Thomas Gottschalk
„Mein Unterhaltungsmantra ‚Es geht doch um nix‘ hat ausgedient“: Thomas Gottschalk am Samstagabend auf der großen Bühne des ZDF / dpa

Gottschalks TV-Comeback - Wetten, dass Friedrich Merz bald die CDU führen wird?

Traumquoten für Thomas Gottschalks „Wetten, dass …?“-Wiederauferstehung zeigen: Die Sehnsucht nach altbundesrepublikanischer Unbeschwertheit ist groß. Ein Hang zur Nostalgie, dem sich auch die Politik nicht verschließen kann.

Daniel Gräber

Autoreninfo

Daniel Gräber leitet das Ressort Kapital bei Cicero. Er hat Politikwissenschaft und Journalistik studiert und arbeitete als Lokalreporter und Wirtschaftsredakteur für verschiedene Regionalzeitungen.

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Keine Fernsehshow steht so für die Bundesrepublik der 1980er- und 1990er-Jahre wie „Wetten, dass …?“ die große Samstagabendrevue mit dem dauerjugendlichen Gastgeber Thomas Gottschalk, der belanglose Plaudereien mit kleineren Frechheiten würzt, sich bei politischen Fragen aber vornehm zurückhält, weil er vor alles eines will: sein Publikum unterhalten. Anders als ihm nachwachsende Bildschirmkollegen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk viel zu häufig als Belehrungs- und Erziehungsanstalt verstehen.

Einen kleinen Wink in Richtung dieser Kollegen gab Gottschalk gleich am Anfang seines bemerkenswerten Comebacks am Samstagabend. Das ZDF, unter dessen Mitarbeitern sich einige Sendungsbewusste als Speerspitze des geschlechtergerechten Sprechens verstehen, feierte das 40. Jubiläum der eigentlich 2014 abgesetzten Wettsendung mit einer Wiederauferstehung. Ob er denn gendern würde, witzelte Gottschalk zur Begrüßung: „Natürlich. Wetten die, wetten der, wetten dass.“

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Rob Schuberth | Mo, 8. November 2021 - 18:22

Bitte, was soll das denn nun?
Im Cicero einen Artikel über Wetten das?
Und dann noch diese Verquickung mit dem Namen Merz.

Schreibt bitte über wirkliche Themen.

- Den Streit Brüssel vs Polen / u. vs Ungarn.

- Arbeitet euch mal intensiv in das Thema rein wie Brüssel versucht sich mehr u. mehr Macht anzueignen.

- Schreibt über all die Straftaten unserer "Goldstücke". Könnte eine laaange Serie werden.

- Geht mit einer KGE hart in ein Interview, falls die sich traut, u. zeigt ihr wie sehr es jetzt schon unserem Land schadet, weil sie sich hier alles immer bunter wünscht.

Aber hört mit solchen BlaBla-Artikeln auf.

es geht gerade nicht immer um die große Weltpolitik. Die Ärgernisse fangen im kleinen an. Schauen sie sich mal einen Tatort an, da finden sie keinen Schimanski mehr, nur noch gescheiterte Existenzen, wenn es Männer sind und sonst sind aufeinaml überall die Frauen die taffen Ermittler.
Ich kein Fan von großen Samstagabendshows, dennoch war es besser als der Rest was man bei den ÖRF zu sehen und hören bekommt.

Ich sehe mir nur noch selten einen Tatort an und nur wenn ich mir vorher angesehen habe, worum es geht. Bis vor ca. 10 Jahren habe ich mir bis auf wenige Ausnahmen mit mir unsympathischen Teams, keinen Tatort entgehen lassen.

Der Tatort ist zum Erziehungsmedium verkommen, es geht nur noch selten um einen guten Krimi, sondern darum den Menschen zu verdeutlichen, wie sie denken und handeln müssen. Es geht darum das bunte LGBT multikulti antideutsche antinationale antichristliche und genderübergerechte rot/grüne Gesellschaftsmodell zu propagieren. Es geht darum den Deutschen zu verdeutlichen, daß sie schlecht sind und wie gut die Migranten im Vergleich dazu sind. Und als Ausnahme dazu gibt es noch die ungenießbaren psychodelischen Tatort a la Murot.

Zu Gottschalk muß man hingegen nur wenige Worte verlieren, der Mann ist selbsterklärend schlecht und seine Zeit ist vor mindestens 15 Jahren schon abgelaufen, nur wahrhaben will er es offensichtlich nicht, oder er braucht dringend Geld.

OHA, tolle Kommentare!

Schule, Fußball? Jeder ist ein Experte!
Wohl auch bei "WETTEN DASS?"

Hallo Herr Böhm, ich antworte Ihnen, weil es hier wohl eine große Kongruenz gibt - also bzgl. der Einordnung von "Tatort".

Tatort Duisburg:
Hänsjen: "Thanner komm raus aus dem Puff (der Citroen!) u lass Schimi noch ne Stunde schlafen!"
Schimi hält übrigens uneinholbar die Pole-Position des Gebrauchs des Wortes "Schei...".

Die Tatorte München, Münster, Dortmund u Kölle sind mMn meist prima.
Die Boenisch: "Faber, besorgen Sie sich nen Hund!"
Faber: "Wieso? Ich hab dochen Kaktus!"
🌵
In diesen Tatorten lodert noch der "Geist des Schrillen", im positiven Sinne.
Politisch eher unkorrekt=pädagogisch eher kontraproduktiv=gut 👍

Frauen sind im Tatort mMn ein Thema für sich!
Sie schreiben die Rolle ja nicht selbst u von irgendwas muss man ja leben!

Lena Odenthal?
Je älter sie wird, desto besser sieht sie aus - egal!
Kennen Sie "Unter Wölfen"?
"- sprühen Sie sich was unter die Arme!"

leider: AUS!

oder: Was ist der Cicero?

Sicherlich dankt die Redaktion für Anregungen, was im Cicero behandelt werden könnte.

Aber nur dort entscheidet man letztendlich, was auch in das Magazin (oder in die Web-Version) passt. Das ist bei jeder Publikation so. Manche Themen gefallen mir nicht, andere fehlen mir. That's Cicero!

Sie, Herr Schuberth, sehen im Cicero offensichtlich etwas ganz anderes. Das "Blatt" soll sich gefälligst an den politischen Zielen seiner Leser orientieren. Und Sie möchten, mal wieder, und auch nicht als einziger, gerne Themen vorgeben, die hier erscheinen dürfen.

Dass bei Ihren Vorschlägen nicht mal ein Ansatz von politischer Ausgewogenheit zu beobachten ist, sei nur nebenbei bemerkt. Am Ende wäre der Cicero dann endgültig zum Sprachrohr von Rechtsaussen degradiert.

Nur nebenbei: Wer von der langen Liste der "Straftaten unserer Goldstücke" fabuliert, schrammt nur Milimeter an Volksverhetzung vorbei.

Auch wenn der/die eine oder andere Forist*in dabei klatscht.

Da bin ich anderer Meinung, sehr geehrter Herr Schuberth! Sonst bin ich meistens bei Ihnen, aber diesmal nicht. Natürlich gibt es im Moment viele Themen, die uns alle beschäftigen. Aber es muss doch nicht immer nur ernste Kommentare geben! Der Cicero bemüht sich, sehr umfassend und aktuell zu berichten. Daher Dank an Herrn Gräber für diesen Beitrag. Auch ich habe Gottschalk gesehen. Und ich fand ihn gut. Endlich mal ein Samstagabend ohne ständige Quiz- oder Krimibeschallung! Grüße an alle, die ebenfalls dabei waren.

...auch wenn Sie meine Ansicht dieses Mal nicht teilen konnten.

Ich finde es immer wieder wichtig u. gut, auch konträre Ansichten hören, pardon hier gilt ja lesen.

Dass das Thema dann auf die Tatorte u. deren leidiges Framing ableitete fand ich wieder gut, denn den Kritiken an diesen neueren Tatorten kann ich mich uneingeschränkt anschließen.

Ach ja, ich gebe Ihnen recht.
Manchmal bin ich wohl zu ernsthaft dabei.
Wirft mir meine Tochter auch ab u. an vor.
Bleiben Sie mir gewogen...

Enka Hein | Mo, 8. November 2021 - 18:39

...weitere Showgrößen. Frankenfeld, Kuhlenkampf, Carrell. Und vor Gottschalk war Elstner. (Den habe ich als Kind mal in Luxemburg im RTL Radiosender besucht. Musikalisch war der schon weiter in L.)
Auch in Bonn gab es Politikgrößen.
Adenauer, Brandt, Schmidt, Strauß.
Aber mit Umzug nach Berlin hat man das Hirn wohl in Bonn gelassen.
Was heute in Berlin im RT sitzt, kann man 1:1 mit dem Fernsehunterhaltung vergleichen.
Je flacher umso erfolgreicher. Baerbock vs. Böhmermann, um nur ein Beispiel zu nennen.
Die eine weiß nicht was sie redet und davon noch zuviel. Der andere nur Dummlall.
Schaut man sich politische Debatten und Fernsehshows von heute an, kann ich mich nur angewidert abwenden. Gleiches von früher war, auch politisch, unterhaltsam.
Und wenn Merz käme wäre es nur gut für die CDU. Aber sie müsste erst mal liefern.Und dann sehe ich als Wähler weiter.
Und 66 ist kein Alter. Biden wird als Scheintoter von den Linken bejubelt.
Wer weiß wie lange die Ampel hält.

Ohhhhh Fr. Hein, Sie glückliche. Ich bin mit Radio Luxenburg und Frank Elstner aufgewachsen. Von meinem auf der LPG verdienen Feriengeld( in einigen Jahren immer im Herbst und Sommerferien) ein Tonbandgerät gekauft und an das alte Röhrenradio meiner Eltern angedockt. Samstags die „Großen 8“ und Sonntags die Hitparade Platz 20 - 1 Das alles auf Kurzwelle mit einem saumäßigen Empfang. Aber das aufzuschreiben und die Akkorde auf meiner Gitarre herauszufinden, dass hatte was wenn dann ein Titel „ erkennbar“ +„anhörbar“ war. Und Samstags unters Dach gekrabbelt und die Antenne vom Inselsberg auf Westen Ochsenkopf ? Gedreht. Manchmal durfte ich nach dem Wort zum Sonntag noch den Spätfilm sehen. Und zuletzt immer die Bilder. In Erinnerung das Deutsche Eck und die lange Anna auf Helgoland. Ich habe damals immer schon von diesen beiden Orten geträumt.
Als ich dann beide Orte besuchte standen mir die Tränen i.d. Augen. Das geht mir heute auch so, nur aus einem ganz anderen Grund
L G a d E Re

Peter Sommerhalder | Mo, 8. November 2021 - 18:54

"Wiederauferstehung zeigen: Die Sehnsucht nach altbundesrepublikanischer Unbeschwertheit ist groß. Ein Hang zur Nostalgie, dem sich auch die Politik nicht verschließen kann."

"Leben und leben lassen..."

Urban Will | Mo, 8. November 2021 - 19:00

Unbeschwertheit“ mag groß sein, aber doch nicht so groß, als dass man sich auch zu ihr bekennen würde.
Es muss festgehalten werden:
Keine Parteien – Konstellation, ob nun vor der Wahl oder nach dieser, wäre, bzw. ist auch nur ansatzweise gewillt, den unter Merkel eingeschlagenen Irrweg in den wichtigsten politischen Bereichen (Migration, Energie/Klima, EU) zu ändern.
Das war und ist und sollte jedem klar sein. Wer anderes „erwartet“ hat, der sollte weiter an den Osterhasen glauben.

Und so hat der Wähler halt zu 90 % entschieden, dass es so bleiben soll.

Wer aber zu den – wie ich ebenfalls finde: guten - „altbundesrepublikanischen“ Zeiten zurück möchte, wobei ich nicht an Muff und Spießigkeit denke, sondern an offene Diskussionskultur und Politik f ü r die Menschen, nicht gegen sie, der muss das mit d Wahlzettel entscheiden.
Dafür braucht es nicht mal Mut.
Den braucht man, um das zu machen, was Gottschalk gemacht hat. Allerdings hat der auch die Macht und die Chuzpe für so was.

Walter Bühler | Mo, 8. November 2021 - 19:12

Die "woken" Gralshüter an unseren Hochschulen erkennen nur noch das als wissenschaftlich oder akademisch an, das den Freigabe-Stempel der Gender-Zensur trägt.

Die "woken" Gralshüter in den Parteien entscheiden darüber, was in der Politik richtig und falsch ist. Politische Maßnahmen erhalten nur den Freigabe-Stempel, wenn sie den lizensierten Netzwerken, insbesondere den LGBTQIA+-Netzwerken nützen, sonst nicht.

Die "woken" Gralshüter in den Medien entscheiden darüber, welche Inhalte thematisiert werden dürfen, und wie das zu geschehen hat. Inhalte und Projekte erhalten den Freigabe-Stempel, wenn sie den lizensierten Netzwerken genehm sind und die Autorität der Gender-Hierarchie respektieren, sonst nicht.

Für das Erwachen aus diesem Alptraum ist wirklich jede Hilfe willkommen, gerade auch von Künstlern, Entertainern und Normalbürgern!

Daher einen besonderen Dank an Gottschalk!

Günter Johannsen | Mo, 8. November 2021 - 19:13

Wetten, dass Friedrich Merz bald die CDU führen wird? Das hoffe ich doch sehr, denn dann hat die
CDU die Chance, zu alter Stärke zurück zu kehren. Nur so werden wieder 40 % zustande kommen!
Abkehr von der alternativlos linken Merkel-Demokratur in Richtung freiheitliche Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft. Auch die SPD muss aus den Fängen der SED-Erben befreit werden!
Kevin kann zur Linken konvertieren. Dort ist er bei 4,9 % besser aufgehoben. Dann wird auch endlich die Aufarbeitung der SED-Diktatur beginnen können, die von den alten Seilschaften der grün-linken Einheitsfront bisher verhindert wurde!

Thorwald Franke | Mo, 8. November 2021 - 19:54

Daniel Gräber hat wieder einen sehr guten Artikel geschrieben, leider muss ich eine Fußnote hinzufügen: Die Sehnsucht nach Gottschalk ist leider auch die Sehnsucht nach dem Unpolitischen.

Dieselben Menschen, die 16 Jahre Merkel-CDU u.a. gewählt haben, schauen jetzt Gottschalk. Nicht deshalb, weil sie was begriffen hätten. Es ist leider wirklich nur deren Gefühlslage. Rational kann man mit diesen Menschen nicht viel anfangen. Und da liegt die Crux der deutschen Demokratie.

Die Menschen sind zu brav, zu leichtgläubig, zu wenig skeptisch. Viele glauben immer noch, dass die Welt in Ordnung sei, und nur das Klima sei eine Bedrohung. Aber auch das würde gut werden mit Mutti Merkel und der guten Greta, gegen die bösen Konzernbosse.

Es muss eben wirklich erst schlimm werden, bevor es wieder besser werden kann. Alles andere ist Hoffen auf ein Wunder. Auch Merz kann nur in der gebahnten Spur fahren. Vor seinem Comback unterschrieb er einen Aufruf für eine EU-Arbeitslosenversicherung.

Nicht "LEIDER", das war der Punkt, der gesagt werden musste und unsere Situation treffend beschreibt.

<<Rational kann man mit diesen Menschen nicht viel anfangen.>>

Wenn man unter rational vernünftiges und überlegtes Handeln versteht, haben Sie recht.
Ein Beispiel, dass man mit einem Menschen, dessen gesamtes Tun von seiner Gefühlslage bestimmt wird, nichts anfangen kann, kenne ich aus diesem Blog. Beispiel, eine argumentative, respektvolle Debatte kann man mit diesem Menschen nicht führen, dass verhindert seine Gefühlslage. Fehlende Argumente führen, um seine Gefühlslage zu befriedigen, dann dazu -des Öfteren- pers. und beleidigend zu werden, anders weiß er sich dann nicht zu wehren.

Brigitte Simon | Mo, 8. November 2021 - 23:00

2008 kam es zu einer wilden Verfolgungsjagd zwischen Gottschalk und Reich-Ranicki. Gottschalk wollte Reich-Ranicki den deutschen Fernsehpreis überreichen und Reich-Ranicki ver-suchte verzweifelt, ihm zu entkommen. Er fühlte
sich beleidigt, daß ausgerechnet Gottschalk ihm
diesen "verpassen" wollte. Nicht von einem Gott-schalk. Wie empfände er Daniel Gräbers Artikel?
Wetten daß er diesen an Gräber zurückgäbe.

Norbert Heyer | Di, 9. November 2021 - 04:03

Früher hatten wir Adenauer,, Brandt, Strauß, Schmidt und Kohl, heute Merkel, Baerbock, Habeck und Scholz. Es gab Kulenkampff, Frankenfeld, Carrell und Heck, heute garnichts mehr - außer Gottschalk. Die CDU hat nur Merz, sonst nichts mehr, der die Partei wieder zu dem machen könnte, was sie mal war: Konservativ als Fundament und nicht als Schimpfwort und liberal - ohne beliebig zu sein. Die Union muss alle Merkeltreuen aussortieren und eine schonungslose Abrechnung mit den letzten 16 Jahren des Stillstandes und der Rückschritte vornehmen. Das kann nur einer, der Merkels Aufstieg miterlebte und von ihr aussortiert wurde. Das ist übrigens die einzige, die letzte Chance der Union, wieder zur alten Größe und Bedeutung zurückzukehren. Moral ist in der Politik sehr wichtig, aber Gesetze und Schutz der eigenen Bürger ist viel, viel wichtiger. Es wird Zeit, das dieser Grundsatz wieder an die erste Stelle politischen Handelns. rückt,, aktuell an der polnischen Grenze zu beobachten - hilflose EU

Rob Schuberth | Di, 9. November 2021 - 12:08

In reply to by Norbert Heyer

Ihren kritischen u. analytischen Worten schließe ich mich gerne an, werter Herr Heyer.

Diese unsägliche Unart, Moral (durch eine Minderheit, die sehr laut ist u. v. d. Medien laut unterstützt wird) über Gesetze zu stellen,gehört schnellstmöglich beendet.

Walter Bühler | Di, 9. November 2021 - 08:20

... schweigend oder gar applaudierend zusehen, wie unser Land allmählich in der Herrschaft der Beschränktheit und Mittelmäßigkeit versinkt, dann müssen sich eben die anderen einmischen: Künstler, Entertainer und auch wir Normalbürger.

Ohne selbst ein Freund solcher Sendungen zu sein, bedanke ich mich daher ausdrücklich bei Herrn Gottschalk für seine klare Stellungnahme, die ja heutzutage tatsächlich schon Mut erfordert.

Ernst-Günther Konrad | Di, 9. November 2021 - 08:58

Netter Versuch Herr Brändle, mit diesem Vergleich etwas Nostalgie in die Foristen Runde zurückzubringen. Ja, es mag die Mitmenschen geben, die sich zumindest einen Teil der Nostalgie von damals zurück wünscht. Nur, da kann ich mir auch alte Spielfilme mit Greta Weiser anschauen, hole mir Hans Moser und Theo Lingen auf den Schirm. Schaue mir Lou van Burg und andere Show Größen im Netz sicher irgendwo angeboten an. Diese Art der Nostalgie mag einem für zwei-drei Stunden mit leichten Nachwirkungen den Schlaf versüßt haben und vielleicht am nächsten Tag noch ein nettes erinnern. Nur, in der Politik geht es nicht nur um ein paar Stunden oder Tage, da geht es um Jahre, um Zukunft, um Vertrauen in Aussagen der Polizei, um Richtung u.v.m. Merz mag für den Übergang gut sein, aber nicht der neue Messias der CDU werden. Da muss mehr kommen, als Erinnerung an vergangene Tage. Auch Merz kann aus seiner Haut nicht heraus. Er steht nicht für Modernität und einen Neuanfang. Ich sehe da noch keinen.

Christoph Kuhlmann | Di, 9. November 2021 - 10:41

haben wollen, dass sie an allem schuld sind. Es ist zum Verzweifeln. da verrenken sich tausende von Medienschaffenden die Finger und verbrauchen tonnenweise zusätzliches Papier. Selbst zündende Reden zu quälend langatmigen Peinlichkeiten und dann kommt Thomas Gottschalk ... ein Dinosaurier der deutschen Fernsehunterhaltung von dem die meisten Aktvist:innen (Ich habe eine patriarchalische Rechtschreibkorrektur fällt mir gerade auf.) und redet wie ihm das Maul gewachsen ist., In Deutschland herrscht zwar Meinungsfreiheit aber diese hat sich natürlich der Abschaffung der Jahrtausende alten Unterdrückung der Frau, seitdem sich die Menschheit durch überwiegend männlicher Aggression an die Spitze der Nahrungskette setzte, zu beugen. Jetzt nicht wegen des Naturschutzes sondern wegen des strukturellen männlichen Chauvinismus in der deutschen Sprache, welche subtil das Patriarchat tradiert.

Gerhard Lenz | Di, 9. November 2021 - 15:41

mit einem Parteichef Merz die CDU noch weiter abschmiert?

Wen soll der den überzeugen? Ein paar Stockkonservative, ein paar Wirtschaftsliberale, die dann vielleicht von der FDP zurückkommen? Diejenigen, die sich eine Union wünschen, die so konservativ sein sollte, wie sie nicht mal 1960 war? Diejenigen, die meinen, die Union sollte sich zur rechtsextremistischen AfD hin öffnen?

Merz' Zeit ist längst vorbei.

Beim durchschnittlichen Wähler geniesst der Mann dank seiner Abgehobenheit keinerlei Sympathien.

Thorwald Franke | Mi, 10. November 2021 - 18:54

In reply to by Gerhard Lenz

Herr Lenz, Sie schätzen die Stimmungslage in Deutschland vermutlich gar nicht so falsch ein. Mit Friedrich Merz würde die CDU erst einmal nicht ganz groß rauskommen, das sehe ich auch so. Weil die Leute eben so links ticken, wie Sie es vormachen.

Aber einen Vorteil hat es doch: Wenn den Leute langsam dämmert, dass die Blütenträume alle nicht aufgehen werden, dann gibt es nicht nur die rechtsradikale AfD als Alterntive, sondern auch noch eine demokratische Alternative. Das ist die Rolle der CDU.

Im Grunde wie nach dem Zweiten Weltkrieg, als Adenauer die Scherben zusammenkehren musste, die andere angerichtet hatten, und große Ernüchterung angesagt war. Wenn die CDU diese Leistung noch einmal hinbekommt, dann war es aller Mühen wert.

Gustav Ehlert | Di, 9. November 2021 - 17:12

Danke, Herr Gräber, dem kann ich nur zustimmen. Musste da auch schon an eine gewisse Parallelität denken.

Und wenn Merz doch (wieder) nicht CDU-Chef werden sollte, kann er immer noch "Wetten, dass..?" als Nachfolger von Gottschalk übernehmen... Schließlich ist er immerhin fünf Jahre jünger und hat als Oppositionsführer im Bundestag schon einmal zum Thema gesprochen:

Gerichtet an den damaligen Kanzler Schröder: "Tja, Herr Bundeskanzler, wer in guten Zeiten zu Thomas Gottschalk geht, taucht in schlechten Zeiten bei Harald Schmidt wieder auf!"

Günter Johannsen | Di, 9. November 2021 - 18:58

die FDJ-Sekretärin ihren Auftrag erfüllt hat: Deutschland ist teilweise destabilisiert! Das hat sie geschafft! Hoffentlich wird Friedrich Merz bald die CDU führen! Das hoffe ich sehr, denn dann hat die CDU die Chance, zu alter Stärke zurück zu kehren. Nur so werden wieder 40 % CDU/CSU zustande kommen! Es folgt: Abkehr von der alternativlos linken Merkel-Demokratur in Richtung freiheitliche Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft. Auch die SPD muss aus den Fängen der SED-Erben befreit werden!
Klein Kevin kann zur Linken konvertieren. Dort ist er bei 4,9 % besser aufgehoben. Dann wird auch endlich die Aufarbeitung der SED-Diktatur beginnen können, die von den alten Seilschaften der grün-linken Einheitsfront bisher verhindert wurde! Was die Marxisten gestern wie heute vergessen machen wollen: Der wissenschaftliche Kommunismus von Karl-Marx hat allein in der Sowjetunion, in China und in der DDR (einschließlich Ostblock) über Hundertmillionen Tote zu verantworten!

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 10. November 2021 - 09:05

weil ich ihn früher in der Familienphase oft sah.
Ich kann mir aber denken, dass er sehr gut war, weil umfassend, überblickend und FÄHIG.
Er kann vieles wieder zusammenführen, Brücken bauen. Gottschalk scheint mir an den richtigen Stellen zudem Sozialdemokrat.
Wenn Merz so jemand in der CDU wäre, ist er sehr wichtig.
Aber das werden CDU-Mitglieder sicher besser wissen als ich.

Fritz Elvers | Mi, 10. November 2021 - 15:23

eine Neuauflage von "Was bin ich?" mit Robert Lemcke als Avatar.

"Wetten dass" habe ich in all' den Jahren nur einmal gesehen. Irgend ein starker Mann blies eine Wärmflasche auf. Das reichte, die üblichen Gaukler und Schamanen waren auch dabei und staunten.