SPD - Rot-Grün ist mausetot

Der SPD droht ein Desaster bei der Landtagswahl in Bayern und das politische Abseits. Jahrelang hat sie Grüne und Linke imitiert und eigene Kernthemen vernachlässigt. Parteichefin Andrea Nahles bereitet jetzt einen Kurswechsel vor. Doch der könnte zu spät kommen

Andrea Nahles
Mit unangenehmen Wahrheiten im Gepäck: Andrea Nahles auf dem Weg zu einer Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Seils ist Ressortleiter „Berliner Republik“ von Cicero. Im Januar 2011 ist im wjs-Verlag sein Buch Parteiendämmerung oder was kommt nach den Volksparteien erschienen.

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Andrea Nahles reist in diesen Tagen durch Bayern. Sommerreise im Vorwahlkampf. Am 14. Oktober ist dort Landtagswahl und glaubt man Umfragen, dann könnte diese für die SPD mit einem Desaster enden, trotz der Schwäche der CSU. Doch Schlagzeilen machte die SPD-Vorsitzende in diesen Tagen nicht mit neuen politischen Ideen oder einem strategischen Seitenhieb gegen die CSU, sondern mit einem Frontalangriff auf die Grünen. Und das aus gutem Grund.

Die SPD kommt aus dem Umfragetief nicht heraus, obwohl sie sich in der Großen Koalition angesichts des Schwesternstreits in der Union als zuverlässiger, staatstragender und lösungsorientierter Koalitionspartner präsentiert hat. Die Partei ist tief gespalten, das haben nach der Bundestagswahl im vergangenen Jahr die quälenden innerparteilichen Diskussionen um die Fortsetzung der Großen Koalition gezeigt. Programmatisch und strategisch orientierungslos rutscht die SPD in der Wählergunst immer weiter ab. In Bayern kann die SPD-Vorsitzende nun das ganze Elend der deutschen Sozialdemokratie vor Ort und an der Basis besichtigen.

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Bernd Fischer | Mo, 30. Juli 2018 - 18:59

Die Grünen: mal sind sie die neuen des aufgeklärten links-liberalen Bürgertums...dann wieder die einfache Öko-Partei.
Das beisst sich doch

Linkspartei: Die Linkspartei profiliert sich mit populistischer Umverteilungsrhetorik und bietet dabei immer etwas mehr als die Sozialdemokraten.
Was für ein Witz in dieser Aussage

SPD:
"Doch während die SPD mit der von ihr als Qual empfundenen Großen Koalition fremdelt"

Ja warum ist dann die SPD mit fliegenden Fahnen in die Koalition gegangen?

Noch etwas: "sind die Grünen dazu längst auf Distanz gegangen. Sowohl die Realos als auch die Linken haben längst erkannt, dass Rot-Grün angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen mausetot ist. Rot-Rot-Grün gar nur noch ein Hirngespinst von...
"als bereite die SPD-Vorsitzende ihre Mitglieder und vor allem Funktionäre auf das Ende der rot-grünen Liebe und einen programmatischen Kurswechsel vor"

Ja was denn nun? Wer hat nun mit dem Liebesentzug nun angefangen?

SPD:
"Doch während die SPD mit der von ihr als Qual empfundenen Großen Koalition fremdelt"

Ja warum ist dann die SPD mit fliegenden Fahnen in die Koalition gegangen?

Vor nichts fürchtet sich die sPD so sehr, als vor Neuwahlen. Die blanke Angst vor dem Wähler hat die Sozen dazu bewogen erneut in eine "kleine Koalition der Verlierer" einzutreten.Es war der unbedingte Hang zum eigenen Machterhalt.
Diesbezüglich steht der politischen Klasse das Hemd näher als der Wähler.
Nichtsdestotrotz wird es das unausweichliche und verdiente Schicksal der sPD nur hinauszögern !!

Joachim Wittenbecher | Mo, 30. Juli 2018 - 19:29

Die SPD leidet an einer Umklammerung durch die Partei der Besserverdienenden, die Grünen; es ist klar, dass die Arbeitnehmer dieser Symbiose keine Vorteile abgewinnen können. Daher wanderten sie ab und es entstand ein Zwang zur großen Koalition, die nächste Umklammerung. Inzwischen hat die SPD die innere Souveränität verloren, selbständig so zu agieren, dass sie für ihre potentiellen Wähler, alle Arbeitnehmer (die gibt es noch, entgegen anders lautenden Berichten)attraktiv ist. Die personelle Misere kommt dazu. Die ersten Ansätze von Frau Nahles sind richtig, kommen aber für die LTW Bayern und Hessen zu spät. Programmatisch muss sich die SPD auf ein Gleichgewicht zwischen Patriotismus für Deutschland und Europa einlassen, sie kann sich dabei auf Willy Brandt und Helmut Schmidt berufen; dies bedeutet eine harte Korrektur in der Flüchtlingspolitik - hin zu GG Art 16 a und Dublin III. Die Klientelpolitik für Migranten (Doppelpass) muss aufhören - Sozialpolitik für das ganze Volk!

Dimitri Gales | Mo, 30. Juli 2018 - 20:23

Merkel hat ihr den Rest gegeben. Sie wird aus der Anhängsel-Rolle der Merkel-CDU nicht mehr herauskommen. Das einstige Paradepferd ist zu einem Ackergaul geworden - aus einem Ackergaul macht man aber kein Rennpferd mehr. Ausserdem sieht es so aus, als würden politisch extreme Tendenzen zunehmen - das beobachtet man auch im Ausland. Die soziologischen Strukturen haben sich signifikant verändert, aber die SPD will so im gewohnten Trott weitermachen und dabei noch ihr traditionelles Apparatschik-System pflegen. Das geht heute nicht mehr, die Bürger wollen etwas anderes.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 30. Juli 2018 - 20:40

die hoffen, dass die SPD die Kurve kriegt.
"Selbst hier bei den sozial-konservativen Demokraten des Cicero?"
Geschichte geht manchmal nicht im Nu, fordert aber immer Alles.
Meine Stimme habt Ihr, wie immer, weil ich Vertrauen in Euch habe, die Ihr gerade in der SPD aktiv seid.

Nein, Rot-Grün ist nicht mausetot, hoffentlich auch nicht Rot-Magenta, wie jetzt auch nicht Rot-Schwarz.
Im Osten ist evtl. eher eine Öffnung fast aller Parteien zur Linken möglich als jetzt zur AfD.
Demokratisch ist man ganz erst dann, wenn einem auch dahingehend vertraut wird? Das hat bei den Grünen lange gedauert, bei den Linken ebenfalls. Die AfD kann sich also nicht beklagen.
In einer Demokratie sollten aber alle zugelassenen Parteien miteinander politisch arbeiten können, sonst verkommt die Politik zur ideologischen "Kampfarena".
Was ist nun das Vermächtnis der SPD, nach dem ich an anderer Stelle gefragt wurde und das ich so unerlässlich für Gesellschaften halte?
Nach meinem Ermessen ist es der INNERE und ÄUßERE FRIEDEN, also Solidarität/Toleranz und Diplomatie/Respekt, dann soziale GERECHTIGKEIT/CHANCENGLEICHHEIT und politische Teilhabe, also MITBESTIMMUNG und DEMOKRATIE.
Liebes Forum, man erkennt an meinen Ausführungen wahrscheinlich, dass ich in der SPD sein MUSS:)!

Hans Jürgen Wienroth | Mo, 30. Juli 2018 - 21:40

Die SPD hat ihr Klientel verprellt. Welchem (älteren) Langzeitarbeitslosen in den neuen Ländern oder im Ruhrgebiet will die Partei eine Vollbeschäftigung verkaufen? Erfordert die Wirtschaft wirklich neue (vorwiegend junge) Arbeitskräfte (Gastarbeiter?) aus Afrika? Die Arbeitssuchenden hier finden schon keine gut bezahlte Arbeit. Es gelingt in Südeuropa nicht, die Jugendarbeitslosigkeit von geschätzt 35% zu senken, wie soll das in Afrika gelingen? Das fragen sich vermutlich viele der SPD-Wähler ohne Job.
Europa macht Reklame mit Arbeit und Wohlstand für alle und zieht damit jene Menschen an, die sich eine gute Chance auf unserem Arbeitsmarkt ausrechnen. Wenn Afrika eine Chance auf wirtschaftlichen Aufschwung bekommen soll, werden genau diese Arbeitskräfte dort benötigt.
Macht die SPD weiter wie bisher, werden die Grünen ihr Nachfolger als Volkspartei und die Union wird von der AfD in dieser Funktion abgelöst.

Christa Wallau | Mo, 30. Juli 2018 - 23:28

Wer weiterhin von Weltverbesserungs-Vorstellungen beseelt ist, für den gibt es wahlweise
die Linken oder die Grünen - je nachdem, ob man mehr für Gleichheit oder für Klimarettung kämpft.

Gerade rüstet sich Sahra Wagenknecht, ihr schon lange gehegtes Wunschprojekt zu verwirklichen: eine Sammlungsbewegung aller Linken in Deutschland.
D a können sich dann endlich alle vereinigen, denen die Gleichmacherei am Herzen liegt. Von den Anhängern der SPD dürfte dabei theoretisch die halbe Partei mitmachen wollen.
Und die andere Hälfte?
Nun, diese Rest-SPD wird sich m. E. mehr u. mehr zur Partei der Menschen mit Migrationshintergrund entwickeln. Schon jetzt sind viele Abkömmlinge aus Migrantenfamilien bei den Sozialdemokraten
tonangebend. Erst kürzlich habe ich im Radio gehört, daß irgendwo in D eine ganzer Ortsverband der SPD quasi von Türken-Deutschen übernommen werden sollte, was dann aber durch aufmerksame Alt-Mitglieder verhindert werden konnte.

Quintessenz: Die SPD "hat fertig".

Norbert Heyer | Di, 31. Juli 2018 - 06:11

Was der ehrwürdigen SPD jetzt passiert, hat sie sich hart erarbeitet. Seit Jahren hat sie ihre Stammwähler verprellt und ist zum unbedeutenden Mehrheitsbeschaffer für Frau Merkel geworden. Von dieser Partei ist nichts mehr für die „hier lebenden Menschen“ gekommen, man hat sich eine andere Klientel gesucht und wohl auch gefunden. Warum also sollten Deutsche eine Partei wählen, die weiterhin auf die Abschaffung der Ureinwohner hin arbeitet? Allen anderen Parteien mit einer ähnlichen Grundeinstellung wird es ebenso ergehen. Aus verschmähter Liebe entsteht nun einmal Ablehnung und Trennung.

ihre Stammwähler zu denen auch ich viele Jahre trotz Schröder gehörte, weil ich immer in der Hoffnung schwelgte, dass die Partei Willy Brandts nicht ganz die Werte ihrer Ikone verraten wird. Doch sie hat es weiter getan, trotz dass schon zu sehen war, wo der Abgrund wartet. Nein, für mich ist der kleinste Hoffnungsschimmer erlöscht, diese neuen Generationen bringen nichts mehr weltbewegendes Zustande, ausser alles mit abzunicken. Doch auch wenn es bei der SPD krass zu Tage tritt, gilt dies genauso für alle anderen etabl. Parteien, denn wenn die "Alten" nicht mehr leben, wird es nicht mehr viele Junge geben, die diese Totalversager wählen. Falls die aber auf die Migranten setzen, haben sie sich auch versetzt, denn die werden wenn überhaupt, ihre Migrantenparteien gründen, losgelöst von allen was Deutsch ist. Dann, Gute Nacht Deutschland!

Britta Staffel | Di, 31. Juli 2018 - 07:17

Selbst wenn die SPD ernsthaft einen Programmwechsel umsetzen will, der Wähler glaubt es dieser Partei einfach nicht mehr. Die Glaubwürdigkeit ist nach der Agenda 2010, Rentenprivatisierung, Abschaffung der Vermögenssteuer, historische Senkung des Spitzensteuersatzes etc.. einfach auf der Strecke geblieben. Anstatt die Probleme des normalen Arbeitnehmers anzugehen, verschärft Sie diese noch, indem sie ihm als Konkurrenz auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt Millionen zusätzlicher Menschen ins Land holt.Es gibt einfach nicht mehr einen einzigen Grund diese Partei zu wählen.

Der Vorposterin kann ich nur beistimmen. Agenda 2010. Daran hält Nahles immer noch fest. Flüchtlingspolitik, je mehr umso besser. An den Tafeln, die die SPD mitverschuldet hat, bekommen noch 25 % arme deutsche einen Anteil. Das war Frau Barlay schon zuviel. In meinem kleinen Stadtteil von Münster, 8000 Einwohner wird jetzt das 4 Flüchtlingsheim gebaut, natürlich mit Kindergarten, ende offen.
Subsidiär Geschützte haben nach dem Asylrecht keinen Anspruch auf Familiennachzug, auch nicht nach der Genver Kovention. Kein anderes Land macht das in Europa. Die SPD mußte das durchsetzen. Ich habe jahrzehnte die SPD gewählt, ich werde sie nie mehr wählen.

Robert Müller | Di, 31. Juli 2018 - 09:07

Wenn Rot-Grün ist mausetot ist, vielleicht wird die Zukunft dann Grün-Rot sein?

Die Opposition zur AfD ist nicht Schwarz, noch Rot, sondern Grün. Auch in Bayern merkt man das. Wenn also die Ränder stärker und die Mitte schwächer wird, dann könnte das Beispiel Baden-Württemberg die Zukunft sein. Insofern könnten die Grünen stärker als die Roten werden und deshalb die linke Seite des Parlaments in Zukunft anführen.

Joachim Wittenbecher | Di, 31. Juli 2018 - 13:36

In reply to by Robert Müller

Sehr geehrter Herr Müller,
ich kann ihrer Analyse sehr viel abgewinnen. Ja, es kann sein, dass die Grünen künftig generell stärker werden, als die SPD. Dies wäre aber fatal, denn dann hätten die Besserverdienenden (Grüne) die "Arbeiternehmerbewegung" okkupiert. Sie haben zu Recht auf das Beispiel Baden-W. hingewiesen: die SPD wurde nach der ersten Regierungsperiode mit den Grünen fast halbiert (von 23% auf 12%, hinter der AfD liegend) und die Grünen machen mit der Schrumpf-CDU des Merkel-Vertrauten Strobl weiter; Tendenz bei der CDU: eindeutig abwärts. Vor Bündnissen mit den Grünen als stärkster Partei kann nur gewarnt werden. Auch ihr "Gegenpolmodell" Grüne-AfD als Zukunftsszenario halte ich für realistisch und zugleich sehr unwirtlich. Erforderlich wäre ein Block zwischen beiden Polen; dies könnte ein sozialliberaler Block (SPD/FDP) sein, ohne Grüne und mit etwas Rest-CDU. Sozial-liberal hatten wir schon einmal, von 1969-1982, ich empfand das seinerzeit als gut für Deutschland.

Walter Meiering | Mi, 1. August 2018 - 09:49

In reply to by Robert Müller

Kann sein, dass es so kommt. Aber selbst dann wird 'Grün-Rot' meilenweit von einer gesellschaftlichen Mehrheit entfernt sein. Auch für 'Grün-rot-dunkelrot' dürfte es nicht reichen, abgesehen davon, dass auch die Grünen als neue Partei der Besserverdienenden nicht so recht zu den Linkspopulisten der Alt-SED passen.

Udo Dreisörner | Di, 31. Juli 2018 - 09:17

Ein Kurwechsel von Nahles? Auweia. Wahrscheinlich etwas näher ran an den Eisberg weil die Kurzsichtigkeit stark zugenommen hat.

wolfgang spremberg | Di, 31. Juli 2018 - 09:56

Rot/Grün wollen das Weltklima und Afrika retten. Sie wollen alle Menschen (ohne Obergrenze) in Not in Deutschland aufnehmen und, in HH regierend, bezahlbaren Wohnraum für "Alle" in HH schaffen.
Tot ? Ich finde das TOLL.

Thorsten Rosché | Di, 31. Juli 2018 - 15:33

In reply to by wolfgang spremberg

........mit dem alten deutschen Sprichwort : Tot gesagte - leben länger ;-) Bleibt zu hoffen das es nicht so ist, bei Rot/Grün ! Bei dieser Kombination fahren sie dann bald wieder Pferdekutsche und lesen bei Kerzenlicht. Hat aber auch was..........;.-)

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 31. Juli 2018 - 10:40

parlamentarische Demokratie und unser Grundgesetz gegen alle seine Feinde verteidigen und kämen sie aus dem Islam zu uns oder wären Grün und wolltem vor allem Multikulti als Freifahrtschein für jede Orientierung auf allen Ebenen.
Darin ist die SPD der richtige Koalitionspartner für die CDU/CSU, m.E. nicht für Merkel, die ich aber mit nur marginalen Teilen der CDU/CSU in Verbindung bringe, die eben auch gerne "Freifahrtscheine" haben wollen.
Damit ist Nahles evtl. aber nicht mehr lange an der Spitze der SPD?
Wenn die gesellschaftliche Intelligenz aus der SPD vertrieben würde, was ich für eigentlich unwahrscheinlich halte, .. also kann ich bleiben.
Danke für den Artikel, aber kleine Korrektur.
Nahles "bekämpt" nicht die Grünen, warum sollte sie, ich denke eher, dass es anders herum ist.
Nahles kämpft um ein eigenständiges Profil der SPD.
Dutschke wollte einmal eine Intellektuellenpartei gründen.
Ich hoffe die SPD bleibt unter Anderem eine Heimstatt für gesellschaftl. Intelligenz.

Thorsten Rosché | Di, 31. Juli 2018 - 11:23

Die Wahl von Frau Nahles war der letzte Sargnagel für die SPD. Weder die Frau ( Pippi ) noch die Partei kann man ernst nehmen, geschweige denn wählen.
Bei den nächsten Wahlen gibt es pausenlos " in die Fresse" wie sie immer in ihrem kultivierten Hochdeutsch zu sagen pflegt.

Mathias Trostdorf | Di, 31. Juli 2018 - 11:25

Ein Kommentator bei der "Welt" schreibt:
"Laßt den toten Kadaver dieser einst ehrenwerten Arbeiter- und heute so überflüssigen Sozial-Arbeiterpartei doch endlich in Ehren ruhen."

SPD und FDP sind tatsächlich die konturlosesten Irrlichter in der deutschen Parteienlandschaft und in der derzeitigen Form tatsächlich überflüssig.

Günter Johannsen | Di, 31. Juli 2018 - 12:43

Die SPD ist nicht nur ausgebrannt, sondern am Ende angelangt, weil es ihre selbstgewählten Partei-Bonzen so wollten! Haupt-Feind der Kommunisten waren immer schon die Sozialdemokraten. Wenn man den Haupt-Feind zersetzen bzw. vernichten will, muss man ihn nur "übernehmen". Seit der "Hochzeit" der Genossen mit der früheren SED, die sich nach fünfmaliger Umbenennung nun DIE LINKE nennt, ist diese SPD nicht mehr wählbar und stürzt verdientermaßen ab. Wenn ich Kommunisten wählen wollte, würde ich lieber das Original DIE SED/LINKE wählen …. aber das will ich ganz sicher nicht!
„Die SPD ist eine Klugscheißerpartei …. Der Volkspartei SPD ist das Volk abhanden gekommen und sie hat es nicht bemerkt“
Heinz Buschkowsky.

Klaus Jürgen Bremm | Di, 31. Juli 2018 - 12:45

Was hat es mit Gerechtigkeit zu tun, wenn Rentner mit einer monatlichen Bruttorente von 1200 € inzwischen der Besteuerung unterliegen (so gestern in der ARD-Tagesschau) und nach einem gewöhnlich langen Arbeitsleben nunmehr auch ihr Scherflein zur Finanzierung der Massenmigration angeblich verfolgter junger Männer aus der Dritten Welt beizutragen haben? Was denkt die alleinerziehende Mutter, die bei Lidl an der Kasse 1800 € brutto erhält und davon monatlich rund 300 € für die unbeschäftigten jungen Männer aus dem Orient oder Afrika bezahlen muss, wenn sie um 21.30 nach ihrer Spätschicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fährt und dabei genau dieser Klientel begegnet, die ihr unter Umständen noch begehrliche Blicke oder Bemerkungen hinterherwerfen und hoffentlich nicht an ihrer Haltestelle ebenfalls aussteigen? Ob diese Frau noch für die gute alte Sozialdemnokratie
votieren wird?

Peter Wagner | Di, 31. Juli 2018 - 14:28

Die SPD kümmert sich hauptsächlich um die Menschen, die noch nicht lange in D. leben, und die, die bald hier leben wollen!

Auf ihre Wähler, die jeden Morgen aufstehen, um die Steuern zu erwirtschaften, die für die Wohltaten ihrer Gutmensch-Politiker benötigt werden, kümmert sich keiner! Dieser Eindruck verfestigt sich immer mehr, nicht nur in der SPD!

Kostas Aslanidis | Di, 31. Juli 2018 - 15:42

der Träumer. Das ist Fakt. Der Teppich schwillt irgendwann und der Müll tritt in Erscheinung. Die Grenzöffnung 2015 ist ein Jahrhundertfehler.

Willy Ehrlich | Di, 31. Juli 2018 - 15:51

Die Flüchtlingsfrage spaltet einen Teil der Gesellschaft.
Auf der einen Seite steht die Pro-Asyl-Front mit den Grünen an der Spitze, auf der anderen Seite die Anti-Asyl-Front mit der AfD an der Spitze.
Ein großer Teil der (Wahl)Bürger sieht in jedem Kompromiss nur einen faulen Kompromiss, der der "anderen" Seite hilft.
Von der Zersplitterung der SPD in Asyl-, Zuwanderungs-, Flüchtlings- und/oder Einwanderungsfragen haben Sie schon geschrieben. Daran zerreibt sich die Partei und das Wahlergebnis in Bayern wird wohl "erschreckend" sein, aber am Dilemma nichts ändern.
Die Parteien werden uns wieder erzählen, es sei ihnen nicht gelungen, den Wählern ihre Politik zu erklären. Dass die potentiellen Wähler die angebotene Politik suboptimal bis unterirdisch finden, wird noch nicht einmal erwogen.

Jürgen Waldmann | Di, 31. Juli 2018 - 15:55

Die SPD hat auch unseren weit entwickelten Sozialstaat mit geschaffen , den schon Gerhard Schröder zurück fahren musste , da er nicht mehr finanzierbar war . Auf welche Themen will die SPD jetzt setzen , um unserem Staat voran zu bringen ? Die Ehe für alle , das war schon 2017 zum Wahlkampf erledigt und brachte keine neuen Wähler . Europa wollen alle Parteien , wer ist schon dagegen , das Thema bringt keine neuen Wähler .
Die Lösung der Flüchtlingskrise , da sind die Felder und Themen besetzt von AfD , FDP und CSU .
Es sieht so aus , als wäre die SPD ohne Inhalte !

Dietrich Paul … | Di, 31. Juli 2018 - 16:06

Kurswechsel in welche Richtung und zu welchen Zielen ?

Arnim Bernhardt | Di, 31. Juli 2018 - 17:04

Ich bin nach der politschen Wende in der DDR in die SPD eingetreten,sie stand mir in ihrer politschen Aussage am nächsten und als Ossi habe ich Politiker wie Willy Brandt,Herbert Wehner und Helmut Schmidt geradezu verehrt.Und es war mir als "Ossi"bewußt,dass die deutsche Wiedervereinigung ein Geschenk ist,für das ich auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten sollte,denn Demokratie lebt nun einmal von der Partizipation.Uns so war ich 25 Jahre SPD-Mitglied,davon 10 Jahre als Vorsitzender eines Orstvereines.2015 bin ich ausgetreten,enttäuscht von der Profillosigkeit dieser ehemals so stolzen Partei.Egal ob Familien,-Währungs,-Energiepolitik oder Einwanderung-es gibt keinen großen Unterschied zu den anderen etablierten Parteien.dafür aber gibt es Sozialutopisten und Wirklichkeitsverleugner a' la Stegner und Co.Ich habe von der SPD auch noch nie ein Konzept gehört oder gelesen,wer die Rechnung für all die sozialen Wohltaten an "Menschen die neu hinzugekommen sind"bezahlen soll.
MfG
Arn

Arne Bruhn | Di, 31. Juli 2018 - 19:59

hat Herr Prof. Wolffsohn heute im Deutschlandfunk als m. E. bemerkenswerten Begriff eingeführt. Ob nun Nahles & Co oder CDU, sie sollten einmal dieses Abenteuer wagen! Die LINKE und die Grünen haben ja ihre Ideologien - da ist Denken ohnehin nicht zu erwarten. W. Brandt u. H. Schmidt, auch H. Voscherau könnten helfen - aber die sind ja nicht mehr unter uns - auch nicht als sinnstiftende Erinnerung nicht mehr - wie es mir scheint.

Wolfgang S. | Di, 31. Juli 2018 - 21:29

Bei der SPD hat sich das Wertesystem so geändert, dass sie sich in PSD umbenennen sollte. Zuerst denkt sie an die Partei, viel später mal an das Soziale und so gut wie nicht mehr an Deutschland. SPW wäre auch ein guter Name, W für Welt.

Holger Stockinger | Di, 31. Juli 2018 - 22:00

Bei der Halbierungsfrage des Glases ist der Mensch gespalten. Säufer sehen leer und Durstende voll.

Wie "links" die Linke oder wie "rechts" die Rechte schlägt, erstaunt selbst weibliche Zuschauer beim Boxkampf. Es ließe sich aber diskutieren, weshalb "egal" von welcher Parteienseite auch immer, ein Sieger bejubelt wird. Ob der Weiße in der gelben Hose oder der Schwarze in der grünen, "gewaltfrei" ist der Box-Ring jedenfalls nicht!

Und dass "Ausländer" im Ring besser wären, stimmt auch nicht: ein Max Schmeling konnte zwar einmal in den USA gewinnen, Cassius Clay oder Muhammed Ali jedoch ist Legende!

Daß das Zukunftsziel der SPD legitimermaßen der Machterhalt ist, ist nicht undemokratisch. Ob eine türkische Kanzlerin in 15 bis 20 Jahren die deutsche Politik bestimmt oder ein Ali M. der "Vereinten Linken" bestimmt auch dann das sogenannte Wählerverhalten ...

Thomas Diebels | Mi, 1. August 2018 - 06:59

ist das Problem der SPD !

Die Verteilungskämpfe in der BRD werden sich in den nächsten Jahren dramatisch verschärfen !

Union und SPD werden dann garantiert dasselbe Schicksal erleiden, wie ihre Schwesterparteien in den anderen Ländern Europas !

Manfred Riester | Mi, 1. August 2018 - 12:06

Die SPD ist nur noch eine kleine Hasel- Maus und daher stimmt mausetot !!!

Gabriele Pohl | Mi, 1. August 2018 - 15:13

Wer genauer wissen will welche Ziele die SPD hat, dem sei die Sendung KONTROVERS vom 30.7. im DLF empfohlen!Teilnehmer der Diskussio: der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft MIGRATION und VIELFALT Aziz Bozkurt.
Diese Partei verrät erneut ihre Klientel.