Wolfgang Kubicki
Wolfgang Kubicki fällt um / dpa

Kehrtwende bei der FDP - Der Umfaller

Noch vor einigen Tagen wollte der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki Ungeimpfte nicht schlechter stellen als Geimpfte. Mit seiner klaren Haltung für Freiheit in der Corona-Krise dürfte er zum Wahlerfolg der Liberalen beigetragen haben. Doch auch seine Partei trägt den Gesetzentwurf mit, über den der Bundestag morgen entscheidet und der Ungeimpfte weitgehend vom öffentlichen Leben ausschließt.

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Ralf Hanselle ist stellvertretender Chefredakteur von Cicero.

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Ralf Hanselle / Antje Berghäuser

Der Boden der Wirklichkeit ist hart und kalt. Wolfgang Kubicki, seit 2013 stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP und in der bereits zweiten Legislaturperiode Vizepräsident des Deutschen Bundestags, ist jetzt just auf diesem aufgekommen. Es wird schmerzhaft gewesen sein, und ob es vermeidbar war, das weiß letztlich nur der 69-jährige Spitzenliberale selbst. Fakt ist: Morgen wird im Deutschen Bundestag über einen Gesetzentwurf der SPD-, Grünen- und eben der FDP-Fraktion entschieden, der alles gegenläufig macht, wofür bis dato besonders Kubicki mit seinem guten Namen einstand. 

Noch am 13.. November, also gerade mal vor vier Tagen, hatte der in einem Interview mit dem Spiegel gesagt, dass man Ungeimpfte nicht schlechter stellen dürfe als Geimpfte: „Ich degradiere die Ungeimpften nicht zu Menschen zweiter Klasse … Wir müssen beide Gruppen gleich behandeln“, so Kubicki gegenüber den vermutlich mit den Ohren schlackernden Journalisten des Hamburger Nachrichtenmagazins. 

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Tomas Poth | Mi, 17. November 2021 - 17:58

Mit anderen Worten das Etikett Liberal ist gestrichen, Freiheitrechte wurden an das RotGrün-Lager verkauft, für was ? - wahrscheinlich irgend ein wichtiges Pöstchen. Ich spare mir die griffigen Worte für diese Freiheitsverräter, hilft ja nicht.
Nicht nur daß die Intensivbetten in der sogenannten Pandemie erheblich reduziert wurden, nein sie sind auch noch zur Hälfte mit Patienten belegt die mit einem Bett in der Regelversorgung gut versorgt wären.
https://www.berliner-zeitung.de/news/vierte-welle-6300-intensivbetten-w…

Gerhard Lenz | Do, 18. November 2021 - 12:19

In reply to by Tomas Poth

was Sie hier verbreiten. Und Ihr demagogisches Gerede von wegen "Freiheitsverräter" entlarvt höchstens Sie selbst, obwohl das gar nicht mehr notwendig. ist.

Manchmal lohnt es, nicht nur die Überschriften zu lesen - auch wenn das, was danach kommt, die ideologisch verdunkelte Erwartung nicht mehr erfüllt.

Aus dem von Ihnen verlinkten Artikel:
Der Mangel an Intensivbetten liegt vor allem an fehlendem Pflegepersonal.

Aha. Das lässt man dann doch besser weg. Sonst kommt noch einer auf die Idee, man müsse ausländische Fachkräfte einstellen! Und das geht schon gar nicht.

Stattdessen suggerieren Sie, man habe Intensivbetten gewollt während der Pandemie reduziert, um einen Notstand herbeizuführen.

Das ist dann wohl die Fortsetzung der Hoeckeschen Fabel, wonach es eine Pandemie gar nicht gibt, sondern die hohen Infektionszahlen nur herbeigetestet seien.

Rob Schuberth | Mi, 17. November 2021 - 18:37

Dabei hat sich die FDP ihre Zustimmung sicher nicht leicht gemacht.

Und der Volljurist Kubicki wird wohl geahnt haben, dass es klüger ist hier jetzt nachzugeben, als später die Mitverantwortung für viele weitere Tote mittragen zu müssen.

M. E. ist eine erkennbare Mehrheit der Bevölkerung für ein Impflicht. Nicht nur für bestimmte Berufsgruppen, sondern für alle.

Wenn es eine Berufsgruppenspezifische geben sollte wäre das wieder so typisch falsch.
Denn besser, da sie alle beträfe, wäre eine für ein Institut, ein Gebäude o. ä.

Dann wären auch Reinigungs- Küchen- u. a. helfendes Personal miteinbezogen.

ich teile Ihre Auffassung nicht. Das Verhalten der FDP ist nicht nur parteischädigend, sondern auch landesschädigend. Die FDP ist aus in erster Linie ihren Wählern gegenüber verpflichtet, daß einzuhalten was vor der Wahl versprochen wurde. Genau das tut sie nicht, sie hat sich unter der Prämisse der Verteidigung freiheitlich-liberaler Werte wählen lassen und dieses Versprechen bricht sie auf ganzer Linie.

Die FDP verhilft einer linksfaschistischen Regierung unter R/Gr. zu einer Mehrheit, daß ist nicht nur Verrat am Wähler, sondern auch an Deutschland.

Und etwas am „Mehrheitswillen“ einer (durch Halb- und Unwahrheiten medial fehlgeleiteten) Bevölkerung festzumachen ist gefährlich. Die Mehrheit wiederholt i.d.R. das was man ihr sagt, denn eigenständiges Denken ist ihre Stärke nicht. Der Mehrheitswille ist, gerade bei solch komplexen Zusammenhängen, das Gegenteil eines Qualitätsmaßstabs, Ihre Argumentation kann daher nicht überzeugen.

P.S. Ich bin vollst. geimpft.

...wie von Ihnen, werter Herr Brand, vorgetragen wird.

Ich pers. vermag gar nicht mehr zu zählen wir oft ich schon gebrochene Wahlversprechen von "meiner Partei" hinnehmen musste.

Darum nehme ich das Wahlkampfgedöns, egal welcher Partei, auch nicht mehr ernst.
Sorry, Sie dürfen sich nat. getäuscht fühlen. Ich wollte Ihnen das nicht absprechen.

M. E. hat die FDP, also konkret die die dort für die FDP verhandeln, sich in anderen Aspekten durchgesetzt u. ist hier nun eingeknickt (das bezweifle ich ja auch nicht).

Vermutl. hat Lindner zu sehr Gefallen am neuen Posten Fin.Min. gefunden u. scheixxt auf seine Wähler und den Freiheitsgedanken...

Ach, es ist alles sooo enttäuschend was u. wie es da läuft.
Bleiben Sie gesund. Unsere 3. Impfung steht im Jan. an.

Stefan Forbrig | Mi, 17. November 2021 - 18:39

... und aus diesem Grunde erzähle ich das seit Jahr und Tag:
"Die FDP ist eine Umfallerpartei voller Opportunisten und Heuchler und hat sich schon seit jeher zum reinen Mehrheitenbeschaffer degradiert, egal wie häufig solche Figuren liberal-konservativ blinken und dann doch wieder nach linksgrün einschwenken".
Kubicki macht das, was auch die Sozis und die Grünen seit jeher machen: Ja das tut uns ja jetzt leid, wir wollten es ja anders, aber schuld sind leider die Anderen, da konnten wir uns nicht richtig durchsetzen.
Eine Bande von Versagern auf ganzer Linie. Und viele Wähler wollen das auch nicht lernen, kaum, daß da einer was kräht, was liberalen Anschein hat, heißt es wieder: Das ist ja toll, ja dann können wir auch wieder FDP wählen. Um dann wiederum erneut aufs Maul zu fallen.
Viele Wähler sind halt lernresistent.

Charlotte Basler | Mi, 17. November 2021 - 19:15

Bild und Titel ergeben einen guten Teaser.
Dann gebe ich zu bedenken, dass die FDP nur einer von drei Koalitionären ist. Sie kann sich nicht überall durchsetzen.

Gerhard Hellriegel | Mi, 17. November 2021 - 19:22

Herr Kubicki und Frau Wagenknecht, es gibt keinen Abbau von Intensivbetten. Sie unterschlagen die Umstellung der Zählung wegen des verfügbaren Pflegepersonals. Dadurch rutschen Intensivbetten aus der Liste heraus in die Notfallreserve. Die Zahl der Intensiv- plus Notfallbetten hat sich erhöht und nicht verringert. Basta!
Nachzulesen z.B. bei https://www.nordbayern.de/politik/intensivbetten-abgebaut-warum-das-ger…

Tomas Poth | Do, 18. November 2021 - 12:43

In reply to by Gerhard Hellriegel

Werter Herr, gehen Sie in das DIVI Register auf der RKI-Seite, dort gibt es eine Grafik die genau das zeigt, nämlich den Abbau der Intensivbetten.
Was Sie beschreiben ist nur eine zusätzlich ergänzende Wirkung, es fehlt Personal, um die noch vorhandenen Betten nutzen zu können.
Überlegen Sie sich noch mal ihr Basta!
Ich hoffe nicht, das dies ein gezieltes Spiel der Corona-Paniker ist, um den Impfdruck bewußt zu erhöhen.

Gerhard Hellriegel | Do, 18. November 2021 - 14:35

In reply to by Tomas Poth

Und warum lesen Sie es nicht einfach nach auf dem Link, den ich Ihnen angeboten habe?

Maja Schneider | Mi, 17. November 2021 - 19:28

Die schlimmsten Befürchtungen scheinen wahr zu werden und Steigerungen durchaus möglich. Eine Politikerkaste, die so leichtfüßig wie hier beschrieben, über die noch ausgeweitete Missachtung der Grundrechte hinweggeht und die Ausgrenzung von Menschen, die eben auf diese verweisen und begründete und durchdachte Zweifel an diesem neuen, bedingt zugelassenen "Impfstoff" haben und selbst entscheiden, was sie ihrem Körper zumuten wollen, beschließt, hat sich unendlich weit von einem demokratischen Staatswesen entfernt. Die weitere Spaltung der Bevölkerung wird geradezu forciert, die Mehrheit der Menschen nimmt es hin oder stimmt sogar zu, ist das wirklich noch "das Land, in dem wir gut und gerne leben"? Dass auch die FDP und Herr Kubicki so ganz ohne Not zustimme, verwundert inzwischen nicht mehr. Dem Cicero Dank für diesen ausgewogenen Beitrag.

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 17. November 2021 - 19:31

Man kann es auch ganz einfach auf einen anderen Nenner bringen: Hier kann der FDP-Wähler schon einmal sehen, wie seine Stimme in der nächsten Legislaturperiode gegen die vor der Wahl abgegebenen Versprechen verkauft wird. So ist das, wenn man sich bei der politischen Konkurrenz (der Sozialisten) ins Bett legt.

Stefan Kreppel | Mi, 17. November 2021 - 19:37

In dieser Krise wurde so viel umgefallen, dass dies nun eine unbedeutene Kleinigkeit ist. Die Permanentverlängerung des Lockdowns bis zu 7 Monate war wesentlich bemerkenswerter. Doch das fanden alle Journalisten ja ganz toll.

U.Sprenger | Mi, 17. November 2021 - 19:37

Meine Befürchtungen sind eingetreten! Ich habe mit großem Interesse das jünste Buch von W. Kubiki gelesen und Hoffnung geschöpft, dass seine FDP unsere Grundrechte ernst nimmt. Mistrauisch machte mich schon, da dies, außer Kubiki ,keiner der anderen Protagonisten dieses im Wahlkampf herausgestellt hat. Nun, da der Trog im Reichweite, ist gehts um Fressen. Die Weißheit "Der Trog bleibt, die Schweine wechseln" triffts wieder mal.

Torsten Homeyer | Mi, 17. November 2021 - 19:40

Das Problem der FDP. Große Töne und nix dahinter. Das zieht sich seit Jahrzehnten durch ihre Historie. Bei der nächsten Wahl müssen sie sich wieder vor der 5%Huerde fürchten.

Stefan Kreppel | Fr, 19. November 2021 - 10:03

In reply to by Torsten Homeyer

Ach, und bei den anderen Parteien ist das anders? Aber auf die bösen,bösen Liberalen lässt es sich so genüsslich einschlagen.

Annette Seliger | Mi, 17. November 2021 - 19:44

.... und der große Liberale, der Hüter des GG, der noch vor kurzem sinngemäß sagte:" Mit der zur Verfügungstellung des Impfstoffes ist die Aufgabe des Staates erfüllt". Es liegt ab dann in der Eigenverantwortlichkeit der Menschen und sämtliche Auflagen sind abzuschaffen. Pustekuchen! Kubicki hat nicht mit den Sozialisten gerechnet. Diejenigen für die das Individuum nicht zählt. Diejenigen, die alles regeln, inkl. der Temperatur auf der Erde. Diejenigen, die dafür sorgen dass alle durchgeimpft werden, denn das ist gelebte Solidarität. Das sind diejenigen, die immer ihre Hände in fremden Taschen haben, denn sie leben von der Umverteilung.
Aber Kubicki hat seinen Job bei der Wahl erledigt und die abgefischt, denen die AfD ein bisschen zu "schmudelig" war und diejenigen, die mit der Merkel CDU fertig sind.

Ich kann ihnen eines versprechen. Das Virus wird nicht verschwinden, denn es ist schon über 20 Jahren bekannt - aber im nächsten Jahr ist der Spuk vorbei.
Schaun wir morgen auf die FDP

Christa Wallau | Mi, 17. November 2021 - 19:51

die sich nicht impfen lassen, bringen unsere Politiker der sogenannten "Freien Demokraten" nicht fertig, nämlich: G e r a d e stehen für eine Überzeugung und die Verantwortung für die
Konsequenzen übernehmen!
"Im Zweifel für die Freiheit!" - das müßte doch das Motto einer Partei sein, welche diesen höchsten Wert im Namen trägt.

Es ist wie bei der CDU: Auch hier hat die
Partei nichts mehr mit "christlich" am Hut.

Und bei der SPD das "Soziale"? Futsch! - zugunsten einer ominösen, allgemeinen Weltbeglückung.

Unsere etablierten Parteien geben vor, für bestimmte Werte zu stehen und den Willen der Bürger zu erfüllen, die sie gewählt haben. Aber sie treten Bürgerrechte und viele Anliegen und Werte, die den Menschen wichtig sind, andauernd mit Füßen, wenn die Wahl vorüber ist.
Motto: "Wir wollen aber mitregieren u. an die Macht kommen! Also müssen wir uns halt verbiegen!"

Da bleibt einem als betrogenem Bürger nichts anderes mehr übrig, als sie allesamt zu verachten.

Gisela Fimiani | Mi, 17. November 2021 - 21:03

Es überrascht nicht. Der Posten ist gesichert. Der Eigenverantwotung ist Genüge getan. Das Land - dessen Bürger - die Untertanen haben sich zuvorderst um die Versorgung der neuen Polit-Aristokraten zu kümmern.

Urban Will | Mi, 17. November 2021 - 21:20

erübrigt sich beim Betrachten der bundesrepublikanischen Wirklichkeit.
Nicht nur die Gelben sind in der Realität angekommen – so ziemlich die dümmste Ausrede für Verrat am Wähler –, wir alle kommen zusehends in einer Realität an, über die noch in weiter Zukunft geredet werden wird.
Kubicki und seine Gelben sind mir egal, das sind sie bereits seit Lindner mit Hackenschlag Merkels Befehl, eine demokratische Wahl rückgängig zu machen, ausführte.

Aber: Mit Verlaub, was wurde und wird nicht alles ausgeschüttet über die „Mitläufer“ zu Zeiten des Schnauzbartes, was hat man sich nicht alles den Mund fusselig geredet über Zeiten, in denen die Grundrechte einfach in den Mülleimer gekippt wurden.
Tausendmal wurde sie gestellt, die Frage: Wie konnte es so kommen?

Und nun? Werden gesunde Menschen, bloß weil sie ihr Grundrecht wahrnehmen, ausgegrenzt.
Was jetzt?
Polizisten überall, in Bus und Bahn, jeden kontrollierend?
Die „Kennzeichnung“ Ungeimpfter?
Mir wird mulmig.

Enka Hein | Mi, 17. November 2021 - 22:14

...oder sind die alle tod?
Muss Mutti die erst zum Essen einladen, damit die sich rühren.
Ich warte immer noch auf eine klare Aussage zu diesem ganzen desaströsen Affentheater in Berlin und den Ländern zu Corona.
Aber ich glaube die Freiheit und Demokratie liegt längst in der Kiste. Six feet under.
Bzgl. FDP warte ich auf die nächsten Landtagswahlen.

Ja sicher sehr geehrte Frau Hein, aber die haben wohl wichtigeres zu tun. So tingelt der Präsident Stephan Harbarth zur Erbauung der durch Verlust Ihres Direktmandats dort entthronten Julia Glöckner durch Dorfkneipen., referiert am 07.12.2021. im Bonnheimer Hof in KH-Hackenheim.

„Den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes, Stephan Harbarth, habe ich eingeladen, um mit ihm darüber zu diskutieren, in welcher Verfassung sein Gericht ist, wie er die vergangenen 70 Jahre des Bundesverfassungsgerichtes mit seiner bewegten Geschichte beurteilt, welche Entscheidungen der Vergangenheit heute keinen Bestand mehr hätten – und welche Themen demnächst noch auf dem Tisch der Karlsruher Richterinnen und Richter landen werden.“ so Julia Klöckner in der Veranstaltungsveröffentlichung.

M. E. ist die "Verfassung" des BVG zuletzt überdeutlich geworden.

https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bad-kreuznach/stadt-bad-kreuz…

Manfred Bühring | Mi, 17. November 2021 - 22:54

Wolfgang K. hat sich in der Coronazeit als Lauer Dampfplauderer und Verbal-Liberaler profiliert. Außer kernigen Worten nix als heiße Luft, eben ein Jurist!

Gisela Hachenberg | Mi, 17. November 2021 - 23:00

Was hatten Sie, sehr geehrter Herr Hanselle, denn anderes von dem - wie Sie sagen - „smarten“ Schnellschwätzer anderes erwartet. Aber irgendwie sind doch die meisten Politiker „Umfaller“. Wenn der Koalitionsvertrag denn irgendwann steht, werden wir sehen, wie viele Umfaller es bei den „Freien“ gibt. Macht und Pfründe locken mehr, als das Einhalten von Versprechen vor der Wahl. Mich schmerzt es nicht, da ich nicht überrascht bin. Aber die vielen, vor allem die jungen Wähler, werden wohl enttäuscht werden.
„So sind die halt“. Man sollte mehr auf Friseure und Taxifahrer hören!

Alfred Simon | Mi, 17. November 2021 - 23:58

Ob Herrn Kubicki zwischenzeitlich die Weitsicht ge-
impft wurde, wird er mittlerweile für sich selbst
entschieden haben
Doch für Umfaller ist die FDP ja seit Erich Mende
bekannt, da will Wolfgang Kubicki nicht zurück-
stehen, schon garnicht als "smarter" Schreihals.

gabriele bondzio | Do, 18. November 2021 - 00:15

Sich selbst und ihren eigenen Versprechungen treu zu bleiben, diese Erwartungshaltung können sie, werter Herr Hanselle, doch nicht ernsthaft erwarten.
Das sind doch ganz konservative Ansichten und in Mode ist der Wandel, heute hü...morgen hott.
Zutreffender...
"Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?"(Friedrich Althoff)
Ein äußerst beliebter Satz in der Politik.
Sehr enttäuschend Herr Kubicki!

Parteichef Lindner hatte ja auch kürzlich noch verlauten lassen: " dass „bei manchen Kolleginnen und Kollegen, die Sensibilität für Grundrechte, für die Grundfreiheiten der Menschen nicht hinreichend ausgeprägt ist.“
Jetzt will er wohl lieber Finanzminister werden.

Norbert Heyer | Do, 18. November 2021 - 07:35

Der Unterschied zwischen Opposition und Regierung ist ein völliger Verzicht auf elementare Grundsätze einer Partei. Diese Aussage muss man erst einmal verdauen. Das bedeutet im Umkehrschluss, alles was die Parteien im Wahlkampf versprechen, ist hinterher völlig bedeutungslos. Jetzt wird eine Spaltung vollzogen, deren Folgen garnicht absehbar sind. Wer sich nicht impfen lassen will, bewegt sich eindeutig auf dem -noch gültigen- Boden unserer Verfassung. Das die Befürworter einer harten Linie den Boden für zukünftige Ausschluß-Kriterien bereiten, scheint ihnen überhaupt nicht aufzufallen: Raucher und Lungenkrebs -Behandlung auf eigene Kosten, Übergewicht und Diabetes -dito-, Sportverletzungen -natürlich selbst bezahlen. Mut hätte die Politik bewiesen, wenn sie einfach eine Impfpflicht beschlossen hätte, aber dafür waren sie einfach nur zu feige. Heute könnte die CDU gezwungen sein, gegen ihre eigene Eingabe zu stimmen, die AfD sieht es nämlch genauso, aber abstimmen mit den Aussätzigen?

G.Siegwart | Do, 18. November 2021 - 07:58

Manche hier haben, wie Kubicki, doch ein sehr eingeschränktes Verständnis von Freiheit. Die Freiheit zu sterben. Die Freiheit, überall und mit jedem zu saufen. Die Freiheit, sich nicht impfen zu lassen. Verantwortung? Für andere? Fehlanzeige. Russia today warnt vor der Impfung in Deutschland. In Russland wird heftig geimpft. RT ist Propaganda Russlands. Glaube geht vor Vernunft. Aber sich im Fall einer schweren Erkrankung auf Kosten der Allgemeinheit in der Klinik behandeln lassen. Inzwischen wenden Impfgegner auch körperliche Gewalt an. Das überzeugt mich restlos. Aber es geht nicht um Überzeugung, um Ratio. Es geht um sektiererische Gewissheiten. Wen interessioeren die paar Toten. Selber schuld.

Zur FDP: Sie tut alles für die Macht und die Fleischtöpfe. Da treffen sie sich kongenial mit den Grünen. Und die SPD ist der Hampelmann.

Ernst-Günther Konrad | Do, 18. November 2021 - 08:13

Kubicki ist wieder als BT-Vize gewählt. Er hat seine Rolle als Teil der freiheitsliebenden FDP beim Thema Corona für die Dauer der Wahl und kurz danach gespielt. Er stirbt in der FDP, wie bei vielen Soaps den sog. Serientod und wird sich künftig um eine neue Rolle bemühen. Vielleicht haben wir ihn einfach alle nur falsch verstanden.
Kubicki hat für mich da verloren, auch wenn er gerne ein anderes Credo versucht hat in der Öffentlichkeit zu vermitteln, als er bei der letzten Abstimmung zur Verlängerung der pandemischen Lage nicht bei der Anstimmung anwesend war, obwohl er lautstark dagegen wetterte. Da war mir schon klar, dass auch bei ihm vieles Blendwerk ist und wenn es darauf ankommt, hat er keinen A... in der Hose.
Das wird nicht die letzte Position sein, welche die Liberalen an rot-grün verkauft hat. Warten wir mal ab, wenn das Kleingedruckte im Koalitionsvertrag nachzulesen ist.

Lieber Herr Konrad, ihr Kommentar wieder Billiant. Bleiben Sie schön Gesund & uns erhalten.

Jedenfalls da kommt nicht einmal die CDU/CSU an die FDP heran, obwohl bei denen im Politkalender es 365 Tage den 1. April gibt.
Naja, gerade die 12-Klässler haben die FDP gewählt. Aus Erfahrung soll man ja eigentlich lernen. Problem der Menschen ist es jedoch, dass dieser gerne einen Apfel mit einer Birne vergleicht oder andere HINKENDE Argumente oder sogar nur Schlag-Worte.

Solange OPPOSITIONSPOLITIK zur Regierung als IGITT gesehen, gewählt & reagiert wird, SOLANGE schlittern wir weiter in eine Diktatur hinein, egal wieviel Demokratie-Schilder am Wegesrand aufgestellt werden.

Hinzu das Problem, dass die Säulen der Macht inklusiv Medien & Bildung/ Erziehung wie abgerichtete Hunde der Macht funktionieren, aber sich immer weiter von den einstmals christl. Werten wie Liebe, Demut & Barmherzigkeit & der eigene tagtägliche Kampf gegen die 7 Todsünden immer mehr aus dem Zentrums des Handels bewegt

Martin Falter | Do, 18. November 2021 - 10:08

hört da auf wo sie in die Freiheit anderer eingreift. In Zeiten einer Pandemie tuen Impfgegner genau das. Sie treffen keine Vorsoge so gut wie es geht ( Impfung ) sondern gefährden damit sich und vor allem andere die unverschuldet ins Krankenhaus müssen und geschwächt sind. Eine Pandemie ist eine Notsituation die besondere Maßnahmen zeitlich ( solange wie nötig ) rechtfertigt. Wenn eines Tages der Corona Virus zu einer normalen Grippe geworden ist, kann jeder selbst entscheiden ob er impft oder nicht. Jetzt aber muss die 4te Welle gebrochen werden. Übrigens eine 5te Welle könnte durch einen Impfzwang auch vermieden werden.

Gerhard Lenz | Do, 18. November 2021 - 10:39

Nur so kann man die Reaktion der FDP verstehen. Im Wahlkampf war das noch relativ einfach. Die FDP leugnete nicht die Bedrohungslage durch Corona, was ihr, anders als der tumben AfD, eine gewisse Seriosität verlieh. Andererseits versprach die FDP Einschränkungen weitestgehend auszuschließen oder zurückzufahren.

Auftritt Christian Lindner in den Tagesthemen: Kontaktverbote haben keinen Nutzen, wissenschaftliche Studien (welche???) hätten das gezeigt. Am nächsten Tag rudert er öffentlich zurück. Er hätte sich missverständlich ausgedrückt. Bemerkenswert: zwei Tage zuvor behauptet Kubicki das gleiche, andere FDPler zuvor ähnliches.
Das war offensichtlich die Parteilinie im Wahlkampf.

Jetzt soll die FDP Corona bekämpfen, nicht mehr primär den politischen Gegner.
Und hat keine Ahnung wie. Denn man wusste ja nur, was man nicht wollte. Und das waren Einschränkungen für bestimmte Klientel.

Nach dem Hoch des Wahlkampfgeschwätzes kommt das Tief der Realität.

FDP? Eine leere Marketing-Hülle..

W.D. Hohe | Do, 18. November 2021 - 11:17

bei allem erbrachten Respekt, ausdrücklich ohne "ethischen" Tonfall und ohne mich bei Adressierung auszunehmen.
Bei allen Verhandlungen in jedweder "Branche" kommt der Moment, jenseits eigener "Krafte," ob ich noch dabei bin oder aussteige, ggfls. austeigen muss. Insbesondere wenn meine Verhandlungen, meine Entscheidung, "Andere" betrifft, in Mitleidenschaft zieht.
Keine Frage von Dummheit sondern von Gegebenheiten.
Und dazu bitte ich zu bedenken, wieviele "Zaungäste" Ihren und meinen Entscheidungen applaudieren bzw. den Daumen senken würden wenn...
Bei mir jedenfalls stelle ich doch immer wieder fest, dass es mir leichter fällt, mir mildernde Umstände zuzubilligen.

Alexander Brand | Do, 18. November 2021 - 11:30

der Ungleichen und der Unpassenden fällt!

Die FDP nimmt die völlig deplazierte Medienschelte von 2017 offensichtlich überernst. Sie verbiegt sich bis zur Unkenntlichkeit, Hauptsache man macht gemeinsame Sache mit den linksfaschistischen Grünen und der tiefroten SPD.

Offensichtlich kapiert die FDP-Spitze dabei zwei Dinge nicht:
1. Sie werden von R/Gr. nur als Steigbügelhalter weg von einer Minderheitsregierung hin zu 50 plus % benötigt. Inhalte der FDP werden maximal in homöopathischen Dosen in einem Koalitionsvertrag vorkommen. Die Hoffnung, die FDP würde als Bremsklotz am linksgleichschritt in Richtung Abgrund wirken, ist maximal naiv, die FDP wird nichts verhindern können denn sie wird von R/Gr. nicht ernst genommen.
2. Die FDP wird wegen 1. bei der nächsten BT-Wahl verdient unter die 5% fallen und Lindner wird ausgedient haben.

Das suizidale und deutschlandschädigende Verhalten der FDP ist absolut nicht nachzuvollziehen!

Bernd Müller | Do, 18. November 2021 - 18:08

Wohl ein Irrtum: " mit seinem guten Namen". Hatte er doch bekannt, sich an die Corona-Regeln selbst nicht gehalten zu haben. Eine Diva, gut für die Plaudereien im FS. Es gilt für ihn das Bonmot über Nixon: Würden Sie bei diesem Mann einen Gebrauchtwagen kaufen?
Wer auf die Impfung ohne medizinischen Grund verzichtet, kann das tun. Aber eine Intensivmedizinische Behandlung im Fall einer C- Infektion sollte dann ausgeschlossen sein zugunsten anderer.