zu Asien. Das ist weder eine Abwertung, noch eine rassistische These, sondern eine historische Tatsache!
Aber selbst Papst Franziskus ist der Überzeugung: „Europa wirkt pessimistisch ohne Energie und Lebenskraft!“ Europa komme ihm vor, wie „eine Großmutter, die nicht mehr fruchtbar und lebendig ist … verängstigt und in sich selbst verkrümmt!" Altmeister Peter Scholl-Latour formulierte es so:
„Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes.“
Blasse Unterwürfigkeit ist weder Toleranz, noch keine Stärke!

Dirk Weller | Fr, 13. Mai 2022 - 17:45

In reply to by Gerhard Lenz

sind viel zu unterschiedlich ?

Das ist vor allem das Problem von deutschen und muslimischen Traditionen :

sie sind sehr unterschiedlich, und wenn muslimische Migranten glauben, sie könnten in einem westlichen Land ihre Traditionen und ihren Antisemitismus uneingeschränkt weiter leben, dann gibt es eben Vorfälle wie die im Artikel beschriebenen.
Dann wäre eigentlich die Politik am Zug, eigentlich.

Und Japaner nehmen ihren Müll mit nach Hause, wenn es keine Möglichkeit zur Entsorgung gibt ?
Aber in Deutschland ließ man seinen Dreck am Straßenrand zurück, weil die Mülleimer demontiert wurden ??
Wer hat Ihnen denn diese Räuberpistole erzählt ?
In meiner Heimatstadt ( Kiel ) liegt keinerlei Müll an der Straße.
Wir haben nur einen Stadtteil ( Gaarden ), in dem weit überdurchschnittlich viel Müll am Straßenrand liegt.
Und in dem sind überdurchschnittlich viele Menschen mit Migrationshintergrund.

Es tut mir leid, aber Ihr Kommentar wirkt diesmal konstruiert und an den Haaren herbeigezogen.

Walter Bühler | Fr, 13. Mai 2022 - 19:51

In reply to by Gerhard Lenz

... ich glaube wie Sie, dass Traditionen und Wertesysteme sehr unterschiedlich sind. Und wie Sie finde ich manche "Wertesystemen" hierzulande gar nicht wertvoll oder erhaltenswert.

Man kann aber von anderen Ländern doch etwas lernen (interkulturelles Lernen!). Müssen wir den hundsgewöhnlichen Wandalismus im ÖPNV, der jedenfalls hier in Berlin kaum zu übersehen ist, als wertvolles kulturelles Erbe oder gar als Kunst stilisieren? Nein, man sollte Dreck Dreck nennen, auch wenn er von Leuten produziert wird, die sich aus finsteren Gründen Künstler nennen. Und man sollte Erziehung von Kindern und Jugendlichen wieder als eine wichtige Aufgabe und nicht als autoritäre Behinderung von frei herumstreunenden Kindern betrachten.

Ja, bei uns krakeelt der grün-linke Wutbürger bei jedem Versuch, irgendwo Ordnung und Sauberkeit zu schaffen. Wenn wir mehr auf uns hielten, wäre es auch schöner bei uns.

Ronald Lehmann | Fr, 13. Mai 2022 - 21:44

In reply to by Gerhard Lenz

Vom Fundament, dem einfachsten angefangen
Angefangen vom Anstand, Respekt & Wertesystem , wo selbst in der DDR trotz Mangelwirtschaft an Reinigungskräften & öffentl. Papierkörben wesentl. sauberer war.

Ja, Papier lag in der Hosentasche bis zu Hause & wir mussten im ÖV-Raum leise sein. Benehmen wurde bereits Kindern vor Einschulung beigebracht
Wer Vorlaut war bekam dies von allen Seiten zu spüren & dies in OST wie WEST.
Erwachsene waren Respektpersonen, selbst wenn diese von Gesinnung anders waren.

Die, die aus anderen Ländern bei uns in D. eingeschult wurden, mussten unsere Traditionen anerkennen. Libyer, die sich z.B. auf Grund ihres Temperamentes nicht zügeln konnten - ab nach Hause!

Wenn ich zufälliger Weise die d. Gerichtsurteile im Fernsehen bei meiner Krimi-Mimi höre, geht mir die Galle über. Hinzu wie in der Politik - Lügen & nochmals Lügen - als Kavaliersdelikt, überall!

Und Herr Lenz, soviel AFD kann es gar nicht geben. Dies sind keine Einzelfälle, da ist SYSTEM dahinter!

Uwe Schröder | Do, 12. Mai 2022 - 17:36

Fürchte aus der Nummer kommen wir nicht mehr raus, es sei denn der Nahost-Konflikt wird gelöst, dann hätten wir da eine Chance. Je mehr Zuzug wir aus diesem Raum erleben, desto größer wird dieses Problem werden. Bildung und Aufklärung werden da nicht viel helfen, da die Grundeinstellung dieser Menschen seit ihrer frühesten Kindheit geprägt und in den Familien gelebt wird. Es wäre ein Wunder, wenn wir es in Deutschland schaffen würden, was im Rest der Welt auch nicht geschafft wird.

Markus Michaelis | Do, 12. Mai 2022 - 18:09

"Klar ist: Antisemitismus ist ein Problem der gesamten Gesellschaft. Er wäre es auch, wenn keine Migranten in Deutschland leben würden. "

Diese Haltung ist sicher richtig und wichtig - aber führt das gesellschaftlich auch irgendwohin? Es ist sicher richtig von der Stärke und Verantwortung unserer Gesellschaft auszugehen, und dass Negatives immer auch hier verankert ist. Aber je vielfältiger und weltoffener die Gesellschaft wird, ist dieser Weg nicht mehr so ganz klar. Kann man dann nichts mehr spezifisch ansprechen? Oder liegt dem zugrunde, dass es doch soetwas wie wirklich echte Deutsche gibt, die (aufgrund ihrer Stärke? eben doch besonderen Geschichte? Herkunft?) alle gesellschaftlichen Aufgaben gleichermaßen mittragen.

Die Welt ist recht bunt, Deutschland inzwischen auch, es gibt ziemlich viele Aufgaben und ziemlich viele Ansichten und Verhaltensweisen, die viele andere Gruppen intolerabel finden.

Ich glaube nicht, dass allgemeinste Verantwortung da irgendwohin führt.

Osvaldo Pugliese | Do, 12. Mai 2022 - 18:43

"Eine spürbare Weitung des Diskursraumes und stärkere Beachtung des kulturell-religiös geprägten Antisemitismus von Menschen mit Migrationshintergrund."
Das bedeutet eine Konfrontation der muslimischen Schüler mit ihren Eltern. Und ein Generalverdacht der Schüler ohne antisemitische Erfahrungen von zu Hause. Zudem wird der Konflikt zwischen Toleranz und Antisemitismus im Klassenzimer verschärft. Antisemiten gegen Nicht-Antisemiten. Das neutrale Klassenzimmer ist keine gehbare Option mehr. Das religiös motivierte Grabendenken ist der Preis für Multikulti.

Helmut Bachmann | Do, 12. Mai 2022 - 18:55

Wenn er es würde, würde man seine Fans auch an dieser deutschen Norm messen. Meines Wissens nach ist die Behauptung, dass es den Antisemitismus in nennenswerter Form auch ohne muslimischen Antisemitismus geben würde, nichts als eine Schutzbehauptung. Da wird sich hinter der Maus versteckt, um den Elefanten nicht sehen zu müssen.

Walter Bühler | Do, 12. Mai 2022 - 19:24

..., indem sie die unzähligen Konflikte um und mit den vielen Migrantengruppen zu Schulthemen macht und mit irgendwelchen Trainings und Rollenspielen ideologisch zu therapieren versucht. Die Vielzahl der Konflikte, die wir mit den Migranten in die Schule geholt haben, würde das Kerngeschäft der Schule endgültig ersticken, nämlich die Vermittlung von Kompetenzen für das Leben in unserer Gesellschaft.

Würde man dagegen in den Mittelpunkt der Schule wieder die Leistung und die gemeinsame Lernanstrengung stellen, dann würden sich bessere Integrationschancen einstellen. Und in gemeinsam erarbeiteten Erfolgserlebnissen sehe ich die beste Chance, dass Kinder sich über ideologisch-religiöse Schranken hinwegsetzen.

Eine solche Sachorientierung der Schulen muss sich freilich auch gegen den nationalen Egoismus der Erwachsenen entschlossen wehren, und darf nicht auf das Gejammere über Rassismus und Diskriminierung hereinfallen.

Wem es hier nicht gefällt, kann ja jederzeit woanders hingehen.

Urban Will | Do, 12. Mai 2022 - 20:41

habe damit abgeschlossen, bin froh, dass meine Kinder in einer Gegend zur Schule gehen, wo es diese Probleme (ich rede von muslimischen Machtgebärden, jeden noch so widerlichen Antisemitismus eingeschlossen, unter der Obhut des links – grünen Mainstreams) nicht gibt. Ich rate ihnen, Berufe zu ergreifen, die sie von diesem Land unabhängig machen ,damit sie es schnell verlassen können, wenn die Zeit da ist.
Muslimischen Antisemitismus „gibt“ es in Deutschland de facto „nicht“, er wird generell totgeschwiegen oder verharmlost, unsere grandiose Innenministerin, glühende Verehrerin des Multikulturalismus, sieht immer noch die große Gefahr „von Rääächts“.
Solange wir von solchen Blindgängern regiert werden, werden weiter Israel – Flaggen brennen, weiterhin uneingeschränkt Steinzeit – Islamisten ins Land gewunken.
Und diesen kommen Sie auch mit gemäßigten Vertretern dieser „Religion“ nicht bei.

Man muss sich schämen, ob dieser Auswüchse unserer „Willkommenskultur"

Dirk Weller | Fr, 13. Mai 2022 - 10:10

Das ist absolut richtig.
Aber die gegenwärtige Inenministerin ist nicht jetzt die "handelnde" gegen muslimischen Antisemitismus, und sie wird es auch in der Zukunft nicht sein.
Das erkennt man daran, dass sie, wenn Nazis antisemitische Straftaten begehen, offen zum Kampf gegen Nazis/Rechts aufruft.
Begehen dagegen Muslime antisemitische Straftaten heisst es allgemein :
"Gegen Antisemitismus muß vorgegangen werden, egal von wo er kommt."
Das Nennen der Herkunft oder Religion Täter wird dann tunlichst vermieden, wohl aus Angst Vorurteile zu untermauern.

Leider werden gerade DADURCH eher Vorurteile geschürt, da der aufmerksame Leser das Gefühl bekommt, man wolle etwas unter den Tisch kehren.

Die Zeit zum Handeln wäre EIGENTLICH jetzt!
Aber meine Hoffnung darauf schwindet von Tag zu Tag.

Detlev Bargatzky | Fr, 13. Mai 2022 - 10:19

Glaubt der Autor wirklich, dass die deutsche Lehrerschaft in der Lage ist, die in den Privat-Wohnungen entstandenen "Defizite" in Sachen Antisemitismus auszubügeln? Haben die selbst noch nicht ausreichend umfangreiche berufliche bzw. berufsbedingte Probleme?

Vielleicht sollte der Autor mal in Betracht ziehen, dass es in vielen der weltweit vorhandenen Gesellschaften Spannungen gibt, die sich an echten oder auch nur eingebildeten bzw. traditionsbedingten "Unterschieden" der beteiligten Menschen festmachen lassen.

Und wenn dann Menschen in dieses Land ziehen, die auf unterschiedlichen Seiten eines solchen Konflikte aufgewachsen sind, dann werden diese Konflikte nicht unbedingt verschwinden. Sie werden spätestens dann wieder auftauchen, wenn diese Menschen hier in Kontakt geraten.

Beispiele dafür gibt es in unserem Land genug. Sie haben aber nur eine Chance ausgiebig publiziert zu werden, wenn Täter und Opfer einer der von den Medien favorisierten Paarungen angehören.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 13. Mai 2022 - 12:08

Was denkt sich die isalmische Welt nach fast 2000 Jahren Zerstörung Israels, die wohl ohne die islamische Welt nicht gedacht werden kann und zur weltweiten Diaspora des Judentums führte?
Ich schrieb es schon, die meisten erfassten Namen unserer jüdischen Mitbürger klingen wunderschön und sind damit ein beredtes Zeugnis von Zusammenwachsen als Assimilation und Annehmen, je vice versa!
Sofern hiesige Namen angenommen wurden und nicht neu geschaffen, werte ich das als "In-unseren/ihren-Schatten-legen", im weitesten Sinne als Verwandtschaft, auch genuine.
Ein mir naher Name fand sich auch schon.
Ich habe muslimische, asiatische und amerikanische Verwandte und "täglich werden es mehr", will ich hoffen.
Ich darf also getrost auch von jüdischer Verwandtschaft ausgehen.
Ich sehe das christlich-muslimisch-jüdische Abendland als fortwährenden Beginn von Hinzukommendem.
Die gegenseitige Beeinflussung von Europa und Kleinasien(Turk/Araber) datiere ich älter als 2000 Jahre.
Besinne sich der Islam!

wie auch nicht umgekehrt.
Die neugeschaffenen Namen sind uns zugewachsen und wachsen zusammen.
Nur mal von Ferne, vielleicht überlegt sich die eine oder andere muslimische Familie auch nach einer Weile neue Namen, ich habe auch eingedeutschte.
Das bleibt doch nicht einmal heute aus.
Oder man schreibt es verträglich, gewissermassen so, dass andere es erkennbar wieder aussprechen können?
Statt der vielleicht auch als "Drohung" wirkenden Formulierung, alles müsse jeden Tag neu ausgehandelt werden, die mir ebenfalls zu krass war, schauen wir doch, wo überhaupt Bedarf besteht, wo man ineinander übersetzen kann etc.
Sah gestern eine alte BBC Shakespeare Aufführung von "Verlorene Liebesmüh".
Nicht wahr, sie ist nicht vergebens und hat Da Ponte daher Anregungen für sein Libretto von Cosi fan tutte?
Bei Shakespeare sind es "Russen", die die "Öffnung" ermöglichen.
Bei der Marquis von O. ist es auch ein Russe?
Für mich sind die Russen auch Menschen wie wir.
Hass macht hässlich, Trauer weich...

Wolfgang Jäger | Fr, 13. Mai 2022 - 12:25

"Er wäre es auch, wenn keine Migranten in Deutschland leben würden. "
Tatsächlich? Daran würde ich erhebliche Zweifel anmelden. Ist das nicht schon wieder eine Relativierung des Problems?
Hier offenbart sich doch, dass wir mit der unkontrollierten Einwanderung von (vor allem) Wirtschaftsmigranten aus islamischen Ländern hausgemachte innenpolitische Probleme züchten. Und derweil faselt unsere Faeserin von Rechtsextremismus, der das Hauptorblem in unserem Land darstelle. Ein Ablenkungsmanöver, mit dem der Bevölkerung Sand in die Augen gestreut werden soll. In einigen Jahren wird uns der ganze Islamismus/Islam um die Ohren fliegen. Wir werden dann plötzlich dasselbe Erweckungserlebnis haben wie nun bei Putins Angriffskrieg. Die Quittung für jahrelanges Relativieren, Schönreden, Tabuisieren. Hilflos muss man offenbar diesem Treiben zusehen.

Wolfgang Jäger | Fr, 13. Mai 2022 - 12:35

Alle Vorschläge, die Schule müsse jetzt Programme auflegen, um die Probleme im Keim zu ersticken, werden ins Nichts führen. Das Hauptproblem ist der Islam. Diese Religion kämpft nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen Christen und gegen alle Ungläubigen, d.h. in deren Sinne: Nicht-Muslime! Der Koran gibt hier eine klare Agenda vor. Susanne Schröter und Thilo Sarazzin haben das schon seit langem klar analysiert. Nachlesen! Aber laut unserer Mutti Merkel, alles nicht hilfreich.

Dieter Bauß | Fr, 13. Mai 2022 - 12:51

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Der größte Teil der Prägung unserer Kinder findet bereits vor der Einschulung statt.
Durch überfordertes, verunsichertes Lehrpersonal, welches oftmals zusätzlich verängstigt um seine eigene Gesundheit besorgt ist, findet hier keine Veränderung mehr statt.
Wir werden erneut schuldig, weil wir die wachsenden Probleme sehenden Auges zulassen. Und ja, wir sind auf dem Weg zur nächsten „Kristallnacht“, diesmal als Zuschauer eines islamistischen Mobs.

Ronald Lehmann | Sa, 14. Mai 2022 - 00:13

Da Juden zur Hitlerzeit verfolgt wurden, dachte ich immer als Kind, Juden sind Kommunisten, zumal viele ja aus dem Osten in die Konzentrationslager kamen.
In der Schule bekam ich erklärt, dass Israel ein Verbündeter der USA ist, also unser KLASSENFEIND!
Zumal der Glaube an Gott gegen den Sozialismus arbeitet, weil der Glauben nicht die Realität des Seins, der Wirklichkeit widerspiegelt (böser Bubi!) & im Widerspruch zur Wissenschaft steht, also schon damals ein kleiner Idiot. Und diese Ideologie verbreitete sich wie ein Virus in allen Bildungsstätten Gesamt-D.! Jeden Tag ein Scheibchen mehr!
Ab 1990 dann Vollgas, wo innerhalb 30 Jahren alle Werte der alten BRD demontiert wurden.
Hinzu ein Flüchtlingspolitik - Und JA, werde Genossen, wir sind fast abgeschafft! Dies demonstriert jeden Tag jede Werbung überall, aber ohne Kappa. Soweit geht dann auch nicht die Freundschaft.

Aber wehe, es wagt einer die Politik zu Kritisieren wie die AFD oder Idioten.

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