Hito Steyerl
Hito Steyerl / dpa

Monopol Top 100 - Die einflussreichsten Köpfe der Kunst

Das Kunstmagazin Monopol hat seine jährliche Top 100 der wichtigsten Protagonisten im zeitgenössischen Kunstbetrieb vorgestellt. Das Ranking beweist, wie agil und kontrovers das zurückliegende Corona-Jahr in der internationalen Kunstszene verlief.

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Das Kunstmagazin Monopol hat seine jährlich vorgestellte Top 100 der wichtigsten Protagonisten im zeitgenössischen Kunstbetrieb veröffentlicht. In der heute erschienenen Dezember-Ausgabe des renommierten deutschsprachigen Magazins für Kunst und Leben hat die Redaktion im engen Austausch mit Beratern der Kunstwelt diejenigen gelistet, die mit ihren Bildern, Gedanken oder Publikationen, mit Ausstellungen oder Verkäufen die Gegenwart und ihre Darstellung definieren.

Dabei ist die jährlich erscheinende Liste auch im Corona-Jahr 2021 prominent und auffallend weiblich besetzt. Rund die Hälfte der Personen in diesem Ranking sind Kunstschaffende, die andere Hälfte sind diejenigen, die die Kunst ermöglichen – am Markt oder in den Institutionen. Es geht also im Einfluss und Sichtbarkeit, um Diskurse und Perspektiven.

Dass die Top 100 von Monopol sich ganz anders definiert, als der seit 1970 erscheinende Kunstkompass, der seit vier Jahren in der Zeitschrift Capital abgedruckt wird, zeigt bereits ein erster Blick auf die vordersten Ränge. So wird Platz 1 nicht, wie vielleicht erwartet, von einem Künstler, sondern von einer Theoretikerin gehalten: Donna Haraway, Philosophin und emeritierte Professorin an der University of California in Santa Cruz, die mit ihren Theorien zu Feminismus und Wissenschaftsgeschichte weit über die Grenzen der USA bekannt ist. Laut monopol-Redaktion denkt Haraxay „seit Jahrzehnten zuverlässig das vor, was in Künstlerinnenstudios und Ausstellungsräumen auf der ganzen Welt geformt und verhandelt wird.“

Auf Platz zwei folgt die Medienkünstlerin und Kunsttheoretikerin Hito Steyerl, auf Platz drei die Direktorin des Frankfurter MMK, Susanne Pfeffer, die zuletzt mit der Ausstellung „Crip Time“ für Furore sorgte. Der erste Mann kommt erst auf Platz sechs: Art Basel-Chef Marc Spiegler, der nach der Corona-Pause von 2020 mit der diesjährigen Messeausgabe die Rückkehr der Kunst in den Raum der Wirklichkeit gefeiert hat.

Anne Imhof, 2017 mit dem deutschen Pavillon in Venedig Preisträgerin des Goldenen Löwen, landet für ihre Ausstellung „Natures Mortes“ im Pariser Palais de Tokyo auf Platz 14. Im kommenden Jahr wird Maria Eichhorn Deutschland bei der Biennale in Venedig vertreten. Monopol sieht sie damit auf Platz 41 direkt vor Yilmaz Dziewior. Der Direktor des Kölner Museum Ludwig und Kurator in Venedig hatte Eichhorn ausgewählt.

Es ist abermals eine kontrovers diskutierte Liste, die die Macher von Monopol in diesem Jahr vorgelegt haben, mit einem sehr deutschen Fokus, aber mit einem lobenswerten Mut zur Subjektivität.

Das komplette Ranking lesen Sie in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Monopol oder im Internet..
 

Tonicek Schwamberger | Fr, 19. November 2021 - 13:51

. . . nur gegen Bezahlen die 100 Top - Menschen lesen und sehen kann.
Ich bin schon CICERO - Abonnent, ein zweites Abo, nämlich das des MONOPOL kann ich mir nicht mehr leisten - alles hat seine Grenzen.-
Schade!

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