Impfspritze
Eine Mitarbeiterin zieht im Corona-Impfbus in Berlin-Mitte eine Spritze mit dem Impfstoff von Biontech auf / dpa

Debatte um Ungeimpfte - Tyrannei der schrägen Argumente

Nach zwei Jahren Pandemie hat die Corona-Debatte ihren Tiefpunkt erreicht. Statt auf nüchterne Analyse setzen Politik, Teile der Medien und Bevölkerung zunehmend auf Emotionalisierung, seltsame Gleichsetzungen und schwarz-weiße Erklärungsmuster, die arg unterkomplex daherkommen. So wird kein Ungeimpfter von einer Impfung überzeugt.

Autoreninfo

Ben Krischke ist Redakteur bei Cicero und lebt in München.

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„Na herzlichen Dank! An alle Ungeimpften. Dank euch droht der nächste Winter im Lockdown.“ Mit diesen Worten beginnt ein vielbeachteter Tagesthemen-Kommentar der ARD-Hauptstadtkorrespondentin Sarah Frühauf. Was folgt, ist eine Abrechnung mit allen Pandemie-Delinquenten, die sich der Corona-Impfung partout verweigern. „Alle Impfverweigerer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, an der derzeitigen Situation mitschuldig zu sein“, so Frühauf. Und sie sagt auch, dass sich die Ungeimpften fragen müssten, „welche Mitverantwortung sie haben an den wohl tausenden Opfern dieser Corona-Welle“.

Frühaufs Plädoyer für eine gesetzliche Impfpflicht – darauf läuft der Kommentar hinaus – ist ein guter, ein sehenswerter Beitrag. Nicht unbedingt des Inhalts wegen, über den auch in den sozialen Medien heftig gestritten wurde, sondern der Ehrlichkeit wegen. Wer Frühauf zusieht und lauscht, der sieht und hört eine wütende Kommentatorin, die ihren ganzen Corona-Frust in gut 75 Sekunden packte und ihn am liebsten hinausgeschrien hätte in die Welt.

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Bernd Muhlack | Di, 23. November 2021 - 16:13

Welch schöner, unaufgeregter Artikel!
Eine Wohltat für meinen Hyper-Blutdruck!

Vielleicht könnte der Druide Miraculix diesen Artikel in Tablettenform verwandeln?
Es wäre quasi wie die Lizenz zum Gelddrucken!

Ich stimme Ihnen vollkommen zu oder um es mit Meat Loaf zu sagen: "and then you took the words right out of my mouth"

In Abwandlung der Johnny Walker - Werbung:

"Der Tag geht und Corona bleibt!"

und zwar für immer!

GLÜCKAUF!

Brigitte Miller | Di, 23. November 2021 - 16:19

Herr Krischke, Ihre Prämisse ist, dass es sich beim Corona-Virus um eine gefährliche Pandemie handelt, das jetzt gerade endemisch wird.
Als Pandemie ausgerufen werden vom WHO konnte Corona dank der Begriffsänderung 2009.
Angesichts der IFR von 0,15% kann es sich schwerlich um eine Pandemie nach dem vorherigen Begriff handeln. Dr.Th.Binder:"Eine Endemie eines saisonalen Corona-Erkältungsvirus, das natürlich einige Menschen töten kann und durch langsame permanente Mutation immer harmloser wird, wurde mit P(C)R, angsteinflössenden Masken und dem Mythos epidemiologisch relevanter asymptomatischer Übertragung in eine Pandemie eines ganzjährig aktiven Killervirus aufgeblasen, welches durch erratische Mutationen immer noch gefährlicher wird und die nur mit seriellen, unnötigen, unwirksamen, unsicheren experimentellen mRNA- und DNA-Injektionen überwunden werden kann. Je grösser der Dachschaden, desto schöner der Blick auf die Sterne!"
Ich sehe es ebenso.

Yvonne Stange | Di, 23. November 2021 - 18:25

In reply to by Brigitte Miller

Das Zitat habe ich mir gleich abgespeichert und finde es sehr gut. Mittlerweile ist der Zustand unserer Politik und Gesellschaft kaum noch auszuhalten. Ich frage mich jeden Tag, was noch alles an Schikanen auf uns zukommt. Meine Mutter bekommt eine neue Batterie für den Schrittmacher, nur nach negativem Test... Würde man sie sterben lassen mit leerer Batterie, wenn der Test positiv ist? Man faßt es langsam nicht mehr. Ruhig bleiben, jeden Tag leben wie den letzten, die schönen Dinge im Kleinen genießen, innehalten, genießen, sich selbst etwas Gutes tun und sich so wenig wie möglich von den Irren in der Freiluft-Psychiatrie Deutschland beeinfussen lassen. Alles Gute!

Hans Jürgen Wienroth | Di, 23. November 2021 - 16:20

Danke für den ausführlichen Artikel. Ich habe mich bereits im März darüber gewundert, dass die Politik (ohne Not!) erklärte, Geimpfte seien nicht mehr ansteckend. Dies Narrativ wird – zwar geringfügig abgeschwächt – immer noch als Begründung für eine Impfpflicht herangezogen.
Was mir in der Impfpflicht-Diskussion zu kurz kommt, ist eine Betrachtung der Impf-Risiken, so als gäbe es keine Nebenwirkungen. Was ist mit den Hirnvenenthrombosen (vornehmlich bei jg. Frauen), was mit den Myokarditis-Fällen (Herzmuskelentzündung, vorn. bei jg. Männern)? Beides führte zu Änderungen in der Impfempfehlung. Alles nur extrem seltene Einzelfälle, die im Fall Herzmuskelentzündung durch Impfung nach kurzer Zeit ausheilen, als Folge von Corona jedoch schwerwiegend sein sollen? Was kann an „Spätfolgen“ noch auf uns zukommen?
Ist eine Impfpflicht da zu verantworten? Wer trägt Verantwortung für die Folgen und wie sieht dieses „Tragen“ aus? Welche Konsequenzen für die Entscheider?

Fragen, die wohl nicht mal Gott -wenn es ihn denn gibt- beantworten könnte.

Aber vielleicht könnte er die beantworten:
-Ist die Nichteinführung einer Impfpflicht zu verantworten?
-wer trägt die Folgen, die auf diese Nichteinführung zurückgeführt werden
könnten?

Die, die Entscheidungen treffen können dies m.M.n. nur auf Grundlage der bekannten Informationen, nach bestem Wissen und Gewissen tun.

Wir drehen uns im Kreis!

Haben Sie das Gefühl, dass ausreichend kontrovers diskutiert wurde?
Haben Sie das Gefühl, dass die Politiker (und ihre Berater) überwiegend wie „Wissende“ agieren oder ständig Volten vollführen?
Glauben Sie, dass Corona ausreichend (z. B. durch Obduktionen) analysiert wurde?
Wurde das Thema Nebenwirkungen bei einem völlig neuartigen Impfstoff ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt (oder wurde es beiseitegedrängt, weil es keine Alternative gab)? Haben Sie konkrete Zahlen gesehen, was wie oft in welcher Zeit nach Impfung vorkommt? Ist eine Myokarditis 6 Monate nach Impfung noch Folge oder unabhängige Erkrankung?
Wie sieht die Verantwortung der Entscheider einer Impfpflicht aus, wenn 10% der Bevölkerung nach 24 Monaten sterben, wer trägt das Risiko? Ach nein, das hat dann nichts mit der Impfung zu tun! Politiker entscheiden für mich, weil sie das Wissen und die Experten haben. Ist das die moderne Form der Demokratie?

Gerhard Hellriegel | Di, 23. November 2021 - 16:36

Dem Autor ins Stammbuch:
Impfen schützt nicht vor Infektion. Das Virus sagt nicht: "Ach, das ist ein Geimpfter, von dem lasse ich die Finger". Impfen schützt nicht vor dem Angriff, sondern stärkt die Verteidigung. Da die Immunabwehr Viren abtötet, verringert sie auch die Zahl der freien Viren, der infizierte Geimpfte ist weniger Virenschleuder als der infizierte Ungeimpfte.
Das andere sind die Abstandsregeln. Auch Mund- und Nasenschutz schaffen Abstand, sonst nichts. Jedem sollte klar sein, egal ob geimpft oder nicht, dass er gut daran tut, einen Bereich mit hoher Last zu meiden.
"Das ist etwas Anderes" ist die ständige Rede derer, die den Sinn eines Arguments nicht verstehen wollen.
"Das ist genau so" sagen die, die nicht wissen, wollen, dass sich zwischen 0 und 100 noch 99 andere Zahlen befinden. Ist es nicht die Vollkasko-Versicherung, dann ist es gar nichts. Das nenne ich Schwarz-Weiß-Denken.
Der Autor fordert von den anderen Rationalität und liefert selbst fast nur Polemik.

Annette Seliger | Di, 23. November 2021 - 16:50

Es gibt viele die meinen, dass der staatliche Dirigismus einen Einfluss auf den Verlauf der "Pandemie" hätte. Wenn Sie mir nicht glauben, dann schauen Sie doch mal in die Impfzentren, wo die Menschen stundenlang Schlange stehen wegen der "Booster" Impfung. Das sind die gleichen Menschen, denen man erzählt hatte, sie wären mit zwei Impfungen voll immunisiert. Weihnachtsmärkte absagen, aber die Menschen stundenlang vor Impfzentren anstehen lassen ist kein Problem. Jetzt schwadronieren die Politiker über eine Impflicht. Wie oft wird diese dann jedes Jahr bei den Menschen durchgeführt? 1, 2 oder 3 mal? Merkt jemand wie absurd dieses Szenario ist?! Millionen machen eine Infektion durch ohne etwas zu merken, weil ihr Immunsystem einfach seine Arbeit macht. Diese sollen jetzt einen medizinischen Eingriff (verniedlicht "Piks") an sich vornehmen lassen?

Es gilt die vulnerablen Gruppen zu schützen und wer Bedenken hat, der soll noch mehr Abstand halten und er kann sich impfen lassen.

Gerhard Lenz | Di, 23. November 2021 - 16:53

Es ist schon erstaunlich, dass unter der Überschrift NIEMALS diejenigen genannt werden, die sich von Anfang an gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gewehrt haben. Und das oft mit (Schein-) Argumenten, die keinerlei Dialog möglich machen. Da können Experten Fakes im Sekundentakt mit Fakten widerlegen - da ändert sich nichts.

Sicher kann man in einer Demokratie darüber diskutieren, ob eine Maßnahme sinnvoll ist und gewünschte Ergebnisse zeigt. Und natürlich muss man mit Impfskeptikern - nicht mit Impfverweigerern - reden, deren Ängste ernst nehmen.

Unsere Gesellschaft darf sich aber nicht von denen in Geiselhaft nehmen lassen, die ihr ideologisch-verqueeres, politisiertes oder esoterisch vergiftetes Weltbild hinter Lügen und Verharmlosung in die Welt schreien und das mit angeblicher Sorge um bürgerliche Freiheiten verschleiern.

Irgendwann hat die Mehrheit - 80% der Erwachsenen sind geimpft - diese Typen einfach satt.

Das liegt nicht an irgendeiner "Obrigkeit".

.... 80% der Erwachsenen sagen Sie, sind geimpft und warum laufen dann die Intensivstationen voll? Diese 80% sind doch jetzt alle "voll immunisiert"! An den 20% kann es ja rein rechnerisch nicht liegen.
Warum wird denn nach ihrer geschätzten Meinung als Chef Virologe bei Cicero jetzt auf "Teufel komm raus" geboostert?

Mit Impfverweigerer möchten Sie ja nicht reden, denn Sie sehen ihre Mission eher bei den Skeptikern. Aber könnten Sie mir einfach einmal erklären wie eine Impflicht ablaufen sollte? Wie oft sollen die Menschen ihrer Meinung nach jedes Jahr gegen Corona geimpft werden - 1, 2 oder 3mal?

99,93% der Menschen in Deutschland werden statistisch nicht an Corona sterben. Das Risiko sinkt noch mehr, wenn man unter keinen Vorerkrankungen leidet.
Aktuell haben 99,3% der Menschen dieses Landes kein Corona.

Bleiben Sie sachlich, hören Sie auf Minderheiten zu diffamieren, respektieren Sie ohne Wenn und Aber das im Grundgesetz verbriefte Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Eine umfassende Beschreibung mit Rückstoß. Gratuliere

Unsere Gesellschaft darf sich aber nicht von denen in Geiselhaft nehmen lassen, die ihr ideologisch-verqueeres, politisiertes oder esoterisch vergiftetes Weltbild hinter Lügen und Verharmlosung in die Welt schreien und das mit angeblicher Sorge um bürgerliche Freiheiten verschleiern.
Irgendwann hat die Mehrheit - 80% der Erwachsenen sind geimpft - diese Typen einfach satt.

Hans v. Weissensand | Di, 23. November 2021 - 16:55

Hallo Herr Krischke,
vielen Dank für Ihren Artikel, schlicht eine Wohltat in dieser undifferenzierten Informationsflut und eine wunderbare Rückversicherung dafür, dass man doch nicht ganz irre ist, wenn man die Fakten etwas anders interpretiert und es beispielsweise für keine gute Idee hält des Menschen mit 2G ungetestet ins Stadion gehen.
Von Freiheit und Eigenverantwortung keine Spur.
Das hatten wir am Anfang der Pandemie besser im Griff. Da wundern sich die Leute das die Leute in den neuen Bundesländern und gerade in Sachsen so empfindlich reagieren. Gerade für die 2 Worte sind viele Menschen auf die Straße gegangen, die möchte keine Kollektive, keine Straße der Besten, keine Helden der Arbeit, keinen Aktivisten der ersten Stunde!!!
Noch eine Idee: zu den niedrigen Impfzahlen einfach mal die hohen Infektionszahlen dazurechnen! Und, Sachsen hoher Altersdurchschnitt, weil viele Jungen weg.

Herzlichen Dank und weiter so!
Die Kraft der Gesellschaft erwächst aus Ihrer Mitte!

Alexander Zimmer | Di, 23. November 2021 - 16:59

ich kann gar nicht mehr sagen. Oder vielleicht anders ausgedrückt: Danke Herr Krischke, Sie haben einen ausgezeichneten und so notwendigen Artikel geschrieben, in dem gesagt wird was zu sagen ist.

Ernst-Günther Konrad | Di, 23. November 2021 - 16:59

Ein guter Artikel Herr Krischke. Nie hört man einen Impfkritiker, der einen Geimpften beschimpft, weil er sich hat impfen lassen. Umgekehrt ist es an der Tagesordnung. Ja, Sie haben es erkannt. Die ungetesteten Geimpften sind weitaus für das "Ansteckungsszenario" gefährlicher als Impfskeptiker, die sich testen lassen. Viele Geimpfte sind auch einfach nur enttäuscht, weil ihnen die versprochenen Freiheiten nur kurz wieder gegeben wurden und sie "impfabhängig" gemacht wurden. Erst "nur" ein Piecks, dann müssen es zwei Piecks sein, jetzt der dritte Piecks, sonst ist die "Freiheit" nach sechs Monaten, welche die zwei Piecks versprachen, dahin. Wie Drogenabhängige müssen die Geimpften weiter impfen, wollen sie ihren "Schutz" behalten und das, obwohl sie dennoch sogar schwer erkranken können und inzwischen meldet das RKI schon 45% Geimpfte mit Corona auf den Intensivstationen. Was kommt denn eigentlich nach der Booster Impfung? Kommt die Super Booster Impfung? Wie lange hält die dann vor?

von Impfverweigerern.

Da findet man irgendwo eine Zahl, die sich vortrefflich ausschlachten lässt. Die wird in die eigene Argumentationsstruktur eingezwängt, und unters Volk gebracht. Man weiß ja Bescheid, kann mit Zahlen beeindrucken.

Man darf annehmen, dass das dort absichtlich geschieht, wo die Argumentation immer die gleiche ist. Denn es geht ja ums "Recht haben" in einem verbalen Scharmützel, und sicher nicht um Wahrheitsfindung.

Zur Sache: Heute in der FAZ: ... etwa 45 Prozent der im vergangenen Monat hospitalisierten Patienten über 60 (waren) geimpft.

Zur Erklärung: Die je nach Alter mehr als sechseinhalbmal geringere Wahrscheinlichkeit, als Geimpfter im Krankenhaus zu landen, wird zumindest teilweise dadurch kompensiert, dass die Gruppe der geimpften Erwachsenen derzeit knapp viermal so groß ist wie die der Ungeimpften. Aha.

Hätte der Forist auch nur einen Anschein an Objektivität gewahrt, hätte er gefragt, wieviele der Kranken "geboostert"waren.

Hat er natürlich nicht.

Als Erstes - Danke Herr Kirschke für ihren Artikel! Ein Fels in der Brandung, da diese eine andere Weltanschauung eliminieren will.

Hatte lieber Herr Konrad den gleichen Gedankengang wie Sie mit dem Spruch: "jedem Tierchen sein Pläsierchen", der laut Internet:
"ein jeder MUSS leben, handeln, wie er es für richtig hält!

Es geht nicht & es ging noch nieeee um Inhalte, sondern immer nur um Macht.
Du musst - WIR MÜSSEN!!!!!!
Und das selbst von Foristen hier im Cicero, die so tun, als wären Sie Gedanklich auf einer Wellenlänge. Erinnert mich an die Stasimitarbeiter, die versucht hatten, Opposition in eine gewünschte Richtung zu lenken.
Aber wie sagte mein Vater: "wenn alle in die Elbe hüpfen, muss ich dies noch lange nicht tun".

Ich habe ja Verständnis, weil viele Fehler gemacht worden sind, aber ......
ja, ihr müsst, da 80% ......
wollt ihr Verantwortlich sein für ......
ihr seit so was von ......

Wörter, die Liebe oder Respekt ausdrücken sind so selten wie eine Eiche in der Wüste.

gabriele bondzio | Di, 23. November 2021 - 17:13

Stellt der der Global State of Democracy Report 2021 (IDEA-Hauptsitz in Stockholm) ja auch folgendes fest:
"Die Welt werde zunehmend autoritärer, nichtdemokratische Regime würden in ihrer Repression „immer dreister“, und viele demokratische Regierungen liefen Gefahr, „rückfällig“ zu werden, indem sie im Zusammenhang mit Covid-19-Restriktionen „Taktiken übernehmen, die die Meinungsfreiheit einschränken und die Rechtsstaatlichkeit schwächen. Bis August 2021 haben 64 Prozent der Länder Maßnahmen ergriffen, die als unverhältnismäßig, unnötig oder illegal angesehen werden, um die Pandemie einzudämmen.“

Sozusagen bei Nacht-und-Nebel-Aktionen,
Freiheitsrechte und Gleichheitsrechte beschnitten unter teils hanebücherner Sicht.

Derzeit ist in Thüringen eine nächtl. Ausgangssperre für Ungeimpfte in Kraft.
Soll darüber gelachet werden, oder sich ärgern, dass man die Bürger für dumm verkauft?
Schade,...dass so viele Leute solche Dinge einfach schlucken.

Klaus Damert | Di, 23. November 2021 - 17:25

Herzlichen Dank für diese schöne Zusammenfassung. Wenn die Umfragen stimmen sollten, dass eine Mehrheit stärkere Einschränkungen fordert, kann man sich gut vorstellen, wie gerne die Deutschen den Nazis gefolgt sind. Sie wollen sich offensichtlich in ihrer Mehrheit unterordnen oder wollen andere dominieren (am deutschen Wesen soll die Welt genesen, jetzt beim Migrationsthema zu besichtigen). Kritische und selbstbewusste Haltung scheint Fehlanzeige. Zu befürchten ist, dass sich diese Haltung durch die Bildungsdefizite unserer Kinder in den letzten beiden Jahren noch verstärken wird - der einseitige Alarmismus unserer Medien tut ein übriges.

Rob Schuberth | Di, 23. November 2021 - 17:26

Sie sind jetzt aber die Treiber der Pandemie.

Diejenigen die auch im kommenden Jahr dafür sorgen würden, dass wir das Virus immer noch in bedrohlicher Menge unter uns haben werden.

Daher befürworte ich auch die Impfpflicht für alle jetzt (nicht erst im Jan).

Die bringt zwar erst zeitversetzt einen Erfolg, den dann aber langfristig.
Denn der echte Infektionsschutz wird ja erst nach der 2. Impfung aufgebaut.

Da ich Frau Stange in dem anderen Thread nicht mehr antw. darf also hier:

Sehr werte Frau Stange, ich wusste nicht, dass Sie innerfamiliär einen schweren Impfvorfall haben.
Dennoch halte ich es für nicht ok Ihren pers. Vorfall für eine pauschalisierende Anti-Impf-Darstellung zu nutzen.

Denn solche Vorfälle sind selten u. nicht auf die Masse anwendbar.
Es wurden Mrd geimpft u. die Zahl der schweren Vorfälle ist angesichts der Menge an Impfungen noch immer gering.

Ihnen u. Ihrer Familie wünsche ich, dass Sie gesund bleiben mögen.

Herr Schuberth,
es wird zwar mancherorts noch so dargestellt, aber Drosten hat sich von dieser Aussage deutlich distanziert. Sie hat nie gestimmt , war immer ein Instrument von Politikern und Funktionären, um eine Schuldzuweisung treffen zu können.
Heute wird in t-online von einer Superspreaderparty mit 20 Teilnehmern berichtet, alle unter 37, alle geimpft ,genesen und ZUSÄTZLICH getestet. 5 Tage später waren 10 Personen infiziert, eine schwerwiegend mit hohem Fieber.
Die zweiten Impfungen lagen bei diesen jungen Leuten noch gar nicht lange zurück, sodass noch nicht von einer starken Abnahme der Impfwirkung auszugehen wäre.
Drosten meinte dazu, dass vorläufige Daten den Schluss nahe legten, dass bei Geimpften mehr Infektionen im frühen Stadium unerkannt bleiben. Die Tests sprechen nicht so früh an.
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_91191744/party-in-muenc…

Nein sind sie nicht. Die Ungeimpften gibt es nicht. Die meisten sind vorsichtiger und passen besser auf als Geimpfte. Die treiben die Pandemie. Die jüngeren Ungeimpften liegen übrigens allen Fakenews zum Trotz nicht auf den Intensivstationen.

wird ja erst nach der 2. Impfung aufgebaut"...wenn denn so wäre, werter Herr Schuberth, warum braucht der Mensch dann eine 3. Impfung?
Beispiel:
Die Polizei in Sachsen hat derzeit eine Inzidenz von 4.000. Und das, obwohl die Impfquote der sächsischen Polizei bei 80% liegt.

Frau Stange kann aus Ihrem familiären Impfvorfall alle möglichen Schlüsse für sich ziehen. Sie nennt in ihren Kommentaren zudem verschiedene Argumente gegen die mRNA-Injektion.

Und wenn Sie anführen, dass die Stoffe bereits milliardenfach verabreicht wurden und damit bewiesen sei, dass sie gut funktionierten, dann schauen Sie auf die Impfversager, die schon jetzt, nach einem Jahr, in die Millionen gehen und schauen Sie auf die gemeldeten Nebenwirkungen, die mal 10 zu nehmen sein dürften.

Und ganz generell ersetzt auch die Breite nicht die mangelnde Tiefe. Der bisher kürzeste Zeitraum einer Impfstoffzulassung beträgt vier Jahre. Üblich sind eher acht bis zwölf Jahre, weil bestimmte Testschritte nur nacheinander gemacht werden können. Reaktionen, die überhaupt erst unter bestimmten Voraussetzungen stattfinden oder sich erst nach gewissen Zeitabläufen zeigen, sind vorher nicht messbar.
Eine Schwangerschaft lässt sich auch nicht zeitlich stauchen. Sie dauert neun Monate.

Bernd Windisch | Di, 23. November 2021 - 17:35

steht stibildend für ein Volk, dass sich kaum noch auf gemeinsame Grundlagen verständgen kann. Alle sind wütend, alle sind empört und befinden sich andauernd im Ausnahmezustand.

Selbst auf virtuellen Autobörsen müsssen Anbieter darauf hinweisen, dass nur noch höflich vorgetragene Anfragen beantwortet werden.

Auch in diesem Forum vergreifen sich einige Foristen ommer öfter im Ton. Covidioten oder schwachsinnige Querdenker sind nur die Spitze des Eisberges. Zu Zeiten von Kurt Biedekopf war das Querdenken noch Königsdiziplin und heute lediglich ein Schimpfwort.

Die Intoleranz und innere Verwahrlosung schreitet voran. Eine gute Kinderstube scheint entbehrlich. Die Konsensgesellschaft hat ausgedient und die Spaltung trägt teilweise grotesk religiöse Züge.

Dabei leben wir in einer der besten aller möglichen Welten. Viele haben das anscheinend völlig vergessen.

Heidemarie Heim | Di, 23. November 2021 - 17:37

Natürlich wird das sch... Virus gerade endemisch. Die nächste eventuell noch ansteckendere Mutation lässt schon grüßen. Und natürlich sind wir ob gespritzt oder nicht wieder in der Misere zu entscheiden, wie viele oder wer Opfer bei dieser Durchseuchung durch Infektion, Erkrankung, überlaufende Intensivstationen bei Mangel an Fachkräften wird oder nicht. Das wir Bürger angesichts des bisherigen Versagens, übrigens nicht nur auf unsere Regierung was Maßnahmen in Notlagen betrifft nicht verlassen können, dürfte auch dem Letzten nun dämmern. Persönlich verlasse ich mich in letzter Zeit nur noch auf die klinischen Praktiker, so sie keinen Maulkorb von oben verpasst bekamen. Und wenn mir der Intensivmediziner erzählt, dass er zwar auch drei 90jährige mit Impfdurchbruch auf seiner Station hat, die jedoch nur ein wenig O2 benötige wegen der Sättigung, seine Beatmungspatienten nebenan aber immer jünger werden & er in Kürze "priorisieren" muss, brauch` ich da Glühwein oder Diskurse wer wie was?

Hans Schäfer | Di, 23. November 2021 - 17:48

wenn in China ein Sack Reis umfällt, oder, oder, man braucht einen Schuldigen, dem man es in die Schuhe schieben kann. Insbesondere, wenn man selbst nicht ganz unschuldig ist, dass einiges aus dem Ruder gel. Ist.
Wenn dann noch unser Föderalismus hinzukommt. Die Parteien ihre politischen Machtspielchen treiben, eine in ihren Artikeln kritiklose regierungsfreundl. Medienlandschaft meint die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, ist es dahin mit der Sachlichkeit. Viele Köche verderben den Brei. Unser Problem ist, es wird alles zerredet. Ein am Anfang stehender „relativer“ übersichtlicher Vorgang, wird durch Hinzufügen immer neuer Aspekte unübersichtlich und zu einem Elefanten aufgebauscht. Dem Rechtsgrundsatz
(Art. 31 GG):
Bundesrecht, bricht Landesrecht
muss in einer Situation wie dieser mehr Bedeutung zukommen. Eine einheitl. Unterrichtung der Medien unter Federführung der Kanzler*in, könnte zu mehr Sachlich- u. Übersichtlichkeit führen. BT soll über eine Impflicht entsc

Gunther Freiherr von Künsberg | Di, 23. November 2021 - 18:45

Etwa 65 Mio Menschen sind geimpft. Es bleiben ca. 20 Mio abzüglich nicht zu impfender Kinder, somit ca. 15 Mio Ungeimpfte Erwachsene.
Auf den Intensivstationen liegen aber nur 20 % Geimpfte, aber ca. 80 % Ungeimpfte.
Diese Ca.- Zahlen beweisen, dass Ungeimpften nicht nur ein enorm hohes Risiko eingehen, was in Ordnung geht, weil sie es insoweit gesundheitlich selbst tragen. Allerdings verursachen sie der Versichertengemeinschaft unnötige Kosten, die in diesem Umfang nicht entstanden wären, wären sie geimpft. Des Weiteren werden unnötigerweise viele Intensivpflegebetten belegt, die damit nicht anderen Schwerkranken zur Verfügung stehen.
Das aller Schlimmste aber ist, dass wegen der Auslastung der Intensivstationen Ärzte unter Umständen zu einer Triage-Entscheidung gezwungen sein könnten, also zu einer Entscheidung welchen Patienten sie durch die Behandlung eine Überlebenschance einräumen und welchen sie-weil keine Intensivbehandlung möglich ist-dem Tod aussetzen.

Jochen Rollwagen | Di, 23. November 2021 - 19:12

1. Es wäre medizinisch und technisch überhaupt kein Problem festzustellen, wer eine "Corona"-Infektion hinter sich hat ( die allermeisten merken das ja kaum) und dann hätten wir wahrscheinlich 99% "Genesene", von mir aus auch mit einem lustigen Bildchen auf dem Handy und der Drobs wäre ratzfatz gelutscht. Wieso wird das seit über einem Jahr nicht gemacht ? Die Antwort kann sich jeder selber geben.
2. Vielleicht haben es die "Geimpften" noch nicht mitgekriegt ( wohl ein typischer Fall von selektiver Wahrnehmung), aber ein paar Wochen Post-Pieks sind sie auch nicht mehr "Geimpft". Was das ganze ad absurdum führt. Mal sehen was passiert wenn demnächst die Handies die QR-Codes sperren weil zu lange her. Mein Optimismus, daß dann mal jemand was merkt ist mittlerweile allerdings begrenzt.

Man könnte die "Entscheider" auch durch den "sprechenden Hund" von Loriot ersetzen. Außer " Pff Pff Pff" bzw. "Impf Impf Impf" kommt da eh nix mehr.

Ingofrank | Di, 23. November 2021 - 20:01

Flüchtlingskriese.
Das Versagen der Politik die 2015 die, die mit der Bewältigung der Flüchtlingskriese, so wie sie Merkel diktierte, nicht einverstanden waren, wurden moralisch und gesellschaftlich geächtet und als Pack, Nazi &&& beschimpft u. ausgegrenzt.
Und nun gipfelt das Missmanagement der Merkelregierung, und die damit verbundene immer tiefer werdende Gesellschaftsspaltung,
In der Corona-Pandemie. Ich kann mich nicht erinnern, dass in den Wintermonaten eine Erkenntnis zu Corona länger als 1 Woche hielt, eh eine neue Sau durch‘s Dorf getrieben wurde. Maske bringt nichts. Stoffmaske super, Stoffmaske ist Müll &&&. Habe ich einen Satz zu Corona gehört: wir haben uns geirrt? Nein! Am Ende schiebt die Politik wieder den Schwarzen Peter dem Volk zu. Jetzt den Ungeimpften
(trallala und den Impfstoff vergessen?) die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist genau so unehrlich wie wir haben es geschafft. Das das Volk das Vertrauen in die Oberen verliert, wen wundert‘s?
G a d E Repu.

Peter Sommerhalder | Di, 23. November 2021 - 20:03

Medikamente fände ich eine gute/kluge Alternative zur mRNA-Impfung. Die EU-Kommission hat kürzlich ein Medikament von Roche zugelassen.

Ich bekomme aber einfach das Gefühl nicht los (bin halt ein Aluhut.. ;-), dass Medikamente gar nicht so erwünscht sind, denn das würde ja die Impfung nicht gerade attraktiver machen...

Stefan Jurisch | Di, 23. November 2021 - 20:45

Wenn man überhaupt noch die Energie aufbringen will, mit einer der beiden Seiten zu diskutieren, bekommt man bestenfalls nur den Mund verboten. Andernfalls wird man beleidigt oder bedroht. Ganz toll, ist wenn beiden Seiten zugleich auf einen einhacken. Ich bin nämlich geimpft aus Überzeugung, finde aber den Umgang mit den nicht geimpften Menschen absolut unmöglich.

Helmut Bachmann | Di, 23. November 2021 - 22:51

das ist der Sinn der Spaltung. Keine Aufstockung der Intensivkapazitäten, der Löhne der Pfleger, keine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Keine Alternative zu den plumpen Regeln, die meisten von ihnen längst als unsinnig geoutet. Jetzt noch Strafaktionen wie Hausarrest ab 22 Uhr. Kein Blick nach Schweden. Schaut man in die Welt wird deutlich: mittelfristig leben am Ende am meisten, wenn die Gesellschaft durchseucht worden ist, dabei die Vulnerablen geschützt. Aber das Panikorchester von Totalversagern kennt nichts mehr als den starken Führer.

Jens Böhme | Mi, 24. November 2021 - 02:08

Zuallererst, jede/r ist auf eigene Weise von dem Corona-Virus genervt. Dies obliegt Gesellschaften und Staaten, die von sich der Meinung sind, Probleme kriegt man gut und schnell gelöst. Ein neues Virus? Masken seien nutzlos, dann waren Baumwollmasken sinnvoll, dann diese nicht und nur noch medizinische Masken oder FFP2, dann Abstand und solche Masken, dann Impfung, dann Drittimpfung und Impfpflicht usw. usf. Unsere Einfalt, alles im Griff zu haben, behindert unsere Freiheit, unsere Vernunft, unseren Verstand. Was zeterten wir über Schweden, über Großbritannien, über Israel. Wir bleiben weiter orientierungslos und suchen unbemerkt Nähe zu Tadshikistan und Turkmenistan, zwei islamischen Staaten, die von westlich-freiheitlich-demokratischen Systemen und Werten so begeistert sind, wie wir von Diktatoren jenseits der ostpolnischen Grenze. In solch aussichtsloser Lage sollten Politiker Mittel und Wege finden, den Alltag aller erträglich zu machen und nicht Hilflosigkeit und Wut versprühen.

Sabine Lehmann | Do, 25. November 2021 - 14:24

Das ist einfach herrlich auf den Punkt gebracht. Als Geimpfte bin ich grundsätzlich solidarisch mit ungeimpften Menschen. Denn ich sehe die Probleme auch nur in der Politik und deren Entscheidungen. Jeder Verantwortliche hat gravierende Fehlentscheidungen getroffen und tut es noch. Der deutsche Holzweg ist wieder einmal mehr zu einem Desaster ausgewachsen. Das Licht am Ende des Tunnels ist in Deutschland längst ausgeknipst, während anderswo schon wieder die Sonne scheint.
Und in Berlin geht es nur noch um Postengeschacher, lieber schlecht regieren als gar nicht regieren. Und schlimmer noch die Pläne der Ampel des Grauens:
Gestern standen wir am Abgrund. Heute sind wir einen Schritt weiter.

Reinhard Benditte | Do, 25. November 2021 - 15:30

…. einer objektiven Betrachtung über die Spaltung der Gesellschaft durch Politik und Medien.

Bedauerlicherweise versagen die Medien durch die Bank mit ihrer subjektiven Berichterstattung. Weder lässt man Kritiker zu Wort kommen noch wird über die beträchtlichen Nebenwirkungen gesprochen. Ein Hinweis auf die offiziellen Seiten betreffs Nebenwirkungen wie VAERS =USA, EudraVigilance = EU und VigiAccess = WHO sucht man den deutschen Medien vergebens.

Allerdings stimme ich Hr. Krischke‘s Verständnisversuch über den Kommentar von Fr. Frühauf nicht zu. Wenn Fr. Frühauf Ihren persönlichenUnmut kundtun will, soll sie demonstrieren gehen und nicht im Fernsehen auftreten. Sie hat eindeutig gegen Paragraph 11, Absatz 2 des Rundfunkstaatsvertrages verstoßen und auch ich halte die Strafanzeigen wegen Volksverhetzung für gerechtfertigt.

Wenn ARD oder ZDF eine breite Öffentlichkeit mit solchen Auftritten konfrontiert, dann darf man sich über Hass und Hetze in der Bevölkerung nicht wundern!