- Die wahre Zeitenwende
Massenmigration, marode Infrastruktur, staatliche Übergriffigkeit: Das vereinte Europa nach 1990 ist gekennzeichnet von Überambition und Unterperformanz. Kann der daraus resultierende Pendelschlag nach rechts noch in der Mitte abgefangen werden?
„Zeitenwende“ dürfte der Begriff sein, der die kurze Kanzlerschaft von Olaf Scholz historisch überdauert. Dabei hat er selbst die Dimension seiner Diagnose offenkundig gar nicht überblickt. In einem Artikel über „The Global Zeitenwende“ in Foreign Affairs sprach er Ende 2022 viel mehr von Kontinuitäten als von Neuausrichtungen. Und auch der Zusammenhang mit den inneren Entwicklungen westlicher Gesellschaften blieb außen vor. Dabei vollzieht sich gerade eine doppelte, wenn nicht gar dreifache Zeitenwende: ein Paradigmenwechsel sowohl auf internationaler wie auch auf politisch-kultureller Ebene.
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Chapeau! Und Danke! für diesen umfänglichen Abriss der Siatuation... ...
"Und oft sind die USA dem alten Europa nur ein paar Jahre voraus. Dagegen hilft freilich keine empörte Tabuisierung durch Brandmauern, sondern nur offene intellektuelle Auseinandersetzung, vor allem auf konservativer Seite."
Zur 'offenen intellektuellen Auseinandersetzung' sind sie - ROTGRÜNWOKE - aber offensichtlich NICHT FÄHIG..., seit über 10 Jahren. Da fehlt ihnen irgendetwas davon... ...🤔
[PS: der Wille kann's nicht sein was fehlt, mMn, denn wie oft wollte man/Frau/Aktivist:innen die AfD schon 'inhaltlich stellen'...?? Also der Wille dazu zumindest war da, mehrfach...😉]
Es ist genau richtig diese Themen anzusprechen und sie auch als offen hinzustellen. Anders als in unserer "offenen Gesellschaft" in der alle Werte und die Zukunft möglichst festgelegt sein sollen, ist die Realität viel offener und damit müssen wir uns auseinandersetzen.
Wichtig aus meiner Sicht ist den Spagat hinzubekommen, in politischen Dingen einerseits auch sagen zu müssen, was man nun konkret will, es aber andererseits erstmal darum geht, klarzumachen, dass alte Sichtweise und Strukturen ausgedient haben, Dinge offen sind und wir überhaupt mal zusammen darüber nachdenken müssen.
Ich halte eine grundlegende Kritik an den bisherigen staatstragenden breiteren "Eliten" und der selbsterklärt "demokratischen Mitte" für sehr wichtig. Nicht weil da alles falsch wäre, aber der Gegensatz zwischen riesigen Ansprüchen und realer Hilflosigkeit ist zu groß geworden. Freie Diskussionen außerhalb der Blase kann man da mangels Argumenten kaum führen.
Ich hoffe, wir finden zu mehr Nachdenklichkeit.
Nicht gegen die Symptome und Fakten die beschrieben werden, sondern gegen den genannten Zeitpunkt !
Anfang der 90ziger war die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. Mit dem Beitritt zur BRD erfolgte zumindest bei uns & in unserem Bekanntenkreis die Hoffnung auf Selbstverwirklichung.& Freiheit. Ein Gefühl der internationalen Achtung als Deutscher, man war Stolz ein Deutscher zu sein !
Klar war der Anfang schwer bei Arbeitsplatzverlust im Autobau Wartburg den nach der Grenzöffnung niemand mehr haben wollte. Mit Glück fand ich einen AG in NRW der in Thüringen investieren wollte. Nach einigen Jahren in NRW wurde ich dann Werkleiter in der Thüringer Niederlassung …..Es ging einfach Vorwärts und man war stolz auf seine eigene Leistungsbereitschaft.
M.M kam der Bruch mit der Agenda 2010.
Ich kann die SPD bis heute nicht verstehen, damit zu hadern das Schröder D aus der Kriese führte! .
Den letzte Sargnagel des Niedergangs & der Spaltung d Gesellschaft schlug Merkel 2015 ein !
MfG
"Kann der daraus resultierende Pendelschlag nach rechts noch in der Mitte abgefangen werden?“ Wozu? Damit die CDU profitiert? Das Pendel kann ruhig ausschlagen, war jetzt lange genug auf der extrem linken Seite …
als das was wir hier in Deutschland und Europa die letzten Jahrzehnte hatten - definitiv! Genau so wenig möchte ich 'extrem rechts' hier wieder haben... ... - auch das hat schon einmal nicht gut funktioniert... ...
Also ist die rhetorische Frage des Autors mMn schon doch gerechtfertigt, im großen Ganzen, wenn man denken kann.
Am Ende kommen die besten Sätze. Der Weg in die Zukunft über die „Selbstbeschränkung der Demokratie auf ihre Kernbestandteile“. Die da sind: offene Streit- , Diskussionskultur, Grundrechte (immer! Nicht verhandel- oder gar streichbar, wie etwa bei Corona), freie Presse, keine zwangsfinanzierten Hofberichterstatter (die Causa Kirk hat erschreckenderweise noch einmal die unfassbare Unfähigkeit des ÖRR bestätigt), Ringen um den besten Weg, wirklich freie Wahlen und somit – das deutet der Autor weiter oben ja auch an – KEINE BRANDMAUERN.
Der Wähler entscheidet, nicht Hinterzimmer und Polit-Klüngel, Versager und unfähige Verlierer (so etwa die Grünen, die noch meinen, alles mitbestimmen zu können). Basta.
Ich sehe in Trump und v.a. Vance eine wirkliche Zeitenwende. Der Wähler wollte sie haben und hat die Wende bekommen.
Kommt in der EU, v.a. Deutschland diese Wende nicht, geht sie unter. Und das wäre auch gut so.
Woke und alles, was dazu gehört, ist gescheitert, weil...wider die Natur.
für dieses Thema unter Berücksichtigung einer gewissen Historie, welche man nicht wirklich aussparen kann... ...
Passt! 👍
... für mich ein ausgezeichneter Artikel! Und obendrein von einem CDU-Professor - ein Faktum, das mich vor 30 Jahren von Haus aus "dagegen" eingestellt hätte.
Inhaltlich nur annähernd Gleichwertiges habe ich von Linksgrünwoke noch nicht gelesen, wenngleich so manch ideologisch Intendiertes von denen in den Sendungen und Kommentaren des ÖRR und Artikeln der MSM verbreitet wird.
Unklar ist mir allerdings die Bedeutung des Satzes "Dass eine Frauenquote für Aufsichtsräte einer kinderlosen Unternehmertochter aus München-Bogenhausen den Vorzug vor einem dreifachen Familienvater aus Berlin-Neukölln gab" - was will denn Herr Rödder DAMIT sagen?
Ob kinderlose Unternehmerstochter aus München-Bogenhausen oder dreifacher Familienvater aus Berlin-Neukölln, das kann doch für einen Aufsichtsratsposten nicht Kriterium sein, sondern Eignung und Knowhow. DAVON schreibt Herr Rödder aber nichts - oder verstehe ich da was nicht richtig?
hat die Akteure nicht klüger gemacht. Der zitierte Satz von Gorbatschow hatte absolut seine Richtigkeit. Wenn es Sieger gibt, gibt es auch Verlierer mit denen man weiter leben muss und die gelinde gesagt nicht euphorisch sind. Weshalb hat man das gemeinsame Haus Europa mit allen Bewohnern nicht gebaut?
Der "kalte" Krieg wird jetzt mit dem Gegner Russland (wieso und weshalb ist Russland ein Gegner?) in der Ukraine heiß gekocht.
Russland ist die stärkste Atommacht der Welt, das wird geflissentlich nicht zur Kenntnis genommen. In der Hoffnung, dass der Teufel Putin den Knopf nicht drückt.
Schluss mit den sinnlosen Waffenlieferungen in die UA, Schluss mit dem Krieg.
Ich habe den Artikel kurz überflogen und fast nichts verstanden.
Wie auch immer, Frau Noelle-Neumann beschreibt hoffentlich etwas anderes als Gramsci, nämlich keine "kulturelle Hegemonie".
Aber dazu muss ich genauer lesen.
Macht durch "kulturelle Hegemonie", braucht eventuell keine Parlamente mehr, denn "unliebsame Meinungen" werden vorher "verboten"?
Es reicht, in der zivilen Gesellschaft die Hegemonie zu behaupten?
Gramsci geht doch aber von einer herrschenden Gruppe aus und deren Verlängerung in die Zivilgesellschaft?
Frau Merkel hätte dann den Grünen die politische Macht geliehen?
Ich bin erschlagen von den vlt. "Machtspielen", von denen ich rein gar nichts mitbekommen hätte.
Ich fand es allerdings merkwürdig, dass Frau Merkel zum parlamentarischen Abschied von Jürgen Trittin erschien und dort das Scheitern von Schwarz/Grün 2013 bedauerte?
Jürgen Trittin ist m.E. evtl. ein strategischer Kopf links/grüner Ideen.
Trittin taugt nicht für Hegemonie sondern parlamentarische Demokratie
für mich ist.
"Die liberale Demokratie" wäre zu einer Art "Kampfbegriff" geworden?
Wenn das so wäre, wer "kämpft" dann in ihrem Namen oder für sie?
Darf Liberalismus überhaupt mit "Kampf" oder gar "Hegemonie" zusammengedacht werden?
Ich habe das, naiv, wie ich bin, nie getan.
Ich verteidige den Rechtsstaat und streite für soziale Demokratie.
Nur, wenn man den sozialen Gedanken völlig aussen vor lässt, kann man die politischen Strukturen des Ostens als reine Hegemonie sehe?
Wenn man Selbstbestimmung eng als bürgerliche auffasst, kann man z.B. Russland und China als grob jenseits derselben bestimmen.
Es gab dort ABER Revolutionen und die Länder ringen um Wege in die Zukunft. Siehe z.B. auch "Footprints of Change" China 2025.
Schmidt hätte Herrn Rödder evtl. seine Gewichtung nicht durchgehen lassen?
Wir kommen zu einer m.E. Herausforderung v.a. Europas, den Maidan-Putsch.
Eine Herausorderung, der sich Europa vlt. nicht gewachsen zeigte.
Change through "military" force # Rechtsstaat?
Nu
ohne den Autor darauf festlegen zu wollen.
Ich habe die Dimensionen seiner Überlegungen noch kaum begriffen, sie beanspruchen ja auch keinen Wahrheitsstatus.
Nur soviel.
Je mehr ich in die Überlegungen eintauche, desto mehr verstärkt sich bei mir der Eindruck eines KAMPFES, der sich evtl. vor unseren
Augen abspielt.
Gut, dass Scholz auf mögliche Kontinuitäten hinwies, bevor wir uns der Herausforderung einer Zukunft stellen.
Ich gebe zu, dass mir schlecht ist...
