Politiker-Ranglisten - Deutschland sucht den Superkanzler

Mit Inbrunst widmen sich Historiker in den USA dem Ranking ihrer Präsidenten. Für Deutschland ist eine solche Kanzler-Rangliste überfällig – und keineswegs nur eine intellektuelle Spielerei. Im besten Falle löst der Weg dahin eine Diskussion darüber aus, was eine Nation im Kern ausmacht.

Puzzle Kanzler
Wer ist der deutsche Superkanzler? / Paul Grabowski

Autoreninfo

Stephan Bierling lehrt Internationale Politik an der Universität Regensburg. Soeben erschien von ihm „America First – Donald Trump im Weißen Haus“ (C. H. Beck).

So erreichen Sie Stephan Bierling:

Was verbindet Tennisspieler, TV-Serien und Universitäten? Für alle gibt es heute Ranglisten. Dieser Trend macht vor nichts halt. Die Washington Post reihte etwa, Corona sei verflucht, die tödlichsten Pandemien der Geschichte auf. Und das ZDF-­Politbarometer stuft jeden Monat die Top Ten der deutschen Politik nach Sympathie und Leistung ein.

Die Mutter aller Politiker-Ranglisten sind die USA. Mit Inbrunst widmen sich Historiker dort dem Ranking ihrer Präsidenten. Auswahl haben sie genug dafür: Seit Schaffung des Amtes 1789 hatten es immerhin 46 Männer inne. 1948 bat Harvard-­Professor Arthur Schlesinger jr. Kollegen zum ersten Mal um ihr Urteil. 

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Christa Wallau | Mi, 15. September 2021 - 08:40

Merkels "Ernst, fehlenden Allüren u. internationales Ansehen", wenn er bei allen Entscheidungen, die sie getroffen hat, am Ende
gewaltig draufzahlt, seine Freiheit u. Souveränität immer mehr verliert u. sein Heimatland nicht mehr wiedererkennt?

Dieses"Ranking" der Bundeskanzler kann ich daher zwar grob nachvollziehen, vor allem, daß Konrad Adenauer dabei klar an der Spitze steht, A B E R bei Merkel gibt es für mich nur einen Platz unter den Kanzlern: den l e t z t e n - und zwar weit abgeschlagen hinter allen anderen!
Was diese Frau, die nie hätte Kanzlerin werden dürfen (!), mit ihren Fehlentscheidungen dem deutschen Volk eingebrockt hat, ist nicht mehr
wieder gut zu machen; denn es hat fatale Entwicklungen eingeleitet, die D mit unerbittlicher Konsequenz den Abstieg in die Reihe der Staaten bescheren werden werden, die man gemeinhin als drittklassig bezeichnet.
Unsere fleißigen Vorfahren, die D nach 1945 wieder aufgebaut u. groß gemacht aben, dürften in ihren Gräbern rotieren!

Ernst-Günther Konrad | Mi, 15. September 2021 - 10:02

Ich denke mal, da kann man zu jedem Kanzler Gutes und weniger Gutes sagen. Nur zu Merkel fällt mir da nicht wirklich etwas positiv herausragendes ein. Vielleicht Nordstream 2? Da überwiegen vor allem ihre eklatanten und uns über Jahre schädigenden Entscheidungen auf, die sie gerade ab 2013 getroffen hat. Ja, man hat zu wenig Abstand, sie ist ja noch im Amt. Nur eines ist für mich ein nicht erwähnter Punkt in Ihrem Artikel. Kein Kanzler hat es geschafft und auch nicht beabsichtigt, die berechtigten Interessen der Deutschen so zu verraten, wie sie es getan hat. Wir haben ein entpolitisiertes Deutschland, ein zutiefst gespaltenes Land bei verschiedenen Sachthemen, ein industrialisierte Destruktion, ein Gesichtsverlust im Ausland, der sich nur durch Scheckbuchdiplomatie kaschieren ließ und vor allem eines. Nie wurde in einem solchen Maße das GG ausgehebelt und eine Gleichschaltung bis hin zur Egalisierung des Parlaments herbeigeführt, wie unter ihrer Kanzlerschaft. Harte Worte, aber wahr.

Gerhard Lenz | Mi, 15. September 2021 - 10:11

Adenauers angeblicher Ruhm war zum grossen Teil auf den Mangel an Alternativen zurückzuführen. Er erwies sich als staubtrockener Konservativer, der keine Scheu hatte, Nazis in den Ministerien seiner Regierung unterzubringen. Als verlässlicher Partner der USA verfolgte er von Anfang an den Kurs einer harten Abgrenzung nach links, während er nach rechts erstaunlich nachgiebig agierte - und das, obwohl er in den 30er Jahren zeitweilig mit den Nazis im Clinch lag.
Vergessen und vergeben ist gleichwohl, dass er sich Ende 1932 für eine Regierungsbildung von Zentrum und Nationalsozialisten in Preußen aussprach (Quelle: Hans-Peter Schwarz: Adenauer. Der Aufstieg 1876–1952).
Gleichwohl ist seine Leistung beim Aufbau Nachkriegsdeutschlands und besonders bezogen auf die europäische Entwicklung beachtlich.

Nur wäre jemand mit seiner Persönlichkeit an der Spitze der Bundesregierung völlig ungeeignet.
Da hat Merkel - relativ gesehen - doch einen guten Job gemacht.

Das können Sie ja mal den Tausenden Angehörigen bzw. deren Nachfahren erzählen, deren Väter auf persönliche Initiative Adenauers (Reisen nach Moskau) vor 60 Jahren als Kriegsgefangene aus den russischen Gulags heimkehren durften!
Und niemals hat ein Staatsoberhaupt oder Regierungschef eine solche Anteilnahme seiner Bevölkerung erfahren als Adenauer auf seinem letzten Weg! MfG

Walter Bühler | Mi, 15. September 2021 - 10:50

Herr Bierling sollte zuerst die Forderung nach der Direktwahl des Bundeskanzlers aufstellen. Dann würde seine "Ranking-Idee" vielleicht einen Sinn machen.

Vorläufig müssen wir aber weiter die Parteien wählen, die - vom Volk verlassen - als reine Funktionärsparteien nicht mehr in der Lage sind, wirklich eine Mehrheit hinter sich zu scharen. Maximal 25% sind heute für eine Volkspartei erreichbar. In der Zeit nach Merkel werden wohl auch in Berlin italienische bzw. französische Verhältnisse eintreten, welche die Schwäche der "professionellen" Parteiendemokratie noch deutlicher hervortreten lassen. Die politische Handlungsunfähigkeit wird zunehmen, und die notwendigen Föderalismus-, Steuer-, Finanz-, Verwaltungs- und Wahlrechtsreformen werden weiter ausbleiben.

Das alles wird begleitet von einem Mediengetöse, das Politik ungehindert als Form der medialen Unterhaltung begreifen darf, und damit noch stärker der Verachtung der Bürger preisgibt.

köstlich, Herr Bühler. Nur wer wählt denn eigentlich noch?

Und wenn Sie den Volksparteien schon den Verlust der Wählerschaft nachsagen, wie steht denn dann erst Ihre AfD da, mit ihren läppischen 12,6%, Tendenz fallend?

In Deutschland wird es nie französische oder italiensische Verhältnisse geben, weil die beiden Staaten völlig andere Rahmenbedingungen haben.

In der französischen Präsidialdemokratie wird das Staatsoberhaupt vom Volk gewählt, anschliessend verschafft sich der Sieger fast immer auch eine Parlamentsmehrheit.

In Italien gibt es keine Sperrklausel für kleine Parteien.

Sie müssen sich im Übrigen keine Sorgen machen. Irgendwie werden die demokratischen Parteien immer zusammenfinden, um Regierungen zu bilden.

Die rechtsextremistische AfD hat damit natürlich nichts zu tun. Dort dürfte sich auch von Ihnen beobachtete Verachtung der "Bürger" konzentrieren, wobei allerdings umgekehrt die Verachtung für die AfD im Volke weitaus größer sein dürfte.

da haben Sie Recht. Gemeint habe ich mit der Formulierung "Vom Volk verlassen", dass das gewöhnliche Volk nicht mehr Mitglied in den Parteien wird oder dort die aktive Mitarbeit eingestellt hat. Daher kommt in den Parteien nicht mehr der Volkswille, sondern nur noch der Wille der karriereorientierten Funktionäre und ihrer Netzwerke zum Tragen. Typisch war dafür die innerparteiliche Auswahl der Kanzlerkandidaten bei CDU und Grünen.

Sie sagen hoffnungsfroh: "In Deutschland wird es nie französische oder italiensische Verhältnisse geben, weil die beiden Staaten völlig andere Rahmenbedingungen haben." Ich bestreite ja nicht, dass die deutsche Politik und die deutschen Medien sich in Europa als was besseres fühlen. Aber WIRKLICH zu glauben "Deutschland, Deutschland über alles" - dass wir etwas besseres als unsere Nachbarn seien -: das hätte ich Ihnen nicht zugetraut. Sind Ihre lautstarken Bekenntnisse zu Europa vielleicht nur lautstarke Unterstützung der superben deutschen Europapolitik?

Urban Will | Mi, 15. September 2021 - 12:19

Als ich den Artikel gelesen hatte, wollte ich zunächst selbst etwas schreiben, las dann aber Ihren Beitrag.
In der Tat, Merkels Kanzlerschaft war ein Irrtum der Geschichte, ein läppischer Artikel in der FAZ (den man ihr allerdings als „gelungenen Schachzug“ anrechnen muss) und schon stand sie oben in dieser Partei, die sie sich wohl aus gutem Grund ausgesucht hat.
Hätte er das Parlament nicht belogen, wäre Schäuble es wohl geworden und auch wenn er heute senil und zunehmend weltfremder wirkt, als Kanzler hätte er viele Entscheidungen so nicht getroffen. Mit Sicherheit nicht die von 2015 und auch diese irrwitzige Energiewende und hätte er so nie eingeleitet. Vom Klima – Wahn ganz zu schweigen. In diesem Irrenhaus gilt nun das Narrativ, dass D das Weltklima zu retten hat. Koste was es wolle.
Die Deutschen werden einen Preis zu bezahlen haben für ihre Merkel – Treue, dessen Summe der Durchschnittsbürger gar nicht mehr auf Anhieb lesen kann.
Aber man wollte es so...

Das ist schon auch beachtlich und deshalb war sie ganz und gar kein "Irrtum" der Geschichte.
Irgendwann kam eben der Zeitpunkt, an dem Politik evtl. so verbraucht war, dass Anderes in den Vordergrund trat.
Entsprechend scheinen mir auch genau diese Punkte Merkels achtbare Hinterlassenschaft, Frauenanteil, Gendern, Brigitte, Haltung, Anerkennung etc.
Das will ich übrigens auch nicht kleinreden.
Nur als Politikerin habe ich sie nie gesehen, weil sie vielleicht das Handwerk nicht beherrschte?
Ich würde Frau Merkel also weniger mit früheren Kanzlern vergleichen, als mit herausgehobenen Menschen des öffentlichen Lebens, nicht nur im Sinne der Repräsentation, sondern auch als "obwohl so fern, doch eine zum Anfassen" # keinesfalls zum debattieren!
Nun ist eigentlich die Position des Bundespräsidenten auch eine politische, aber wenn man auf das reine Vorhanden/Sein schaut, die Selbstverständlichkeit und Unaufgeregtheit, salbungsvolle Gesten...
Vielleicht etwas Ähnliches für Merkel?
Mal sehen

Es gibt in D kein „politischeres“ Amt als das des Kanzlers (ich gendere nicht). Das hat sich nie geändert und wird sich hoffentlich nie ändern.
Merkels Rolle als Überbringerin von Frauenquote, Gendern, Brigitte, Haltung, etc? Als „herausgehobene Person“, die das politische Handwerk eigentlich nicht versteht (wo ich Ihnen nicht einmal widerspreche)?
Dann wäre sie nicht nur ein Irrtum, sondern eine Katastrophe gewesen für unser Land, denn für das oben erwähnte ist das Kanzleramt wahrlich nicht das richtige. Wobei ich bei Katastrophe auch nicht nein sage...
Als Kanzlerin hatte sie Politik zu machen, was sie ja auch tat und die Folgen dieser Politik sind nicht nur für mich Anlass zu sagen, dass sie eben nie in dieses Amt hätte kommen dürfen.
Sie ist nie richtig in der Demokratie angekommen (zu sehen bspw in ihrem Befehl, eine demokrat. Wahl „rückgängig“ zu machen). Als gelernte Sozialistin hätte sie bei der SED und deren Nachfolgern bleiben sollen. D wäre viel erspart geblieben.

Rob Schuberth | Mi, 15. September 2021 - 12:49

Ich halte dem Autor entgegen, dass es keinesfalls eine Art Naturgesetz ist jeden Trend (hier den der Ranglisten) mitmachen zu müssen.

Primär ist m. E. die ach so woke Bevölkerung (u. gerade die die sich für woke halten) dafür jedoch anfällig.

Mein Artikel hätte ihnen die Augen geöffnet und zwar mit der Frage:

Habt ihr keine eigenen Ideen?
Könnt ihr nur hinterher-laufen?

Ok, diesem Autor mag das Thema u. U. als Auftrag gerade recht gewesen zu sein und auch Autoren leben nicht nur von Luft u. Liebe.

Generell halte ich Trends für ökologisch schädlich. Da wollen nur bestimmte Gruppen ihren Schnitt machen. Stets nach der Methode: "Und morgen wird die neue Sau durch's Dorf getrieben".

Zum Thema:
Angesichts der minderen Qualität der aktuellen Politiker halte ich ein Ranking für obsolet.

Karl-Heinz Weiß | Mi, 15. September 2021 - 12:56

"Anregung zu einer Diskussion, was eine Nation ausmacht“- eine gute Absicht. Da würde m.E. Willy Brandt, dem verfemten Exilanten, der erste Platz gebühren.Kohl, Schröder und Merkel haben dabei versagt ("blühende Landschaften") oder kein Interesse.

Jochen Rollwagen | Do, 16. September 2021 - 18:08

In reply to by Karl-Heinz Weiß

macht vor allem aus, daß sie

1. geographische Grenzen hat, diese
2. schützt bzw. verteidigt und
3. festlegt, wer selibige aus welchen Gründen überschreiten darf.

Das war's dann schon mal für D-Land.

ursula keuck | Mi, 15. September 2021 - 13:22

Wirtschaftswissenschaftler können keine Stunde an der Börse vorhersagen. Metroelogen nicht einmal für drei Tage das Wetter. Jedoch In punkto Energiewende-Klimaschutz sind sich alle Politiker und vor allem die Medien einig wie in einer Volksdemokratie-Ökodiktatur – Apokalypse in weniger als 10 Jahren
Da nach ihrer Ansicht die Vernunft des dummen Deutschen nicht ausreicht brauchen sie die perverse Öko-Horrorshow. Durch den Ausstieg aus der CO² freien Kernenergie den Klimawandel zu befördern ist nicht mehr zu toppen. Es gibt nur eine einzige Alternative: „Kernkraft“.
Die Kosten für diese tödliche Politik des Klimaschutzbolschewismus und Ökosozialistischen-Größenwahnsinns zahlt der Bürger.
Ein neuer Umweltextremismus ist längst im Anmarsch. Der Kampf gegen den angeblichen Klimakollaps wird von den Ökofaschisten zur Weltreligion erhoben. Schon heute muss die Umweltverschmutzung wie eine Lüge gebeichtet und mit Formen behandelt werden, die an den Ablasshandel im Mittelalter erinnern

Bernd Muhlack | Mi, 15. September 2021 - 16:32

"So populär beide Entscheidungen waren, so hoch sind ihre Kosten: D zahlt heute die höchsten Strompreise in Europa und erschwert mit dem Nuklear-Aus effektiven Klimaschutz. Und die Nation wird Jahrzehnte und Hunderte Milliarden Euro benötigen, um die eineinhalb Millionen Flüchtlinge zu integrieren."

Es muss mMn "populistisch" nicht populär heißen!

Als Dr. Adenauer Kanzler wurde, war ich minus zwölf Jahre alt, ein nondum conceptus.
Er war es übrigens welcher in zähen Verhandlungen mit Stalin die Heimkehr der deutschen Soldaten erreichte - er sagte immer "die Soffjets"!

Meine Erinnerungen beginnen mit Kiesinger/Brandt, als kleiner Junge; damals wurde noch sehr viel geraucht!

Ich las einmal, dass Ronald Reagan der beliebteste US-Präsident ever war; nun ja, nach Carter konnte es ja nur besser werden!
Die Jelly-Beans im Oval-Office!

Bei Kanzler Dr. Kohl bin ich unschlüssig.
"Hannelore, dt. Kanzler mit 4 Buchstaben."
"Das bist DU!"
"DU? Bast net."
"Die meinen DICH!"
"DICH? Bast!"

Wulf Richartz | Mi, 15. September 2021 - 16:43

Merkel hat Griechenland vor der Pleite bewahrt (m.M.n. zurecht!) und das unkontrollierte Auseinanderfliegen des Euros verhindert.

Und außerdem ... nö, nix mehr, das wars!

Der Atomausstieg ist keine Leistung! War eh schon beschlossen! Und vielleicht ein Fehler.

- Steuerreform? So gut wie gar nichts
- Kranken-Bürgerversicherung? Nö
- gute kapitalgedeckte Rentenversicherung? Riester"müll" wurde nicht rückgängig gemacht
- Beamte in die Sozialversicherung: Nö
- Ausbau der erneuerbaren Energien? Marginal, nicht ihr Verdienst
- Militär? Sicherheitspolitik? Traurig
- Außenpolitik? Niemand weiß wo wir stehen
- Europapolitik? Macron auflaufen lassen, Ergebnis: 16 Jahre Totalstillstand ohne jede Vision

Ich bin mir nicht so sicher, ob sie wirklich vor Erhard und Kiesinger stehen sollte bei 16 Jahren Regierungszeit ohne etwas zu hinterlassen!

Werner Zillig | Mi, 15. September 2021 - 17:36

Natürlich ist mir klar, dass ich für die folgende Meinung keinen Blumentopf gewinne, aber sei's drum.

Der Westen und Angela Merkel zumal haben Putin, einfach weil man ein Feindbild brauchte, am besten im Osten, da wo früher die Sowjetunion war, zum Bad Boy aufgebaut. Das war nicht schwer. Man musste nur sein Wort brechen, dass die NATO sich nicht in die Gebiete der ehemaligen Sowjetunion hinein vergrößert. Der Verweis, man sei ja doch gerufen worden, hat bekanntlich auch schon manche Intervention begründen können. Ein paar Leute, die einen rufen, findet man immer. Also, ich glaube, dass man am Anfang von Putins Regierungszeit durchaus die Chance gehabt hätte, ein stabiles Sicherheitssystem unter Einbeziehung von Russland hinzubekommen. Der Westen und die NATO haben es nicht gewollt! Sie brauchten einfach ein nahes neues Feindbild.

Christa Wallau | Mi, 15. September 2021 - 20:52

In reply to by Werner Zillig

für Ihre Meinung, lieber Herr Zillig, aber meine Zustimmung haben Sie!

Ich sehe es wie Sie: Die europäischen Staaten, vor allem auch Deutschland,
hätten auf Putins Angbot einer friedlichen Zusammenarbeit eingehen m ü s s e n.
Damals - nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion - gab es die einmalige Chance, daß Rußland in den Kreis der europäischen Mächte hätte eingebunden werden können.
Diese Riesenchance wurde vertan!!!
Natürlich waren die USA dagegen, aber die Europäer hätten auch ohne die Zustimmung aus Washington h a n d e l n können -
zu ihrem eigenen wirtschaftlichen Vorteil und zu dem Rußlands.
Es fehlten aber die klugen Politiker, welche die wahren Interessen Europas erkannten und wahrnahmen.
Leider.

Jochen Rollwagen | Do, 16. September 2021 - 13:11

Falsch: "Deutschland sucht den Superkanzler".

Richtig: "Deutschland sucht den Super-Insolvenzverwalter".

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