Gesundheit im US-Wahlkampf - Die Gerüchte sind angerichtet

Wilde Spekulationen, haltloser Flurfunk, gezielte Falschinformationen: Am Ende geht es beim Nebelstochern im US-Wahlkampf wie so oft nur um eins, nämlich ob die Kandidaten fit fürs Amt sind – körperlich, geistig und moralisch.

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Joe Biden spricht auf dem Michigan State Fairgrounds / dpa

Autoreninfo

Daniel C. Schmidt ist freier Reporter. Er studierte in Manchester und London (BA Politics & Economics, MSc Asian Politics) und lebt zur Zeit in Washington, D.C.. Schmidt schreibt über Pop, Kultur und Politik.

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Daniel C. Schmidt

Wenn man in dieser Woche etwas durch Netz stöberte, konnte man auf zwei Artikel treffen, die eine Frage zum Thema machten, in ihrer inhaltlichen Leere aber so voll von Informationen waren, dass sie schon wieder eine ganze Menge Hinweise lieferten.

Im Boston Herald hatte Howie Carr, ein konservativer Radiomoderator und altbekannter Trump-Spezi, eine Kolumne verfasst. Der Titel über dem Text war ein cleveres Wortspiel: „Don’t forget, Biden can’t remember“ – nicht vergessen, Biden kann sich nicht erinnern.

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Jürgen Keil | Sa, 17. Oktober 2020 - 17:02

Mich interessiert nicht so brennend, mit welchen Mitteln im US- Wahlkampf agiert wird. Seltsamkeiten nehme ich nur am Rande zur Kenntnis. Diese Wahl liegt in Verantwortung der Amerikaner. Das Ergebnis dieses Kampfes ist ein Präsident, der nicht der Meine ist. Bei der Wahl des Bundespräsidenten habe ich leider nicht mit zu wählen, der wird zwischen den Parteien ausgekungelt. Deshalb ist er auch nicht der Meine! Was mir wichtig ist, der Wahlkampf in Deutschland hat auch schon begonnen. Zu unseren Seltsamkeiten zählt, das der Verfassungsschutz schon vorher ein „klein wenig“ mit wählt. Nein, nein, das habe ich jetzt nicht geschrieben. Wer hat nur meine Hand geführt?
"... was wir Amerikanern immer wieder gern vorwerfen: großes Theater und mangelnde Auseinandersetzung mit politischen Inhalten." Was „wir“ andern doch immer so gern vorwerfen! Insbesondere werfen wir den Amerikaner gern vor, dass sie den falschen Präsidenten wählen. Warum eigentlich, wählen „wir“ den nicht gleich selbst?

Ich kann Ihnen da nur voll zustimmen. Was machen wir hier in DE denn inzwischen anders? Wir sind doch keinen Deut besser als die Amerikaner, auch wenn es noch nicht ganz so derb zugeht, wie bei den Amis.
Nein, weder Trump noch Biden sind aus meiner Sicht die richtigen Kandidaten. Nur hat Trump, egal was man von ihm hält, schon einmal eine für ihn totgesagte Wahl gewonnen. Mir scheint es manchmal so, als seien beide nur Marionetten und ganz andere ziehen an ihren Fäden. Ja, ich weiß. Verschwörungstheorie werden da einige sagen. Wie komme ich darauf? Mir will nicht in den Kopf, dass es in den USA keine besseren und charismatischen Kandidaten geben soll als diese Beiden. Halten die nur das Gesicht in die Kameras und andere schalten und walten?
Das sich die pro und kontra Presse in den USA nur noch an persönlichen Dingen beider Kandidaten abarbeitet zeigt doch auch dort, wie bei uns auch, das die sog. "freien" Medien gezielt finanziert und benutzt werden. Hoffentlich ist das bald rum.

Fritz Elvers | Sa, 17. Oktober 2020 - 21:04

dass trotz der Steilvorlage Trump von den Demokraten dieser alte Mann favorisiert wurde.

Habe neulich eine Doku über das Gespann Kennedy/Johnson gesehen. Was für eine andere Welt, ungefähr so wie Brandt / Bahr vs. Nabowo / Esken.

Gisela Fimiani | Sa, 17. Oktober 2020 - 21:57

Warum muss ich im Cicero wiederholt plumpe Wahlwerbung lesen?

Christoph Kuhlmann | So, 18. Oktober 2020 - 10:10

Sachliche Analysen Kassengift für die Medien und die Gesellschaft verdummt zusehends, weil Wähler nicht informiert sondern manipuliert werden. Man fragt sich wirklich wie eine Demokratie in einer immer komplexeren Welt funktionieren soll. Es wird immer schwieriger aus dem Lärm die par relevanten Informationen herauszufiltern um einen (notwendigerweise unvollständigen) Überblick über die Lage zu erhalten.