Trumps Rede zur Lage der Nation in den USA : Triumph auf der Bühne, Zweifel im Land Donald Trump hielt die längste State-of-the-Union-Rede der Geschichte – und bewegte politisch kaum etwas. Er sprach von einer goldenen Ära, doch das Land blickt längst durch unterschiedliche Wirklichkeitsfilter auf denselben Abend. VON LISA DAVIDSON
Merz-Besuch in China : Die Kluft beginnt sich zu schließen Mit der größten Wirtschaftsdelegation seit Jahren reist Friedrich Merz nach Peking – und vollzieht dabei eine bemerkenswerte Korrektur seiner eigenen China-Rhetorik. Zwischen De-Risking und Realpolitik deutet vieles auf einen pragmatischeren Kurs hin. VON HENRIK BORK
Lage in Mexiko : Der Boss ist tot, das Kartell lebt Seit dem Tod von Nemesio Oseguera Cervantes, genannt „El Mencho“, stehen Teile Mexikos in Flammen. Der Krieg um das mächtigste Drogenkartell der Welt ist eröffnet. Und die Folgen könnten bis nach Europa reichen. VON MARCELA VÉLEZ-PLICKERT
Andrew Mountbatten-Windsor und die Epstein-Akten : Wie eine Monarchie lernt, gegen sich selbst zu ermitteln Es war die erste Verhaftung eines britischen Royals seit fast vier Jahrhunderten. Der Fall Andrew Mountbatten-Windsor zeigt, dass Institutionen nicht an Empörung wachsen, sondern daran, auch gegen die eigenen Reihen zu handeln. VON LISA DAVIDSON
Drohender Krieg im Iran : Machtkämpfe, Chaos, Bürgerkrieg Die USA stehen womöglich kurz vor einem Militärschlag gegen den Iran. Sollte es dazu kommen, würde dieser nicht auf einen Konflikt zwischen Washington und Teheran beschränkt bleiben, sondern auch die Golfregion, Irak, Syrien und den Libanon betreffen. VON HILAL KHASHAN
Erinnerungen an den Kriegsausbruch vor vier Jahren : Über Glück im Krieg und die Kraft „schwacher Bindungen“ Als russische Truppen vor genau vier Jahren die Ukraine angriffen, wurde unsere Autorin von Explosionen geweckt. Sie kam nach Deutschland und ist froh, dass die flüchtigen Formen der digitalen Kommunikation dabei helfen, im Ausnahmezustand Menschlichkeit zu bewahren. VON OLENA PAVLOVA
China-Reise von Merz : Feuerpferd und Maulesel Das chinesische Jahr des Feuerpferdes steht für Leidenschaft, Mut und Optimismus. Die deutsch-chinesischen Beziehungen allerdings sind derzeit eher von Zurückhaltung und Distanz geprägt. Die Vorzeichen für die Peking-Reise des Bundeskanzlers sind daher überaus doppeldeutig. VON DOMINIK PIETZCKER UND CHUNCHUN HU
Vier Jahre Vollinvasion : Der russische Angriff auf die Ukraine begann 2014 Der Kreml hat eine Reihe von Mythen in Umlauf gebracht: vom „Bürgerkrieg“ im Osten über das historische Anrecht auf Kiew und die Krim bis zur Legende einer bedrohlichen Nato-Osterweiterung. Diese Narrative halten historisch nicht stand – und wirken dennoch in Teilen der deutschen Debatte nach. VON THOMAS URBAN
Urteil zu Trumps Zollpolitik : USA: Oberstes Gericht gegen Geopolitik Zölle sind längst mehr als wirtschaftspolitische Instrumente: Sie sind strategische Waffen etwa im Machtspiel mit China. Das Urteil des Supreme Court gegen Trumps Zollpolitik schwächt die USA daher geopolitisch. VON GEORGE FRIEDMAN
Iran am Scheideweg : Der innere Machtkampf Offenbar bereiten die Vereinigten Staaten einen Schlag gegen Teheran vor. Ob es tatsächlich dazu kommt, hängt auch von der Frage ab, wer sich im iranischen Militär durchsetzt: die Revolutionsgarden oder die reguläre Armee. VON KAMRAN BOKHARI
Erstes Treffen von Trumps „Friedensrat“ : Warum Europa nicht mäkelnd abseits stehen sollte Trumps „Friedensrat“ ist ein Bruch mit der gewohnten Diplomatie-Routine: Schluss mit endlosen Resolutionen, stattdessen Umsetzung, Kontrolle und handfeste Zuständigkeiten. Während Europa über Mandate und Moral debattiert, droht es, Einfluss zu verlieren – und am Ende trotzdem zu zahlen. VON FLORIAN HARTLEB
Ukraine-Verhandlungen in Genf : Moskau hält an Maximalforderungen fest Auch die dritte Verhandlungsrunde in Genf bringt keinen Durchbruch im russisch-ukrainischen Krieg. Während Donald Trump auf schnellen Frieden drängt, beharrt Wladimir Putin auf Maximalforderungen – und Wolodymyr Selenskyj will kein Territorium abgeben. Und welche Rolle spielt Marco Rubio? VON THOMAS URBAN
Antifa tötet Nationalisten in Lyon : Ein Gewaltverbrechen verstärkt die politischen Fliehkräfte in Frankreich Französische Antifa-Gewalttäter haben einen katholisch-nationalistischen Studenten zu Tode geprügelt. Der Anführer der Gruppe sitzt in der Fraktion der Linksradikalen. Die Tat polarisiert das ohnehin krisengeschüttelte Land. Der Präsident wirkt marginalisiert. VON FERDINAND KNAUSS
Nachlese zur Münchner Sicherheitskonferenz : Europa muss erwachsen werden Die Münchner Sicherheitskonferenz hat gezeigt: Viele in Europa fühlen sich von Amerika verraten. Aber die USA passen sich lediglich an eine neue geopolitische Realität an. Ihre Mission in Europa ist erfüllt. Es ist Zeit, dass Europa seine Verpflichtungen gegenüber sich selbst wahrnimmt. VON GEORGE FRIEDMAN
Großbritannien übergibt Chagos-Inseln an Mauritius : Der hohe Preis postkolonialer Außenpolitik Die britische Regierung gibt strategisch wichtige Inseln im Indischen Ozean an Mauritius ab, mietet die dortige Militärbasis für Milliarden zurück und verkauft dies als Triumph des Völkerrechts. Doch die juristische Begründung ist dubiös, die moralische Pose verlogen. VON SHANTANU PATNI
Eine Waffe, die uns abhängig macht - Deutschland sollte keine weiteren F-35-Flugzeuge in den USA kaufen