- Eine Region wird neu geordnet
Der Krieg hat den Iran militärisch und politisch schwer getroffen, zugleich aber die Grenzen amerikanischer Machtprojektion offengelegt. Während Teherans Führung um ihr Überleben ringt, droht Washington die Kontrolle über die weitere Entwicklung zu verlieren.
In seinem sechsten Monat erweist sich der Krieg am Golf als dynamisches und dramatisches Kräftemessen. Ein angeschlagener Iran steht der schwächelnden Weltmacht USA gegenüber, die, verbunden mit Israel als stärkstem regionalen Machtfaktor, um ihre globale Vormachtstellung ringt. Die Perspektiven sind ungewiss.
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Von König Krösus, dem das Orakel von Delphi einst weissagte, mit seinem Angriff würde er ein großes Reich zerstören. Wahrscheinlich kennt Trump diese Geschichte aber nicht.
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen. Aus meiner Sicht vermittelt er jedoch ein verzerrtes Bild der Volksmudschahedin (MEK). Diese Organisation wird von vielen Iranerinnen und Iranern – sowohl im Iran als auch in der Diaspora – als sektenähnliche Gruppierung mit terroristischer Vergangenheit wahrgenommen und verfügt nach meiner Einschätzung über keine nennenswerte Unterstützung im Iran.
Am 8. und 9. Januar folgten nach Berichten Millionen Menschen dem Aufruf von Prinz Reza Pahlavi zu Protesten gegen das Regime. Auch die weltweiten Demonstrationen am 14. Februar zeigten nach öffentlich zugänglichen Angaben eine deutlich größere Unterstützung für ihn als für seine Gegner.
Von einem renommierten Magazin wie Cicero hätte ich mir eine kritischere Prüfung der Quellen und eine ausgewogenere Einordnung dieses Themas gewünscht.
Mit freundlichen Grüßen
Reza Rezai
