Giftgasanschlag auf Sergej Skripal - „Das Eskalationspotenzial darf nicht unterschätzt werden“

Nach dem Giftgasanschlag auf Sergej Skripal weist der Westen so viele russische Diplomaten aus wie nie. Das sei absolut nicht zielführende Symbolpolitik, kritisiert der Außenpolitikexperte Stefan Meister. Dabei gäbe es einen anderen Weg

Vier russische Botschaftsmitarbeiter müssen aus Deutschland gehen
Vier russische Botschaftsmitarbeiter müssen Deutschland verlassen/ picture alliance

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Bastian Brauns leitet das Wirtschaftsressort „Kapital“ bei Cicero und Cicero Online.

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Herr Meister, weltweit weisen westliche Länder russische Diplomaten aus. Nach welchen Kriterien werden die Ausreisepflichtigen überhaupt ausgesucht?
Die konkreten Kriterien liegen in Deutschland beim Auswärtigen Amt. Es hängt immer davon ab, um was für einen Fall es sich handelt. Geht es um wirtschaftliche Fragen? Oder um einen Giftgasanschlag, wie wir ihn jetzt haben? Möchte man nur ein Symbol setzen? Eigentlich tritt nie der Fall ein, dass etwa der Botschafter oder der Attaché, also sein Stellvertreter, ausgewiesen werden. Man weist Botschaftsmitarbeiter aus. Wie hochrangig diese sind, ist dann die Frage.

Um welche Mitarbeiter geht es im Salisbury-Fall?
Hier wollte man ganz gezielt Geheimdienstmitarbeiter treffen, weil man beim Giftgasanschlag von Salisbury davon ausgeht, dass der russische Geheimdienst dahinter steckt.

Arbeiten in jeder Botschaft Geheimdienstmitarbeiter?
Überall auf der Welt ist es üblich, dass man den Diplomatenstatus für ein bestimmtes Land dazu nutzt, um Geheimdienstmitarbeiter dorthin zu schicken, um zu spionieren. Das ist normal und das machen alle. Die russische Seite hat aber wohl besonders viele Geheimdienstmitarbeiter, die in deren Botschaften arbeiten. Bekannt aber ist auch der Fall der amerikanischen Botschaft in Berlin, wo Abhörtechnik hinter der Fassade versteckt wurde. Diese Geräte wurden natürlich ebenfalls von Geheimdienstmitarbeitern bedient.

Wenn man das weiß, was ist an Geheimdienstmitarbeitern noch geheim?
Wirklich offiziell weiß man von keinem der Geheimdienstmitarbeiter, ob er wirklich Geheimdienstmitarbeiter ist. Offiziell sind das ganz normale Mitarbeiter der Botschaft. Die eigenen Geheimdienste verfügen aber über Listen, auf denen sie bestimmte Personen registriert haben, von denen sie ausgehen, dass sie Agenten mit bestimmten Funktionen sind. Die US-Amerikaner haben im jetzigen Fall davon gesprochen, fast ausschließlich Geheimdienstmitarbeiter ausgewiesen zu haben.

Dr. Stefan Meister. Leiter, Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien.
Stefan Meister / DGAP

Auf welche Weise erfahren die Mitarbeiter davon, dass sie gehen müssen?
Grundsätzlich ist dafür das jeweilige Außenministerium eines Landes zuständig. Es schickt eine offizielle Note an die jeweilige Botschaft, wonach bestimmte Personen ab sofort als unerwünscht gelten, ihnen der Aufenthaltsstatus entzogen wird und sie deshalb das Land verlassen müssen.

Wie schnell müssen die ausgewählten Diplomaten das Land verlassen?
Meistens handelt es sich dabei um wenige Tage oder um eine Woche. In besonders harten Fällen wird auch schon mal der Botschafter einbestellt und ihm mitgeteilt, dass bestimmte Personen bis morgen das Land zu verlassen haben. Im jetzigen Fall haben die betroffenen Mitarbeiter einige Tage Zeit, zu gehen.

Wäre es vorstellbar, dass Diplomaten nicht ausreisen und stattdessen untertauchen?
Normalerweise nicht. Das sind offizielle Akte und registrierte Personen. Als Land würde man so etwas kaum machen, weil das eine größere diplomatische Krise nach sich ziehen würde.

Wenn Agenten bekannt sind, hat man sie auch besser unter Kontrolle. Ist es klug, sie auszuweisen?
Wenn Personen, die für den Geheimdienst arbeiten, das Land verlassen müssen, sind sie für das betreffende Land auch nicht mehr von größerem Interesse. Ihr Agentenwissen nehmen sie ohnehin mit. Im Land selbst können sie aber letztlich nicht mehr aktiv sein und somit auch weniger Schaden anrichten. Es hat also grundsätzlich eher Vorteile.

Wie hart trifft der Schritt die russischen Auslandsvertretungen?
Das hängt von den Personen ab, die gehen müssen, und wie hochrangig diese sind und welche Aufgaben sie hatten. Die russische Botschaft in Berlin etwa ist so groß, dass vier Mitarbeiter wahrscheinlich keine große Lücke reißen werden. Anders sieht es aber etwa in den USA aus. Hier wurden 60 Mitarbeiter von Botschaften und Konsulaten des Landes verwiesen. Teilweise müssen Konsulate geschlossen werden. Das hat gravierende Auswirkungen für solche Einrichtungen, etwa um Visa ausstellen zu können.

Folgt man bei den Ausweisungen einem offiziellen Katalog?
Nein. Letztlich ist das ein Instrument, um ein anderes Land in einer ganz bestimmten Situation zu sanktionieren oder um eine ganz bestimmte Botschaft auszusenden. Normalerweise ist es das weichste Mittel. Im Salisbury-Fall ist das allerdings nicht mehr so. Dadurch, dass eine so hohe Anzahl von Staaten so konzertiert vorgeht, hat der Vorgang eine größere Dimension angenommen. Beim Litwinenko-Mord 2006 hat man auf eine abgeschwächte Weise diplomatisch reagiert. Bei anderen Fällen hat man gar nicht reagiert.

Diese Reaktion ist historisch tatsächlich außergewöhnlich?
Mir ist kein Fall bekannt, bei dem es eine derart konzertiert abgestimmte Aktion zwischen Verbündeten im Nato-, im EU-Rahmen und darüber hinaus zur Ausweisung von Diplomaten gegeben hat. Dass einzelne Länder so etwas vornehmen, gab es immer, aber nicht auf diese Weise. Insofern hat das eine besondere symbolische Bedeutung: Weltweit werden russische Botschaftsangehörige ausgewiesen. Man möchte damit den diplomatischen Schulterschluss demonstrieren. Russland soll isoliert und sanktioniert werden.

Immer wieder wird kritisiert, dass keine offen einsehbaren Beweise vorliegen: Haben sich die westlichen Regierungen vor diesem konfrontativen Schritt abgesichert?
Davon würde ich ausgehen. Letztlich ist das ähnlich wie bei dem Hackerangriff auf den Bundestag. Die Geheimdienste haben so sensible Informationen, dass man die nicht öffentlich macht. Etwa um Quellen zu schützen. Gleichzeitig sichern sich die Regierungen ab, dass die Wahrscheinlichkeit wirklich hoch genug ist. Denn es ist ein gravierender und konfrontativer Schritt. Ohne ausreichende Indizien oder Beweise wäre es auch schwierig, andere Staaten davon zu überzeugen, ebenfalls Diplomaten auszuweisen.

Österreich hat sich bislang nicht überzeugen lassen.
Österreich ist immer ein Sonderfall. Aus wirtschaftlichen Gründen ist man hier bereit, durchaus große Kompromisse zu machen. Große Unternehmen wie der Mineralölkonzern OMV sind in Russland engagiert und man möchte weiterhin mit Russland Business betreiben. Gleichzeitig haben die Österreicher eine diplomatische Tradition als neutrales Land während des Kalten Krieges. Damals war Österreich einer der Orte, an denen sich viele Diplomaten getroffen haben oder Agenten ausgetauscht wurden. Darauf legt man bis heute Wert und ist etwa kein Mitglied der Nato. Nicht ohne Grund haben Institutionen wie die OSZE ihren Sitz in Wien. Nichtsdestotrotz würde ich sagen, dass hier die wirtschaftlichen Interessen überwiegen.

Wird Russland sich dadurch beeindrucken lassen?
Russland wird wegen dieser diplomatischen Sanktionen sicherlich keine Kompromisse eingehen. Das Ganze ist absolut nicht zielführend, sondern eher Symbolpolitik, damit wir Russland demonstrieren, dass die Verbündeten hinter London stehen. Die russische Position wird sich eher weiter verhärten. Es wird zu sogenannten Tit-for-tat-Reaktionen kommen. Man wird also mindestens gleichwertig reagieren. Wir stärken damit die Wagenburgmentalität in Russland und somit das System Putin. Spätestens wenn die Emotionen wegen des Brandes in dem Kaufhaus im russischen Kemerowo ein wenig abebben, wird die russische Führung entsprechend reagieren.

Wie hoch schätzen Sie nun das Eskalationsrisiko ein?
Aus russischer Perspektive spricht wenig dafür, an einer Aufklärung mitwirken zu wollen. Man fühlt sich nicht unter Druck gesetzt durch solche Aktionen, sondern vielmehr provoziert. Das Eskalationspotenzial darf nicht unterschätzt werden, gerade weil die Beziehungen mittlerweile so schlecht sind, dass es kaum noch konstruktive Grundlagen gibt. Dass die USA 60 Diplomaten ausweisen, zeigt, wie groß der innenpolitische Druck auf Donald Trump zu sein scheint. Auch Theresa May versucht sich als diplomatische Macherin zu inszenieren. Da Russland sehr wahrscheinlich immer weiter reagieren wird und immer noch eins draufsetzen wird, ist die wichtige Frage, wann der Westen irgendwann sagt: Ok, wir drehen nicht weiter an der Eskalationsschraube.

Wie würde man Russland stattdessen zur Mitarbeit beim Salisbury-Fall bringen können?
Man müsste die russische Elite und nicht so sehr die russische Gesellschaft treffen. Vor allem gegen durch Korruption erworbenes russisches Geld in der Londoner City vorgehen.

Warum wird das nicht längst getan?
Für die Londoner City ist es ein Businessmodell für das eigene Land, Investitionen in Immobilien und Geld russischer Oligarchen über britische Banken in den globalen Umlauf zu bringen. Mit laxen Regeln für die Bankenaufsicht ist nicht ausgeschlossen, dass auch Geld gewaschen wird. Da geht es nicht nur um Russland, sondern auch um Katar, oder Saudi-Arabien. Die City of London ist eine Steueroase für Gelder aus diesen Ländern. Deswegen schaut man da politisch und rechtlich nicht so genau hin. Man will das System aufrecht erhalten, weil das eigene Wirtschaftsmodell sonst geschwächt würde. Das Geld würde sonst woanders in Umlauf gebracht.

Und hier in Deutschland?
Deutschland ist das nicht so wichtig, die Kontrollen sind sicher besser. Aber es fehlt an Kapazitäten für Staatsanwaltschaften und Polizei, die organisierte russische Staatskriminalität hier tatsächlich aufzuklären. Für uns ist das als offenes Wirtschaftssystem auch schwierig. Man müsste das politisch priorisieren und beispielsweise Schwerpunktstaatsanwaltschaften einrichten, die sich nur mit diesen Strukturen beschäftigen. Dafür fehlt aber auch hierzulande der politische Wille.

Weil wir auch zu sehr von Russland abhängen?
Russland ist vielleicht sogar abhängiger davon, uns Gas zu liefern, als wir davon, Gas zu bekommen. Aber natürlich gibt es ein Abhängigkeitsverhältnis, ökonomische Interessen und Lobbyisten. Man müsste wirklich aufrechnen, wie groß die Abhängigkeit tatsächlich ist. Am Ende geht es darum, dass hier kriminelle, mafiöse Strukturen entwickelt wurden. Das kostet uns als Gesellschaft etwa durch entgangene Steuereinnahmen am Ende vielleicht mehr Geld als wir gewinnen. Gegen diese Strukturen vorzugehen, sie transparent zu machen, würde das System Putin tatsächlich ins Mark treffen. Aber auch hier ist wieder die Frage, inwieweit wir die Beziehungen zu Russland eskalieren lassen wollen. Vielleicht wollen wir das ja gar nicht, weil das auch für uns ökonomische oder sicherheitspolitische Konsequenzen hätte.

Stefan Meister leitet das Robert-Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Birgit Fischer | Do, 29. März 2018 - 09:03

Warum spricht niemand über den Verrat? Jeder Überläufer weiß um die Folgen seines Handelns.
Die Position Russlands ist nachzuvollziehen. Verrat ist schlimmer als Mord. Wir alle wissen um Judas und seinen Verrat. "Am Judaslohn sollen Verräter ersticken, an ihren Silberlingen", sagte Putin vor Auditorium. Eine klare Kampfansage. Jeder sollte sie ernst nehmen. Alle haben zumindest wieder Respekt vor Russland. Warum? Angst schafft Respekt. Vor der Merkel-BRD hat hingegen niemand Respekt. Niemand.

Jacqueline Gafner | Do, 29. März 2018 - 09:58

und kein unerhebliches, wenn es darum geht, den eigenen Einfluss auf das Weltgeschehen zu sichern und nach Möglichkeit auszubauen zu suchen. Und das von Putin-Russland schmilzt gerade wie Butter an der Sonne. Da zu behaupten, die koordinierte Ausweisung russischer "Diplomaten" sei (Zitat) "absolut nicht zielführende Symbolpolitik" (Zitatende) erstaunt aus dem Munde eines Aussenpolitikexperten denn doch etwas. Wenn dem so wäre, wären die Reaktionen aus dem Kreml doch wohl anders ausgefallen als tatsächlich geschehen.

Tomas Poth | Do, 29. März 2018 - 10:17

dass die Wahrscheinlichkeit wirklich hoch genug ist (hier dass Russland es war). Das gilt doch für alle Regierungen oder? Also hat sich Russland, so es denn den Anschlag veranlasst hat, ebenfalls abgesichert, dass eine Beweiskette nicht fürbar ist. Am Ende der sogenannten Untersuchungen steht ein Patt weil keine eindeutige Beweisführung möglich ist, aber beiden Seiten Raum für die Vertretung der jeweiligen Position läßt.
Man müsse die russische Elite treffen... genau das scheinen die Nordatlantiker im Sinn zu haben, an die russische Auslandsvermögen ran und damit Diadochenkämpfe in Russland auslösen. Politik schafft sich Vorwände, um Handlungsspielraum zu gewinnen und Ziele zu erreichen.

Yvonne Walden | Do, 29. März 2018 - 10:26

Auch Stefan Meister formuliert vorsichtig. "Man geht davon aus, daß Russland hinter dem Giftgasangriff steckt".
Beweise - Fehlanzeige.
Solange es jedoch keine Beweise gibt, darf es auch keinen "Schuldspruch" geben, auch nicht, wenn man fremde Staaten verdächtigt.
Stefan Meister spricht "von wirtschaftlichen" Interessen, von denen sich nicht nur Österreich leiten läßt, sondern auch andere Länder.
Andererseits: Der Westen braucht dringend ein fundamentales Feindbild, wie es die UdSSR im "Kalten Krieg" einmal war.
Sonst lassen sich Aufrüstungsmaßnahmen und Rüstungsproduktionen im Übermaß einfach nicht rechtfertigen.
Also muß Russland jetzt dafür herhalten, daß innerhalb der NATO die Konzerngewinne im Bereich der Kriegsgeräte-Produktion nicht noch weiter einbrechen.
Wir dürfen nur hoffen, daß es gerade hier bei uns im "gierigen" Kapitalismus immer noch Politikerinnen und Politiker gibt, die nicht zu Heißspornen werden und sich zu unbedachten Aktionen verleiten lassen.

Lars Freudenberg | Do, 29. März 2018 - 11:26

Wir haben in den letzten Monaten Aktionen der Russen die Die Fachtisch Unbewiesen im Raum stehen, einen Hackerangriff, die Manipulation der Wahlen in Amerika so wie Aktuell der Skripal
Fall. Wehrend die ersten beiden noch nachvollziehbar wehren sehe ich den direkten Nutzen Russlands hier nicht. Ich befinde es äußerst befremdlich wen Presse Organe sie auf diese weise daran beteiligen und wen Mann so will blind agieren und mit einer Art Nibelungentreue reagieren. Keine frage wir haben im Westen auch unsere globalen Strategien und man muss seine Bürger ja Auch überzeugen diesen zu vollgen. Aber bei einer solchen Häufung von unbewiesenen Behauptungen wie das was was die letzten Jahre durch die Medien fliest geht genau dieses vertrauen verloren ob an die Medien oder an die Regierungen.

wolfgang spremberg | Do, 29. März 2018 - 12:06

Wenn Russland den Donald an die Macht manipuliert hat, dann hätten sie, die Russen, ihn, den Donald, doch in der Hand.....Oder ?
Wie passt das alles zusammen ? Sie könnten ihre Karte ausspielen, der Donald weiß das.....was macht das für einen Sinn ? Alles Show ? Abgestimmt ? Hebt man sich "Versöhnung" und "Zusammenarbeit" für wichtigeres auf ? Bis fast alle überzeugt sind, das Putin nicht in USA mitgemischt hat ? Oder.....hat er tatsächlich nicht ?

Da kann Man Nur Spekulieren, aber Russland ist kein Waisenknabe, wir aber auch nicht!

Ich nehme es Wie die Ferengi in Star Trek , Höre alles, glaube nichts.

Zumindestens wenn es um Politik geht,

Dass Sollte Jetzt Kein Steht Man für den Nihilismus sein!!!

Hallo sie sollen nicht so viel Fragen sie sollen das glauben was sie vorgesetzt bekommen. Kritisch Hinterfragen, zweifeln und nicht alles glauben das machen nur Russland/Putintrolle. Ich habe lange nicht verstanden wie es möglich ist ein Volk so zu manipulieren, dass es auf die Frage "wollt ihr den totalen Krieg?" lauthals "ja" schreit. Heute weiß ich es besser es funktioniert wenn Medien und Regierungen im Einklang und Gleichschritt zusammenwirken oder anders ausgedrückt wenn Medien sich als Teil der Regierung betrachten.

"Ich habe lange nicht verstanden", Hallo, ich habe das immer noch nicht verstanden. Und ich galube dass das unverstänlich ist. Leider.
""lauthals "ja"?"
um Himmels Willen, NEIN!
Aber wenn man nachdenkt...oder...
"Der Mensch beginnt nicht leicht zu denken, sobald er aber erst einmal den Anfang damit gemacht hat, hört er nicht mehr auf. Wer gedacht hat, wird immer denken, und der Verstand vermag, wenn er einmal im Nachdenken geübt ist, nie wieder in Untätigkeit verharren.
Jean-Jacques Rousseau.
Und mit "Gleichschritt" stimmt das 100%-tig.
Alles Gute.

büchler klaus | Do, 29. März 2018 - 12:43

Für mich ein sehr aufschlußreiches Interview mit H. Meister in dem die undurchsichtigen Zusammenhänge hinsichtlich der mafiösen Strukturen im internationalen Finanzaustauch -Geldwäsche - deutlicher werden.

Man kann wohl annehmen das es um mehr geht als um einen in James Bond Manier verübten Giftanschlag auf einen Ex-Doppelagenten.

Einerseits versucht Rußland mit allen möglichen unlauteren Methoden einen Keil in das westliche Bündnis zu treiben, andrerseits versucht die NATO / EU die Reihen geschlossen zu halten.

Es gleicht einem Tanz auf dem Drahtseil mit ungewissem Ausgang

Wilhelm Maier | Do, 29. März 2018 - 13:01

Könnte es eventuell sein, das die Politikberatung und außenpolitische Meinungsbildung in Österreich von Berater kommt, die nicht im Sinne von Neocons- Falken handeln und wirklich eigenständig sind?
„Die Meinungsbildung findet ihre Voraussetzung aus der Meinungsvielfalt.“ so
Gabriel Michael Triebstein.
Nicht wahr, Herr Meister?

Marianne Bernstein | Do, 29. März 2018 - 14:21

Es ist die Angst vor dem Machtverlust, vor den sogenannten Populisten und immer geringe Akzeptanz bei der Bevölkerung, die die Eliten dazu treibt einen äußeren Feind zu benennen. Superman, äh Putin, ist das Böse schlecht hin. Das ist aberwitzig und gefährlich, weil es die Eskaltionsschraube immer weiter nach oben dreht. Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Karin Zeitz | Do, 29. März 2018 - 14:38

nach denen die Geheimdienste “mit absoluter Sicherheit“ nachgewiesen hatten, dass Saddam Hussein über Massenvernichtungswaffen verfügen würde, war der Anlass für den Irakkrieg. Wie steht's jetzt mit der “ Gewissheit“, dass Russland hinter dem Giftgasanschlag stecken würde? Warum wird den russischen Behörden der Zugang zu den angeblichen Beweismitteln verwehrt? Fakt ist doch, dass es sowohl mit der Auflösung der Sowjetunion als auch in der weitgehend chaotischen Jelzin-Regierungszeit dazu gekommen ist, dass hochgefährliche Kriegsgüter in die unterschiedlichsten Hände gelangen konnten. So lagen z. B. auch Rüstungsbetriebe auf dem Territorium der heutigen Ukraine. Der Giftgasanschlag war für Russland alles Andere als wünschenswert und nützlich.

Birgit Fischer | Do, 29. März 2018 - 15:24

Das Gerede um die Beweise ist eine typisch deutsche - dumme - Diskussion. Völlig egal, ob es Beweise gibt. Russland hat getan, was es tun musste und allen künftigen Verrätern klar gemacht, was ihnen ihr Verrat einbringt. Russlands Reputation in der Welt ist dadurch massiv gestiegen. Egal wo, Russland und Russen anzugreifen, hat seinen Preis. Das steht hinter der Politik Putins. Die Folge? Jeder überlegt sich zweimal, ob er sowas tut. Was ist mit der BRD? Jeder beklaut sie, Millionen suchen ihre Chance. Verlierer sind die deutschen Bürger. Sie werden doppelt beklaut, von ihrem Staat und von den Eroberern.

Wilhelm Maier | Do, 29. März 2018 - 18:36

In reply to by Birgit Fischer

Ich bin gans Ihrer Meinung.
Nur wenn alles nicht so Blöd hergestellt werde wie jetzt. Warum?
Die Folge? Krieg?. Was wollen die da oben?. Welt-vernichtung? Oder nur sein Hoch?politeschen Ar...retten?- ist auch doch vergeblich! Die Kinderlosen verstehnen die Welt so wie so anders. Ich will für meine Enkeln FRIEDEN!
Verrückte Welt, die fast am Abgrung steht.
Fröhliche Ostern, und Alles gute. In der Hoffnung...Sorry...

Renate Genth | Do, 29. März 2018 - 18:48

Ich glaube kein Wort mehr. Nach dem Irakkrieg wurde offengelegt, daß die britischen und US-amerikanischen Geheimdienste über Gruppierungen verfügen, die Lügenpropaganda in die Welt gesetzt haben. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht... Für Rußland wäre diese Aktion völlig überflüssig und Schädlich gewesen, angesichts der Annäherung zwischen Europa und Rußland. Verschwörungstheoretisch überlegt, könnte der Preis dafür, daß Rußland isoloiert wird, darin bestehen, daß der Freihandel mit Europa bestehen bleibt. Sic!

Michael Schütz | Do, 29. März 2018 - 21:18

Was zum Teufel bringt den Cicero dazu, dieses äußerst unwürdige, kriegstreibende Spiel der westlichen Staaten gegen Russland auch noch in mainstream-jounalistischer Manier zu unterstützen?
Es gibt KEINE Beweise, sondern nur Behauptungen und willkürliche Unterstellungen, dass Russland an dem Giftanschlag auch nur beteiligt war!
Die Frage "cui bono" lässt sich sofort beantworten: Russland auf keinen Fall. Zudem wäre es unsagbar dumm von Russland, sich mit solch einer dilletantischen Aktion ins eigene Knie zu schießen. Aber bekanntlich muss auch das Abwegigste nur oft genug behauptet und wiederholt werden, damit Dumme es auch glauben.
Was die Faktenlage angeht, hat der ehem. britische Botschafter Craig Murray RT ein klares Interview gegeben (https://www.youtube.com/watch?v=lDjKFxPd0YI). Fakten sind nichts für den Cicero?
Im Übrigen hat Russland VIER Mal eine Note an die britsche Regierung gesandt, an der Aufklärung mitwirken zu können - ohne auch nur EINE einzige Antwort zu erhalten.

Sehr geehrter Herr Schütz,

tatsächlich kann ich Ihre dermaßen überzogene Empörung über das Interview nicht nachvollziehen. "Erbärmlich" also, ja? Offenbar ist Ihnen sowohl in diesem, als auch in den letzten Texten zu dem Thema entgangen, dass nirgends zu lesen ist, dass Russland diesen Anschlag begangen hat. Sie wissen offenbar die Antwort? Sollten Sie Beweise haben, dann legen Sie die doch gerne vor. Weder ich als Fragesteller, noch der Antwortgeber haben sich angemaßt über die "Wahrheit" zu urteilen. Im Gegenteil, ich habe als Fragesteller auf die fehlenden öffentlichen Beweise hingewiesen. Alles andere wäre auch hochpeinlich. Der Interviewpartner hat lediglich seine Sicht der Dinge dargestellt. Die dürfen Sie jederzeit gerne kritisieren. Die Vokabel "erbärmlich" fällt allerdings auf Sie zurück, wenn Sie nicht Willens sind ohne Puls und Beschimpfungen Kritik zu üben.

Ihnen ein hoffentlich entspanntes Wochenende.

BB

 

Karin Zeitz | Do, 24. Mai 2018 - 10:49

auf aktuelle Ereignisse werden immer hysterischer. Früher bedurfte es der Ermordung des österreichischen Thronfolgers und seiner Gemahlin in Sarajevo, um einen Vorwand für eine internationale politische Krise und letztlich den 1. Weltkrieg auszulösen. Heutzutage genügt eine ernsthafte Erkrankung eines abgehalfterten Doppelagenten und seiner Tochter durch Vergiftung mittels eines chemischen Stoffes, der als Kampfstoff entwickelt worden ist und möglicherweise einst in einem sowjetischen Labor hergestellt worden ist. Die westlichen Politiker entblöden sich nicht, damit eine Hetzkampagne gegen Russland zu begründen. Das ist ein Angriff auf die intellektuellen Fähigkeiten der deutschen Bevölkerung.

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