Krankenhausbetten
Wie viele freie Intensivbetten gibt es denn nun, und wer liegt darin? / dpa

Intensivbetten, Impfeffektivität, Inzidenzen - Corona: Täglich grüßt das Datenchaos

Die Grundrechtseinschränkungen in der Covid-Pandemie werden mit Daten begründet: zur Anzahl der Toten und Erkrankten, zu Anzahl und Belegung der Intensivbetten, zur Höhe der Impfquote etc. Doch die meisten dieser Daten sind fehlerhaft, unvollständig oder widersprüchlich. Ist Corona mit dem derzeitigen Datenmanagement überhaupt beizukommen?

Autoreninfo

Holger Schmieder ist Datenanalyst und Marketingmanager beim Berliner Res Publica Verlag, in dem auch Cicero erscheint.

So erreichen Sie Holger Schmieder:

Vor gut 20 Monaten – am 22. März 2020 wurden erstmals Kontaktbeschränkungen beschlossen – seither erleben wir in Deutschland Grundrechtseingriffe. „Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Infektionskrankheit COVID-19 seit März 2020 stellen die weitreichendsten und intensivsten staatlichen Eingriffe in grundrechtliche Schutzbereiche in der Geschichte der Bundesrepublik dar.“ Begründung nahezu aller Maßnahmen: Die Ausbreitung des Coronavirus solle be- und verhindert werden. Nicht nur Gerhard Strate erkennt eine fatale Weichenstellung“, wenn sich das „befreite Individuum in die Hand des übermächtigen Staates begibt“ bzw. übergeben wird. Staat und Regierung als Hüter körperlicher Unversehrtheit: Herangezogen werden dazu Daten, aus denen die Unvermeidlichkeit legislativer Übergriffe abgeleitet wird. Umso bemerkenswerter, dass die „beschlossenen Maßnahmen auf Grundlage einer absolut unzureichenden Datenlage stattfinden“. Auch den epidemiologischen Erfolg der bisherigen Lockdown-Maßnahmen kann man unterschiedlich interpretieren, da man das Land nicht mit sich selbst vergleichen kann, d. h. wir haben keine 83 Millionen umfassende Kontrollgruppe.

Die allgemeine Verunsicherung spielt selbst in simple Sprachmuster hinein: Man konnte zuletzt nicht einmal mehr sicher sagen, ob es sich um eine „Pandemie der Geimpften“ oder eine „Pandemie der Ungeimpften“ handelt. Christian Drosten stellte klar: „Wir haben eine Pandemie, zu der alle beitragen – auch die Geimpften, wenn auch etwas weniger.“ Und etwas ausführlicher: „Es gibt im Moment ein Narrativ, das ich für vollkommen falsch halte: die Pandemie der Ungeimpften. Wir haben keine Pandemie der Ungeimpften, wir haben eine Pandemie. Und wir haben Menschen, die noch sehr gefährdet sind, die älteren Ungeimpften. Bei den über 60-Jährigen haben wir nur eine Impfquote von 86 Prozent vollständig Geimpfter, das ist irrsinnig, das ist wirklich gefährlich.“ Die Entscheidungsträger des Landes wissen sich (oder uns) – inmitten der größten Datenerhebung zu einer Krankheit, die die Menschheit bisher gesehen hat – mit nur einem Mittel zu helfen: neuen Kontaktbeschränkungen (und einer Impfpflicht durch die Hintertür). Datenbasierte Nachvollziehbarkeit? Eher Fehlanzeige. 

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Ulrich Jarzina | Do, 25. November 2021 - 19:02

Ein sehr guter und ausführlicher Artikel, bis zum letzten Absatz. Es wäre schön, wenn der Autor sich den Zulassungsstudien der Impfstoffe mit ähnlicher Akribie und Detailversessenheit widmen würde, wie den Statistiken des RKI.
Ich glaube, er wäre überrascht...

Anstatt sich in dumpfen Andeutungen zu ergehen, können Sie durchaus genauer werden.

Was also gibt es an den Zulassungsstudien zu kritisieren?

Und, bitte, vergessen Sie nicht, die entsprechenden Quellen anzugeben.

Jens Böhme | Fr, 26. November 2021 - 13:08

In reply to by Gerhard Lenz

Herr Lenz, das hier ist der Leserbriefbereich einer Zeitung. Hier werden Meinungen mitgeteilt. Kein Bürger muss seine Meinung mit Quellen belegen. Ich gehe nicht davon aus, dass sie mit ihrer Ehefrau zu Hause häusliche Probleme und daraus resultierenden, gegensätzlichen Meinungen mit wissenschaftlichen Quellen belegen.

Sabine Lehmann | Do, 25. November 2021 - 19:05

Nach der Hälfte des Textes wurde mir schwindelig. Ich finde es bewundernswert, sich so akribisch mit den Details der Datenerfassung zu beschäftigen, aber welches Fazit soll daraus gezogen werden? Und wird das alles in anderen Ländern besser gehandhabt? Wäre die hilfreiche Lösung nochmal so eine Art „Heinsbergstudie“ ins Leben zu rufen?
Mein persönliches Fazit jedenfalls: die Ungeimpften müssen aus der Schusslinie genommen werden, sonst wird das hier nix. Und mein persönlicher Weihnachtswunsch: Auswandern nach Schweden;-)
Nur beim Weihnachtsmann brauche ich damit gar nicht erst ankommen. Der sagte mir nämlich heute, er hätte jetzt endgültig die Faxen dicke. Schon letztes Jahr das Weihnachts-Chaos: erst alles drauf auf den Schlitten, dann alles wieder runter, mit weniger Geschenken wieder los, dann überall geklingelt, keiner aufgemacht, Geschenke weggeschmissen……
Er wär zu alt für diesen Sch……Er gönnt sich lieber eine Auszeit in Grönland. Eine Eisscholle im Packeis gab‘s im Angebot;-)

Bernd Muhlack | Fr, 26. November 2021 - 15:36

In reply to by Sabine Lehmann

Hallo werte Frau Lehmann!

Bei der Lektüre dieses u anderer Traktate kann einem schon schwindlig werden.

Meine Mutter leidet an Morbus Menière u ich habe just eine Neuropathia vestibularis; zu Beginn war das nur grausam.
Allmählich bessert es sich.
Das sollte vollständig zurück gehen - im Gegensatz zu Corona!
Es ist mit unbegreiflich warum man dies nicht akzeptiert!

Es werden weiterhin Menschen an u mit Corona sterben - das ist nicht zu verhindern!
Im Mittelalter u im Wilden Westen gab es diese Verkäufer von Wunderheilmitteln. Deren Schicksale sind wohl bestens bekannt!

Ich kenne etliche Ärzte u KEINER geht davon aus, dass Corona zu "besiegen" ist. Man kann die Folgen eventuell subjektiv reduzieren, aber ein omnipräsenter Schutz ist nicht möglich!
Es ist alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit.
Womit wir an dem Punkt von vor einem Jahr sind!
Die Penrose-Stairs - ich schrieb es bereits!

Mit dem Virus ist es wie mit den "Flüchtlingen":
"Jetzt ist es eben hier!"
& wird bleiben!

Tomas Poth | Do, 25. November 2021 - 20:28

Haben unsere Regierenden und ihre Berater überhaupt ein Interesse an einer klaren Datenlage hinsichtlich Corona?
Würde man ihnen damit nicht die Macht nehmen Entscheidungen zu treffen, die bei klarer Datenlage nicht möglich/nötig gewesen werden?
Tja, und das Schlusswort ist falsch, denn der vorher aufgezählte Rattenschwanz der invaliden Datenlage sowie der unvollständige und nachlassende Immunschutz durch die Impfstoffe, die sich damit ständig neu auftuenden Impflücken, erfordern dann einen sich ständige wiederholenden Impfzyklus aller.
So hat sich Big Pharma das also vorgestellt?!
Liebe Mitbürger, befreit euch von dieser Corona-Dystopie!

Ronald Lehmann | Do, 25. November 2021 - 23:42

In reply to by Tomas Poth

Und auch die Pharma-Industrie wie jeder anderer Konzern wird von den Gesichtslosen nur benutzt, denn durch ihre nie erfüllbare Gier kann man ALLE wunderbar berechnen & für eigene Ziele manipulieren.
Und egal, ob Erdöl-Industrie, Energie-Sektor, Mikroelektronik oder Finanzwirtschaft. Alle funktionieren nach den Gesetzmäßigkeiten der Gier nach mehr & größer.
Aber Sie denken nicht an die politischen Schachzüge hier auf Erden, sondern an Wachstum von Macht & Geld. Und man kennt deren Gesicht & Namen.

Und erneut stelle ich wieder die Frage hier im Cicero, bis Sie erscheint.

Wieso ermittelt keiner über die Ereignisse Wuhan? Will man nicht oder kann man nicht oder beides?
Wieso gibt es noch immer jetzt die Information, dass Corona über den Tiermarkt sich verbreitet hätte? Und dies, obwohl der Nobelpreisträger Montagnier in einer Live-Fernsehsendung berichtigt hatte.
Aber wie mit den Zahlen-Jongleuren, man will gar nicht!
Sonst würde die ganze Illusionsgeschichte wie eine Seifenblase ....

1. Die Politik hat zugelassen, daß sich China i. d. EU breit macht, sie kaufen Infrastruktur und Firmen. Die Firmen brauchen sie, um an unser Wissen zu kommen und mit der Infrastruktur können sie uns erpressen. Sie machten das in Afrika vor, von China abhängige Länder werden bei Bedarf erpreßt (WHO: Tedros = Äthiopien = von China abhängig = WHO trifft chinafreundliche Entscheidungen). Die EU-Politik ignoriert dies bis heute sodaß auch wir mittlerweile erpreßt werden!

2. Die Industrie ist zu 95% von China abhängig, sie (und damit auch die gekaufte Politik) hat kein Interesse an sich verschlechternden Beziehung zu China. Auch die Gesellschaft ist von China abhängig weil hier nichts mehr produziert wird.

Die Wahrheit wird wie so oft unter den Teppich gekehrt, weil „übergeordnete nationale Interessen“ dies verlangen.

Eines ist für mich aber zu 100% sicher, das Virus stammt aus dem WIV und es wurde von den Chinesen manipuliert. Das es absichtlich verbreitet wurde glaube ich aber nicht.

Jens Böhme | Fr, 26. November 2021 - 00:21

Man muss keine Zahlen bemühen. Wer nach spätestens neun Monaten nicht geboostert ist muss als ungeimpft gelten und geniesst keinen gesellschaftlichen Schutz mehr. Ugur Sahins Aussage, geimpfter BionTech-Impfstoff lasse nach vier Monaten stetig nach, mag eine nette Information sein. Ich vertraue eher Studien, die nicht vom Hersteller stammen, der mit solch Aussagen bzw. vermutlich eigenen Studien den Schuldenberg von ca. 400 Millionen Euro (Januar 2020) der Firma Biontech vor Corona (durch den Impfstoff bereits beglichen) verständlicherweise in eine Goldgrube verwandeln möchte. Da das Datenchaos in Deutschland noch viele Jahre anhält, kann als konsequente Massnahme nur eines in Betracht kommen: ein unaufgeregtes Corona-Management á la Schweden.

Alexander Brand | Fr, 26. November 2021 - 08:04

Im Lichte der Zulassung von BioNTech ab 5 Jahren empfiehlt der Bundesverband Kinder- und Jugendärzte (= Experten) sich vorerst auf Erwachsene zu konzentrieren da Kinder keine Pandemietreiber wären und die Datenlage in Bezug auf mögl. Risiken „sehr gering“ wäre (!!), man müsse zudem den Druck von den Eltern nehmen und die Empfehlung der STIKO abwarten.

Wenig später auf der D-Radio-Presseschau verbreiten die Zeitungen, bei denen es ja von "Experten" geradezu wimmelt, ein solch massiven Druck, daß einem schlecht wird! Eltern wären in der Pflicht und überhaupt hätten die 2 Millionen Impfungen in den VSA bewiesen, daß es keine Nebenwirkungen gebe!

Die mehrheitlich gleichgeschalteten Medien unterstehen keiner Kontrolle, sie nutzen die Macht die sie durch Gleichschaltung haben schamlos aus, um die Gesellschaft, und die Politik nach ihren Vorstellungen zu lenken bzw. zu gestallten. Mit Demokratie hat das nichts zu tun, wir leben in einer Mediendiktatur!

Sie haben Recht, Herr Brand.

da ist aber nicht das einzigste Problem, dass mit Demokratie nichts zu tun hat, wir leben auch in einer Parteiendiktatur. Parteien legen Wahlergebnisse aus, in dem sie Koalitionfarbspiele zur Erreichung von 50% + 1 % veranstalten und behaupten dann, es war der Wille des Wählers. Und alle, die davon profitieren verhalten sich ruhig. Sollte einer aufmucken, steht die Mediendiktatur zur Diffamierung bereit. So geht Demokratie, nicht unter Putin, wie man glauben soll.

geht nur wenn die Medien zustimmen. Es führt an den Medien nichts vorbei, in Bremen hat die SPD die letzte Bürgerschaftswahl wegen einer katastrophalen Bilanz klar verloren, die CDU war stärkste Kraft. Dennoch hat die SPD mit den Grünfaschisten und den Kommunisten eine Regierung gebildet. Die unterlegene Partei bildet die Regierung! Die Medien stimmten zu, sie fanden es gut weil es sich um eine linksextreme Regierung handelt, diese trifft voll den Geschmack der Medien.

Als nach der BT Wahl die CDU Gespräche zur Regierungsbildung führte, fand das bei den Medien keine Zustimmung. Es wurde entsprechend dagegen geschossen, wie kann es sein, daß eine unterlegen Partei die Regierung bildet!?!

Es ist also so, daß egal was passiert, die linken Medien das letzte Wort haben und was aus Sicht der linken Medien nicht sein darf, das kommt auch nicht.

Wir leben in einer linken Mediendiktatur!

gabriele bondzio | Fr, 26. November 2021 - 09:14

Ich schätze die soziale Marktwirtschaft,
das habe ich schon oft gesagt. Sie hat die BR zu dem gemacht, was sie mal war und auch heute noch Magnet für Migranten ist. Die globalisierte Marktwirtschaft wenig, denn sie hat es möglich gemacht, dass die Macht von wenigen Konzernen missbraucht wird, die soziale Komponente wegfällt.
Und Marktwirtschaft im sensiblen Bereich des Gesundheitswesens ist ein Unding. Das sehen wir jetzt bei derzeitiger Situation.
Datenchaos, Betten - Chaos.
https://www.solidaris.de/aktuelles/krankenhausstrukturfonds-wird-fortge…

Auszug:
„…der Abbau von krankenhaus-planerisch festgesetzten Betten nach Anzahl der Verminderung pauschal gefördert. Ausgehend von einer Bagatellgrenze von bis zu 10 Betten stellen sich die Förderungen wie folgt dar:
11 bis 30 Betten: 4.500 € je Bett
31 bis 60 Betten: 6.000 € je Bett
61 bis 90 Betten: 8.500 € je Bett
Mehr als 90 Betten: 12.000 € je Bett"

Dazu ist keine weitere Erlärung notwendig.

Danke für die interessanten Zahlen, liebe Frau Bondzio.

Was immense Probleme macht aber leider immer wieder vergessen wird, sind die gestiegenen Bevölkerungszahlen von 81 Mio (2014) auf 83 Mio (2021). Wurden unsere Kapazitäten für medizinische Versorgung dem angepasst?
Ich fürchte nicht. Denn wohnen nehmen? Entgegen der Versprechungen wurden nämlich keine Ärzte und Pfleger mitgeliefert.
Dazu kommt auch noch eine gestiegene Gewaltaffinität und -kriminalität. Fragen Sie mal bei KKH nach, was da so wöchentlich eingeliefert wird und verarztet werden muss.

Walter Bühler | Fr, 26. November 2021 - 09:59

Die Möglichkeiten der modernen Datenverarbeitung können nur dann sinnvoll genutzt werden, wenn die verarbeiteten Daten stimmen, d. h. nur wenig von der Realität abweichen. Das ist aber nur dann einigermaßen sichergestellt, wenn die Daten automatisch, d.h. durch Geräte gewonnen werden. Werden die Daten von Menschen eingegeben, kommen viele Fehlerquellen hinzu.

Bei der Dateneingabe durch Menschen spielen nicht nur die jeweils erforderlichen fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten eine Rolle, sondern auch die charakterlichen Eigenschaften: Sind sie ehrlich? Sind sie sorgfältig und genau? Sind sie fleißig und zäh? Fallen ihnen Widersprüche gegen den gesunden Menschenverstand auf? Sind sie sich bei ihrer Arbeit ihrer Verantwortung bewusst?

MMn werden solche "Sekundärtugenden" in der Lebens- und Arbeitswelt heute leider nicht mehr sehr geschätzt. Die "Digitalisierung" im öffentlichen Dienst kann aber nur gelingen, wenn auch dort diese Tugenden wieder zum Leben erweckt werden können.

Gerhard Lenz | Fr, 26. November 2021 - 10:15

in diesen Tagen mit irgendwelchen Rechenspielchen, die dazu dienen sollen, die Auswirkungen der Pandemie zu verharmlosen oder gar völlig zu leugnen.
Da ist Covid nicht mal wirklich für 75-Jährige wirklich gefährlich (obwohl gerade in UK ein 45jähriger prominenter Arzt gestorben ist und immer mehr Jüngere auf Intensivstationen landen).
Da wird jegliche Übersterblichkeit geleugnet, obwohl auch diese für bestimmte Bundesländer und Monate klar dokumentiert ist.

Dumm nur: Am Ende bleiben immer noch 100.000 Menschen übrig, die mit oder durch Corona verstorben sind. Die werden dann fix mit anderen Toten vermischt, und - siehe da - die Gesamtzahl weist angeblich aus, dass Covid höchstens gelegentlich als Todesursache in Frage kommt. Gleiches gilt natürlich für Intensivstationen, die nur deswegen voll sind, weil man vorher Betten abgebaut hat!

Solche Spielchen sind erbärmlich. Sie sind eine Verhöhnung von Opfern, Angehörigen und medizinischem Personal, das mehr tut, als mit Zahlen zu spielen.

Der Kampf unserer Gesellschaft gegen die Pandemie hat nur Aussicht auf Erfolg, wenn man nicht gegen Phantome, sondern gegen wirkliche Dinge kämpft.

Um zu erkennen, was wirklich wichtige Dinge sind, brauchen wir die Wissenschaft, und zwar eine Wissenschaft, die frei ist von ideologischer und staatlicher Bevormundung.

Aber auch eine solche Wissenschaft kann nur helfen, wenn sie die wirkliche Sachlage kennt. Daher beschäftigt sich der Artikel von Herrn Schmieder mit der Frage: Besitzen die Daten, die das deutsche Gesundheitssystem an die Wissenschaft liefert, diesen notwendigen Wirklichkeitsbezug?

Wenn man sich mit solchen Fragen beschäftigt, dann betreibt man keine "Rechenspielchen", sondern man sucht nach Möglichkeiten, wie das Gesundheitssystem Daten liefern kann, die die Sachlage besser erfassen als es momentan der Fall ist.

Erbärmlich sind in meinen Augen die, die zu unfähig oder schlicht zu faul sind, sich mit solchen "Rechenspielchen" zu beschäftigen.

Man kann auch die jährlich an Krebs Verstorbenenzahl (ca. 230000) als Argument heranziehen, vermeintlich gutgemachten Kollektivismus als Alternativlosigkeit lobpreisen. Zudem löst Covid die tödliche Grippe ab, das heisst, die sonst an oder mit Grippe verstarben sind nun in die Coronazahlen verschoben. Dazu stellt das RKI fest, dass in der Saison 2020/21 die zuverlässige Grippewelle ausgefallen ist, was seit 1992 noch nie auftrat (Beginn des Grippe-Sentinel). Ich denke, Herr Lenz, Sie stimmen mir zu, dass die bisher tödlichen Grippewellen wegen dem tödlichen Covid Geschichte sein werden. Die allgemeine Sterblichkeit jährlich war in den letzten Jahren rückläufig. Irgendwann sterben die hohen Altersklassen öfter als in anderen Jahren, egal ob Corona, Grippe oder Krankenhauskeime gerade mediales Interesse wecken und uninformierte Mitbürger in Angst und Schrecken versetzen.

Auszug aus dem Stenografischen Protokoll 20/2 des Hauptausschusses des Deutschen Bundestags vom 15.11.2021:

Frage an Sie, Herr Professor Marx: Wissen Sie, wie viele der 1 662 Patienten geimpft bzw. ungeimpft waren?
(Prof. Dr. Gernot Marx,ist seit Anfang 2021 gewählter Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), die wiederum das Intensivregister erstellt)

Vielen Dank für die Frage. Diese Frage kann ich leider nicht beantworten, weil wir bisher noch nicht erfasst haben, welche Patienten auf den Intensivstationen geimpft und welche nicht geimpft sind. Die Frage ist richtig und wichtig. Wir haben als DIVI gemeinsam mit dem RKI jetzt auch entsprechende Vorbereitungen getroffen, diese wichtigen Informationen sehr schnell zu erfassen. Wir haben sie aber noch nicht zur Hand. Von daher kann ich die Frage leider nicht beantworten.

ZDF/heute am 20.08.21
Neue Zahlen zu Intensivstationen - 94 Prozent der Covid-Patienten ungeimpft
Hellseher?

Hans Schäfer | Fr, 26. November 2021 - 18:36

Das Krisenmanagement ist vor dem A....h. Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Die angebl. mächtigste Frau der letzten Jahre hat als Leaderin "vollständig" versagt.
Bundesrecht bricht Landesrecht!
-Einrichtung eines tägl. tagenden Krisenstabes
(KS) unter Federführung Kanzleramt mit
Experten aus den Wissensbereichen
zur Lagebeurteilung und Ländervertreter
-Unterrichtung der Medien nur mit
Entscheidungen, die der KS getroffen hat,
nur durch K-Amt-Pressestelle.
-Corona-Nachrichtensperre für alle anderen
Ministerien u. Ländervertretungen
-Umsetzung, getroffenen Entsch. einheitlich im
gesamten Bundesgebiet
unterBerücksichtigung der vom KS festgelegten länderspezifischen Kriterien.
- Corona-Talkshow-Verbot
Wenn das neue Virus so gefährlich ist wie behauptet wird, muss man bereit sein auch unpopuläre Wege zu gehen. Das bisherige blinde rumstochern im Nebel darf nicht so weiter gehen. Es fehlt ein Schmidt-Schnauze.
Kritik gibt es bei allem was sie tun

Ernst-Günther Konrad | Sa, 27. November 2021 - 13:49

Ein schwer verdaulicher Artikel, musste manche Passagen mehrmals lesen und in Abgleich bringen. Die Politik und auch die regierungstreuen "Experten", sowie die bezahlten Medien und die Pharma haben doch gar kein Interesse daran, dass sachbezogene Studien und Untersuchungen, die ein annähernd realistisches Bild Zeichen wirklich durchgeführt werden. Das tägliche Zahlenwirrwarr tue ich mir schon lange nicht mehr an. Die Politik missachtet selbst die eigenen behördlichen Statistiken und nutzt Aussagen von wem auch immer nur immer so, um die Pandemie und die Corona Diktatur fortzuschreiben. Nur, immer mehr Menschen machen einfach nicht mehr mit. Selbst doppelt geimpfte verlieren tatsächlich wann ihre "Immunität"? Mal liest man nach zwei, mal nach vier und manchmal auch vor Ablauf von sechs Monaten. Wer doppelt geimpft, aber nicht Boostern will ist faktisch nach welcher Zeit als Ungeimpfter zu betrachten? Genesene haben wenigstens 6 Monate "Schutz" vor Willkür? Wirklich? Der Lockdown ruft.

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