Elizabeth Warren - Zu sachlich für Amerika?

Elizabeth Warren ist eine von vier verbliebenen Demokraten, die Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl herausfordern wollen – sie gehörte einst selbst den Republikanern an

Elizabeth Warren
Wird Elizabeth Warren die Kandidatin der Demokraten für die Präsidentschaftswahl? / picture alliance

Autoreninfo

Andreas Backhaus studierte Volkswirtschaftslehre in Deutschland, Polen und Frankreich. 2018 wurde er an der LMU München promoviert. Er arbeitet in der europäischen Politikberatung

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Andreas Backhaus

Die Vorwahlen der Demokratischen Partei spitzen sich auf einen Vierkampf zwischen zwei altbekannten Gesichtern und zwei neuen Herausforderinnen zu. In den Meinungsumfragen profitieren Obamas Vizepräsident Joe Biden und der Senator von Vermont, Bernie Sanders, derzeit noch von ihrem hohen nationalen Bekanntheitsgrad. Ihnen sind allerdings die Senatorinnen Kamala Harris und Elizabeth Warren auf den Fersen. Warren ist dabei diejenige, die ihre Konkurrenten am stärksten mit politischen Ideen herausfordert.

Die 70-jährige Warren ist spät in die Politik eingestiegen. 2012 zog sie für die Demokraten als erste weibliche Senatorin des Bundesstaats Massachusetts in den Kongress ein. Davor hatte sich Warren bereits durch ihr Fachwissen ausgezeichnet: Die Beiträge der ehemaligen Jura-Professorin zum Wirtschafts- und Konkursrecht machten sie in den neunziger Jahren zur gefragten Expertin in Komitees und Ausschüssen auf nationaler Ebene. Die Finanzkrise 2007 beflügelte Warren, sich als treibende Kraft für die Einrichtung einer Behörde zum Schutz von Konsumenten im Finanzbereich einzusetzen.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 10. August 2019 - 18:32

gestalten.
Biden und Sanders kann ich mir beide nicht vorstellen, aber warum sollte nicht jede der Kandidatinnen ihr spezielles politisches Vermögen ausreizen und dann für die bei den Wählern erfolgreichere mit in die Waagschale werfen?
Biden empfinde ich als politisches Establishment und Sanders als "Paradiesvogel", die beiden Frauen wirken ambitioniert und kompetent.
Selbst wenn Trump nicht verliert, kann die Jüngere mit erfahrenen FRAUEN und Männern an ihrer Seite den Grundstein legen für erfolgreiche demokratische Politik, besser für ein politisches Klima, wie es unter Obama gedieh, ein respektvolles und diskursives oder habe ich mir das nur schöngeträumt?
Ich finde so etwas ohnehin interessanter als Macht.
Zusammen sind Frauen stark, vielleicht auch in den USA?
Es ist nicht Trumps Art, ganz unabhängig von seinen Fähigkeiten als Präsident.
Ich mag aber so etwas wie ein politisches Klima sehr viel mehr als reine Machtpolitik, die sich aber gegen Clinton durchsetzen konnte.

Alexander Mazurek | Sa, 10. August 2019 - 23:14

… zu Donald Trump ist ausschließlich Tulsi Gabbard. Ich hoffe auf sie in 2024 … bis dahin soll Donald den deep-state Sumpf, soweit es geht, trocken legen …

Ernst-Günther Konrad | So, 11. August 2019 - 07:04

die kann ihr genau erklären, wie man eine Partei sediert und Mitkonkurrenten wegbeißt. Da ist sie ungekrönte Königin. Wie in D auch, ist die Stimmung in den USA emotional aufgeheizt und nur noch Schlagzeilen über angebliche Verfehlungen und Verschwörungen werden je nach politischem Lager medial ausgeschlachtet. Sachpolitik ist wie bei uns nicht gefragt. Skandale und vermeintliche Skandale ersetzen Sachargumente und da hat es es eine Frau Warren schwer, emotionalisierte Menschen zu überzeugen.
Was einfach nur schwer nachvollziehbar ist die Tatsache, dass Bewerber der eigenen Partei sich gegenseitig das Wasser abgraben und öffentlich gegeneinander antreten, um sich eine Kandidatur zu sichern.
Auch hier mal die Raute fragemn, die weis wie man im Hinterzimmer Günstlinge protegiert und in Ämter hievt wie z.B. vdL. Trump hält seine Wähler bei der Stange, geht all das an, was versprochen. Viele Vorwürfe erweisen sich als Luftnummern und auch mediale Provokationen werden ihm noch verziehen.

Hinzu kommt noch das Trumps Wirtschaftspolitik wirkt. Ob Trumps Zollpolitik in China wirkt, kann man ob deren "Statistik" nicht erkennen, doch immerhin gehen die deutschen Exporte massiv nach unten. Ich glaube Trump sagte, dass Deutschland noch schlimmer als China ist, oder so ähnlich. Nun kann er wenigstens bei diesem Vorhaben ein Häkchen setzen und das im Wahlkampf als einen seiner Erfolge nennen. Übrigens, sollte Berlin etwas für die hiesige Exportwirtschaft tun, also so wie China das macht, dürfte das massive Gegenreaktionen von Trump zur Folge haben. Merkels Politik des Nichthandelns ist hier also einmal richtig.

Steffen Schott | Mi, 21. August 2019 - 16:07

Elizabeth Warrens Wahlkampfauftritten hängt immer etwas unangenehm Streberhaftes, Angestrengtes und Unauthentisches an - nicht mal wegen der Fauxcahontas-Geschichte, die ihr den Zuspruch der Schwarzen wahrscheinlich dauerhaft verriegelt. Sie ist völlig überambitioniert und absolut rücksichtslos gegenüber denen, die nicht ihr Kernklientel sind. Damit wird sie vielleicht demokratische Präsidentschaftsbewerberin, aber mit Sicherheit nicht Präsidentin.

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