Wissenschaftler zum Klimawandel - Problematische Warnung der 11.000

Es war eine der großen Nachrichten der Woche, die „Warnung von 11.000 Wissenschaftlern vor einem Klimanotstand“. Fast alle Medien berichteten, meist an prominenter Stelle. Kläglich war das, auch weil der Aufruf dem Wissenschaftsethos widerspricht

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Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde / picture alliance

Autoreninfo

Axel Bojanowski verfolgt die Klimadebatte seit 1997 als Wissenschaftsjournalist. Der Diplom-Geologe (Diplom über Klimaforschung) ist Chefredakteur von „Bild der Wissenschaft“ und „Natur“. Er schrieb den „Klimajournalisten-Blues“

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Axel Bojanowski

Der Klimawandel, angetrieben von Abgasen des Menschen, birgt erhebliche Risiken für viele Weltregionen. Umweltveränderungen sind messbar: Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Hitzewellen werden häufiger. Welche Folgen noch zu erwarten sind, ist Gegenstand der Forschung; der UN-Klimabericht dokumentiert zahlreiche Risiken, gleichwohl erhebliche Wissenslücken. Der Klimawandel findet sich zurecht oben auf der Agenda der Vereinten Nationen.

Doch die Warnung der 11.000 Wissenschaftler ist aus mehreren Gründen problematisch: Sie gründet auf einem mangelhaften Aufsatz. Sie widerspricht dem Ethos der Wissenschaft. Es gibt Zweifel an den Unterzeichnern. Und die Unterzeichner erliegen einer anrüchigen Versuchung.

Inhaltliche Mängel des Aufrufs

Das Spektakel um die Warnung der 11.000 erweist dem Thema einen Bärendienst. Es ist ein Tiefschlag für die Glaubwürdigkeit der Forschung (und der Medien), nicht nur weil die Unterzeichnerliste offenbar ungeprüft veröffentlicht wurde – auch „Mickey Mouse“ hat unterschrieben. Dass zahlreiche Vertreter von Umweltverbänden unter den Unterzeichnern sind und viele andere ohne Berufsnennung, lässt an ihrer Wissenschaftlichkeit zweifeln. Aber auch viele Forscher, deren angegebene Fachrichtung eine Mitarbeit am Klimathema anzeigen, dürften mit der Arbeit ihre Kompetenz überschritten haben: Sie bearbeiten Detailfragen, die eine kompetente Beurteilung aller Aussagen des Aufsatzes nicht unbedingt nahelegen.

Schwerer aber wiegen inhaltliche Mängel des Aufrufs. Aufgeführt werden Statistiken über die Änderungen menschlicher Aktivitäten, die Einfluss auf das Klima haben und zudem gemessene Umweltveränderungen. Suggeriert wird beispielsweise, dass eine zunehmende Versorgung der Weltbevölkerung mit Strom und der Zuwachs an Wohlstand, problematisch seien. Angesichts von 820 Millionen Hungernden in der Welt und gut einer Milliarde, denen Strom fehlt, eine zynische Aussage.

Die Vereinten Nationen haben das Gegenteil berichtet

Grobe Mängel im Aufsatz vergrößern das Problem: Eine Grafik etwa zeigt, dass die Welt massiv an Wald eingebüßt habe – eine grobe Irreführung. Erst im August haben die Vereinten Nationen das Gegenteil berichtet: Die Vegetation hat weltweit über die vergangenen Jahrzehnte stetig zugenommen. Eine weitere Grafik zeigt, dass Wetterkatastrophen häufiger geworden wären – ebenfalls ein Widerspruch zu UN-Daten, die bislang keinen globalen Klimaeffekt bei Wetterkatastrophen zeigen.

Während der UN-Klimareport regelmäßig überzeugend darlegt, warum die Erwärmung Umweltrisiken vergrößert, lassen die Darstellungen dieser von den 11.000 unterzeichneten Studie kaum einen glaubwürdigen Schluss zu; angebliche Zusammenhänge werden nicht erläutert. Stattdessen gibt es eine Liste mit Forderungen: Die Ernährung sollte auf Pflanzen umgestellt werden, und die Weltbevölkerung „muss stabilisiert, idealerweise reduziert werden“, heißt es etwa.

Moralische Pflicht der Wissenschaft gibt es nicht

Bereits der erste Satz des Aufsatzes ist problematisch: „Wissenschaftler haben eine moralische Pflicht, die Menschheit deutlich vor jeder katastrophalen Bedrohung zu warnen und die Lage zu schildern wie sie ist“, schreiben die Autoren. Abgesehen davon, dass die „Schilderung der Lage“ in dem Aufsatz misslungen ist – jene moralische Pflicht der Wissenschaft gibt es nicht. Das Gegenteil ist richtig: Politische Forderungen vergiften die Wissenschaft.

Die Wahrheitsfindung der Wissenschaft bedarf politischer Freiheit, soziale Verpflichtungen drängen die Forschung in Ideologien. Die Politisierung der Klimatologie hat bereits dazu geführt, dass sich viele Forscher mit Kritik an Ergebnissen und mit Zweifeln zurückhalten, um nicht in unliebsame politische Gesellschaft gestellt zu werden. Die Klimaforschung ist längst nicht mehr so frei, wie sie laut grundgesetzlichem Credo eigentlich sein sollte. Auch sie sollte ausschließlich der Wahrheitsfindung dienen, nicht der Mehrheitsfindung.

Politisierung des eigenen Wissens

Selbst eindeutige Forschungsergebnisse dürfen niemals politische Entscheidungen vorwegnehmen. Der Kampf gegen den Klimawandel steht in Zielkonflikten mit anderen fundamentalen gesellschaftlichen Problemen, etwa Nahrungsmangel und Energiemangel – nicht Umweltforscher haben zwangsläufig die Lösungen für die besten Kompromisse. Die Gesellschaft muss auf Basis von nüchternem wissenschaftlichem Sachstand entscheiden, nur dann finden politische Maßnahmen Akzeptanz. Weisungen einer akademischen Elite mit Autoritätsanspruch hingegen diskreditieren die Demokratie.

Dass es viele Umweltwissenschaftler derzeit zu Appellen drängt, mag angesichts des Klimawandels verständlich erscheinen. Uneigennützigkeit braucht dennoch nicht unterstellt werden: Wahrnehmung ist auch in der Forschung die wichtigste Währung – und Politisierung des eigenen Wissens hilft, relevant zu werden. Diese Versuchung ist menschlich, dass ihr aber sogenannte Qualitätsmedien unkritisch nachgeben wie bei der Warnung der 11.000, spottet ihrer Kontrollfunktion.

Gunther Gaida | Do, 7. November 2019 - 18:25

Ein immer wieder gern gesehenes Bild wenn es um
die Klimadebatte geht sind Kühltürme,die riesige
Massen weißen Dampfes ausstoßen.
Nein ihr fff Bessermenschen es ist nicht co2
sondern h2o.

Wolfgang Brauns | Fr, 8. November 2019 - 11:11

In reply to by Gunther Gaida

... helfen bei Gläubigen nichts.
Habe mir gestern drei Karten von einem norwegischen Institut über die Nordmeer-Eisbedeckung am 6.11. der Jahre 2015, 2017 und jetzt heruntergeladen und ausgedruckt.
Die zeigen eindeutig eine zunehmende Tendenz. Bin mal gespannt, wann diesem Institut die Veröffentlichung seiner Daten verboten wird?

Naci Cankaya | Sa, 9. November 2019 - 15:40

In reply to by Wolfgang Brauns

...wie diese Eisbedeckung von zwei, drei ausgewählten Jahren und in nur einer Region des Nordpols sind nicht repräsentativ für langfristige globale Entwicklungen. Schwankungen gibt es immer, sodass man über mehrere Jahrzehnte(mindestens) mitteln muss, um Tendenzen wie schrumpfende Eisbedeckung eindeutig zu erkennen.
Ich weiß, ihr Punkt war eigentlich ein Anderer, aber statistische Schwankungen werden gerne ausgenutzt, um selektiv Daten so zu präsentieren, dass sie die eigenen Ansichten unterstützen, auch wenn die langfristigen Trends völlig andere Schlüsse zulassen.
Das ist keine Unterstellung, ich würde nur hier gerne mal die Quelle sehen.

Dr. Jürgen ostwald | So, 10. November 2019 - 00:16

In reply to by Wolfgang Brauns

Lieber Herr Brauns, wo finde ich dieses norwegische Institut und seine Karten?

Wilfried Düring | Fr, 8. November 2019 - 12:01

In reply to by Gunther Gaida

Dihydrogen-Monoxid? Wirklich? Das ist ja furchtbar. Und gefährlich!
Müssen wir verbieten!
Das Greta, Luisa und die anderen Kobolde das noch nicht gefordert haben ...
Vielleicht wird ja das Thema Dihydrogenmonoxid immer Freitags unterrichtet.
Die hüpfenden Kobolde können sich auch nicht um alles kümmern.
Aber Dihydrogen-Monoxid ist gefährlich - googlen Sie!

Wunderbarer Kommentar,gut Recherchiert,habe selbst nochmals gegoogelt. Hätte ich auch nicht gebraucht,da ich Kohlekraftwerke mit gebaut habe. Aber natürlich entsteht bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern auch das berüchtigte Gas CO.2. Die Kraftwerkstechnik wird ständig weiter entwickelt so das nur noch ein geringer Teil in die Luft geblasen wird. Unsere Luft ist so sauber wie sich manch andere Staaten oder Wohngebiete sehnlichst wünschen würden.Auch wird nicht mehr über sauren Regen geredet.
Wir hier in der Lausitz können sogar wieder in freier Natur die Wäsche zum trocknen aufhängen. All das war vor 30 bis 40 Jahren undenkbar. Auch die schlechten Verbrennungsmotoren haben sich mit ständigem technischen Verbesserungen zu Höchstleistungen und Immissionswunder entwickelt. Will damit sagen, wir hatten schon eine x-Mal schlechtere Umweltbilanz.
Sparpotentiale hätten wir noch z.B.: Sylvesterknaller, Bonner "Filialen" nach Berlin, u.v.a mehr wegen der 1000 Zeichen.

Weltweit sind mehr als 1.000 Kohlekraftwerke neu im Bau oder in Planung. Und Deutschland will 'die Welt und das Klima retten' (beides ist Hybris!), indem es seine Kohlekraftwerke abschaltet.
Sie haben darlegt, daß sich Technik weiterentwickelt. Und 'der Osten' Deutschland ist jetzt ein bisschen im Vorteil. Was an Industrie usw. noch vorhanden ist, dass ist (wegen Wende und Einheit) neu und hoffentlich auf dem aktuell besten Stand der Technik. Und deshalb müssen die Kraftwerke in der Lausitz bleiben; während man im Westen ggf. neue Kraftwerke bauen sollte.
Ich bin sehr für Natur- und Umweltschutz!
Werden die neuen Kohlekraftwerke auf der Welt nach dem neuesten Stand der Technik gebaut - oder werden findige (Top-) Manager Wege zur 'Einsparung von Kosten' finden? Umweltschutz ist teuer! Und betriebswirtschaftlich gerechnet läßt sich da eine Menge 'sparen' - vor allem, wenn die Kraftwerke in China, Indien bzw. im Nahen und Fernen Osten gebaut werden.
Haben Sie da Erkenntnisse?

Wolfgang Tröbner | Fr, 8. November 2019 - 13:12

In reply to by Gunther Gaida

Glauben Sie wirklich, dass FfF damit was anfangen kann? Die haben doch mit großer Wahrscheinlichkeit Chemie abgewählt ...

Peter Schultheiß | Fr, 8. November 2019 - 17:07

In reply to by Gunther Gaida

Schade, dass auch CICERO diesen Unsinn mit Kühltürmen als Beweis für CO 2 mitmacht. Von Ihnen hätte ich das nicht erwartet.

bbrauns | Fr, 8. November 2019 - 23:16

In reply to by Peter Schultheiß

Es handelt sich um das Foto eines Braunkohlekraftwerks, das CO2 emittiert. Die Kühltürme können wir schlecht rausretouchieren :)

August Klose | Sa, 9. November 2019 - 00:07

In reply to by bbrauns

...ein anders Bild nehmen?

Wolfgang Brauns | Sa, 9. November 2019 - 10:10

In reply to by bbrauns

nicht, aber mal dezent auf den mengenmäßigen Unterschied zwischen dem Wasserdampf und dem CO2-Ausstoß hinweisen. Und wenn es noch wissenschaftlicher werden dürfte, auch noch die unterschiedliche "Klimasensitivität" der beiden Hauptprodukte des Prozesses beleuchten.

Horst Weber | Do, 7. November 2019 - 18:53

Über die Qualität der Unterzeichner kann ich nicht urteilen. Allerdings scheint mir evtl etwas missverstanden:
Zitat "...suggeriert wird, dass.......eine zunehmende Versorgung der Weltbevölkerung mit Strom und der zunehmende Wohlstand problematisch seien..."
Das sei , so der hiesige Autor - zynisch angesichts von 820 Millionen Hungernder.-
Er geht wohl davon aus, dass die zunehmende Stromversorgung und der zunehmende Wohlstand von den 1100 Wissenschaftlern etwa den Hungernden dieser Welt vorenthalten werden soll.-
Ich würde das eher so interpretieren, dass die bittere Realität der Armen dieser Welt nicht Teil der geplanten Zuwächse an Wohlstand und Stromversorgung sein wird - wie politisch seit jeher.- Man ist ja schon bei uns im Lande der Meinung, die wirksame Bekämpfung von Altersarmut wegen zu niedriger Renten sei kontraproduktiv für unsere Wirtschaft.
Wohlstand trifft politisch geregelt immer nur die Reichen und deren Missbrauch von Wohlstand.
Sicher wird eher davor gewarnt.-

Jürgen Keil | Do, 7. November 2019 - 19:07

1. Ich habe es schon mehrmals beschrieben: In der DDR waren fast alle "Gesellschaftswissenschaftler", zumindest in öffentlicher Wahrnehmung, davon überzeugt, dass der Kapitalismus stirbt und der Sozialismus siegt. Deshalb machen mich solche quantitativen Manifestationen wie die der 11.000 eher mißtrauisch.
2.Es gibt Wissenschaftler, die darauf hinweisen, dass natürliche Ursachen (kosmische, geologische, ozeanische) sich durchaus mit anthropogenen Ursachen überlagern können.Hier besteht Forschungsbedarf.
3.Das Kraftwerksfoto ist irritierend. Was da aufsteigt, ist Wasserdampf und nicht CO2, letzteres ist farblos. Der Wasserdampf kommt aus Kühltürmen. Wozu braucht man Kühltürme? Um Entropie abzuleiten. Das ist nun aber schon wieder Wissenschaft!

Bernhard Huber | Fr, 8. November 2019 - 12:17

In reply to by Jürgen Keil

Ich stimme Ihnen zu. Alle mit einer Meinung wäre erst einmal jeder einzelne mit jeweils einer Meinung, selbst wenn es dieselbe ist. Doch wie wahrscheinlich ist das? Außerdem wäre es lange nicht die einzig mögliche Meinung, schon gar nicht die Wahrheit. Deshalb pflege ich eine prinzipielle Skepsis gegenüber einer Unisono-Öffentlichkeit. Noch dazu, wenn mir jemand, und seien das alle, weismachen will, was die Zukunft bringt. In den Siebzigern hat man uns eine Eiszeit um 2000 einzureden versucht, und inzwischen mehren sich die vorhergesagten Weltuntergänge, die ich und die Welt überlebt haben. Die ominöse "Klimaangst" trägt die Insignien einer esoterischen Verschwörungstheorie, die mit dem Anschein von Wissenschaftlichkeit politische Systeme unterwandern will. Meine These lautet, dass Einheitsmeinung und plurale Demokratie ein Widerspruch in sich ist. Medien, die dieser "Eintönigkeit" Vorschub leisten, sägen letztlich auf dem Ast der Pressefreiheit, auf dem sie sitzen.

Wilfried Düring | Fr, 8. November 2019 - 12:26

In reply to by Jürgen Keil

Wenn ich als gelernter Dunkel-Deutscher höre: 'DIE Wissenschaft hat bewiesen ...', ahne ich schon, daß ich gleich belogen werde - wie in der DDR auch! Damals hatte 'DIE (Gesellschafts-) Wissenschaft angeblich 'bewiesen', daß es keinen Gott gibt.
Der Scharlatan Lyssenko und der Antisemit Grundmann ('Instituts zur Erforschung jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben' in Eisenach) galten zu ihrer Zeit und in ihrem System als (politisch geförderte) 'Top-Wissenschaftler'.
Wissenschaftler ist offenbar ein schillernder und sehr dehnbarer Begriff.
Spannend zu wissen wäre, wieviel GESELLSCHAFTS-'Wissenschaftler' (Gender Studies, Philosophen der 'wissenschaftlichen Weltanschauung' , diverse linke Soziologen, 'Wissenschaftler' gegen Rächtz und wissenschaftliche Frauenbeauftragte) unterzeichnet haben.
Dem Vernehmen nach haben auch viele 'studentische Mitarbeiter' aller Ausbildungsstufen unterschrieben; 'wissenschaftliche' Lehrlinge also.
Kurz: Propaganda - ist für die Dummen!

Gunther Gaida | Fr, 8. November 2019 - 17:35

In reply to by Jürgen Keil

Wie ich schon sagte,eine immer wieder gern genommenes Bild.
Wirkt ja auch bedrohlich,wenn man/ frau keine Ahnung hat.

Tomas Poth | Do, 7. November 2019 - 20:02

Warum nicht 100.000?
Dabei genügt doch ein einziger der recht hätte, der beweisen kann das der Klimawandel menschengemacht ist oder!?
Das kann aber keiner! Es gibt nur eine Hypothese die das anthropogen-CO2 ausschließlich verantwortlich machen will!
Desgleichen gibt es andere wissenschaftliche Arbeiten die andere Wirkzusammenhänge erkennen, die die CO2-Hypothese in Zweifel ziehen!
Wer die falsche Diagnose stellt verabreicht leider auch die falsche Medizin.
Die CO2-Hypothese dient in erster Linie wirtschaftlichen Wachstumsinteressen!

Heidemarie Heim | Do, 7. November 2019 - 21:07

Nicht nur das, sondern der Rest soll auf pflanzliche Ernährung umstellen? Oha! Die trauen sich was! Meiner Erfahrung nach gefährdet man in den meisten Medien schon sein Dasein als Kommentator sollte man zum Thema sprunghafter Bevölkerungsentwicklung auf einem uns nahen Kontinent etwas ausführen.
Verfüttern wir das Soja aus dem abgeflämmten Regenwald also an Papi und den begeisterten Familienhund anstatt an das Nutzvieh. Oder wir könnten wieder wie früher zur privaten Hasenkäfighaltung oder ähnlichen Eigenproduktionsmethoden sehr seltener Feiertagsbraten;-) zurückkehren. Gebadet und geduscht wird nur noch am Samstag in der Reihenfolge Papa,Mama Kinder im gleichen Warmwasserreservoir usw. Da werden nicht nur Kindheitserinnerungen geweckt, vielleicht könnten wir das hier gemeinsam auch ganz wissenschaftlich aufarbeiten in einer ähnlich gewissenhaften Studie. Mit Micky Mouse kann ich zwar nicht dienen, habe aber alle original Asterix samt spinnerten Römern;-)Wo ist der Zaubertrank? MfG

Ingo Kampf | Do, 7. November 2019 - 21:25

Wir kommen ja alle nicht mehr mit den sich in der Dramatik steigernden Berichten über den Klimawandel nach. Eine Meldung jagd die nächste.
Da wurden Karten gezeigt, die halb Holland und die gesamte deutsche Ostseeküste unter Wasser zeigten. Man muss gegen den Strom schwimmen. Meine Frau und ich haben eine phantastische Ferienwohnung an der Nordseeküste (Greetsiel) gekauft.

Henning Magirius | Do, 7. November 2019 - 21:29

Letztens fragte ich mich: Was macht eigentlich Greta? Und wo ist sie im Moment? Prompt las ich am 02.11. in unserer Zeitung die dpa-Meldung, dass die Weltklimakonferenz (02. - 13.12.) in Chile abgesagt sei und nun in Madrid stattfinde. Und weiter: „Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg, derzeit in Los Angeles, will dabei sein. Sie müsse eine Möglichkeit finden, den Atlantik im November zu überqueren.“ - Ja, diese Herbststürme auf dem Atlantik und diesen dann CO2-frei zu überqueren ... Selten habe ich so herzhaft über eine dpa-Meldung gelacht.

Oliver Lang | Fr, 8. November 2019 - 16:21

In reply to by Henning Magirius

Wenn sie in LA ist, dann könnte sie ja das erste Drittel der Reise per Fahrrad zurücklegen. Leider findet das RAAM nicht um diese Jahreszeit statt, aber vieleicht findet sich ja der ein oder andere Extremsportler für eine Tandemfahrt.

Willi Emrich | Do, 7. November 2019 - 22:06

Sehr gute Einleitung, und wo ist der Artkel?

Susanne Dorn | Fr, 8. November 2019 - 04:12

Bedrohung zu warnen und die Lage zu schildern wie sie ist“. So ist eben die Lage nicht, wie sie geschildert wird. Auch die UN ist nur ein Werkzeug der „Strippenzieher“, deren Vorgaben sie erfüllt.

Einziges Ziel ist es: die Reichen noch reicher zu machen und die Leistungsträger dieser Welt wie Sklaven auszubeuten und zu verarmen.

Weltweit regt sich jetzt Widerstand, eben dieser Leistungsträger, die sich der "Ausbeutung und Sklavenhaltung" mit vollem Recht entgegensetzen.

Erinnern Sie sich an den Migrationspakt? Er ist nichts anders als ein „Menschenhandelspakt“, eine weitere gewollte Möglichkeit Ausbeutung im Namen der UN völlig legal durchzuführen…

...und Milliarden Menschen glauben an einen humanitären Akt der Gutmenschen...

Es ist auch der Fachkräftehandel Merkels, der uns demnächst einen weiteren Zuwachs an hinduistisch-muslimischen Fachkräftezuwachs beschert. Die 2015er Fachkräftezuwanderung Merkels ist leider in die Hose gegangen: Zu hohe Kosten stehen zu wenig Gewinn gegenüber. Und der tausenfach erhöhte Ausstoß von CO2 in der seit 2015 angereicherten Atemluft erinnert ein bisschen an die Situation der Tierindustrie. Neben dem Methanausstoß der Kühe und Schweine war die Einfuhr billigen Sojafutters auf der Basis zerstörter Wälder z.B. in Brasilien ein weiterer Klimagewinn Merkels.

Thomas Wagner | Fr, 8. November 2019 - 05:17

Einzelnen Wissenschaftlern nimmt man Ihre Entdeckungen und Forschungen umgehend ab, so plausibel und nachvollziehbar sind sie. Sei es Albert Einstein mit seinen Abwandlungen zur Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie zum Wesen der Gravitation. Oder Alexander Fleming, dem Entdecker des Penicillins. Warum braucht man aber 11.000 Wissenschaftler, um eine "Klimawissenschaft" durchzudrücken? Ich denke, es geht eher um Gesinnung und Hysterie als um Wissenschaft. Warum sind sonst 11.000 "Wissenschaftler" für eine, nach deren Definition, glasklare Sache notwendig?

Exact und vielleicht wurde auch noch mit ein bisschen Geld nachgeholfen, z.B. von FfF, das ist so üblich in diesen Kreisen.

Sehe ich auch so, wenn ich so eine Überschrift lese weiß ich das ist Fake News, in der Wissenschaft würde sich niemand hinstellen u. behaupten ich u. 10999 Wissenschaftler behaupten das u. das, das ist reines kommunistisches DDR Niveau, daher weiß man schon von welchen intelligenten Geistern das kam.
Eine Wissenschaft besteht nach Hegel immer aus These, Antithese u. dann kommt man evtl. zur Synthese, das entspricht genau Darwin mit Versuch u. Irrtum, nur so geht Wissenschaft, es ist also unmöglich das sich diese 11000 Wissenschaftler getroffen haben u. nach einer Woche festgestellt haben wir 11000 sind alle einer Meinung, so etwas gibt es einfach nicht, Wissenschaftler veröffentlichen ihre Forschungen u. dann entwickelt sich vielleicht ein Dialog in den dann einige oder mehrere einsteigen. Das Ganze fing ja schon vor Jahren mit diesen 97% der Wissenschaftler an alles Schwindel, das wäre ja wie die Schwarmintellegenz das kommt schon eher hin. aber auch da gibt es Informationsmüll.

gerhard hellriegel | Fr, 8. November 2019 - 07:02

Ach ja, es gibt keine moralische pflicht der wissenschaftler? Das dürfte die wissenschaftler der tabakkonzerne freuen, die schon in den 50-er jahren wussten, dass rauchen krebs erzeugt und die aus wissenschaftlichem ethos geschwiegen haben. Und die wissenschaftler der erdölverarbeitenden industrie, die wussten, dass blei im benzin gift ist. Und so weiter, ...
Also, wir öko-terroristen werden unser steinchen weiter auf dieses haufen legen, um dazu beizutragen, dass getan wird, was getan werden muss.

Stefan Jurisch | Fr, 8. November 2019 - 08:27

wer auch immer die sein mögen, den zahlreichen echten und seriösen Forschern mal einen kräftigen Bärendienst erwiesen. Ist es denn inzwischen Usus, zu solch verlogenen Mitteln zu greifen, um seine wie auch immer gearteten Ziele zu erreichen? Und das beste daran sind noch die hysterischen Medien, die inzwischen solche Sachen ungeprüft durchlassen. Warum? Weil die junge Generation der Journalisten und Redakteure solche Dinge einfach glauben WILL statt sie glaubhaft zu prüfen.

Wolfgang Tröbner | Fr, 8. November 2019 - 08:39

Herr Bojanowski, Sie kritisieren zu Recht die wissenschaftliche Basis der "Warnung von 11.000 Wissenschaftlern vor einem Klimanotstand" und stützen sich u.a. auf die Namensliste der Unterzeichner: "... weil die Unterzeichnerliste offenbar ungeprüft veröffentlicht wurde ... Dass zahlreiche Vertreter von Umweltverbänden unter den Unterzeichnern sind und viele andere ohne Berufsnennung ..." Es ist schon ein starkes Stück, wenn sich solche Menschen selbst als Wissenschaftler bezeichnen. Selbst wenn ein Großteil der Unterzeichner tatsächlich irgendein Studium absolviert haben sollte, so heißt das noch lange nicht, dass sie auch Wissenschaftler im eigentlichen Sinn sind. Wissenschaftler sind Personen, die sich systematisch mit einer Wissenschaft beschäftigen. Nur wenn man regelmäßig die Wasserstandsmeldungen in den Medien verfolgt, ist man noch lange kein Forscher. FfF beruft sich ebenfalls auf die Wissenschaft, wahrscheinlich ohne dass jemals ein wissenschaftlicher Artikel gelesen wurde.

Greta Thunberg wird von Stefan Rahmstorf (Potsdam) beraten. Mehr muss man dazu nicht wissen. Er repräsentiert offenbar DIE Wissenschaft für Greta, der wir alle folgen müssen.

hans albrecht | Sa, 9. November 2019 - 07:25

In reply to by Dieter Freundlieb

Ich kann mir schlecht vorstellen, wie Greta den Ausführungen von Prof. Rahmstorf
folgen kann.

gabriele bondzio | Fr, 8. November 2019 - 09:58

Der Eindruck drängt sich auf, hier sollen auf die Schnelle, weite Schichten ängstlicher Gemüter sturmreif geschossen werden.Ich las erst neulich, dass Wetter-Prognosen über mehr als 10 Tage, ungenaue Ergebnisse liefern. Auch sind nach jeder extremen Hitze-Periode, die Temperaturen auf ein Normalmaß zurückgekehrt.Ist es nicht eher so, dass mit dem Klima-Ultimatum ein Globalisierungs-Treiber ausgelöst werden soll, eine generelle Gleichmacherei der Menschen (siehe EU-Superstaat). Die es durch dauerhafte Beschwörung eines Ausnahmezustandes (Leben oder Sterben ) erlauben, dass demokratisch-rechtstaatlichen Verfahren außer Kraft gesetzt werden.Grüne Fanatiker pochen ja schon ganz offensichtlich auf Anwendung totalitärer Mittel (Zwang, Verbot, Kontrolle, Strafe).

Ernst-Günther Konrad | Fr, 8. November 2019 - 10:00

Ein nüchtern sachlicher Artikel, der den Wahnsinn wieder einmal versucht einzudämmen und Sachlichkeit in die Debatte einfordert. Niemand kann bestreiten, dass sich die Erde seit ihrer Entstehung, mal langsam mal schnell stetig immer wiederkehrend einem Klimawandel unterzieht. Der Organismus Erde hat das ohne und mit Lebewesen und Vegetation lange vor uns so gemacht. Es mag ja sein, das der Mensch und seine Lebensweise, Klimawandel an der ein oder anderen Stelle beeinflusst. Aber bereits das ist nur eine Vermutung, ein Fakt aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnis. Vieles ist Theorie, Mutmaßung, unbewiesene Schlussfolgerung um sich Forschungsgelder zu sichern und den eigenen Arbeitsplatz zu erhalten. Und genau das darf Wissenschaft nicht sein. Abhängig zu sein, von der jeweils vorherrschenden politischen Ideologie. Und genau das ist sie derzeit. "Die Gesellschaft muss auf Basis von nüchternem wissenschaftlichem Sachstand entscheiden, nur dann finden politische Maßnahmen Akzeptanz." Genau!

Christoph Kuhlmann | Fr, 8. November 2019 - 10:23

sich gegenseitig widersprechender Hypothesen dar, die in Theorien zusammengefasst werden die dann wiederum gelegentlich zu Paradigmen gebündelt werden. Nur diese Konstellation ermöglicht den systematischen Ausbau von Wissen, das notwendigerweise immer einen vorläufigen Charakter hat. Deshalb ist Wissenschaft typischerweise als Heterarchie organisiert und nicht als Hierarchie. In der Mathematik sind schon 2000 Jahre alte Formeln und Lehrsätze korrigiert worden, die als gesichertes Wissen galten. Wahrheit ist also eine vorläufige Bewertung, dies sich aus der Anschlussfähigkeit einer Aussage an für wahr gehaltene Theorien und Hypothesen ergibt. Das primäre Orientierungsmuster ist in der Regel die Reputation eines Wissenschaftlers, dessen Hypothesen einen längeren Zeitraum nicht widerlegt werden konnten. Dieses Orientierungsmuster wird in der Klimadebatte außer acht gelassen und die Qualität durch die Quantität ersetzt, die in der Epistemologie vollkommen irrelevant ist.

Regina Müller | Fr, 8. November 2019 - 10:37

Diese Hysterie um den Klimawandel treibt schon seltsame Blüten. Die Jung-Grünen Kurz u. Peters wollen den Kapitalismus vernichten, weil diese den Klimawandel verursacht habe.
Klimawandel gab es schon immer. Wir haben eine weltweite Umweltverschmutzung. Auch durch Überbevölkerung, sowie techn. und medizinischen Fortschritt. Frau Merkel muss doch bemerkt haben, wie schlimm die Luftverschmutzung in Indien ist, im Gegensatz zu Deutschland.

Andreas Israel | Fr, 8. November 2019 - 18:25

In reply to by Regina Müller

Die anthropogenen Klimawandel-Erfinder handeln nach der Methode:
"Es ist nicht entscheidend ob wir die Wahrheit sagen, wir müssen unsere Meinung nur bestimmt und ständig auf allen "Kanälen" wiederholen. Dann glauben uns die Massen. Ob das aufgeht? Wer weiß, zu Viele vertrauen noch den "öffentlich rechtlichen" Medien und haben bis dato nicht die Alternativen im Internet für sich erschlossen.
In dem öffentlichen Fachgespräch zum Thema:
COP24 in Katowice – Ein weiterer Meilenstein für einen globalen Klimaschutz
am Mittwoch, 28. November 2018, 11 bis 13 Uhr im PLH, Sitzungssaal: E.700.
Reagiert Prof. Dr. Anders Levermann (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e. V. (PIK)), auf die Ausführungen von Prof. Nir Shaviv von der Hebräische Universität Jerusalem, Racah Institut für Physik, zu dessen Darlegungen des "Klimas". Mit der Bemerkung - "Alles Quatsch". Welch eine Arroganz der (Ohn)-Macht und welch ein fatales Bild von der deutschen Wissenschaft. Oder sollte man sagen Machenschaft?

Steffen Loos | Fr, 8. November 2019 - 11:03

Tja, den Klima-Hysterikern ist jedes Mittel recht und die Medien spielen mit. Leider ist die Wissenschaft in vielen Bereichen politisch geprägt, da die Wissenschaftler um die Forschungsgelder buhlen müssen, die von Politikern verteilt werden. Das führt zu einer Gefälligkeitswissenschaft und das ist ein Skandal. Als ob schon die Zahl von 11.000 ein Bewies für die Richtigkeit einer „wissenschaftlichen“ Aussage ist. Hallo! Wissenschaft ist keine Mehrheitsmeinung! Nur weil vor einigen Jahrhunderten die Mehrheit der Gelehrten glaubte, dass die Erde eine Scheibe sei, hatten sie noch lange nicht Recht. Später drohten sie Galileo mit Folter, als er das heliozentrische Weltbild vertrat. Auch da hatte die Minderheit Recht. Letztens hat eine Reihe von Wissenschaftlern (leider nur 700) einen offenen Brief an die UNO geschrieben um ihre Zweifel an den vom Menschen gemachten Klimawandel zu äußern und vor den wirtschaftlichen Schäden dieser Hysterie gewarnt. Aber das ist ja nur eine Minderheit.

Steffen Loos | Fr, 8. November 2019 - 11:09

Nur mal zum Nachdenken: vor 1.000 Jahren besiedelten die Wikinger Grönland und Neufundland was sie „Vinland“ nannten. Zu der Zeit wurde sogar Wein im Baltikum und in Schottland angebaut. Auch zur Zeit der Römer waren die Alpengletscher weiter abgeschmolzen als heute und die Baumgrenze lag 200 m höher und vor 6.000 Jahren waren die Alpen sogar fast Eisfrei. In der letzten Warmzeit vor 135.000 Jahren war der Meeresspiegel fast 3 m höher als heute. Es gibt viele Beispiele, die einem an dem vom Menschen verursachten Klimawandel zweifeln lassen können, doch das will die Mehrheitsmeinung nicht hören. Das muss niemand sofort glauben, aber es der wissenschaftliche Diskurs. Doch leider ist dieser nicht gewünscht und der Verursacher des Klimawandels steht fest. Auch dieser Artikel macht keine Ausnahme.

Nur | Fr, 8. November 2019 - 12:28

Früher wurden Kriege geführt, Gebiete erobert, Leben vernichtet um neuen Lebensraum zu erschliessen und die Macht des Staates und der politischen Anführer vergrößern. heute sitzen uns unbekannte Menschen an uns ungekannten Orten in unsichtbaren Schaltzentralen und lassen die Journalisten für sich schreiben, die Politiker für sich handeln, Wissenschaftler für sich begutachten. Aktivisten für sich rebellieren - kurzum die Menschen für sich zu Idioten machen. Wir sehen sie nicht, kennen sie nicht und doch sind sie überall mit ihren Lakaien unterwegs und ziehen ihre Strippen. Es muss eine wahre Lust für sie, uns zu Narren zu machen.
Und wenn ihnen jemand zu Nahe kommt wird ganz schnell die Botschaft von Verschwörungtheorie und fake news verbreitet. Ja, ja, sie haben es im Griff - uns im Griff. Und wenn das nichts nützt, dann gibt es eben Opfer. Sorry - aber für die gute Sache....

Horst Weber | Fr, 8. November 2019 - 12:34

Ach, sind wir jetzt alle wieder bei den sogenannten pulsatilen, natürlichen Schwankungen des Weltklimas - ohne wesentliche Beeinflussung durch den Menschen angelangt ?
Na dann ist ja alles in Ordnung. Dann verstehe ich allerdings weder CO2-Steuer, noch Diesel-Fahrverbote oder sonstige Einschränkungen unseres Luxuslebens .
Also : weiter so, nur noch intensiver, denn trotz etwa gleichbleibender Bevölkerungszahl brauchen wir immer mehr Strom und andere Energieformen.
ElektroDigital-Zukunft für alle !
Bin froh das nur noch ansatzweise miterleben zu müssen.-

Umweltbundesamt, 27.09.2019 (https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/stromverbrauch)
"Seit 1990 wurde in Deutschland etwa ein Zehntel mehr Strom verbraucht. … Der langjährige Anstieg des Stromverbrauchs in den Sektoren Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie privaten Haushalten hat sich in den letzten Jahren jedoch nicht fortgesetzt." Herr Weber, tut mir leid, das Bundesumweltamt ist da anderer Meinung.

Horst Weber | Sa, 9. November 2019 - 12:12

In reply to by Jürgen Keil

Glauben Sie wirklich, dass die derzeitige Elektro-Hype keinen Anstieg des Stromverbrauchs nach sich gezogen hat ?
E-Autos, E-Bikes. E-Roller, LED-Ketten ohne Ende - täglich neue überflüssige Geräte, die Strom verbrauchen. Alles läuft auf die Renaissance der AKW`s hinaus. Überall wird doch geklagt, es müsse endlich mehr Strom erzeugt werden.
Bundesstatistiken sind mit größter Vorsicht zu genießen. Neue, tiefgreifende Veränderungen werden oft erst Jahre später statistisch erfasst und je nach Lobby-Einfluss auch manchmal ganz weggelassen.

Stefan Jurisch | Fr, 8. November 2019 - 13:17

diese Aktion damit den wirklich seriösen Forschern einen Bärendienst erwiesen hat und auch jene, die wirklich sachorientiert arbeiten, in ein unseriöses Licht rückt. Und dass die Presse, die mal wieder etwas einfach ohne tiefere Prüfung in die Öffentlichkeit bläst, sich ebenfalls damit keinen Gefallen getan hat, dürfte wohl einleuchten. Wobei ich hier zumindest einen kleinen Grund erkennen kann, nämlich das viele junge Journalisten und Redakteure das einfach auch gern glauben WOLLEN und daher einfach vertrauen statt zu prüfen. Das ist dann das Ergebnis eines moralschwangeren Haltungsjournalismus.

Werner Peters | Fr, 8. November 2019 - 14:07

Großer Dank an Cicero, dass Sie diesen Artikel bringen. Leider aber Kevin allein im Haus. "....dass ihr aber sogenannte Qualitätsmedien unkritisch nachgeben wie bei der Warnung der 11.000, spottet ihrer Kontrollfunktion." Diese sog. Kontrollfunktion haben die sog. Qualitätsmedien doch längst nicht mehr. Es ist doch nur noch braver Merkelscher Verlautbarungsjournalismus.

Jürgen Scheit | Fr, 8. November 2019 - 14:33

Welch lustiger Zufall: Die Zahl 11 dieser meist selbsternannten Klima-Wissenschaftler sowie Fake-Wissenschaftler passt symbolisch gut zum Inhalt ihrer 'Warnung vor dem Klimanotstand', denn die 11 ist die allseits verwendete Schnapszahl im rheinischen Karneval, der offiziell am 11.11. um 11Uhr11 jedes Jahr beginnt...
Mal ernst: Wer meint, die Richtigkeit einer Hypothese in Wissenschaft und Forschung basiere auf der grösstmöglichen Zahl ihrer fundamentalistischen Anhänger, der muss konsequenterweise auch folgende Aufforderung akzeptieren: Leute, esst mehr Schei..., denn Millionen Fliegen können nicht irren!!!
Diese beissend-ironische Kritik stammt übrigens aus den wilden 68er Jahren, als die bärtigen marxistisch-leninistischen Kaderstudenten Parolen brüllend durch die Unis gezogen sind um als Verkünder des 'wissenschaftlichen' Sozialismus die Arbeiterklasse zur kommunistischen Revolution anzustacheln.
Gleiches Strickmuster wie heute bei FFF, Exstinction Rebellion & Co.

die Zahl Elf ist auch im Kölner Stadtwappen verewigt, Herr Scheit!
Man nennt sie auch die elf schwarzen Tropfen, Flammen oder Tränen. Geht zurück auf die heilige Ursula. Der Legende nach wurde die bretonische Prinzessin Ursula auf der Rückfahrt einer Pilgerreise nach Rom mitsamt ihrer 10 Begleiterinnen von Atilla und den Hunnen bei Köln ermordet. Aus den 11 Jungfrauen wurden schließlich 11.000 Jungfrauen – und 11 Erinnerungstränen auf dem Kölner Wappen.

Martin Bülow | Fr, 8. November 2019 - 14:58

Man beachte, dass in der Wissenschaft der Wert eines wissenschaftlichen Resultats nicht über die Bildung eines Konsens – und wäre es der von einer Million in der Wissenschaft Tätigen -, d.h. in demokratischer Abstimmung mit Mehrheitsbildung, bestimmt wird, sondern allein durch seine Überprüfung mit Hilfe unabhängiger experimenteller und/oder theoretischer Methoden. Konsens ist in der Wissenschaft irrelevant, diskreditiert sie und hat in ihr nichts zu suchen. Beruft man sich in der Wissenschaft auf Konsens, so steht das betroffene Resultat oder die betroffene Lehre auf tönernen Füßen. Wissenschaft schafft Wissen, keine endgültigen Wahrheiten.

Klaus Peitzmeier | Fr, 8. November 2019 - 15:48

Ich war unlängst im Pfahlbautenmuseum am Bodensee. Da steht ein Schild: "Wie war das Klima, wie die Temperaturen? Mal wärmer mal kälter als heute. Die Jungsteinzeit dauerte von 6.000 bis 2.000 v.Chr." Von SUV`s u CO² stand da nichts. Was bin ich froh über das Artensterben durch Klimaveränderung. Kein Säbelzahntiger, kein Mammut, kein Dinosaurier der mich beim Wandern in heimischen Wäldern verfolgt.

Peter Ernenputsch | Fr, 8. November 2019 - 17:25

Es wird von differenten Gruppen vor dem Klimawandel gewarnt - die erhobenen Zahlen in einigen Bereichen belegen das, aber die Reaktion muss nicht apokalyptisch sein, sondern sehr starke Förderung in allen Bereichen - speziell Digitalisierung , aber nicht in banalen Kleinigkeiten - aber ein großer Teil des Kapitals und der Exekutive ist dazu nicht bereit. Selbst wenn man will, kann man nicht mehr den status quo auf sehr vielen Gebieten erhalten.
Quod erat demonstrandum
Peter Ernenputsch

Gunther Gaida | Fr, 8. November 2019 - 17:25

Sehr interessant ist auch das wetteronline
den Hitzerkord dieses Jahres gemessen in Lingen
von 42,xx nicht anerkennt.
Anlass.Die Messtation des DWD(übrigens Behörde)
liefert seit Jahren überhöhte Werte wegen fehlerhafter Aufstellung.Dies soll dem DWD so gar bekannt sein.
Aber man lieferte im Sommer die Munition,welche
andere staatliche Oranisationen gerne übernommen haben (NDR 1 NS)
Ich dachte bisher,das Oberrheintal wäre eine der
wärmsten Gegenden Deutschlands.
Weit gefehlt ,denn das Mittelemstal ist deutlich heißer.
Nennt man sowas Fakenews?

patricia mühl | Fr, 8. November 2019 - 17:54

Ja, leider werden auch in den Reihen der sogenannten Wissenschaft inzwischen Daten so interpretiert, dass sie den jeweils geltenden "Moralvorstellungen" entsprechen. Aber ist es deshalb falsch auf die Gefahren der Überbevölkerung hinzuweisen? Nein! Wie können doch jetzt schon die katastrophalen Auswirkungen dieses überexponentiellen Wachstums erkennen. Wie blind muss man denn sein, um diese Forderung als moralisierend zu disqualifizieren?

weil es auch Ihnen nicht zusteht, über die Kinderzahl anderer zu urteilen.
Das einzige, das Sie fordern dürfen ist, dass diese dann auch selbst für deren Unterhalt aufzukommen haben und nicht diejenigen, die durch eine diesbezügliche Zurückhaltung unter anderem mehr besitzen sollten.

Juergen Hagen | Fr, 8. November 2019 - 18:25

Ich habe gelesen, bei den 11.000 Unterzeichnern handele es sich überwiegend um fachfremde Wissenschaftler, wie etwa Psychologen, Zoologen, Vogelkundler, Humanbiologen, Anthropologen, Blogger, Studenten, Informatiker, Mathematiker, Elektroingenieure usw....da fragt man sich als rational denkender Mensch, wie seriös eine solche Petition eigentlich ist und was damit bewiesen werden soll? Mit Wissenschaft und mit einem Beweis des sogenannten anthropogenen Klimawandel hat das aber absolut nichts zu tun!

Sie haben recht. Das habe ich auch gelesen. Offenbar haben wir hier im Forum einfach nur ein falsches Verständnis von Fachkräften. Klimafachkräfte scheinen demnach auch die von Ihnen Herr Hagen genannten Berufsgruppen zu sein. Es reicht doch schon lange, dass behauptet wird und sodann "Wissenschaftler" die Behauptung stützen. Ich bin der festen Überzeugung, das dieser Wahnsinn in sich zusammen fällt. Wir brauchen nur Geduld.

Karsten Dörre | Sa, 9. November 2019 - 05:22

Herr Bojanowski, Sie unterschätzen die Wirkkraft und Meinung medialer Größen wie Mickey Mouse, Käpt'n Blaubär, dem Elefanten, Greta Thunberg oder unbekannten Online-Influencern. In Apokalypse-Angelegenheiten ist jeder ein Wissenschaftler. Oder mindestens ein zertifizierter Verteidiger einiger Wissenschaftler. Demokratie wird durch Meinungsduselei und Klassenkampf zunehmend ausgehöhlt. Die Fülle von Informationen macht vielen Menschen Angst und Sorge, dass diese ein Ende der Informationsfluten herbeisehnen und Taten sehen wollen. Ob diese Taten richtig oder falsch sind, spielt überhaupt keine Rolle mehr. Diesem Informationsstress, dem vermeintlich keine Taten folgen, kann man nur begegnen, wenn Informationskonsumenten lernen, Informationen zu filtern. Tun diese es nicht, fallen sie auf Propaganda leichter herein.

Ulrich Jarzina | Sa, 9. November 2019 - 20:44

... bis Greta den verpassten Schulstoff nachholt und herausfindet, dass Pflanzen aus Co2 Zucker herstellen. Denn dann geht es erst richtig los! Durch Co2-Sparen retten wir nämlich dann nicht nur unser Klima, sondern tun auch gleichzeitig etwas gegen Karies, Übergewicht und Diabetes mellitus!