Ein Mühlenarbeiter im Jemen trägt Säcke mit importiertem Weizen / dpa

Nahrungskrise durch Ukraine-Krieg - Weizen als Waffe

Infolge des Ukrainekrieges werden Getreide und Dünger knapp. Denn die Ukraine gilt als die Kornkammer der Welt. Gerade afrikanische Länder sind auf Weizenimporte aus Russland und der Ukraine angewiesen. Eine globale Nahrungsmittelkrise droht.

Autoreninfo

Jan Grossarth ist Professor für Bioökonomie und Zirkulärwirtschaft an der Hochschule Biberach. Von ihm erschien 2019 das Buch ,,Future Food - Die Zukunft der Welterährung" (wbg Theiss).

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Rodina Mat, die Mutter Heimat. Mit Schwert, Schild und eisernem Blick nach Moskau triumphiert sie, als monumentale Statue aus der Sowjet­zeit, über die vertriebenen faschistischen Feinde. Imposante Exemplare der Mutter Heimat stehen jeweils in Wolgograd und in Kiew. Zwischen dem russischen Wolgograd – früher Stalingrad – und der Hauptstadt der Ukraine liegt weite Steppe. Hier befinden sich auch die berühmten Schwarzerdeböden, die dieses Land zu einer wahren Kornkammer der Welt machen.

Putins Invasion ist auch ein Kampf um fruchtbares Land und um Transportwege, die wichtigen Getreidefrachthäfen Richtung Süden. Das Schwarzerdeland hält für die russische Expansion Mittel der Herrschaft bereit, die langfristig mächtiger sind als das Schwert: Weizen, Mais, das Öl der Sonnenblumen.

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Norbert Heyer | Di, 3. Mai 2022 - 09:47

Langsam dämmert es auch unseren Politikern: Der von Putin angezettelte Krieg ist wohl nur die Spitze des Eisberg. Schon sind Millionen von Menschen geflüchtet, man plant im Westen Sanktionen gegen Russland, die uns wesentlich härter treffen als den Agressor und jetzt kommt noch eine Hungerkatastrophe auf die Menschheit zu. Nach den bisherigen Eindrücken von diesem Krieg ist die Ukraine gewillt, bis zum bitteren Ende diesen Vernichtungs-Feldzug durchzuziehen. Sie bekommen jetzt alle Wünsche nach schweren Waffen erfüllt, sie dürfen das deutsche Staatsoberhaupt beleidigen und zum Dank reisen Regierungsvertreter und Merz zu ihnen. Wir sind eben ein Volk ohne Ehre und das wissen alle anderen auszunutzen. Der Westen will Russland endgültig vernichten, aber sie erreichen höchstens die nächste Eskalationsstufe, die Europa ausradiert. Wir gehen traumwandlerisch sicher unter Kriegsgebrüll in den 3.WK, was keiner wollte, aber alle befeuern. Vernunft und Augenmaß sind fehlende Eigenschaften.

Karl Heymann | Di, 3. Mai 2022 - 10:13

Soweit ich weiss , sind in der Ukraine weite Landstriche radioaktiv verseucht.
Kornkammern sind doch China, USA und Russland
Die Ukraine steht an 10. Stelle dicht gefolgt von Bangladesch und Frankreich.

Maria Arenz | Di, 3. Mai 2022 - 10:40

Schaut man sich die immer länger werdende Liste der Vertracktheiten an, die uns infolge von "Väterchen" Putin Puttannawitschs Befrei-ungsschlag für das russischen Ego jetzt als Folge einer völiig hirnlos betriebenen Globalisierung a) bewußt werden und b) garusam auf dei Füße fallen, möchte man mit Goethes Zauberlehring ausrufen " ..Herr, die Not ist groß, die ich rief die Geister, die werd ich jetzt nicht los". Bibelfeste Zeitgenossen, werden
sich vielleicht an den Turmbau zu Babel erinnern. Auch so ein Menschenwerk, das den Leuten dann am Ende total über den Kopf gewachsen ist und einstürzte. Die dem Zusammenbruch vorhergehende Sprachverwirrung- in Form einer zunehmenden Unfähigkeit, noch miteinander wirklich zu kommunizieren statt nur im jeweils korrekten Blasen-Sprech aneinander vorbeizureden, haben wir ja schon erreicht.

Urban Will | Di, 3. Mai 2022 - 10:46

in der Ukraine und demnächst also auch mit dem Schnitzel verteidigt.
Was lernen wir, außer dass es für unser Land besser wäre, die Grünen würden sich auf's plappern beschränken und das Regieren anderen überlassen?
Es steht außer Frage, wer für diesen Krieg verantwortlich ist. Aber wenn die erste Reaktion des Westens darin bestand, Russland mit Sanktionen zu überziehen, also Krieg gg das russische Volk zu führen, dann darf sich niemand wundern, wenn all das hier beschriebene nun eintritt.
Die klar vorgegebene Richtung, nicht zu verhandeln – unter d Narrativ, dass Putin das nicht mit sich machen lasse und auch, weil d Ergebnis klar vorgeg ist - sondern zu kämpfen und Russland militärisch und wirtschaftlich i d Knie zu zwingen, wird natürlich Folgen haben, für die dann nicht nur Putin verantwortlich ist.
Was nicht sein darf, ist aber Fakt. Das Schicksal d Ukr ist ihre Lage, ihre Geschichte. Sie hat sich entschieden und nun haben wir die Folgen.
Man kann das nicht weg moralisieren.

Ingo Frank | Di, 3. Mai 2022 - 13:51

ist m M noch das geringste Übel. Für D sehe ich da kein Problem, da ausreichen im eigenen Land angebaut wird. Natürlich ist russischer + ukrainischer Weizen preiswerter als der aus D kommender.
Wirklich interessant ist, wenn die Bekloppten am Anfang od. Ende der Pipeline das Rad zudrehen. Da kommt wirklich Freude auf. Vor allem bei der Woken Grünen Wählerschaft, die dann den Ausstieg aus fossilen Energien feiern werden. Die aber alles entscheidende Frage ist aber, wie lange das andauert, wenn die Unternehmen Pleite gehen und die AL Zahlen noch oben schnellen. Soll niemand dann sagen, es hat keiner gewusst,
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Ronald Lehmann | Mi, 4. Mai 2022 - 01:18

In reply to by Ingo Frank

Und da ist noch Sachsen bestimmt auf den vordersten Plätzen.

Aber an diesem Artikel sehen wir doch die Verwerfung der letzten 50 Jahre. Wenn ein Land wie Afrika sich nicht SELBST -&-STÄNDIG ihre eigene Bevölkerung ernähren kann, dann ist etwas mehr wie schiefgelaufen.

Aber sicher ist die Schuld bei uns Deutschen zu suchen. Alleine die Solidaritätsgüter aus der DDR wie Traktoren & Erntemaschinen für unausgebildete Landwirte, wie könnte sich das nur Honecker erlauben.
Und dann wollten die Deutschen noch, dass man Forstwirtschaft betreibt & Bäume pflanzt.
Ja, diese ewige Bevormundung & Schlaumeierei der Deutschen. Damals wie heute, Ost wie West (wenn dieses Problem nicht so ernsthaft wäre, ich würde 🤣).

Aber sicher werden die lieben Chinesen ganz ohne Eigennutz & in Nächstenliebe helfen.

Und die kräftigen Flüchtlinge aus Afrika sind sicher gekommen, um bei uns Agra -& Forstwirtschaft zu studieren. Naja, Politikwissenschaft geht auch, denn diese ist ein aufstrebender Wirtschaftszweig

Ja, Hr. Lehmann, was hat Afrika mit all der Entwicklungshilfe gemacht.
Wieso ist dieser riesige Kontinent nicht in der Lage sich ausreichend zu versorgen. Das einzige was dort funktioniert ist der Bevölkerungszuwachs.
Es gibt Afrikaner die sagen, alle Welt möge sie mal in Ruhe lassen, sich nicht einmischen und zurückziehen und die Afrikaner mal selber machen lassen. Das würde dann funktionieren!?

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