- Was an der neuen Militärstrategie neu ist und was nicht
Mehr Verantwortung, mehr Personal, mehr Ambition – die neue deutsche Militärstrategie setzt große Ziele. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Vieles bleibt vage, zentrale Widersprüche ungelöst, und der versprochene „Paradigmenwechsel“ wirkt weniger revolutionär als angekündigt.
Seit Mittwoch verfügt die Bundeswehr über eine Militärstrategie. Wenn man die Äußerungen des Bundesministers der Verteidigung und des Generalinspekteurs der Bundeswehr gegenüber der Öffentlichkeit hört, dann stellt dies ein Novum dar. Es wurde aber nicht nur eine „Gesamtkonzeption Militärische Verteidigung“ aus den zwei Pfeilern „Militärstrategie“ und „Fähigkeitsprofil“ vorgestellt; es wurde zugleich auch eine Strategie der „Neuen Reserve“ und ein Grundlagendokument zum Bürokratieabbau veröffentlicht. Das viel bemühte Wort vom „Paradigmenwechsel“ ist dabei auch wieder gefallen.
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Echt jetzt?
Kann vdL noch schnell per SMS ein Eiscrusher für jeden Panzer dazu bestellen? Weil die Klimakatastrophe ist doch im vollen Gange & der Sommer könnte der heißeste aller Zeiten werden. Ich würde die Kampagne von Reichweiten starken Influencer begleiten lassen.
Das passiert wenn man Minister einer ehemals großen Parteiorganisation mit in der Koalition hat oder hatte. Oder unter Mutti 16 Jahre lang. Da waren einige mit Militärischer Expertise dabei ;)
Ironie off.
Das passiert wenn die politischen Außenränder jeglicher Ausrichtung die Meinungshoheit in der politischen Debatte haben, weil man nicht die Herausforderungen der Zeit nicht gelöst hat. Wie bestellt so geliefert.
Aber auf alle Fälle brauchen wir ab sofort mehr russisches Gas. Los "Gas Gerd" gib Gas. Helfe dem Wladimir seine Ziele zu erreichen. Unsere eigenen Gasvorkommen bleiben aber bitte unberührt!
Die Sonne & der "heiße eigene Wind" werden uns helfen, Verteidigungsfähig zu werden. Wetten das????
- neigen beide zu der brav-biederen Selbstüberschätzung, die für deutsche Berufspolitiker, Jounalisten und Politik-Experten so typisch ist.
Diese Form des ängstlichen Größenwahns, der in den verbalen Aussagen zu finden ist, gedeiht nicht nur in den politisch handelnden Einzelpersonen.
Die gesamte deutsche Blase, die sich mit Hilfe der Brandmauer hermetisch von der Wirklichkeit abriegelt, ist offenbar von dieser Form des Größenwahns infiziert.
"Mit der vollmundigen Rhetorik, mit der diese Militärstrategie der Öffentlichkeit präsentiert wurde, können die bestehenden Grundprobleme nicht behoben werden."
In der Tat: Den wohlfeilen Worten müssten streng genommen auch reale Taten folgen.
Aber da wird sich wohl kaum etwas tun.
Im freiesten Magazin, das sich für politische Kultur angeblich stark macht. Mein Gott: Ihr entwickelt euch zum Käseblättchen. Ein Lacher! Buuaahh!
Er bleibt ein Maulheld! Freilich, sowas gefällt der Presse.
Kann man vor denen noch Respekt und Achtung oder gar Angst haben. Die können doch nicht mal mehr ein Stillgestanden! Man kriegt Angst um unser Land. Mal angenommen, es würde richtig ernst - kann man denen ein Land, eine Armee anvertrauen???
Rückwärts gewandte Parteiideologie bestimmt die Politik, nicht die Realität.
Eine der Lage angepasste, angemessene Sicherheitsstrategie kann es mit einer Partei, die ihre pseudopazifistische, universalistische und immer noch russlandaffine Grundeinstellung nicht überwinden kann, nicht geben.
Pistorius hat Angst. Angst vor der eigenen Partei und den linksgrünen NGOs, die jederzeit und blitzschnell einige Tausend Demonstranten gegen was auch immer auf die Straße bringen, wohlwollend begleitet von den Medien.
Aber vielleicht glaubt er, völlig angstfrei, ihm sei tatsächlich ein ganz großer Wurf gelungen.
Man weiß nicht, was schlimmer ist.
Aber es scheint kaum jemand im Land zu stören, wie vage und unentschlossen man auf die Lage reagiert.Im Gegenteil, man möchte eigentlich gar nichts davon hören.
Pistorius ist der beliebteste Politiker im Land, eine Kontroverse wäre da sehr schädlich. Also schön weiter leisetreten und unter dem Radar der Medien bleiben. Auch ein Lebensziel.
Auch zu diesem Thema lohnt ein Blick ins Grundgesetz. Art. 87a Abs. 1 Satz 1 GG lautet: „Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. De facto wird gegen diesen Artikel seit Jahrzehnten verstossen. Man glaubte im Taumel der Wiedervereinigung, als Folge des Untergangs des Sowjetreiches und des Warschauer Pakts, das Thema Krieg sei erledigt. Man kaprizierte sich auf erfolglose, aber kostspielige „Missionen“ im fernen Ausland. Nicht einmal die unverhohlenen imperialistischen Ambitionen Putins änderten etwas am Bewusstsein und am politischen Handeln. Im Gegenteil.
Im Verteidigungsfall stünde das Land schutzlos da. Kein Zivilschutz, keine Bunker, keine Luftabwehr. Munition wäre innerhalb von Stunden verbraucht. Unser bester Schutz wäre die marode Infrastruktur,unter dem Gewicht von Panzern und Haubitzen würden die meisten Brücken in kurzer Zeit zusammenbrechen.
Da helfen wolkige Absichtserklärungen,zur Strategie erklärt, wirklich nicht. Es gilt immer noch:
Si vis pacem para bellum!
