Mit geschlossenen Augen nimmt am Dienstag (11.09.2012) Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) an der Sitzung im Bundestag in Berlin teil.
Augen zu und durch: Das Thema Rente hat die Große Koaltion um Wirtschaftsminister Peter Altmaier bewusst verpennt / dpa

Streit um Rente mit 68 - „Ich ärgere mich über diese Augen-zu-Politik!“

Kommt bald die Rente mit 68? Der Eindruck entsteht zumindest, wenn man die aufgeregten Reaktionen auf ein Gutachten beobachtet, das der Rentenpolitik der Großen Koalition ein vernichtendes Zeugnis ausstellt. Im Interview rückt der Ökonom und Gutachter Axel Börsch-Supan ein Missverständnis gerade und wirft der Politik Drückebergerei vor.

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Ulrich Thiele

Prof. Dr. Axel Börsch-Supan ist Direktor am Münchner Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik und Mitglied der Wissenschaftsakademie Leopoldina, die die Bundesregierung berät. Er hat das aktuelle Gutachten zu den Renten maßgeblich mitverfasst.

Herr Börsch-Supan, ich bin 31. Muss ich mir Sorgen machen, ob ich überhaupt noch Rente bekomme?
Nein. Sie werden sogar eine höhere Rente bekommen, als es der Fall wäre, wenn Sie jetzt mit mir zusammen in Rente gehen würden, ich bin 66.

Ich frage, weil Ihr gerade veröffentlichtes Gutachten ein demographisch beunruhigendes Zukunftsbild voraussagt.
Das liegt an diesem missverständlichen Begriff „Rentenniveau“. Das Rentenniveau werden wir nicht halten können, also die jährliche Anpassung an die Lohnentwicklung. Aber es ist genug Luft drin, damit die Renten weiter sanft steigen können, sodass die Kaufkraft der Renten, wenn Sie dann in einigen Jahrzehnten in Rente gehen, höher liegen wird als heute.

Was kommt da demographisch auf uns zu, dass das Rentenniveau nicht gehalten werden kann?
Mit den Baby-Boomern geht jetzt ein sehr geburtenstarker Jahrgang in Rente. Es werden also deutlich mehr Rentner da sein als bis jetzt, aber gleichzeitig haben die Baby-Boomer relativ wenig Kinder bekommen. Das heißt, dass relativ zur Anzahl der Baby-Boomer wenig Einzahler in die Rentenversicherung da sind. 2035 wird es nur noch einen Beitragszahler pro Rentner geben, danach wird es immer mehr Rentner und weniger Beitragszahler geben. Das kann man auch nicht mehr ändern, die Demographie hat sich vor 20, 30, 40 Jahren so abgespielt und jetzt müssen wir darauf reagieren. Genau das macht das Beiratsgutachten: Wege aus dieser, nennen wir es mal Malaise, zu finden.

Axel Börsch-Supan
Axel Börsch-Supan / dpa

Ein Weg ist die Erhöhung des Renteneintrittsalters. Der stößt aber sogar bei Wirtschaftsminister Altmaier, an dessen Ministerium Ihr Beirat angekoppelt ist, auf Ablehnung. Hat Sie die Aufregung überrascht?
Ja, das hat mich überrascht. Denn große Teile des Gutachtens sind ja absolut nichts Neues, auch für das Wirtschaftsministerium nicht. Den Vorschlag, die Rente an die Lebenserwartung anzukoppeln, habe ich bereits 2005 gemacht. Ich glaube, dass auch das Wirtschaftsministerium von der heftigen Reaktion überrascht war. Ich führe Altmaiers Kommentar auch auf die Nervosität im Umkreis der Sachsen-Anhalt-Wahl zurück. Außerdem fängt der Wahlkampf früher an als normal.

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Alexander Brand | Fr, 11. Juni 2021 - 08:27

Da man uns von offizieller Seite großzügigerweise konsequent alle Zahlen erspart, die uns nichts angehen respektive beunruhigen würden, z.B. solche die im Zusammenhang mit der Migrationsflut (seit 2015) stehen, ist offiziell nicht klar welche Nachteile hierdurch für den Steuer-/Beitragszahler entstehen. Bei den in Verbindung mit den Zugereisten stehenden Kosten, ist jedoch davon auszugehen, daß diese in jeder Hinsicht erheblich sind (Prof. B. Raffelhüschen schätzte sie 2015 auf 900-2000 Milliarden). Die absolute Mehrzahl der Migranten wird wohl dauerhaft staatlich alimentiert werden müssen. Dazu kommen noch die horrenden Kosten, die im Rahmen von COVID entstehen. Und weil das so ist, muß unter anderem auch das Renteneintrittsalter angepaßt werden, denn auch die Migranten werden einmal „Rentner“ sein. Es wird nicht das letzte Mal sein und es wird auch nicht der einzige Bereich sein in dem erhöht wird und wenn die Grünen erst am Ruder sind, dann geht’s erst richtig los mit den Erhöhungen

Dieter Schimanek | Fr, 11. Juni 2021 - 10:25

Wer hunderte von Milliarden Steuergeld an die EU verschenken kann, kann auch eine auskömmliche Rente bezahlen. Wer illegale Migration mit weiteren zig Milliarden fördert und einheimische Rentner dafür länger arbeiten lassen möchte gehört eingesperrt!

Gerhard Lenz | Fr, 11. Juni 2021 - 11:48

In reply to by Dieter Schimanek

Deutschland verschenkt keinen Cent an die EU.

Für die Malaise der Rentenkassen gibt es vor allen Dingen drei Gründe:

1. Wie war das noch mit dem Beitritt der Neuen Länder? Wie wurden die Renten für die Menschen dort gegenfinanziert? Bevor sich manche gleich wieder empören: Es geht hier nicht um den Anspruch, den bestreitet niemand, sondern um die Finanzierung. Und da sind manche sonst ganz schnell mit Sprüchen wie: Man kann nur das Geld ausgeben, das man hat, zur Hand!

2. Bald zahlt EIN Arbeitnehmer für EINEN Rentner. Der demographische Wandel ist nun mal Tatsache. Und die fehlenden Beitragszahler (Arbeitnehmer) können nur durch Einwanderung wettgemacht werden.

3. Während die Renten immer weniger sicher sind, müssen Empfänger von Pensionen nichts befürchten. Die Idee der Bürgerversicherung, in die ALLE (also auch Beamte und Selbständige) einzahlen ist die einzig richtige. Ein Rentensystem, das noch auf den preußischen Staat zurückgeht, ist absurd. Gibt es Kürzungen? Dann für ALLE!

Ganz genau gesehen stimmt Ihre Kritik sogar, werter Herr Lenz.

Denn es ist ja nicht - direkt - D, dass sein Geld an die Süd-EU-Länder verteilt (50 % als Geschenk), sondern es ist Brüssel.

Allerdings holt sich Brüssel dieses Geld zuvor von uns.

Auf der Goldwaage fußt Ihre Kritik also, aber der Realität hält sie nicht stand.

Das sollte auch ein erklärter Kritiker der AfD (an-)erkennen u. zugeben.

Mein Gott Herr Lenz, das ist pure Staatspropaganda mit den üblichen gewollt falschen "Fakten", die mich bei ihnen erstaunen.
Zu 1) Rentenkassen gab mal, heute werden die Rentenbeiträge direkt an den Staat gezahlt, der entscheidet, was er seinen Rentnern davon zurückgeben will. Insofern sind die Renten an die "Neubürger" aus den eroberten Bundesländer der ehemaligen DDR ein politischer Tribut.
zu 2) ist damit beantwortet: Kein Arbeitnehmer zahlt einem Rentner seine Rente, das tut der Staat in dem Umfang, den er für erforderlich hält. Die Erhöhung des Rentenbezugsalters setzt dementsprechend eine längere Beschäftigung als Lohnabhängiger voraus. Das Gegenteil ist der Fall. Die einhergehenden Rentenabzüge wirken sich als Rentenkürzung aus, worauf es ja ankommen soll.
Zu 3) Billiges Beamtenbashing. Ein Beamter ist solange für d. Staat billiger wie er arbeitet + streiken darf er nicht. Insofern ist seine alimentierte "Loyalität" gewollte unproduktive Kost. Das in Kürze ... .

... Sie wissen schon dass es sich bei der Idee, dass alle in eine sogenannte Bürgerversicherung einzahlen, also dass hauptsächlich die AfD das fordert...

Ronald Lehmann | Fr, 11. Juni 2021 - 11:57

In reply to by Dieter Schimanek

Ihr Kommentar müsste stündlich bis zur Bundestagswahl im ÖR ausgestrahlt werden.
Wer alleine schon so auf ein "Gebrösel" kommt, hat außer mit seiner "Klappe" noch nie mit seinen Händen & Füßen in der Privatwirtschaft gearbeitet, geschweige war Selbstständig.

Aber SELBST (ohne Berater & Lobbyisten) & Ständig + Arbeiten = No Politiker (funktioniert nicht)😢

Enka Hein | Fr, 11. Juni 2021 - 12:01

In reply to by Dieter Schimanek

...wenn man eine echte Linke wäre, würde man weitergehen.
Aber nur so am Rande.
Die uns inner wieder genannten Kosten von 50 Mrd. für unsere "Fachkräfte" dürften um ein vielfaches höher liegen.
Aber selbst wenn man die zu Grunde legt, würden das für jeden der ca. 20 Mio. Renter ein jährliches Plus von 2500 Euro bedeuten.
Und was ist mit den exorbitanten Pensionen unserer Vollcersager. Diese sollten auch in die Rentenkasse einzahlen und erst mit dem gesetzlichen Rebtenalter darauf Anspruch haben. Wenn früher mit Abzügen. Ok, bei Abwahl müssten einige mit Harz 4 auskommen.

Dominik Roth | Fr, 11. Juni 2021 - 13:06

In reply to by Dieter Schimanek

Deutschland ist ein reiches Land höre ich immer, aber der Angestellte aus der Mittelschicht soll arbeiten bis er tot umfällt. Aber wir lassen es ja mit uns machen...

Joachim Kopic | Fr, 11. Juni 2021 - 13:29

In reply to by Dieter Schimanek

...wenn nicht mehr gewählt ... aber selbst das kriegt der brave deutsche Bürger nicht hin ;)
Einsperren sollte man die "Neu-Kriminellen" - aber das wiederum kriegt unsere Justiz in Zusammenarbeit mit der Politik oft nicht hin ... und da schließt sich der Kreis!

Barbara Piele | So, 13. Juni 2021 - 09:54

In reply to by Dieter Schimanek

Der Vater der Sozialen Marktwirtschaft sah in der Rentenreform eine gefährliche Entwicklung zum Versorgungsstaat. „Die Blindheit und intellektuelle Fahrlässigkeit, mit der wir auf den Versorgungs- und Wohlfahrtsstaat zusteuern, kann nur zu unserem Unheil ausschlagen.

Und heute? Wir werden von einem Heer von Blindgängern "regiert", denen es am Ende sch...egal ist, in welches Debakel Deutschland steuert. Hauptsache erst einmal die Wahl und die warmen Plätzchen gesichert.

Maria Arenz | Fr, 11. Juni 2021 - 11:20

Die letzte Regierung, die aus langfristig gesehener Not-Wendigkeit etwas ganz Unpopuläres gemacht hat, war Gerhard Schröder mit seiner Agenda 2010. Bei den von Merkel geleiteten Koalitionsverhandlungen habe ich Mal um Mal vergeblich daruf gewartet, daß sie eines der anderen überfälligen Großthemen anpackt- es gibt außer der überfälligen Rentenreform ja auch eine überfällige Wahlrechtsreform, eine überfällige große Steuerreform und und eine wirkliche Reform des Länderfinanzausgleichs: eine, die den stinkenden Sumpf unserer rot-rot-grünen Schmarotzer - Hauptstadt Berlin austrocknet (bekanntlich die einzige europäische Hauptstadt, die ein niedrigeres BIP/Kopf hat, als das Land). Merkels Motto war und ist- nach uns die Sintflut. Wenn uns das Thema Rente auf die Füße fällt, genießt sie schon lange ihren wohlverdienten Ruhestand mit dem Heiligenschein als "Mutter der Verdammten der Erde" . Aushalten müssen das Elend ja u.A. die verarmten Rentner, die nicht wegziehen können.

Karl-Heinz Weiß | Fr, 11. Juni 2021 - 11:23

Zu einem anderen Zeitpunkt hätte ich das Interview für Real-Satire gehalten: wir waren alle überrascht!
Wegen des Klimaschutzes hatte das BVG an die Beachtung der Generationengerechtigkeit erinnert. Das dringende Problem der Rentengerechtigkeit ist seit Jahren bekannt. Reaktion: die Wirklichkeit stimmt nicht mit unseren Wünschen überein. Schlimm für die Wirklichkeit!

Achim Koester | Fr, 11. Juni 2021 - 11:47

ist sicher nicht zufällig relativ kurz vor der BT Wahl gesetzt. Da drängt sich mir doch die Frage nach der Parteizugehörigkeit bzw. Präferenz des Herrn Börsch-Supan auf. Ein Schuft, wer Böses dabei denkt.

Fritz Elvers | Fr, 11. Juni 2021 - 13:51

sind wir auf die größte Wirtschaftskrise seit Bestehen der BRD gut vorbereitet. Wenn jetzt noch der grinsende Olaf mit auf das Bild kommt, erinnert es glatt an Plüsch & Plum (Strauß & Schiller).

Ehrlich, Willy | Fr, 11. Juni 2021 - 14:05

Ob es den handelnden Politikern gefällt oder nicht: Die statistische Lebenserwartung ist in den vergangenen 50 Jahren für beide Geschlechter um 10 Jahre gestiegen. GENAU DAS ist der Maßstab für die Erhöhung des Renteneintrittsalters.

... von der gesamt gestiegenen Lebenserwartung auf das Renteneintrittsalter? Dem Namen nach betrifft es Sie ja nicht.... Haben Sie sich mal Gedanken darüber gemacht, daß nur wenige dann noch etwas von ihrer Rente haben werden bei den ganzen körperlichen Gebrechen und Zivilisationskrankheiten? Es gibt viel gerechtere Rentensysteme in anderen Ländern, wo KÜRZER gearbeitet wird und MEHR ausgezahlt wird! Vielleicht sollte man da erstmal ansetzen! Bevor man andere noch fetter mehr durch die Ausbeutung der Alten! Es ist jetzt schon nichts weiter als eine Rentenkürzung, wenn die Alten die Jahre vor dem Renteneintritt entlassen werden oder aus H4 in die Rente gehen! Wer arbeitet denn noch bis dahin? Das sind nur Einzelfälle! Und stellen Sie sich einen Dachdecker mit 69 auf dem Dach vor!! Nette Idee! >:-( Aber der kann ja "andere Arbeiten" in der Firma machen.... hahaha....

Bernd Muhlack | Fr, 11. Juni 2021 - 15:15

Eine Anmerkung zum Bild. Herr Altmaier muss angeblich mit etwa 4 Stunden Schlaf pro Tag auskommen, er wird ja überall gebraucht; glaubt er zumindest.
Das OLG DÜ nahm in einem Urteil einmal "zum schlafenden Richter" Stellung.
Die geschlossenen Augen ließen nicht zwingend den Schluss zu, dass der Richter schlafe. Vielmehr sei dies eher ein Ausdruck der höchsten innerlichen Konzentration auf das Vorbringen der Beteiligten!
Na dann - trotzdem Gute Nacht Herr Altmaier!

Wie hier bereits erwähnt, sollte man sich zunächst einmal die Staatsausgaben anschauen!
Es ist eine Katastrophe wie unser Steuergeld sinnfrei, jedoch ideologisch wertvoll, verschleudert wird!

Sämtliche Freiberufler haben seit langem ihre eigenen Versorgungswerke, haben folglich eine gewisse "Grundsicherung". Schon Norbert Blüm wollte diesen lukrativen Kreis "verwursten".

Wir brauchen sicherlich eine qualifizierte Zuwanderung, aber keine Schlauchbootgrinser!

u viele UNSERER hoch Qualifizierten wandern aus!
Siehe Tochter!

Yvonne Stange | Fr, 11. Juni 2021 - 15:38

.... sollten erstmal die Diäten gesenkt werden. Wie wäre es mit Leistungslohn für Politiker? Und die Beamten nicht bessergestellt werden als einer, der malocht. Wie wäre es denn mit einem Rentensystem, in das alle einzahlen MÜSSEN? Wer privat noch möchte und Geld hat, der kann ja ruhig noch aufstocken.
Ok, träumen kann man ja mal.... wird eh anders kommen. Deutschland hat wohl sowieso die längste Lebensarbeitszeit in der EU.... wir sind ja überall vor dran.... nur nicht im Sinne der Bevölkerung.

Reinhard Benditte | Fr, 11. Juni 2021 - 16:57

Lasst Fakten sprechen! Geld hat dieser Staat genug! Beispiele:

Milliardentopf in den letzten 15 Monaten für alles mögliche, während der Staat die Pandemie ausgerufen hat.

Milliardentopf in den letzten 5,5 Jahr en mass für die Gäste, die dieser Staat aus jedem Winkel der Erde gerne aufnimmt!

Milliardentopf zur Rettung der PIGS Staaten.

Milliardentopf für die Wundertüte der EU zur Stabilisierung der Mittelmeerstaaten.

Wie schaut es mit dem gesetzlichen Renteneintrittsalter am Beispiel der Männer in den anderen EU (ausgewählten) Ländern aus? Österreich = 65, Bulgarien = 63, Griechenland = 65, Spanien = 65, Frankreich = 60, Malta = 61, Schweden = 65!

Aber die Deutschen sollen bis 68 arbeiten!

Und jetzt zu der durchschnittlichen monatlichen Rentenhöhe: Österreich €2.694 , Niederlande €3.116, Frankreich €2.214, Italien €1.802, Luxemburg €3.549, Griechenland €1.317, Spanien 1.804!

In Deutschland liegt die Rente bei durchschnittlich €2.639!

Mein Vorschlag ist deshalb das Renteneintrittsalter wieder auf 65 abzusenken und die monatliche durchschnittliche Höhe auf das Niveau von Luxemburg anzupassen.

Außerdem belasten die Gesetzliche Rentenversicherung Milliardenschwere Fremdleistungen, die nicht durch den Staat über Steuern voll ausgeglichen werden und die sind deshalb aus der Rentenversicherung auszugegliedern!

Aufsummiert wurden den Beitragszahlern bis 2020 ca. €909 Milliarden aus der Rentenkasse durch den Staat "gestohlen"! (Quelle: https://www.adg-ev.de/index.php/publikationen/publikationen-altersvorso…)! Deshalb, gebt den Beitragszahlern ihr Geld zurück!

Alle anderen Versprechungen der Parteien für zusätzliche Leistungen, die im Prinzip nur dem Stimmenkauf dienen, können die entsprechenden Politiker gerne aus dem normalen Steuersäckel finanzieren! Oder noch besser: Auflösung der Parteienstiftungen, die dem Steuerzahler jährlich mindestens € 500 Mio. kosten!

Bernd Windisch | Fr, 11. Juni 2021 - 20:07

Rentenbeitragszahler die ab dem 1. Januar 1964 geboren wurden, können erst mit Vollendung des 67. Lebensjahres ohne Abzüge in Rente gehen. Prof. Dr. Axel Börsch-Supan verbreitet "Dummes Zeug" Die Rente mit 68 ist längst da.

Das deutsche Rentensystem wird in absehbarer Zeit nur noch Armutsrenten produzieren. Wer dies nicht erkennt heißt entweder Franz Müntefering oder hat sonst wie eine nur noch selektive Wahrnehmung.

Wer das System jetzt immer noch nicht reformieren sondern lediglich die Konditionen für die Versicherten verschlechtern will zerstört die Akzeptanz der Rente in der Bevölkerung vollends.

Bernd Windisch | Fr, 11. Juni 2021 - 20:09

Herr Börsch-Supan, ich bin 31. Muss ich mir Sorgen machen, ob ich überhaupt noch Rente bekomme?
Nein. Sie werden sogar eine höhere Rente bekommen, als es der Fall wäre, wenn Sie jetzt mit mir zusammen in Rente gehen würden, ich bin 66.

Spätestens hier kann man aufhören den Artikel zu lesen.

Rob Schuberth | Fr, 11. Juni 2021 - 23:41

Der Prof. war ja auch Gast in der letzten Phoenix-Runde und seine Aussagen hatten Hand u. Fuß wie man so sagt.

Er wäre auch dafür endlich die Beamten (Politiker inkl.) und alle Freiberuflichen u. a. SB in die GRV einzubeziehen.

Nur der Deckelung der Max.Rente (wie im schweizer Mod.) stünde er kritisch gegüb.

Aber da uns weitere hohe Zuwächse an "Goldstücken" bevorstehen, wird sich das eh bald erledigt haben, denn dann ist unser Staat pleite.
Zumindest unsere Soz.systeme kollabieren dann.

Geld um dem Klimawandel zu begegnen gibt es dann auch nicht mehr.