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Was trägt die Literatur zur Krisenbewältigung bei? / dpa

Literatur und Apokalypse - Der Untergang der Schneeglöckchen

Das Ende der Welt ist ein alter Stoff der Literatur. Kein Wunder, dass aktuell viele Autoren über die drohende ökologische Katastrophe nachsinnen. Welche Funktion kommt der Literatur in der Umweltkrise zu?

Autoreninfo

Björn Hayer: Der 1987 in Mannheim geborene Autor ist promovierter Germanist und arbeitet heute als Literatur- und Theaterkritiker sowie Essayist für verschiedene deutschsprachige Zeitungen und Magazine. Er schätzt mutige Utopien und steile Thesen.

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Bjoern Hayer Portraet

Hitzesommer und abschmelzende Pole, Überflutungen und Versteppungen. Während der Klimawandel den Planeten in blankes Chaos versetzt, debattiert die Politik über Abgaswerte, Zertifikatehandel, hier und da über Stellschrauben im Bereich der Landwirtschaft. Indessen steigt der CO2-Ausstoß unvermindert weiter an. 

Und die Literatur, so hat man zuweilen den Eindruck, steht wortlos daneben, schreibt über Liebe, Seitensprünge und Hormone. Schreibt, worüber sie immer schreibt: über große wie kleine Mythen und Sagen. Dabei gehört auch die Geschichte vom Ende der Welt seit je in den großen Fundus des Erzählens. Armaged­don, Sintflut, Weltgericht. Kein Wunder, wenn sich allmählich hier und da Autoren zu Wort melden, die im Angesicht der ökologischen Katastrophe mit der Sprache ringen und die das Menschheitsthema für ihr Schreiben entdecken. 

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Karl-Heinz Weiß | Sa, 26. Dezember 2020 - 15:22

Der sehr aufschlussreiche Beitrag verdeutlicht das deutsche Naturverständnis. Nach dem 1.Weltkrieg ermöglichte die Weltflucht der Eliten den Sieg der NS-Ideologie. Heute baut die Welt um uns herum Atom-und Kohlemeiler, um für Milliarden von Menschen einfache Lebensbedingungen zu ermöglichen. Und mit welchem Thema beschäftigen sich die deutschen Eliten heutzutage ? Wie ermöglichen wir eine Renaissance der Wandervogelbewegung der 20er Jahre. Selbstverständlich mit Studien in Melbourne, Dublin und den Malediven.

Wilhhelm Maier | Sa, 26. Dezember 2020 - 16:24

In reply to by Karl-Heinz Weiß

Albert Einstein: „Phantasie ist wichtiger als Wissen.“ , und alles ist relativ. Nur das Leben des einzelnen ist halt keine Utopie!
Und das der Autor auch noch "schätzt mutige Utopien"? Das kommt bei mir nicht an.
Können die beide auf dem Foto da oben, unterschied zwischen Utopie und Dystopie?
Die Neue aus Nirgendland wollen uns allen eine Zukunft „als Kartenleger, Hellseher und Wahrsager“ wie in Utopische Literatur üblich ist vorsprechen ? Soll das mit solchen eine Zukunft sein? Traurig, die Grüne!..

Christa Wallau | Sa, 26. Dezember 2020 - 17:34

In reply to by Karl-Heinz Weiß

Der deutsche Sonderweg beruht auf der Hybris, es besser zu wissen und zu können als alle anderen Menschen auf der Welt. Fakten werden nicht akzeptiert, sondern
es wird in Traumsphären bzw. Vorstellungen von Apokalypse herumgegeistert, was das Zeug hält. Je radikaler die Prophet*innen, umso besser!

Übertreibung und Selbstüberschätzung ("Wir schaffen das!") sind altbekannte deutsche 'Eigenarten und werden erneut - wie schon oft in der Geschichte - zu nichts Gutem für unser Land führen.
Wo die Vorstellungswelt beliebter ist als die Realität, da ist der Absturz auf den Boden der Tatsachen sowieso immer vorgezeichnet. Lediglich der Zeitpunkt bleibt offen.

Deutschland soll Vorbild sein und vorangehen, so auch die Kanzlerin.
Spiegelt sich hier nicht auch jener Geist wieder, aus dem Liedtext - "Heute hört und Deutschland , morgen die ganze Welt ...
Fehl- und Selbstüberschätzung ist wohl ein Teil des Wesens in der deutschen Seele!

Manfred Bühring | Sa, 26. Dezember 2020 - 18:30

In reply to by Karl-Heinz Weiß

Die Überschrift „Untergang der Generation Schneeflöckchen“ wäre treffender. Eine Welt, in der die Corona-Impfung einer 101jährigen von den Medien abgefeiert wird, kann man nicht mehr ernst nehmen. Genauso wenig, wie die Millionen Feinstaubtoten, die uns die Apokalyptikerinnen seit Jahren prophezeien.
Die Welt in D ist nur noch absurd.

Enka Hein | So, 27. Dezember 2020 - 12:25

In reply to by Karl-Heinz Weiß

Und allen Jublern und blinden Nacheifern, insbesondere jene mit einigen Jahren Lebenserfahrung, dieser beiden Schneeflöckchen, sollten sich mal die Frage stellen:
1. Würde wer den beiden sein gesamtes Vermögen zur Verwaltung und Vermehrung übergeben?
2. Als Überlebende einer Katastrophe, wer würde sich diesen Beiden bedingslos anschließen?
3. Wer möchte einer dieser Personen wirklich an den Schaltknöpfen der Macht haben um die Geschicke einer Nation zu lenken?

Und warum in aller Welt laufen Erwachsene und sich selbst zur Elite zählende Politiker diesen Schwarzmalern und Hysterikerinnen ständig ohne jedwede Kritik hinterher?
Bei den MSM ist das klar. Der Blätterwald muss rauschen und die Kasse klingeln.
Hysterie und Angst war noch nie ein guter Ratgeber.

Gerhard Lenz | So, 27. Dezember 2020 - 15:07

In reply to by Karl-Heinz Weiß

versprechen Zukunft.

Nicht die verbiesterten, keifenden Alten, die seit Jahrzehnten das Gleiche verkünden, unfähig, dazuzulernen.

Selbstverständlich gibt es den menschengemachten Klimawandel, und die die das verkünden, sind keine deutsche Erfindung, geschweige denn stehen sie für irgendeinen seltsamen "deutschen Sonderweg".

Übertreibung, Selbstüberschätzung? Die ist wohl eher bei denen zu finden, die so leichtfertig austeilen, gepaart mit einer ganzen Portion Starrsinn und dogmatischer Realitätsverleugnung.

Denn (auch)dort wird seit langem die Apokalypse herbeigeredet - wenn auch aus opportunistisch-populistischen Gründen.
Am Untergang der Menschheit seien angeblich Frau Merkel und ihre Migrationspolitik Schuld.

Von dererlei Gerede ist keine Zukunft zu erwarten.

Vorwärts, Marsch nach hinten - wir wollen ein Deutschland, das so ist, wie es schon vor Dekaden keiner haben wollte.

Rolf Hentrich | Sa, 26. Dezember 2020 - 19:08

Sorry, wenn ich das lese, frage ich mich, was wohl die ca 50% in diesem Land noch wirklich "wertschöpfend Tätigen" darüber denken.., wenn die je so etwas lesen..
Geht in Richtung Novalis/ Blaue Blume.. - und das war lediglich etwas für 0,5% (geschätzt) der damaligen Gesellschaft..., und ging im Rauschen unter..

Die zwei Kinder auf dem Bild.., das kommt mir eher als Resultat ein Erfindung/ eines hypes (?) aus den Reihen des unterbeschäftigten, aber leider sehr großen Überbaus dieser heutigen Gesellschaft vor..., dessen Protagonisten durch kreieren vieler neuer (und überflüssiger) Narrative versuchen, Rollen zu übernehmen, die real niemand braucht.., und sich (ab und an) vielleicht unwohl bei dem Gedanken fühlen, lediglich die Rolle von "Mitesser" zu spielen...

dieter schimanek | So, 27. Dezember 2020 - 00:26

...die mir die Welt und die Zukunft erklären und schon gar keine FfFler.
In meinem Bücherregal stehen ein paar Fosilien von der schwäbischen Alb 300 Millionen Jahre alt. Damals war das ein tropisches Meer. Erdplatten verschieben sich, Warm und Kaltzeiten lösen sich ab, niemand hält den Klimawandel auf, das ist Utopie. Flora und Fauna verändern sich, passen sich an oder sterben aus. Daran ändern E-Autos und Windräder nicht das Geringste. Man muß mit Veränderungen leben, genau wie mit Vieren.

René Maçon | So, 27. Dezember 2020 - 07:57

"Nach Jahrhunderten ungebremsten Fortschritts droht der Mensch an seiner eigenen Hybris zu scheitern. Der empirische Drang, der heilige Gral unseres Wohlstands, er scheint nun zum Grund der ökologischen Katastrophe zu werden."

Der übliche malthusianische Alarmismus gepaart mit Endzeitromantik.

Wir sind die einzige Spezies, die nicht bis zu ihrer Verelendungsgrenze expandiert. Wenn das Pro-Kopf Einkommen hoch genug ist, fällt die Fertilitätsrate unter 2.

Mit unserem empirischen Drang, die Natur zu verstehen, werden wir die jetzigen Ökosysteme stabilisieren. Ein Blick in die Erdgeschichte zeigt, dass Ökosysteme in Normalfall nicht stabil sind.

Und wir werden das Weltall besiedeln.

Die Gegenwart ist besser als es die Vergangenheit jemals war. Die Zukunft wird noch besser!

Hanno Woitek | So, 27. Dezember 2020 - 15:20

dass Sie den beiden albernen Klima-Katastrophen
Dammschwätzerinnen, Luisa Neubauer und Greta Thunberg, das Titelbild gewähren. Die mit Halbwahrheiten sich sogar ins Kanzlerinnenamt und die Uno rein quatschen konnten. Deutschland hat 2 % am CO2 Ausstoß der Welt, trägt zu 0,0001 Grad an der Kimaerwärmung bei. Und die Hauecks, Baerbocks, Neubauers und Thunbergs dürfen mit ihren Halbwahrheiten uns dumm quatschen. Das nennt man Qualitätspresse!!!