Wiederaufbaufonds von Merkel und Macron - Ein 500 Milliarden Euro teurer Fehler

Die deutsche Politik wählt wieder den falschen Weg: Statt die grundlegenden Probleme des Euro endlich zu beheben, denkt unsere Regierung, dass wir es uns leisten könnten, unseren Partnern in Europa Milliarden zu schenken. Dabei gäbe es bessere Alternativen.

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Merkel und Macron bei ihrer Pressekonferenz: Die Schuldenunion wird unsere Leistungsfähigkeit überfordern / dpa

Autoreninfo

Daniel Stelter ist Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Diskussionsforums „Beyond the Obvious“. Zuvor war er bei der Boston Consulting Group (BCG). Sein neues Buch heißt Coronomics - Nach dem Corona-Schock: Neustart aus der Krise.

So erreichen Sie Daniel Stelter:

Emmanuel Macron hat sich durchgesetzt. Allen bisherigen Beteuerungen zum Trotz hat sich unsere Regierung auf den Weg in die Schulden- und Transferunion gemacht. Zunächst sollen 500 Milliarden Euro in einen Wiederaufbaufonds fließen. Diese Gelder werden auf EU-Ebene aufgenommen, das heißt, die Tilgung erfolgt je Anteil am EU-Budget. Der deutsche Anteil daran liegt bei 27 Prozent, was immerhin 135 Milliarden Euro entspricht. Da die Empfängerländer die Gelder nicht zurückzahlen müssen, bedeutet dies, dass es sich um ein Geschenk der deutschen Steuerzahler handelt.

Erhöht Deutschland zusätzlich noch die Zahlungen an den EU-Haushalt, wie es ohnehin nach dem Brexit auf der Agenda stand, steigt unser Anteil auf über 30 Prozent. Erlässt man den Empfängerländern den Tilgungsanteil, was angesichts deren „Bedürftigkeit“ konsequent wäre, wächst der deutsche Anteil auf weit über 50 Prozent. Denn nicht nur Italien und Spanien sehen sich als Empfänger, sondern auch das hoch verschuldete Frankreich. 

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Romuald Veselic | Di, 19. Mai 2020 - 16:59

Theatergeld geworden. Dialyse ähnlich wird € am Leben erhalten, wie bei einem Komapatienten, der klinisch tot ist.
Klar, dass kann sich nicht ewig hinziehen.
Der Krach steht uns bevor. Dagegen ist Fukushima u. Tsunami/2004, nur ein Sturm im Wasserglas. Und früher eintreten wird, als Klima-Gute-Vorsätze im Disneyland verwirklicht werden.
Ceausescus, Saddam Hussein und Muammar Gaddafi dachten auch, dass sie unersetzbar u. unsterblich sind, resp. sich nie irren können oder falsch handeln sollten.
Danach wird's keine Frisuren mehr geben, mit gespiegeltem Scheitel.
Wie Albert Einstein Anno dazumal sagte: Der letzte Krieg wird mit Holzkeulen ausgetragen.

Reinhold Schramm | Do, 21. Mai 2020 - 11:57

In reply to by Gast

Das Kapital der Europäischen Union für Wiederaufbaufonds auf Kosten der eigentumslosen Mehrheit der Erwerbsbevölkerung.

Die Völker der EU müssen ihren Konsum, ihren Verbrauch an Gütern und Waren, damit zugleich auch ihre Schuldentilgung, schon eigenständig aus ihrer materiellen Wert- und Mehrwertschöpfung finanzieren.

Es wäre nicht die Aufgabe der bundesdeutschen, niederländischen, schwedischen, dänischen und österreichischen Erwerbsbevölkerung letztlich den Konsum und materiellen Verbrauch von europäischen Schwellen- und Entwicklungsländern, sowie von Spanien, Italien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien mitzufinanzieren.

Auch in Deutschland gibt es Millionen Menschen in Armut, dabei völlig unabhängig von deren Herkunft und Hautfarbe, auch diese Menschen haben einen vorrangigen Anspruch auf soziale und materielle Hilfe. Hier müsste die vorrangige Aufgabe der Sozialpolitik und Gesellschaftspolitik aller bürgerlichen Parteien, der Parlamente und Bundesregierung liegen!

Tomas Poth | Di, 19. Mai 2020 - 17:03

Die Kanzlerin ist einfach nur Konsequent .... mit ihren 180°-Wenden.
Letztlich ist das ein Zugriff auf erhoffte, zukünftige Wirtschaftsleistungen, also unserer aller Arbeitsleistungen.
Damit finanzieren wir auch die frühere Verrentung und höheren Rentenzahlungen im Süden der EU, während wir länger arbeiten (derzeit 3-4 Jahre).
Der Süden Europas wird Reformen meiden, so lange Deutschland immer wieder das Überziehungskonto ausgleicht.
Das die Zinszahlungen dafür derzeit gering sind ist auch kein Trost, das geht nämlich auf Kosten von Ersparnissen und Anlagen für die eigene Altersrente, die damit auch keine Zinserträge für die Zukunft ermöglichen. Doppelter Betrug!

Ich glaube Merkel musste das machen, weil die Bundesbank beim Kaufen von Anleihen nicht mehr mitmachen darf, wenn die EZB nicht reagiert. Was sie nicht tun wird. Sollte das so kommen, dann wird das Geld nach Süden halt von der EU kommen und nicht mehr von der EZB. Ist wahrscheinlich auch besser, weil so wie bisher die Banken in Geld ertrinken und sie es bei der EZB parken. Bekommen hingegen Regierungen das Geld, geben sie es aus.

Hubert Sieweke | Di, 19. Mai 2020 - 17:16

dae EU Kurzarbeitergeld bestätigt. Es besagt, dass die EU, also zum großen Teil Deutschland, für die KUG der einzelnen Staaten aufkommt. Dumm nur, dass andere Staaten bois zu 80% KUG zahlen, die wir teils finanzieren, und bei uns max. 60%!! KUG gezahlt wird.
Merkel versucht i8m Alleingang der Sturz der EU aufzuhalten, da Italien sonst rettungslos verloren ist. Aber... es ist eine Frage der kurzen Zeit.
Sollte es knallen in der EU, dann bitte vor Merkels Abgang, damit sie die Scherben noch ein wenig aufsammeln kann.
Gut nur, dass es kleine Staaten wir Österreich etc. gibt, die ihren Wahn nicht mitmachen und den Italiener keine Geschenke geben wollen.

Jürgen Keil | Di, 19. Mai 2020 - 17:17

Was soll ich dazu sagen? Die Zustimmung für die CDU/CSU liegt wieder bei 40%. Mit SPD und Grünen sind es ca. 70% der Wähler, die offensichtlich mehr oder weniger vom Wahnvirus der "Vereinigten Staaten von Europa" und dessen ernstzunehmenden ersten Infektionsanzeichen, dem Euro, befallen sind, oder sie sind zu dumm um dies als gefährliche Krankheit zu erkennen. Im Gegensatz zu Corona hat der gemeine Wähler davor offenbar keine Angst. Stupid! "Beim Geld hört die Freundschaft auf", sagte der Volksmund früher. Gilt heut nicht mehr. Wer Merkel wählt, wählt den Ausverkauf! Ist das jetzt schon eine Verschwörungstheorie?

jetzt als Märtyrer fühlen oder nicht: Wer nicht begreift, dass angesichts Trump, Putin und chinesischem Expansionstreiben ein politisch-integriertes Europa für Deutschland (und andere europäische Staaten) lebensnotwendig ist, hängt offensichtlich irgendwelchen ewiggestrigen, nostalgischen Nationalistenschwärmereien nach in der falschen Überzeugung, nationale Alleingänge und verrammelte Grenzen wären das Beste für unser Land. Na ja, die typische Europa-Zerstörer-Logik der AfD und irgendwelcher rechter Sektierer eben.

"Wer Merkel wählt, wählt den Ausverkauf!". Diese Warnung hätte bereits im Jahre 2005 öffentlich ausgesprochen werden müssen. Die Zukunft liegt nun bereits hinter uns. Da auf der deutschen "Merkel-Party" immer noch kräftig nachgeschenkt wird habe ich beschlossen, keine Nachrichten mehr zu schauen und zu lesen, in denen die Kanzlerin vorkommt. Merkel kann in diesem Land nach ihrem Gusto schalten und walten. Bei dieser Person reihen sich schwere Fehler an schwere Fehler. Die Auswirkungen ihrer Politik werden spätestens künftige Generationen zu spüren bekommen, denen die Zukunft verbaut wird. Der soziale Niedergang Deutschlands wird mit dem England der 1970er-Jahre vergleichbar sein. Der Beitrag von Herrn Stelter ist phänomenal, aber leider wird auch dieser Kommentar in der breiten Bevölkerungsschicht nicht durchdringen. Darum setze ich mir jetzt den Kopfhörer auf, um mich mit Musik abzulenken. Denn Musik ist der Knopf, damit mir nicht der Kragen platzt.

Nein, das ist keine Verschwörungstheorie, Sie haben vollkommen Recht. Und Ja, die Leute sind zu dumm, zu desinteressiert und zu satt, um das zu erkennen. Es ist zum Verzweifeln, wenn man Kinder hat und in die Zukunft denkt.

nur kann man gegen Dummheit nichts machen. Und deshalb werden diese Dummen, die leider unsere Landsleute sind, nach wie vor diejenigen wählen, die unsere Zukunft ruinieren werden.
Aber so ist es eben. "Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber" (ich glaube das ist von Berthold Brecht)

Maria Arenz | Di, 19. Mai 2020 - 17:23

Und wieder ging Frau Merkel ohne eine eigene konzeptionell durchdachte Vorstellung einer Lösung in die Verhandlungen. Und wieder hat sie sich "im Namen europäischer Solidarität" vom französischen Charme einwickeln lassen. Wie 2010 schon von Sarkozy, als mit der Rettung vor allem französischer Banken -angeblich alternativlos- Griechenland gerettet und damit das letztmögliche wirksame Stopsignal an das viel zu große und deshalb ohne Abkehr von seiner Lotterwirtschaft nicht rettbare Italien versäumt wurde. Der einzige Trost ist, daß der europäische Karren inzwischen schon so tief im Dreck steckt, daß er eh nur noch im Wege eines großen Kladderadatschs wieder freikommen kann. Deshalb ist es eigentlich schon egal, wieviel noch draufgepackt wird, bevor es kracht.

Der Charmueur hat das Mauerblümchen um den Finger gewickelt. Merkel mißbraucht den erarbeiteten bescheidenen Wohlstand und die obrigkeitshörige Erziehung der Bevölkerung, um sich im Ausland beliebt zu machen. Das durchschnittliche Vermögen eines Italieners, Spaniers und Franzosen ist weit höher, fast doppelt so hoch, als das eines Deutschen und sie gehen auch noch früher in Rente. Die dortigen Regierungen setzen lieber auf europäische (deutsche) Solidarität, statt die privaten Vermögen im Inland höher zu besteuern. Aber Deutschland soll ja am meisten vom Euro profitieren - wie geht das? Na dann warten wir mal bis der Wirtschaft und den verbliebenen Nettosteuerzahlern vor lauter Steuern und Abgaben die Luft ausgeht. Dann endet man nach 40 Jahren Arbeit wieder da, wo man angefangen hat.
Danke Merkel.

ziemlich groß sein bei Merkel und Macron, man sieht Felle davonschwimmen, ein morsches System ist vom Einsturz bedroht. Aber das alles wird nichts helfen, wie richtig hier erwähnt wurde, kauft man nur Zeit, trügerische Perspektiven. Beunruhigend ist die gigantische Geldmenge, die von der Zentralbank in den Umlauf gebracht wird/wurde. So etwas hat in der historischen Vergangenheit zu Inflation geführt, wie etwa durch Auftürmen von Schulden bei simultanem Aufblähen der Geldmenge.

Christa Wallau | Di, 19. Mai 2020 - 17:39

Aber, aber, lieber Herr Stelter!!!

Wissen Sie denn nicht, daß der Begriff bzw. das Wort "Alternative" bereits in höchstem Maße "rächts" kontaminiert ist?

Seit es die schreckliche Partei gibt, welche in ihrem Namen dieses Majestäts-beleidigende und
Europa-feindliche Wort trägt, ist es endgültig aus
mit Alternativen.

Da mag es zwar noch die bekloppten Verschwörungstheoretiker geben, die z. B. I h r e
Vorschläge besser finden als das, was die - Ich verneige mich tief - "mächtigste Frau der Welt"
jetzt zusammen mit dem - Ich verneige mich wieder tief - schönsten u. klügsten Mann in Frankreich seit Ludwig XIV. beschlossen hat
(Gemeinsamer Altschuldenfonds - Programm für
Deutschland - Direkte Solidarität - Europroblem lösen),
a b e r auf deren Einwände u. Ratschläge kann man nur mit müdem Lächeln antworten:
Ihr blöden "Alternativen" tragt doch alle Alu-Hüte o d e r - noch schlimmer! - ihr seid gefährliche Rechtsextreme, Faschisten, wiedergeborene Nazis!

Rette sich, wer kann!

1989 liefen die Menschen in Leipzig jeden Montag ab 17.00 Uhr um den Ring. Viele führten eigens angefertigte Transparente mit.
Eines davon lautete:
"Die Karre steckt zu tief im Dreck,
die alten Kutscher müssen weg!"
Etwas abgewandelt passt es heute wieder.

Diejenigen, die sich Alternative nennen beschäftigen sich nicht damit einen Herrn Stelter, nur als Beispiel, als Mitglied und Finanzminister-Kandidaten zu gewinnen. Sie beschäftigen sich mit Kalbitz und Höcke und sonstigem Quatsch. Sie wollen auch gar keine moderne Mitgliederpartei sein. Sie verlieren Beitrittserklärungen, weil sie nicht einmal die innere Parteiorganisation für e-voting digitalisieren. Sie wollen nur eine " kleine Altpartei " werden und bleiben, für die es im Listenwahlrecht genug Stimmen, Mandate und Pfründe für die Funktionäre gibt.

Tja Liebe Frau Wallau. Ihr Kommentar gleicht einer Punktlandung. Chapeau.

In fast jeder Rede der wohl mächtigsten Frau dieser Erde kommen drei Worte immer wieder vor. - Zuversicht, Vertrauen, Zusammenhalten -. Sie hat sich noch kürzlich klar gegen "Coronabonds" ausgesprochen. Meiner Meinung nach werden diese aber jetzt durch die Hintertür eingeführt. Es ist für mich eine absolut "merkelanische Meisterleistung", die in bester Tradition zu den, bereits in der Vergangenheit von ihr getroffenen, z.T nicht verfassungskonformen Entscheidungen, steht.

Nach Ihrem Abgang dürfen die Nachfolger den billionenschweren Scherbenhaufen zusammenkehren, während Sie sich für Ihre dann zurückliegende Kanzlerschaft, in der Öffentlichkeit feiern lässt. Kein angenehmer Gedanke.
Im übrigen Herr Stelter, ein informativer, gut geschriebener Artikel.

MfG

...abseits der AfD. Es ist mir auch nicht bekannt, dass die AfD jetzt das ausschliessliche Monopol auf die Verwendung des Begriffes "alternativ" hat!

Oder ist sie deswegen auch schon vor die Gerichte gerannt?

Zur Erinnerung: Als AfDler noch eifrigst NPD, - zähneknirschend CDU/CSU, Republikaner, sonstige rechtsextreme Splittergruppen oder eben gar nicht wählten - gab es schon linke Parteien, die sich "Alternative Liste...." nannten.

Richtig ist allerdings, dass zum damaligen Zeitpunkt der Begriff "alternativ" noch nicht vergiftet war.

Davon abgesehen: Ein Glück, dass digitale Datenübermittlung keine Emotionen darstellt - sonst wäre ich jetzt wohl länger damit beschäftigt, wegen des vor Selbstmitleid triefenden Kommentars den beschlagenen Bildschirm abzutrocknen.

Manfred Sonntag | Di, 19. Mai 2020 - 17:55

Bravo! Hier wird von Herrn Stelter, der Sachverhalt "ohne jegliche demokratische Legitimation eine Schuldenunion" zur Ermächtigungs-EU dokumentiert! Das ich das noch erleben darf. In einem muss ich ihm aber widersprechen, es sind keine „stupid German politicians“. Das ist imperiale Ideologie seit dem Kaiserreich. " Nur trägt der hässliche Deutsche heute nicht mehr Stahlhelm und Wehrmachtsuniform. Er hält stattdessen in allen Lebenslagen eine gesinnungsethische Lektion bereit."(NZZ). Mit dem Wegfall der europäischen Nationalstaaten könnten sich die "deutschen" Dogmatiker und Ideologen dann hinter EUROPA verstecken. Und wer soll diese Tarnkappenträger dann noch aufhalten, auf dem Weg nach Brüssel?

Ingo Kampf | Di, 19. Mai 2020 - 18:00

Aber die Sache ist noch nicht gegessen. Da sind ja noch einige Länder, die da mitmachen müssen. Außerdem bin ich auf die Diskussion im Bundestag gespannt.
Das Beste wäre, Deutschland steigt aus dem Euro. Ich weiß, geht nicht. Die Konstrukteure haben den Euro mit Ewigkeitsgaramtie ausgestattet. Man kann zwar aus der Union zusammen mit dem Euro aussteigen - aber nicht allein mit dem Euro. Es gibt aber EU-Staaten, die auf Teufel komm raus nie diese Esperanto-Währung wollen und erst mal fein raus sind. Besser wäre es, wir hätten eine Regierung die auch mal Nein, Nein, nein sagen würde. Man bekommt dann viel Ärger. Aber dafür werden die Leute bezahlt. Das Schlimme sind die Listenangeordneten, die nicht den Wählern sondern der Partei genügen müssen. Wir werden also vielleicht für wohlhabenden Italiener zahlen, weil in den Ländern der Mut fehlt, das Geld einzutreiben. Ich hätte nie gedacht, daß dies mal in Europa wahr wird. Der Euro spaltet uns!

Hubert Sieweke | Di, 19. Mai 2020 - 18:02

dae EU Kurzarbeitergeld bestätigt. Es besagt, dass die EU, also zum großen Teil Deutschland, für die KUG der einzelnen Staaten aufkommt. Dumm nur, dass andere Staaten bois zu 80% KUG zahlen, die wir teils finanzieren, und bei uns max. 60%!! KUG gezahlt wird.
Merkel versucht i8m Alleingang der Sturz der EU aufzuhalten, da Italien sonst rettungslos verloren ist. Aber... es ist eine Frage der kurzen Zeit.
Sollte es knallen in der EU, dann bitte vor Merkels Abgang, damit sie die Scherben noch ein wenig aufsammeln kann.
Gut nur, dass es kleine Staaten wir Österreich etc. gibt, die ihren Wahn nicht mitmachen und den Italiener keine Geschenke geben wollen.

gabriele bondzio | Di, 19. Mai 2020 - 18:35

Das der Hase so läuft, war mehr als nur eine Ahnung.
Schon 2011 sprach Prof. Spethmann den folgenschweren Satz:"Wir verschenken jedes Jahr zehn Prozent unseres BIP. Das sind 250 Milliarden Euro - und das hält keine Volkswirtschaft aus."
Das war noch ein Stück vor der Flüchtlingskrise und deren Kosten.
Es ist nur noch unfassbar, wie Politiker mit dem Geld der Bürger um sich werfen.

Klaus Funke | Di, 19. Mai 2020 - 19:06

Ihr Kurs wird immer abenteuerlicher. Bedenkenlos und konzeptionslos verschleudert sie unser Volksvemögen. Das ist, was sie von Kohl übernommen hat (aber damals waren andere Zeiten!) - die Scheckbuchdiplomatie! Am deutschen Geld (Wesen), soll die Welt genesen. Das geht so lange, bis es nichts mehr zu verteilen gibt. Merkel denkt nicht, auch nicht vom Ende her, außer sie meint mit dem Ende unseren Untergang. Macron, der raffinierte Charmeur und Altfrauenversteher, hat sich durchgesetzt. Wir finanzieren nun auch Frankreich mit, nebst den anderen Misswirtschaftlern wie Italien und Spanien. Mit Merz wäre das nicht passiert, mit Laschet weiß ich nicht, mit Söder auch nicht. Diese Frau ist unser Unglück. Ich weiß nur nicht, blickt sie nicht durch oder ist es Absicht. Vielleicht beides!

Alfred Zielinski | Di, 19. Mai 2020 - 19:21

Umfrage von Civey von heute für den Spiegel:
Wie bewerten Sie den deutsch-französischen Vorstoß, einen europäischen „Corona-Wiederaufbaufonds“ in Höhe von 500 Milliarden Euro einzuführen?

Ergebnis aus 4.385 Antworten:

Eindeutig richtig: 29,3%
Eher richtig: 21,6%
Unentschieden: 12,7%
Eher falsch: 9,6%
Eindeutig falsch: 26,8%

Also, bitte anschnallen!

Bernd Muhlack | Di, 19. Mai 2020 - 19:22

500 weitere Milliarden Euro?

Wir werden ob des schönen Wetters heute Abend mit unseren Nachbarn grillen, alles ohne Alu, nicht mal Alu-Hüte!
Da sitzen dann eine Deutsch-Russin, ein Pole, eine Badenerin und ein Rheinländer (ich).
Alles Steuerzahler.

Was sind schon weitere 500 MRD €?

Wo bitte ist die Legitimation dazu, wo ist die Kompetenz hierzu geregelt, verankert?
Madame et Macron mal wieder entre nous, n´est-ce pas?

Ist es nicht verständlich, nachvollziehbar, dass ob dieses Treibens dem ein oder anderen "das Messer inner Tasche auf geht?"
Es mag sein, dass irgendwelche Verrückte eine Weltverschwörung sehen, visionieren.

ERGO:
Wir sitzen lediglich im Garten und denken nach, diskutieren (im Stillen) darüber.
Übrigens ist das Grillgut nicht von Kaufland, REWE etc
"Unser" Metzger hat natürlich etwas höhere, also angemessene Preise.
Ein Garten in dem wir gut und gerne grillen … Gäste sind grds. willkommen.

Wohin soll das führen?

Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind gut!

Rob Schuberth | Di, 19. Mai 2020 - 19:27

Wie kann unser Volk nur zulassen, das eine einzige Person sooo viel Leid (u. Schulden) für unsere Land anrichtet.

Ich bin fassungslos u. nahezu ohnmächtig vor Zorn.

Ja, so mancher fragt sich, warum leisten wir uns ein Heer von Abgeordneten und Politikern, die von unseren Steuergeldern "gut & gerne leben" mit fürstlicher, lebenslänglicher Rundumversorgung?.
Warum lässt diese Kaste es zu und erfüllt nicht ihren Auftrag, den sie vom Wähler erhalten und beschworen hat?
Warum, kann diese Dame in Alleinherrschaft bestimmen und ihre Vasallen nicken ab, dass sie unser Land ruiniert

Rob Schuberth | Di, 19. Mai 2020 - 19:34

gab es da nicht neulich einen Artikel in dem er klar sagte D wäre klug beraten bei dem immer mehr Verschulden kräftig mitzumachen, anstatt sich über die Schulden der anderen zu beschweren.

Der Euro ist tot.
Aber durch solche "Maßnahmen" wird er weiterhin künstlich beatmet.

Leider werden wir, mit unseren Steuern, geringeren Sozialleistungen, aber dennoch gestiegenen Sozialabgaben, geringeren u. späteren Renten uvm. dafür den größten Teil bezahlen.

Was sind das nur für Menschen die immer noch Frau Merkel wählen?

Wie dumm u. naiv kann man nur sein!

Ulrich Mende | Di, 19. Mai 2020 - 20:18

Was müsste eigentlich eine Regierung tun,
um ein wirtschaftlich starkes, demokratisches Land zu Grunde zu richten?
Sie müsste:
- Die Währung des Landes schwächen
- die Energieversorgung des Landes schwächen
- die Schlüsselindustrien des Landes schwächen
- das Volksvermögen verschwenden/verschenken
- die Familien schwächen
- kulturelle Werte aufgeben
- große Mengen an kulturfremden Menschen in das Land holen
- die Verteidigungsbereitschaft des Landes schwächen

Aber Gott sei Dank kann die Regierung eines demokratischen Landes so etwas nicht tun – sie würde ja sofort vom Parlament abgesetzt, oder?

Gisela Fimiani | Di, 19. Mai 2020 - 20:29

Danke, für einen informierten und daher er-und aufklärenden Beitrag. Realitätssinn und Sachlichkeit sind dieser Tage selten und darum wohltuend. Hier spricht jemand „mit dem Kopf“ und nicht mit dem „Wohlfühlbauch“ über ökonomische Um- und Zustände, sowie über deren Verflechtungen und Konsequenzen. Aufklärung tut Not, anstatt einen weiteren moralischen Begriff überzustrapazieren: die Solidarität. Da jedoch utopistische Sozialingenieure das Ruder führen, da nicht sein kann, was nicht sein darf, werden „stupid German politicians“ , samt ebensolcher Medien, NGOs usf. nicht nur Deutschland sondern auch Europa zerreißen. All das im Namen einer dysfunktionalen EU (plus Euro) und entsprechender EU Politiker. Die Reaktionen auf das BVG Urteil sprechen Bände, denn der Widerstand gegen und die Anwürfe auf das Gericht zeugen vom Unverständnis der tiefgreifenden Aussage des Urteils. Undifferenzierte, hybride „Europaseeligkeit“ und naives Wunschdenken fühlen sich besser an, als unangenehme Fakten.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 20. Mai 2020 - 07:05

Vordergründig mag ein jeder denken, dass Merkel und Macron die EU mit ihrer Geldpolitik retten wollen. Zu aller erst einmal wollen sie sich beide selbst retten. Scheitert die EU, scheitern sie. Wohin führt das letztlich? Mag man in DE eine regierungskritische Meinung zu Thema versuchen zu unterdrücken. Aber auch andere zahlende EU-Mitglieder wollen nicht die Schulden der anderen zahlen oder gnadenlos bürgen.
Es fehlen noch 25 andere EU-Staaten, die zustimmen müssen. Eigentlich ist es doch der Grundgedanke der EU-Politik ein vereinigtes Europa, die Schaffung einer "gleichen" Wertegesellschaft, Frieden, Freiheit und respektierte Koexistenz. Ich fürchte nur, wenn die deutschen Bürger die Rechnung bezahlen müssen, ist Schluss mit "Freundschaft". Europa ist doch schon gespalten. Die Droge "Euro" hat alle schwerst-abhängig gemacht. Die EU muss in Therapie, auf sog. Euroentzug. Generationen sind noch ungeboren bereits verschuldet. Wie wollen ungeborene protestieren? Sie wissen es ja nicht.

Christoph Kuhlmann | Mi, 20. Mai 2020 - 08:44

zu großen Teilen. Allerdings muss man auch die politischen Konsequenzen betrachten. Ein abgewirtschafteter Macron wird wohl kaum in der Lage sein dem FN die Stirn zu bieten. Die Machtübernahme in Frankreich wird zur Option. Bisher habe ich da gerade wirtschaftspolitisch viel wirres Zeug gehört. Man korrigiere mich falls ich irre. Zweitens fließt ein Teil der Subventionen aus dem 500 Milliarden-Fond nach Deutschland zurück. Es sind also keine verschenkten 135 Milliarden. Diese Summe in dem Artikel einfach zu vervierfachen halte ich für gewagt. Generell führt die ganze Corona Subventioniererei jedoch zu einer Umverteilung von unten nach oben. National wie international. Das wird jedoch erst deutlich, wenn es an die Finanzierung der Schulden geht.

Urban Will | Mi, 20. Mai 2020 - 09:22

wirklich so kommen, dann ist auch klar, dass wir massive Steuererhöhungen in D kriegen werden.
Bezogen auf die einzelnen EU - Bürger also Umverteilung von unten nach oben, denn wir sind nun mal mit die Ärmsten auf diesem Kontinent. Ein Treppenwitz.

Aber der dumme Michel glaubt weiterhin brav, was die Obrigkeit ihm erzählt. Dass „keiner so vom Euro (wird gerne gleichgesetzt mit Europa) profitiert, wie D...“
Das hat das Niveau von „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“

Nun denn, auch die kommenden Wahlen in D werden diesen Zustand nicht ändern.

Ihre Lösung, Herr Stelter (die EZB nimmt alle Schulden auf sich und erlässt sie dann quasi), geht nur einmalig und, wie Sie ja sagen, mit einer prinzipiellen „Abschaffung“ des Euro als gemeinsame Währung.
Ein einmaliger „Reset“ mit dem Auftrag, künftig vernünftig mit dem Geld umzugehen oder dann – das aber in Beton gegossen – selbst für die Folgen geradezustehen.
Sonst ist das Geld nicht mal mehr das Papier wert.

gabriele bondzio | Mi, 20. Mai 2020 - 09:25

Wenigstens ein paar Politiker warnen noch vor den Folgen dieser, für DE verheerenden Politik. Wie z.B. Alexander Mitsch mit den Worten:„ein weiterer Schritt in Richtung Schuldenunion und Zentralstaat“. Auch Österreich und einige Nordländer sehen in der Initiative Merkel/Macron keine Lösung.
Der Euro ist schuld an der ständig verschleppten Insolvenz der Südstaaten Zu der jetzt noch Corona kommt. Corona ist aber keine Ursache, sondern eher eine Folge bisheriger Politik. Statt diesem Umstand Rechnung zu tragen und wirksame Reformen anzuschieben, wird immer mehr gutes Geld schlechtem hinterhergeworfen.
Das Währungsexperiment der EZB bezahlen seit Jahren die Bürger der Eurozone, insbesondere in DE.
Die jetzt angestoßene Transferunion (siehe Länderfinanzausgleich in DE) wird die Ursachen nicht beseitigen. Sie werden im Grunde nur immer weiter auf die kommende Generation verschoben.
Bis nichts mehr umzuverteilen ist.

helmut armbruster | Mi, 20. Mai 2020 - 09:30

Wir helfen dem Club Med, verlangen aber keine eigene Anstrengung. Und die wäre notwendig, denn bei Steuer- und Abgabenlast sind wir an der Spitze, bei Wohnungseigentum, privatem Vermögen und frühem Renteneintritt ist der Club Med an der Spitze.
Der Club Med lebt über seine Verhältnisse und wir bezahlen das.
Es tut einfach nur weh, wenn man mit ansehen muss wie unsere Regierung einfach so Geschenke verteilt. Geschenke, die der sog. kleine Mann bezahlen muss.
Das geht gegen die eigene Bevölkerung!

Wolfgang Tröbner | Mi, 20. Mai 2020 - 09:37

solche teuren Geschenke zu machen? Wurde das schon mal im Bundestag diskutiert? Ich kann mich nicht erinnern. Oder geht sie einfach davon aus, dass die anderen Parteien im Bundestag (mit Ausnahme der AfD also SPD, FDP, Grüne, Linke) das absegnen? Wie so oft? Das Problem bei der Geschichte ist jetzt aber, dass die deutsche Wirtschaft ziemlich am Boden liegt (und vermutlich kaum wieder auf die Beine kommt, insbesondere, wenn wir zusätzlich auch noch das Weltklima retten müssen). Und damit dürften auch die Steuern massiv einbrechen. Wer also soll das alles bezahlen? Die deutschen Steuerzahler, die im Vergleich zu Italienern und Franzosen länger arbeiten müssen, dafür aber mehr Steuern zahlen und insgesamt wesentlich ärmer sind? Müssen wir alle jetzt unser Angespartes rausrücken, damit die teuren Geschenke von Merkel finanziert werden können?

Kurt Walther | Mi, 20. Mai 2020 - 10:14

Endlich wieder ein sehr umfassender Artikel und in die Tiefe gehender Artikel zu unserer ökonomisch-finanziellen Situation in der EU und Euro-Zone.
Als Ostdeutscher machte mich das beharrliche Drängen der EU-Südstaaten und Frankreichs nach deutschen Geldgeschenken angesichts der privaten Vermögensverhältnisse schon immer wütend. Es dürfte allgemein bekannt sein, dass ostdeutsche Haushalte etwa 30 T€, westdeutsche 60 T€ und die Südländer 120 T€ Vermögen besitzen. Auch wenn Statistik über Vermögen oft ungenau ist und sich die Zahlen laufend ändern, so sind die Relationen doch eindeutig: Nach den Plänen A. Merkels und E. Macrons sollen nun die im Mittel ärmeren deutschen Haushalte die reicheren mediterranen Haushalte unterstützen.
Alles "stupid German politicians“? Es liegt allein am deutschen Wahlvolk. Die Zahlen für die CDU/CSU gehen in Richtung 40 %. Hoffnung kommt jetzt aus Österreich: S. Kurz bremst Merkel und Macron mit eigenem EU-Wirtschaftsplan aus. Gut so.

Heidemarie Heim | Mi, 20. Mai 2020 - 10:28

No risk, no fun kann man da nur noch konstatieren. Das einzig positive was ich Herrn Stelters Artikel abgewinnen konnte ist die Tatsache, das er die von mir als Wirtschafts/-Finanz-Laien befürchteten Szenarien und deren Folgen leider Gottes bestätigt hat! Die hier gemachte Risikoanalyse versus dem politischen Motto too big to fail oder gar "alternativlos" was ein abermaliges Scheitern betrifft, erreicht inzwischen mehr als beängstigende Dimensionen. Und wieder einmal können wir kritischeren Steuerzahler, Nullzinsempfänger und sonstige Solidaritätsverweigerer entgegen der momentan herrschenden "Mehrzahl" deutscher Wähler, die bereit sind die EU-Suppe brav mit auszulöffeln nur darauf hoffen, das sich andere wie die Niederlande, Österreich usw. der Einstimmigkeit dazu verweigern. Vor dem Brexit wäre da schon vorher von dem zweitgrößten Nettozahler ein wahrscheinlich fettes Veto an die eifrigen Schulden-Verteiler kommuniziert worden!
Nun jedoch freie Fahrt voraus und Boot fluuuten!
MfG

Kurt Walther | Mi, 20. Mai 2020 - 10:45

Endlich wieder ein sehr umfassender Artikel und in die Tiefe gehender Artikel zu unserer ökonomisch-finanziellen Situation in der EU und Euro-Zone.
Als Ostdeutscher machte mich das beharrliche Drängen der EU-Südstaaten und Frankreichs nach deutschen Geldgeschenken angesichts der privaten Vermögensverhältnisse schon immer wütend. Es dürfte allgemein bekannt sein, dass ostdeutsche Haushalte etwa 30 T€, westdeutsche 60 T€ und die Südländer 120 T€ Vermögen besitzen. Auch wenn Statistik über Vermögen oft ungenau ist und sich die Zahlen laufend ändern, so sind die Relationen doch eindeutig: Nach den Plänen A. Merkels und E. Macrons sollen nun die im Mittel ärmeren deutschen Haushalte die reicheren mediterranen Haushalte unterstützen.
Alles "stupid German politicians“? Es liegt allein am deutschen Wahlvolk. Die Zahlen für die CDU/CSU gehen in Richtung 40 %. Hoffnung kommt jetzt aus Österreich: S. Kurz bremst Merkel und Macron mit eigenem EU-Wirtschaftsplan aus. Gut so.