Trump ohne Social Media - Twitter zieht den Stecker

Nach den Ausschreitungen in Washington haben zahlreiche Social Media-Plattformen dem noch amtierenden US-Präsidenten den Account gesperrt. Was gut ist für den sozialen Frieden, das kann sich langfristig als Gefahr für die Demokratie erweisen.

aussenpolitik/twitter-trump-sperre-social-media
Zum Zusehen verbannt: Trump twittert nicht mehr / dpa

Autoreninfo

Ralf Hanselle leitet das Kulturresort von Cicero.

So erreichen Sie Ralf Hanselle:

ralf-hanselle

Längst ist es ein Spiel um die Macht. Tech-Riesen wie Facebook, Twitter oder Google sind mittlerweile derart gigantisch angewachsen, dass sie einen Vergleich mit Staaten und Regierungen nicht mehr scheuen müssen. Beispiel Facebook: Mit einem Umsatz von 70,7 Milliarden Dollar im Jahr 2019 reicht der Konzern aus Menko Park, Kalifornien fast schon an das Bruttoinlandsprodukt von Äthiopien heran (beim Konkurrenten Google/Alphabet ist der Umsatz übrigens längst doppelt so hoch).

Die Follower, die der globale IT-Riese, der 2004 unter dem noch etwas holprig klingenden Namen TheFacebook gestartet war, mittlerweile auf der ganzen Welt einsammeln kann, summieren sich zu einer Gesamtzahl, die einem Viertel der Erdbevölkerung entspricht. Mehr Macht geht nicht. Konkurrent Twitter etwa kann da nur neidvoll staunen. Hier sind es lediglich 26 Millionen User, die die Plattform des Kommunikationsriesen um Softwareentwickler Jack Dorsey täglich mit neuen Tweets und Nachrichten bestücken.

Cicero Plus weiterlesen

  • i
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
Wolfgang Jäger | So, 10. Januar 2021 - 15:38

Demnächst haben wir immer dann einen "Notfall", wenn die Meinung nicht passt!

Christoph Wirtz | So, 10. Januar 2021 - 15:45

... Herrschenden andienen, und sperren daher denjenigen aus, der nicht mehr zu sagen hat. Das Ganze natürlich garniert mit den üblichen "moralischen" Begründungen.

helmut armbruster | So, 10. Januar 2021 - 15:54

ein Unternehmen kann dem mächtigsten Mann im Land einfach so "den Stecker ziehen".
Und der mächtigste Mann kann es nicht verhindern.
Ist das nicht wunderbar?

...selbstverständlich passsiert es nur leider viel zu spät.

Dass jetzt Trumpisten empört "Zensur!" schreien, ist nicht verwunderlich, sollte aber nicht weiter interessieren.

Selbstverständlich kann auch ein vor Jahren zum Präsidenten gewählter Chaot nicht unbegrenzt Hetze und Lügen verbreiten!

Wenn Twitter, Facebook und andere soziale Medien jetzt Trump den Saft abstellen, ist das nicht nur überfällig, sondern zeigt das auch von gewachsenem Verantwortungsbewusstsein.

Trump hat nachweislich permanent Lügen verbreitet, er hat Extremisten als "fine" people" geadelt und ganz zweifellos vor wenigen Tagen Radikale zum Sturm auf das Kapitol angestachelt - um die Demokratie zu schädigen und möglicherweise die Voraussetzung dafür zu schaffen, selbst der höchste Mann im Staat zu bleiben.

Dazu hat er wie gewohnt nach Strich und Faden gelogen, was indirekt von mehr als 60 (!) Gerichten bestätigt wurde.

Wer meint, Trump müsste das weiterhin dürfen, müsste auch Hitlers Propaganda verteidigen.

Extremisten?
Ist das wirklich so das ihrer Meinung nach Meinungs-, Kommunikations- und Pressefreiheit
auch in manchen demokratischen! Systemen keine Selbstverständlichkeit mehr sind oder sein sollten? Verwunderlich...
"IT-Giganten haben zum ersten Mal gezeigt, wer der Boss ist. Von nun an blockieren sie offen diejenigen, mit deren politischer Position sie nicht einverstanden sind. Und wir sprechen nicht über Verbote wegen Gesetzesverstoßes, sondern über die Ausweisung alternativer Meinungen."
Diese Strategie hat aber auch ein sehr großen Nachteil für Demokratie: Sie untergraben das Vertrauen der Menschen in die Machtinstitutionen.
Was das Vertrauen betrifft:
auch unsere "Mediengesellschaften“ brauchen eine qualitative Veränderung.

Mit der Meinung ist es so eine Sache, sie schwankt oft wie ein Blatt im Winde.
2.000 „Links-Aktivisten“, meinten auch, in Corona-Beschränkungszeiten Sonderrechte zu haben. Und sie durften ihre Meinung am Samstag haben.
" Mit kommunistischen Fahnen und Konterfeis von kommunistischen Massenmördern wie Lenin, Mao und Stalin. Ausgerechnet in der Straße, die früher Stalin-Allee hieß. Mit der Forderung nach Umsturz und Revolution und wilden Beschimpfungen der Polizei. Corona-Mindestabstände waren dabei Fehlanzeige. Es gab Randale und Rangeleien mit der Polizei. Beamte wurden angegriffen, mit Böllern und Flaschen. Es wurden Fahnen verfassungsfeindlicher Organisationen gezeigt, die verboten sind."

Was meinen Sie dazu Herr Lenz?

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 11. Januar 2021 - 11:30

In reply to by gabriele bondzio

doch eher Revolte von der "Strasse der Republikaner" sei.
"Die Strasse", von rechts her so etwas wie ein Plebiszit, geschieht auch auf der Strasse, wir erinnern uns an die Aufmärsche der Rechtsradikalen in der Weimarer Republik.
Sie sind anders symbolorientiert als die der Linken und tendenziell nicht so sehr in Richtung Demonstration von Volksmacht, sondern eben Stürmen der Parlamente, Ausschalten des Demokratischen -> Machtübernahme durch die richtigen Führer.
Das klingt doch wieder nicht ganz anders als bei den Hardlinern der Linken.
Dann ist es m.E. die Aufgabe der Politiker der verfassten Demokratie, dies abzuwehren.
Aus der Verantwortung können sich gerade die Republikaner, als Werteoriente, nicht stehlen.
Nun wurde evtl. mit zweifelhaften Methoden zuvor versucht, Trump aus dem Amt zu drängen.
Damit sanken die Demokraten noch einmal in meiner Achtung, aber jetzt, nach wochenlangem "Sturm" auf die Gerichte, der Sturm auf das Kapitol, damit hat als "Herbeiführender" Trump GEFEHLT!

mit Verlaub, ein sehr zutreffender Kommentar.Auch ich sehe mehr die ohnmächtige Wut,denn die Gewalt, der Capitol-Stürmer.Diese waren sicher von den, wie Sie schreiben, "zweifelhaften Methoden"des Wahlablaufs überzeugt.Es gab genug, auch seriöse,Berichte über Unstimmigkeiten.Wären die Dems klug und nicht unendlich machtgierig,dann hätte es einen Untersuchungsausschuss dazu gegeben.Welche Partei lässt schon solch ehrenrührige Beschuldigungen auf sich sitzen.Nur so und mit der Sicherstellung der neuen Wahlscheinzählmaschinen,wäre eine eventl.Beweiswerbringung überhaupt möglich gewesen.

'Wenn Twitter, Facebook und andere soziale Medien jetzt Trump den Saft abstellen, ist das nicht nur überfällig, sondern zeigt das .. von gewachsenem Verantwortungsbewusstsein.'

Wer die Macht hat, heute dem amerikanischen Staatspräsidenten 'den Saft abzustellen', kann morgen andere Leute - auch Sie - stumm machen und ein digitales 'demnatio memoriae' aussprechen.
Es kann doch nicht richtig sein, daß die - von niemandem gewählten und autorisierten - Manager trans-nationaler Konzerne darüber entscheiden, was gesagt und geschrieben werden darf - und was nicht.
Sie bejubeln ein Outsourcen und Privatisieren demokratischer Entscheidungsprozesse, obwohl sich genau dieses Outsourcing schon morgen gegen Sie und die von Ihnen vertretene politische 'Richtung' wenden kann! Aus der Geschichte könne wir lernen, daß die 'Türöffner' von heute mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den Opfern von morgen zählen.
Lesen Sie Aufstieg und Fall der 'revolutionären Rechtsprechung' der Robespierre, Trotzki, Slansky.

Dieses Problem liegt bei uns (in der BRD oder in der Rest-EU). Warum dulden wir bei uns die Aktivitäten von "Twitter, Facebook und andere soziale Medien" ?

Die simple Antwort ist: Weil wir in unserem Land und in der (Rest-)EU nicht in der Lage sind, unseren Bürgern vergleichbar gute Werkzeuge zur Verfügung zu stellen. Wir verfügen nicht über gleichwertige oder gar bessere Werkzeuge.

Unser Bildungssystem produziert leider eine Gattung von Menschen, die sich nur in anderen Sachen auskennen.

Deshalb kann man da nichts machen.

hätten diese A-sozialen Netzwerke schon viel früher tun sollen, Herr Armbruster.
Vier Jahre lang konnte er so den letzten Müll verbreiten und die haben daran auch noch kräftig verdient. Jetzt wo der "Captain" das sinkende Schiff verlassen muss, machen sich diese Pharisäer auch vom Acker und setzen die "Unschuldsmiene" auf.
Wasch mich aber mach mich nicht nass!

Nein das ist gefährlich denn diese Unternehmen können bei Allen und zu jedrzeit den Stecker ziehen der ihnen nicht in den Kram passt. Das heißt sie sind die wahren Herrscher über sein oder nichtsein und diejenigen die eigentlich unabhängig Regieren sollen, müssen sich dem Diktat dieser Unternehmen beugen.

Frau Keppelen, aber dass es jeden treffen kann und wird, wenn diesen Geld-Giganten nicht ein Riegel geschoben wird,
sehen die "Ist das nicht wunderbar" Verfechter offenbar nicht.

ich finde es nur wunderbar, dass es Trump getroffen hat. Selbstverständlich hat, wer die Macht hat den Stecker zu ziehen, diese Macht ggü allen. Der Staat und seine Gesetze bleiben daher in der Pflicht, diese Macht zu kontrollieren und ggf auch zu begrenzen.

Hans Jürgen Wienroth | So, 10. Januar 2021 - 16:25

Niemand konnte sich vor 4 Jahren vorstellen, dass ein politischer Kandidat an allen Medien vorbei eine Kommunikation mit seinen Wählern aufbaut. Die „Wahlbeeinflussung“ der Techkonzerne durch Accountsperren für den Präsidenten war bereits vor dieser Wahl bei den Anschuldigungen gegen Bidens Sohn vorhanden. Dazu passt die „zeitgerechte“ Veröffentlichung eines Telefongesprächs Trumps kurz vor der Senatorenwahl in Georgia.
Man kann zu Trump stehen, wie man will, aber hier kann nur jemand gewählt werden, der die Unterstützung der Medien und der Techkonzerne hat. Wer weiß, wer sonst noch Einfluss nimmt. Ist das unsere moderne Demokratie? Ich weiß, alles nur „Verschwörungstheorie“ in der besten Demokratie aller Zeiten.

Herr Raffensberger hat ganz genau dargelegt, warum er dieses Telefongespräch geleakt hat. Trump hatte zuvor einen Tweet (bei dem angeblich so fies Trump zensierenden Twitter...) verfasst, in dem er Lügen über den Inhalt des Gespräches vebreitet hatte, vermutlich, um Herrn Raffensberger und seine Familie weiter einzuschüchtern, die ja seit dem 3. November von Anhängern des Präsidenten mit Morddrohungen überzogen werden. Mit der legalen Veröffentlichung des Telefonats wurden die Lügen entkräftet. Aber nein für die extreme Rechte stecken natürlich Hillary, Obama, Soros und der Sohn des gewählten neuen Präsidenten hinter allem und jedem, was ihnen nicht in den Kram passt...

Klaus Funke | So, 10. Januar 2021 - 16:50

Manches davon wünschte ich mir: Die Begrenzung der Amtszeit - Widerstand gegen die Politik des Präsidenten/der Kanzlerin im Kongress/Bundestag - eine wirklich kritische Presse, die ihren Namen als 5. Gewalt auch verdient. Stattdessen wird über verstärkten Schutz des Reichsgebäudes gefaselt, wiewohl es gar keine Bedrohungslage gibt. Und Herr Söder spricht gar von einer Corona-RAF. Aber immerhin, der Wassergraben (ob mit oder ohne Krokodile) um das Kanzleramt soll ja nun das schützen, was am Schützenswertesten ist (Ironie aus). Inzwischen bekommt man den Eindruck, dass in Sachen Corona die Bevölkerung ein noch größeres Risiko darstellt als das Virus selber. Das ist ganz sicher verkehrte Welt und wird der Regierung noch schwer auf die Füße fallen. Das Volk ist niemals der Gegner, es muss der Verbündete sein. Zwang und Verbote sind falsch, Überzeugung und kluge Führung müssen sich durchsetzen. Trump hat den Bogen überspannt. Und bei uns muss Merkel aufpassen, dass ihr nicht ähnlich geht.

Bernd Muhlack | So, 10. Januar 2021 - 16:56

Ich bin weder bei twitter, noch facebook, Instagram etc.; ich nutze lediglich skype, zoom und andere Video-Plattformen.
Folglich habe ich keine follower und "followe" auch niemand; ich reiche mir grundsätzlich meist selbst aus.
Ich gebe hier und anderswo meinen Senf zu einigen Themen und das wars dann auch schon.

Es ist mir egal, was DT twittert oder nicht. Sollte es nach US-Strafrecht zu verfolgen sein, wird das wohl auch passieren; so denn die Immunität nicht mehr greift und keine "Begnadigung" erfolgt.
Ist es besser einen Märtyrer zu kreieren oder einen Verwirrten weiter twittern zu lassen?

Alle die o. g. genannten Unternehmen unterliegen keinem Kontrahierungszwang; im Rahmen ihrer (zulässigen) AGBs können sie tun und lassen was sie wollen, auch DT canceln.
In der Tat haben diese Unternehmen eine ungeheure Macht. Und Facebook, amazon etc. zahlen in Europa fast keine Steuern!
Dafür gibt es ja den Mittelstand nicht wahr?

Am 20. Jan ist Inauguration, wohl ohne DT - na und?

lebe ich gerne !
Ich brauche den ganzen Firlefanz nicht. Gut, bißchen Internet, bißchen Smartphone.
Ansonsten Printmedien, Bücher, Schallplatten & CD, anlaloge Diskussion, etc. Das üblich "Gestrige" eben.
Aber nie & nimmer Twitter, Facebook & Co.
GOOF: Get out of Facebook! oder auch GOOT...aber nicht GOOC...CICERO!

Hanno Woitek | So, 10. Januar 2021 - 17:26

sind es dachgerade die Printmedien, wie auch das Ihre. die jeden Twitter-Furz dieser dubiosen Gestalt oder auch der Politiker, Sportler oder auch Schauspieler, sorry, natürlich auch ...innen) hoch jazzen zu einem Gewitter von universaler Bedeutung. Vielleicht sollte man auch die Presse und das Fernsehen mal für eine Woche abstellen, damit die menschen mal wieder einen klaren Kopf kriegen ....und klüger wählen vielleicht auch.

Wie geifernde Süchtige sind sie an seinen Lippen gehangen damit ihre Sensationslust befriedigt wird und nebenbei noch das Geldsäckel gefüllt wird. Da wurden oft banale nichtssagende Worte mit viel heißer Luft zu schwarze Riesen aufgeblasen um den Sensationshungrigen wieder einen Aufregerbrocken zuzuwerfen der begierig aufgesaugt wurde. Keine Frage Herr Trump ist keine präsidiale Figur und hat sich alles andere als präsidial Verhalten aber offensichtlich wollten viele US Bürger einfach mal so eine Figur die aus dem Rahmen fällt. An der der Spaltung und dem jetzige Zustand des Landes sind viele schuld nicht nur Herr Trump. Auch die Demokraten haben offensichtlich nichts gelernt, anstatt sich vorzubereiten auf den Tag 1 und damit sofort die größten Probleme anzugehen fällt ihnen nichts besseres ein als wahrscheinlich ein aussichtsloses Impeachment anzuleiern das heißt die Politkaste dreht sich wieder im eigenen Kreis und eigenen Befindlichkeiten das die Bürger so satt haben.

Tomas Poth | So, 10. Januar 2021 - 18:10

Wer sich über das "Stecker Ziehen" freut sollte nachdenken ob er vielleicht der nächste ist bei dem der Stecker gezogen wird.
Auch Mitläufertum schützt nicht davor daß der Stecker gezogen wird.
Das Steckerziehen kennen wir aus Nordkorea, China usw., wer kann sich also darüber freuen?Demokratie ist nicht die leichteste Übung. Sie sollte uns aber die Anstrengung wert sein!

Kai Hügle | So, 10. Januar 2021 - 20:34

Trump, eine menschliche Dreckschleuder, hat jahrelang systematisch Lügen verbreitet und Hetze betrieben. Twitter hat das mitgetragen und viel Geld verdient mit dem Aufsehen, das sein prominentester Nutzer erzeugte.
Schon möglich, dass man das nur mit Bauchschmerzen ertrug und sich im stillen Kämmerlein fragte, ob man solchen Gedankenmüll wirklich viral gehen lassen darf. Erste Einschränkungen gab es jedoch erst, als finanzkräftige Werbepartner damit drohten abzuspringen. Den "Stecker gezogen" hat man aber erst, nachdem mehr als 80 Millionen amerikanische Wähler diese Präsidentschaft beendet hatten und am MIttwoch selbst die geschmeidigsten Apologeten erkennen mussten, wes Geistes Kind Trump ist und wohin diese Hetze führen kann.
Insofern kann man sagen: "Besser spät als nie", aber Twitter war einer von Trumps Megaphonen und trägt MItschuld an dem verheerenden Zustand, in dem Trump das Land hinterlässt.
Noch zehn Tage. Hoffentlich passiert nichts mehr...

In den (a-) sozialen Netzwerken kann man mit Lügen, Verschwörungsmythen, bis hin zu Gewaltaufrufen ein Millionenpublikum virtuell erreichen. Rechte Populisten und Rechts- Extremisten verbreiten in diesen Echokammern ihre Hetze und ihren Hass, der dann als verabredete organisierte „Bewegung“ auf die Straße getragen werden kann. Eine marodierende Meute, die Zerstörung und Tod bringen.

Dieser Angriff wurde angetrieben von vergifteter Politik, die absichtliche Desinformation verbreitete, Hass in das System säte, und Amerikaner gegeneinander ausspielte. In unserem Rechtssystem würde man vom Tatbestand der „Volksverhetzung“ sprechen. Das Risiko weiterer Anstiftung zur Gewalt ist groß.

Aus dieser weltgeschichtlichen Situation sollten wir Konsequenzen ziehen, wenn wir nicht jenen autoritären Kräften die versuchen die Demokratien zu schwächen und innere Konflikte schüren überlassen wollen. Sie müssten besser zur Rechenschaft gezogen werden können.

Und das, was den Kommentatoren in den Internetforen wieder und wieder untergeschoben wird, betreiben die Politiker ganz offen übers Fernsehen und nahezu alle Zeitungen... Ich sehe das Kommunizieren im Internet als reine Notwehr. Es ist unverfroren, alles in Bausch und Bogen abzukanzeln, alle als Verschwörer, Lügner, Dummbolde und Demokratiezersetzer zu denunzieren. Alle diese Eigenschaften erkenne ich, wenn schon, auch bei denen, die das der Gegenseite, also auch mir, vorwerfen. Und: Es gibt immer und zu allem mindestens zwei Seiten, und niemals hat nur eine allein davon recht! Ich vermute, es wird keine Kompromisse mehr geben.

W.D. Hohe | So, 10. Januar 2021 - 23:24

genauer gesagt Meinungsgiganten haben wir doch auch vor Ort - in diesem von Grenzen befreitem Land. Demokratie innerhalb. Und damit meine ich nicht "Diese" Grenzen, sondern die in den Köpfen. Und was hier diverse Stürme und Putsche auf- und überrollen wird nicht sooo zur Kenntnis genommen weil
man/er/sie/es... sich lieber mit Beratung der Nachbarn befasst-
jenseits des Zaunes.
Haben wir doch gerade erst wieder den schon länger in Amerika Lebenden mit deutlichen Worten Grenzen gezogen - von hohen und höchsten Denkern*innen, Pardon von ebensolchen Stellen*innen.
Schade dass es Herrn v. Bülow nicht mehr gibt - den loriotschen.
Der würde >für uns< all die "Essensreste" sehen die Jenen und Denen am atemlosen Mundwinkel kleben. Im Moment laufen dsbzgl. meist nur Blinde umher.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 11. Januar 2021 - 08:06

Na da beschreiben Sie ja das Herr Hanselle, was in der politischen Auseinandersetzung gerne als "Deep State" bezeichnet wird. Lange Zeit war allein diese Aussage als Verschwörungstheorie diffamiert worden. Das sind doch alles verrückte Menschen, die so etwas behaupten. Wie soll denn die "neue Weltordnung" in nur wenigen Händen umgesetzt werden und funktionieren wurde argumentiert.
Und jetzt? Es braucht keine Kriege mit Bomben und Panzern, die digitalisierte Kommunikationswelt und die Beherrschung des Cyberraumes reicht völlig aus, künftig die Welt zu steuern. Sogar der Präsident der USA muss sich beugen unter kräftiger Mithilfe der politischen "guten" Demokraten. Mal gespannt, wann die ersten Politiker und VIPs gesperrt werden, die Trump weiterhin beistehen. Ich nutze diese asozialen Medien nicht. Vielleicht finden die Trumpanhänger tatsächlich einen anderen Weg der Kommunikation. Denn deren Gedanken bleiben, da kann man nicht einfach den Stecker ziehen. Noch jedenfalls.

die da spielen, die einigen wenigen die Macht sichern, darüber erfährt man in der Sitzung 34 des Corona Ausschuss sehr viel.
"Die im Dunkeln sieht man nicht". Wir werden getäuscht und belogen und das ist keine Verschwörungstheorie.
Empfehlenwert

Twitter hat Nutzungsbedingungen. In Deutschland lautet der für das Thema entscheidende Passus: "Wir können Ihre Accounts sperren oder kündigen oder Ihnen die Bereitstellung der Dienste jederzeit aus beliebigem Grund ganz oder teilweise verwehren, insbesondere, wenn wir Grund zu der Annahme haben, dass: (i) Sie gegen die vorliegenden Bedingungen oder die Twitter-Regeln oder die Periscope Community Richtlinien verstoßen haben, (ii) Sie für uns eine Gefahr oder ein mögliches rechtliches Risiko darstellen oder (iii) Ihr Account aufgrund von rechtswidrigem Verhalten (...) entfernt werden sollte."
Ich verstehe nicht, warum hier dieser Deep State Popanz aufgezogen wird. Trump ist ein Demagoge, der domestic terrorism geschürt hat. Sein Mob hat einen Polizisten mit einem Feuerlöscher erschlagen! Wie viele Menschen müssen denn sterben, damit Sie erkennen, womit wir es hier vier Jahre lang zu tun hatten?!
For F***'s sake!!!

Der Präsident musssich beugen, weil er von 80 Miop abgewählt wurde.
Sein Account von einem privaten Unternehmen hatte er vier Jahre lang genutzt, um, Hass, Lügen und Denunziation ungestraft zu verbreiten. Soviel zur Macht der Medien.
Doch auch das private Unternehmen kann sich tatsächlich aussuchen, wann die Grenze erreicht ist. Das regeln sie in der Regel in ihren Nutzungsbedingungen.
Gegen dies hat Trump mehr als verstoßen.

Wenn hier jemand im Cicero Forum Beleidigungen und Lügen im schlimmsten Maße schreibt und dann in Beiträgen zur Gewalt aufruft, wenn diese Beiträge dann nicht veröffentlicht werden oder der User gesperrt wird, reden Sie dann den gleichen "Q..." von Zensur?

Dr.Andreas Oltmann | Mo, 11. Januar 2021 - 20:32

Den wichtigsten, neben vielen weiteren gelungenen Kommentaren, in diesem Forum hat aus meiner Sicht Herr Poth geschrieben.
Jeder, der das Verhalten der sozialen Medien über Trump gutheißt, sollte sich überlegen, was es für ihn bedeuten würde, wenn ihm „ der Stecker gezogen“ würde.Dann wäre das Geschrei groß, aber zum Glück hat z.B. Herr Lenz in diesem Forum zumindest freies Rederecht. Und das ist gut so. Aber vielleicht geben wir auch Twitter, Facebook und Co. zuviel Bedeutung und Macht, indem wir scheinbar ohne sie nicht mehr kommunizieren können. Ich kann sehr gut ohne, mir reicht der konventionelle mediale Austausch. Schon stressig genug, die Kommentare im Dlf zu verdauen.

Klaus Funke | Di, 12. Januar 2021 - 11:16

In reply to by Dr.Andreas Oltmann

Ich ahne zwar, ich komme nicht durch, aber dennoch sage ich: Es ist schon seltsam mit der Dauerpräsenz des Herrn Frühling. Wie kommt das?? So entstehen Verschwörungstheorien. Ist der Herr, wie ich früher schon schrieb, ein Homunculus der Redaktion, um die User "aus ihren Löchern" zu locken? Oder hat er eine Lobby bei CICERO? Oder wird er als Alibi benutzt, nach dem Motto: "Ätsch, wir sind gar nicht so regierungskritisch - wir haben auch linksgrüne Regierungsunterstützer!" Oder ist das alles Quatsch und nur Zufall? Und er kommt nur deshalb öfter dran, weil er so viel schreibt... Ja, auch ich nutze die sog. sozialen Medien nicht und ich wehre jeden Anwerbungsversuch konsequent ab. Und ich fahre gut damit. Ich vermisse nichts. Denn diese Medien sind weiter nichts als ein uns eingeredeter Bedarf. Man braucht sie nicht wirklich. Wer mit seinen Freunden kommunizieren will, schafft es auch ohne diese Datenstaubsauger.