Satellit Erde
Die Physik wird eine immer komplexere Naturwissenschaft. Tobias Hürter beweist, dass man sie trotzdem verständlich erklären kann / dpa

Sachbuch im Januar - „Gott würfelt nicht“

Tobias Hürter hat mit „Das Zeitalter der Unschärfe“ ein fesselndes Buch über die revolutionären Aufbruchsjahre der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik geschrieben. Deren Pioniere erkannten, dass hinter der bekannten Welt eine tiefere Wirklichkeit liegt.

Autoreninfo

Ulrike Moser ist Historikerin und leitet das Ressort Salon bei Cicero.

So erreichen Sie Ulrike Moser:

Sie wollen Physik studieren? Der Ordinarius an der Münchner Universität versucht dem jungen Max Planck diesen Plan auszureden. Er schildert den Zustand der Physik „als eine hochentwickelte, nahezu ausgereifte Wissenschaft, die (…) wohl bald ihre endgültige stabile Form angenommen haben würde“. Bis zum Anbruch des 20. Jahrhunderts sind die Physiker zuversichtlich, ihre Disziplin bald zur Vollendung bringen zu können: „Die bedeutendsten Grundgesetze und Tatsachen der Physik sind alle entdeckt.“ 

Was für ein Irrtum! Das goldene Zeitalter der Physik beginnt gerade erst. Tobias Hürter, Mathematiker und Philosoph, hat ein mitreißendes Buch geschrieben über eine Zeit der Entdeckungen, die so revolutionär sind, dass die Wissenschaftler, die sie vorantrieben, erkennen mussten, dass hinter der bekannten Welt eine tiefere Wirklichkeit liegt, „die so fremdartig wirkte, dass sich die Frage stellte, ob sich überhaupt noch von ,Wirklichkeit‘ sprechen lässt“. Sie zerlegten die Welt in ihre kleinsten Teile, bis es keine Dinge mehr, sondern nur noch Wahrscheinlichkeiten gab.

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Christa Wallau | Mi, 12. Januar 2022 - 10:12

Mit absoluter Sicherheit nicht!
Er läßt seiner auch nicht spotten.

"Und die Welt ist eine andere geworden."
(nach Hiroshima)
N e i n, sie ist dieselbe geblieben:
Es sind die immer gleichen Menschen, welche die Erde bevölkern, nur ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse und technischen Erfindungen ändern sich. In ihrer ungeheuren Arroganz vergessen die meisten von ihnen regelmäßig, wem sie ihr Dasein verdanken und dünken sich klüger als ihr Schöpfer.
Sie bekommen die Quittung dafür.

Es ist ein absoluter Irrglaube, daß Menschen die Welt "retten" könnten.
Vielmehr sind sie in der Lage, diese zu einem noch schlimmeren Ort zu machen als sie jetzt schon ist. Und wir sind auf dem besten Wege dorthin.
Jeder kann nur sich selbst zum Besseren verändern, was schwer genug ist.
Er kann demütig umkehren zum Vater und in seiner Umgebung ein Licht werden für andere.
Mehr geht nicht, aber das reicht nach den Worten des Evangeliums auch aus.
Das Endgericht über die Erde liegt in Gottes Händen.

Gestatten Sie mir, liebe Frau Wallau, die spirituelle Sichtweise dazu darzustellen, die sich in einigen Punkten von Ihrer unterscheidet.
Danach wird die Erde gerade umgebaut, und zwar in eine Welt der Fülle. Dort kommen aus nachvollziehbaren Gründen nur die Menschen hinein, die bezüglich ihrer Reife, ihres Bewusstseins, auch dort hineinpassen. Und so wird jetzt oder in naher Zukunft jeder aufgefordert, in die Neue Welt einzutreten. Mit Endgericht oder Quittung hat dies nichts zu tun. All jene, die ihr Bewusstsein nicht werweitern wollen oder können, werden es später tun, wenn sie dazu bereit sind – und sei es in einem späteren Leben.

Bei dieser Bewusstseinserweiterung geht es auch nicht darum, demütig zu Gott umzukehren, sondern zu erkennen, wie bescheuert es ist, sich von Gott, der Schöpfung, dem Universum, der Natur usw. abzukehren, denn von nun an gilt: Gemeinsam mit Gott!
Nebenbei: Die physikalischen Gesetze werden sich im Zuge der Umstellung grundlegend ändern.

Durch wem?
Da würde ich mit Einstein antworten, es ist eben alles Relativ bzw. es kommt auf den Standpunkt des Betrachters an. Und Fülle war schon immer da, weil Gott alles gegeben hat, was der Mensch benötigt.

Ich sehe das menschliche Problem des Seins oder nicht Seins nicht in der Sichtweise der Religion, ihrer Frage oder Auslegung. Denn ich gehe davon aus, wäre Gott irgend etwas
außer der LIEBE & DEMTUT mehr wie WICHTIG gewesen, wir Menschen hätten es an jeden Ort der Welt & zu jeglicher Zeit vernommen.
Wir sind alle Gottes Kinder, egal wie einer das Leben betrachtet & durch die Welt geht.
Aber an eins glaube ich ganz fest: Wie es hinein schallt, so schallt es heraus.
Gibst du aus Liebe, so wird dir Liebe wiederfahren.

Wo ich p. das Problem sehe ist die Tatsache, dass der techn. Fortschritt den Menschen in seiner Entwicklung nicht voran bringt, sondern versklavt & entfremdet von Gott.

Egal ob Galileo, Newton, Einstein oder Maxwell, alle waren & studierten in GOTTVERTRAUEN. :-)

gabriele bondzio | Mi, 12. Januar 2022 - 11:57

Physik und Mathematik sind ja eng miteinander verknüpft. Experimentelle Untersuchungen einhergehend mit genauen Messungen, haben die Pioniere in die Lage versetzt, Naturerscheinungen zu enträtseln.

Angefangen mit Kepler (Keplersche Gesetze) hat sich viel seit her getan. Und uns Menschen Dinge ermöglicht in der praktischen Anwendung, die keiner mehr missen mag.

Selbst interessiere ich mich sehr für die Erfinder und Tüftler im Gebiet der Emotionen. Meist ihrer Zeit weit voraus war das nicht unbedingt ein Segen. Im zwischenmenschlichen Bereich.

Da standen doch sehr feste Dogmen im Raum, an denen ohne Gefahr für Leib und Leben (und sie bewegt sich doch), nicht gerüttelt werden durfte.

Quasi eine sehr breite Mehrheit, gegen Einzelne.

Und es ist, wie beim „Lichtblitz über Hiroshima`s Himmel“, an einem solchen ungeheuerlichen Missbrauch irgendwie beteiligt zu sein. Auch kein einfach-wegzusteckendes Gefühl.
Siehe Nobel, Erfinder des Dynamits, Stifter und Namensgeber des Nobelpreises.

Joachim Kopic | Mi, 12. Januar 2022 - 13:17

... er hätte mehr Angst vor den USA als vor der (damaligen) Sowjetunion. Warum ich mir das als damals 10jähriger eingeprägt habe? Weil ich einerseits vom "westlichen Staatsfunk" und der Schule immer vom Gegenteil bekehrt werden sollte ... und mich die Realität immer mehr dran zweifeln ließ: Von A(wie Atombombe) bis Z (wie Zonengrenze der NATO) ... inzwischen ist mir klar: Keiner Großmacht ist zu trauen!

Ernst-Günther Konrad | Mi, 12. Januar 2022 - 17:12

Ja, es waren noch Wissenschaftler, die das unmögliche dachten versuchten zu beweisen, häufig in der Theorie verhaftet und dann doch im Zuge ihrer Forschungen selbst überrascht, wenn sich etwas belegen ließ. Das waren alle Querdenker ihrer Zeit, die sich nicht einfach mit dem zufrieden gaben, was andere vorgaben und behaupteten, es sei unverrückbares Wissen. Zu allen Zeiten gab es diese Denker, die bereit waren, scheinbar erwiesenes neu zu hinterfragen, weiterzentwickeln und gar Fehler zu beweisen. Und selbst ihre Ergebnisse brauchten so manches Jahrhundert oder Jahrzehnt, bis andere ihre Theorien beweisen konnten, weil sich auch die Werkzeuge in der Forschung weiter entwickelten im Geiste ihrer Zeit und die bereit waren, auch das undenkbare zu versuchen. Erst jetzt in dieser Zeit belegt die Physik die Theorien Einsteins. Die Wissenschaft heute wird daran scheitern, das sie politisch korrekt sich verhält und nur noch das erforschen will, was Geld bringt. Wir erleben das gerade.

Die Wissenschaft wird nicht daran scheitern, dass sie nur nach dem Geld geht. Sie wird daran scheitern, dass sie sich zur Magd der Politik macht, und somit nur noch Wunschergebnisse liefert.

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