Komplexität - Es ist kompliziert – zum Glück!

In unserer komplizierten Welt ist der Wunsch nach einfachen Erklärungen und schnellen Lösungen stark ausgeprägt. Dabei ist es gerade die menschliche Fähigkeit sich mit der Komplexität auseinanderzusetzen, die unser Leben einfacher macht. Sie ist außerdem die Voraussetzung für Freiheit

Würde sich niemand den komplexen Fragen stellen, wäre unser Leben noch viel schwieriger / picture alliance

Autoreninfo

Matthias Heitmann ist freier Publizist und Autor des Buches „Zeitgeisterjagd. Auf Safari durch das Dickicht des modernen politischen Denkens“ (TvR Medienverlag Jena 2015). Im Januar 2017 ist sein neues E-Book „Zeitgeisterjagd SPEZIAL: Essays gegen enges Denken“ erschienen. Infos zum Download unter www.zeitgeisterjagd.de.

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Matthias Heitmann

Was war das Leben früher doch so schön, damals, als es uns noch nicht so überfordernd viele Möglichkeiten bot! Die Fernsehgeräte brauchten keine Fernbedienung, denn einer der drei Sender wurde direkt beim Einschalten gewählt, und zumeist hielt der dann für den ganzen Abend.

Aber war das Leben früher wirklich angenehmer, als es noch nicht so vielfältig war? Macht es glücklich und am Ende womöglich sogar frei, keine Wahl zu haben, weil man dann wenigstens sicher ist, keine falschen Entscheidungen treffen zu können? Überfordern uns diese ganzen Möglichkeiten, die uns kontinuierlich Entscheidungen abverlangen? Welchen Effekt hätte es, wenn der Lebenspartner tatsächlich „weniger komplex“ wäre? Und wenn Komplexität unsere Entscheidungsfreiheit einschränkt, bedeutet das, dass wir freier und froher sind, wenn alles banaler ist?

Sehnsucht nach Einfachheit

Der Wunsch nach einfachen Erklärungen und schnellen Lösungen ist heute stark ausgeprägt: Die Suche nach klarer Kante, nach Schwarz- und Weiß-Gewissheiten und schnellen Problemlösungen prägt den Zeitgeist. Gerade in Zeiten großer Unsicherheit sind eindeutige Schuldige und sechsspurige Auswege aus der Krise gefragt. Dennoch ist das Gefühl, dass einem manchmal „alles zu viel“ wird, häufig eine subjektive Laune, die wenig mit objektiven Gegebenheiten zu tun hat. Wir sind dann ungeduldig, mit unseren Kräften oder Nerven am Ende oder es einfach gerade leid, uns ernsthaft mit etwas auseinanderzusetzen. Wir sehnen uns nach einer Einfachheit, die es so jedoch nie gegeben hat.

Natürlich ist Einfachheit in vielen Bereichen eine großartige Errungenschaft, denn sie ermöglicht es uns, uns anderen komplexeren Dingen zuzuwenden. Es gab Zeiten, in denen die Menschen den ganzen Tag damit zubrachten, sich Nahrung zu beschaffen. Gleichzeitig konnte schon ein vereiterter Zahn, eine Bindehautentzündung oder ein gebrochenes Bein das Ende bedeuten. Für viele relativ einfache Probleme gab es keine Lösungen. Viele heute leicht zu erklärende Ereignisse erschienen den Menschen gänzlich unerklärbar und damit auch unbeeinflussbar. Ist ein Leben, in dem von uns erwartet wird, vieles zu wissen und zu verstehen und wir das auch tun, wirklich schwieriger als ein Leben, in dem man aus Unwissenheit auf die Güte des Herrn bauen muss, damit dieser einem nicht die Pest an den Hals wünscht?

Vom eigenen Leben überfordert

Die Welt im Ganzen betrachtet ist sicherlich komplexer geworden. Nur lamentieren wir nicht auf globalem Level, sondern meinen in der Regel unser eigenes Leben, das uns gerade überfordert. Das ist ab und an verständlich, liegt aber nicht daran, dass unsere Leben so viel komplexer geworden sind. Gut, wir müssen uns damit abfinden, dass wir Ersatzteile für Plattenspieler nur noch auf dem Flohmarkt bekommen, dass wir nicht wissen, was wir mit unseren alten Videokassetten machen sollen und dass wir zu allem Überfluss auch noch unsere Smartphones monatlich updaten müssen.

In manchen Bereichen unserer Welt geschehen an der Oberfläche laufend viele kleine Veränderungen. Unterhalb dieser „Benutzeroberfläche“, also in den tragenden Strukturen unserer Welt, finden Updates und Systemwechsel jedoch weitaus seltener und auch unbemerkter statt. Dieses Nebeneinander von schnellen Veränderungen und „Hypes“ an der Oberfläche bei gleichzeitiger Unbeweglichkeit und Starrheit der darunterliegenden Strukturen ist bestimmt ein Grund für das Gefühl der Überforderung und der Ungewissheit darüber, was tatsächlich einschneidende Veränderungen sind und was nicht.

Einfachheit unterstützt Emotionalität

Eigentlich sollten wir aber froh sein, dass vieles in unserer Welt so komplex ist. Gemessen an ihrer Einfachheit sind Kartenhäuser zwar äußerst stabil, aber dennoch gibt es gute Gründe, warum beim Hausbau komplexere Konstruktionen bevorzugt werden. Intelligente, komplexere Systeme sind oft stabiler, belastbarer und widerstandsfähiger, und es bedarf größerer, komplexer Anstrengungen, um sie komplett außer Kraft zu setzen. Das gilt für Gebäude genauso wie für Staaten und Ökosysteme. Stabilität heißt nicht, dass komplexe Systeme nicht veränderlich sind. Im Gegenteil: Sie sind in der Regel sogar äußerst flexibel. Die komplexe, erdbebensichere Bauweise moderner Gebäude in Tokio verbindet Stabilität mit hoher Flexibilität.

Da intelligente, lernende und komplexe Systeme in der Regel recht robust sind, haben wir einigen Anlass, davon auszugehen, dass ihr Zusammenbruch nicht unmittelbar bevorsteht und auch nicht leicht zu bewerkstelligen ist. Dieses Wissen kann vor Überreaktionen schützen – sowohl vor überzogenen Hoffnungen (und daraus resultierenden Enttäuschungen) als auch vor Panik. Beide Spielarten der Überreaktion beziehen ihre Attraktivität aus der zugrundeliegenden Einfachheit, der Unmittelbarkeit und der behaupteten Direktheit der Zusammenhänge. Die politischen Debatten unserer Zeit liefern jede Menge unschöner Beispiele für den Zusammenhang von Einfachheit und Emotionalität. Je weniger komplex ein Zusammenhang erscheint, desto einfacher lässt sich die Thematik emotional aufladen.

CO2-Konzentration nicht gefährlich für „das Klima“

Das gilt für menschgemachte Systeme in ähnlicher Weise wie für natürliche. Wir unterschätzen häufig deren Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, was nicht selten zu krassen Fehleinschätzungen führt. Ein Waldbrand zerstört nicht die Natur, sondern versetzt sie in einen anderen Zustand, der aber nicht naturfern ist. Selbst ein umgekippter Tümpel ist kein unnatürlicher Ort. Der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist nicht gefährlich für „das Klima“ oder „die Natur“, sondern einzig und allein für wenig komplexes Denken, das Unveränderlichkeit häufig als einzige Realität wahrnimmt. Glücklicherweise ist der Mensch aber zu komplexerem Denken und Handeln in der Lage. Nicht umsonst hat er sich an jede Klimazone und an jede Klimaveränderung auf unserem Planeten erfolgreich angepasst. Es gibt keinen Grund, diese Fähigkeit zu vernachlässigen oder anzuzweifeln.

Wäre die Welt so einfach, wie sie sich manche erträumen, sie würden grässlich enttäuscht, denn sie hielten sie dann für alles Mögliche, nur nicht für „einfach“. Erst durch die Auseinandersetzung mit Komplexität lernen wir, besser mit ihr umzugehen. In dieser Hinsicht untrainiertes Denken scheitert an nicht an komplexen Herausforderungen, sondern an Banalitäten. Die Forderung nach Einfachheit ist in vielen Lebensbereichen überaus sinnvoll. Allerdings hat die Menschheit die Arbeitsteilung nicht entwickelt, um das auf jedes Individuum entfallende Quantum an zu bewältigender Komplexität zu reduzieren, sondern um im Gegenteil die Gesamtmenge an menschlich erfassbarer und handhabbarer Komplexität zu vergrößern.

Weniger Komplexität ermöglicht kein einfacheres Leben

Das Ziel der Arbeitsteilung besteht nicht darin, dass jeder einfach „weniger“ zu tun und zu denken hat, sondern, dass jeder sich intensiver mit bestimmten Aspekten der Welt auseinandersetzen und tiefer in Komplexitäten eintauchen kann. Wenn wir eine höhere Nutzerfreundlichkeit von technischen Geräten wünschen, fordern wir letztlich, dass sich die Forscher und Entwickler auf diesem Gebiet gefällst ins Zeug legen und es uns ermöglichen, unsere Zeit für etwas anderes zu verwenden. Wer ernsthaft fordert, wir mögen doch bitte unsere Faszination für Komplexität ein wenig zurückschrauben, hat kein einfacheres Leben zu erwarten.

Viele Menschen verbinden Komplexität mit dem Gefühl, kaum noch freie Entscheidungen treffen zu können. Ob jedoch weniger komplexe Lebenszusammenhänge tatsächlich mehr Freiheit ermöglichen, ist zu bezweifeln. Oft ist es gerade diese Vielfalt, die uns als kompliziert erscheint, denn sie fordert von uns, Entscheidungen zu treffen und diese auch zu verantworten. Entscheidungen mit Weitblick lassen sich dann am besten treffen, wenn man eine Perspektive hat. Perspektiven kann man aber nicht downloaden: Man muss sie selbst entwickeln.

Komplexität und Freiheit ohneeinander nicht vorstellbar

Auch wenn unsere Entscheidungsfreiheit nicht unbegrenzt ist, so bietet uns die „komplexe“ moderne Gesellschaft dennoch eine Menge an Möglichkeiten, um die uns unsere Vorfahren aufs Tiefste beneidet hätten. Komplexität und Freiheit sind nicht nur zufällige Zeitgenossen, sie sind ohneeinander nicht vorstellbar. Nur innerhalb einfachster Systeme gibt es keine Alternativen.

Diese zutiefst menschliche Suche nach Möglichkeiten und neuen Perspektiven ist nicht nur Voraussetzung für mehr Freiheit, sie hält auch Systeme flexibel, beweglich und lernfähig. Und je komplexer Zusammenhänge sind, desto mehr Stellschrauben gibt es, an denen man drehen und dadurch Veränderungen anstoßen kann – vorausgesetzt, man lässt sich durch die Verfechter einfacher Lösungen und die Apostel der Alternativlosigkeit nicht davon abschrecken.

Hans Jürgen Wienroth | So, 30. Juni 2019 - 10:54

Man kann komplexe Zusammenhänge nicht mit einfachen Lösungen verändern. Unsere Politik wird derzeit gelenkt von Juristerei und Emotionalitäten. Wissenschaft, die unser Land groß gemacht hat, hat keinen Stellenwert mehr.
Statt mit wissenschaftlichen Zusammenhängen zu argumentieren werden einfache, alternativlose Lösungen propagiert. Wer keine Alternativen aufzeigen kann, hat auch die Auswirkungen seiner Lösung nicht sorgfältig betrachtet. Er ist im Grunde nichts anderes als ein Spieler, der alles auf eine Karte setzt. Mal gewinnt man, meist jedoch verliert man.
Die moderne Welt stellt viel Wissen online bereit. Dieses Wissen kann aber nur der abrufen, der zumindest von der Existenz weiß. Die Bildung in diesem Land wird unter dem Stichwort „Gerechtigkeit“ auf ein Niveau gestellt, das alle erreichen können. Damit wird die Individualität der jungen Menschen behindert und deren eigenständiges Denken eingeschränkt. Das ist der reine „Bildungssozialismus“.

Christa Wallau | So, 30. Juni 2019 - 11:26

lieber Herr Heitmann, liest sich gut und ist in vielen Punkten sicher zutreffend.

Das Entscheidende haben Sie ausgelassen:
Je komplexer die Welt wird bzw. die Zusammenhänge sind, umso mehr psychische Stabilität und Intelligenz muß der Mensch besitzen, um damit ruhig und in Freiheit umgehen zu können.
Diese jedoch wachsen nicht in gleichem Maße wie
die technisch-zivilisatorischen Errungenschaften,
wenn sie (= die psychische Stabilität u. Intelligenz des homo sapiens) überhaupt jemals durchschnittlich zunehmen. Ich bezweifle das.

Deshalb wird es immer die Rufe nach einfacheren
Lösungen geben - so lange die Welt besteht.

Klaus Dittrich | So, 30. Juni 2019 - 12:40

„Aber war das Leben früher wirklich angenehmer, als es noch nicht so vielfältig war?“
Kaum anzunehmen – bei einem 10-14 h – Arbeitstag bleib kaum Zeit für Oberflächlichkeiten.
Heute wird die freie Zeit entweder vor der „Glotze“ (meist Ältere) oder mit der krampfhaften Suche nach „Events“, „Flash-Mobs“ u. ä. verbracht.

„ . . . es einfach gerade leid, uns ernsthaft mit etwas auseinanderzusetzen.“
Ich würde formulieren: Es ist uns zu anstrengend! Denken (nicht Ablesen vom Smartphone) ist eben Arbeit; eine Arbeit, welche nicht wenige ablehnen. (Und in der Schule auch nicht gelernt haben.)
Um dann lieber in den „Emotionalitäts-Modus“ umzuschalten.

Elisabeth Ellermann | So, 30. Juni 2019 - 12:51

Längst bedient sich der politisch "korrekte" mainstream dieses Schlüsselbegriffes, "Populisten geben einfache Antworten auf komplexe Fragen und Probleme" - doch passend ist das nicht. Natürlich wäre es einfach möglich, z.B. abgelehnte Asylantragssteller/innen, die sämtliche Klageinstanzen bemüht haben und gescheitert sind, nicht immer wieder erneut zu weiteren Antragsstellungen einreisen zu lassen. Das ist nicht furchtbar komplex zu begreifen, scheitert nur an politischen Machtspielen und an "globalisierten" Einflussnehmern wie der EU. Den "Klimaaktivisten", auch einem Rezo z.B. wird hingegen niemals vorgeworfen, einfache Lösungen anzubieten, auch wenn "Schluss mit CO2, jetzt sofort!" an Dummheit kaum zu überbieten ist. Ja, die Welt ist viel komplexer geworden, oftmals überfordernd, aber es ist nichts Verwerfliches an einer einfachen Antwort oder Lösung, wenn diese einen Missstand behebt.

Dorothee Sehrt-Irrek | So, 30. Juni 2019 - 13:07

Mut machend zum Leben und seinen Herausforderungen wie Glücksmomenten, ich will also nur etwas danebenstellen, nicht kritisieren.
Ich empfinde keine große Sehnsucht nach einfachen Antworten in meiner Umgebung, ich empfinde Sehnsucht nach Antworten überhaupt und zuletzt darin Sehnsucht nach Frieden.
"Jetzt ist es mal so" "Wir schaffen das" aber nur wenn man so schafft, wie die Sprecher es wollen, stiftet m.E. enormen Unwillen, fehlende Zufriedenheit und zuletzt Unfrieden.
Nehmen Sie Janosch Buch vom Hasen und Igel.
Es kommt vielleicht doch auf die Fragen und Antworten an?
Die Welt ist komplex und dennoch liessen sich auch früher Riesenreiche lenken nicht nur über Gewalt auch Einsicht und Verständigung.
Christus schien die Gabe zu besitzen, Fragen zu beantworten auch indem er sie richtig stellte.
Ich verachte Menschen nicht, wenn Sie nach Antworten schauen.
So ein Ommmmmmm kann mich begeistern, nicht aber ein Schweigen, wenn man gewählt wurde zu antworten, zu sprechen.

Systeme können empfindlich von Veränderungen abhängen. Wirken die dann zusammen entstehen neue nicht voraussagbare Qualitäten beim Zusammenwirken der Faktoren. Die Erhaltung der Lebensgrundlagen, auch die Regelung und Steuerung von künstlichen Systemen gehört zum Wesen des Menschen.

Den Unterschied zwischen künstlichen Systemen und einem natürlichen System kann man am Beispiel Hochhaus verdeutlichen. Ob Erdbeben oder starke Stürme, für Hochhäuser werden Computersimulationen (Windkanal) erstellt, um die wirkenden Kräfte zu ermitteln. Schwingungsverhalten und die Eigenfrequenzen des Hochhauses bei Sturm. Schwingungstilger werden eigesetzt, die gegen die Schwingungen des Hochhauses wirken. Hunderte Tonnen schwere Pendel pendeln dann und wirken gegen den Ausschlag des Hochhauses.

In natürlichen Systemen spricht man vom Kipp-Punkten- im Sinne von Zirkulation eines biologisch gedachten Organismus. In Gesellschaften können stabile Verhältnisse auch das stabilisierte Elend bedeuten.

Gisela Fimiani | So, 30. Juni 2019 - 14:28

Ich fürchte, dass es erst nach dem Ausstieg aus der Hysteriespirale möglich werden kann, sich sachlich, rational und besonnen den Herausforderungen zu stellen. Erst dann sind die von Ihnen beschriebenen Einsichten möglich. Da die Panik aber weiter geschürt wird, darf man annehmen, dass kein Interesse daran besteht, dass Menschen Einsichten gewinnen und freie Entscheidungen treffen. Nur ein Beispiel für die entsprechende Interessenslage hat der evangelische Kirchentag geliefert. Wenn unsere neuen Propheten zu wissen behaupten, wo Gott wirkt und diesen auf ihrer Seite wissen, schaffen sie das Menschenbild eines zum eigenen Denken begabten Menschen, eines Suchenden, Forschenden, Lernenden, eines in Freiheit Verantwortung Übernehmenden ab. Der neue Mensch soll nur noch den Propheten vertrauen. Deren Zahl wächst, deren Ziel ist immer gleich. Der entmündigte Mensch.

Horst Weber | Mo, 1. Juli 2019 - 13:05

Es ist eine reflexartige Behauptung, Einfachheit sei mit Unfreiheit, Komplexität mit Freiheit assoziiert.
Unsere Rechtsprechung zeigt beispielhaft das komplizierte Chaos einer Entscheidungsfindung, die angemessen, gerecht und nachvollziehbar sein sollte.
Recht haben heißt nicht unbedingt: "Recht bekommen". Das überkomplizierte Chaos wirtschaftlicher Subventionen, aber auch politisch angeblich notwendiger Spitzentänze mit Wendungen in alle Richtungen - bis zur totalen Erfolglosigkeit und den schlechtest denkbaren Kompromissen - wird ergänzt durch eine völlig chaotische Globalisierung auf fast allen Gebieten menschlichen Missverstandes - zum Nachteil des Ganzen. Einfachheit wird gern mit tumber Naivität
verwechselt, auch wenn sie uns täglich an diversen
faszinierenden Beispielen in allen Lebensbereichen
zu einer Reduktion, zur Besinnung auf altes Wissen bekehren müsste.
Chinesische Kaiserpaläste waren schon vor tausenden von Jahren erdbebensicher gebaut worden - wirkungsvoll !

Bravo, Bravo, kann ich da nur kommentieren. Sie treffen meine Überzeugung. Das Verkomplizieren ist doch deshalb gemacht, damit der "einfache" Bürger nichts, aber gar nichts mehr verstehen soll. Ja, es gibt zu verschiedenen Dingen, verschiedene Sichtweisen. Redet man aber darüber, findet und fand man schon immer eine Lösung, die dann aber einfach war. Das erfordert aber Ehrlichkeit, Konfliktfähigkeit, Komunikationsfähigkeit, Durchsetzungswille und Mut auch unbequeme Wahrheiten zu offenbaren und darauf zu reagieren. Auch Querdenker haben viel erfunden und uns weiter gebracht, wenn man sie ließ. Ja, wenn? Fangen wir an in deutscher Politik danach zu suchen. Wo werden wir fündig? Danke Herr Weber.

Marianne Bernstein | Mo, 1. Juli 2019 - 16:21

Die weise Entscheidung Solomos war einfach, er musste keine Gentik kennen und keinen Gentest machen lassen, trotzdem traf er die richtige Entscheidung.

Brechts Version habe ich immer grundsätzlich als ideologisch abgelehnt, nur in Ausnahmefällen, um Mutter und Kind zu helfen, akzeptiert.
Wenn ich so zurückdenke, so gibt es wundervolle Stellen im Alten Testament.
Menschliche Kultur, die sich über sich selbst erhebt im Anderen oder Zukünftigen, von mir aus kann man es auch Religion nennen.

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