Donald Trump
Diese Kugelschreiber sind besser als herkömmliche Kugelschreiber / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Alex Brandon

Wenn der Verdacht regiert - Ist Trump noch zurechnungsfähig?

In den USA kommt eine Debatte auf, wie sie sich bislang um Joe Biden drehte. Nun hat sie die Seiten gewechselt, und es geht um Donald Trumps Gesundheitszustand. Damit stellt sich die Frage, wo legitime Sorge endet und politisches Kalkül beginnt.

Lisa Davidson

Autoreninfo

Lisa Davidson ist Journalistin, freie Autorin und Podcast-Host. Sie lebt in der Nähe von Austin, Texas. 

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Es war ein Augenblick im März, der vieles auf den Punkt brachte. Bomben fallen seit fast vier Wochen über dem Iran, iranische Gegenangriffe treffen US-Stützpunkte in der Region, die Straße von Hormus ist gesperrt. Und der Präsident der Vereinigten Staaten spricht über Filzstifte. Fünf Minuten lang referiert er über die tausend Dollar teuren Kugelschreiber im Weißen Haus, die er nicht mochte, über den Mann vom Hersteller Sharpie, der ihm persönliche Stifte angeboten habe – kostenlos, aus Respekt –, und über Design und Farbe. Sharpie erklärte später, man habe keinerlei Kenntnis von diesem Gespräch.

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Klaus Funke | Fr., 17. April 2026 - 14:30

Wer sich mit dem Papst anlegt und alberne Bildchen von sich als Heiliger in Umlauf bringt, wer wie Trump zu außenpolitischen Fragen absolut dusslige Sätze ausstößt, der kann nicht mehr alle Latten am Zaun haben. Vielleicht denkt er nach seinem Coup in Venezuela er könne sich alles erlauben oder es hat ihn eine Art von Cäsarenwahn ergriffen. Putin hat es wahrscheinlich schon in Alaska gemerkt: Mit dem stimmt was nicht. Und deshalb hat sich der Russe einen Scheiß um die USA gekümmert. Ja, man sollte ihn auf seinen Gesundheitszustand überprüfen. Ein so wichtiges Land wie die USA kann nicht von einem "Ersatz-Nero" geführt werden. Trump wird sicher ernüchtert werden, wenn die Midterms für ihn "in die Hose" gehen. Oder er ergreift dann irgendwelche diktatorischen Maßnahmen und der Supreme Court nimmt ihn aus dem Spiel. Wer weiß. Ein gutes Ende wird es mit ihm auf alle Fälle nicht nehmen...

Dr. Armin Schmid | Fr., 17. April 2026 - 17:59

Antwort auf von Klaus Funke

Es steht leider zu befürchten, dass Trump mit Verweis auf den Irankrieg, den er nach Gusto abwechselnd für beendet und für fortdauernd erklären kann, die Midterms aussetzt, nicht zuletzt unter Rückgriff auf das Vorbild Selenskij in der Ukraine. Mal sehen, ob der SCOTUS ihm das durchgehen ließe.

Klaus Funke | Sa., 18. April 2026 - 12:47

Antwort auf von Dr. Armin Schmid

Ich schrieb doch, dass ich befürchte, dass Trump, wenn die Midterms für ihn ungünstig ausgehen (oder auszugehen drohen), irgendwelche "diktatorischen Maßnahmen" (aussetzen, verschieben, absetzen) ergreifen könnte. Für Trump existieren keinerlei Spielregeln - hat er schon so ähnlich gesagt - er lebt beinahe wie ein Autist (vielleicht ist er das sogar), und er macht, was er will und dazu hat er sich ja eine Mannschaft von Ja-Sagern, Kopfnickern und Zustimmern zusammengestellt. Dieser Mann ist gefährlich, und da er auch in gewissem Sinne einfältig ist, ist er doppelt gefährlich. Hoffentlich bringt die us-amerikanische Gesellschaft die Kraft auf, sich diesen Kerl vom Halse zu schaffen, wenn nicht, könnte es sogar hochgefährlich und existenzgefährdend werden. Ich ärgere mich, dass ich dieses alles nicht frühzeitiger erkannt habe.

Dr. Armin Schmid | Fr., 17. April 2026 - 17:49

existiert bei Trump schlicht nicht. Ein Teilaspekt seiner Person lässt sich mit "pathologischer Lügner" beschreiben. Heißt: er lügt permanent, selbst dann, wenn es ihm schadet statt nützt, auch dann, wenn eigentlich jeder merken kann, dass er lügt, getreu dem Witz: "Woran erkennt man, dass Trump lügt? Wenn sich seine Lippen bewegen!". Darin kommt seine grenzenlose Verachtung gegenüber allen Mitmenschen zum Ausdruck. Man könnte auch sagen, er ist von Grund auf böse. Und böse Menschen altern schlecht. Im Alter nimmt die Sichtbarkeit mieser Charakterzüge fast immer zu. Inkompetenz war beim Businessman Trump allerdings keine Frage des Alters. Und was Biden angeht: Wenn dem in seinen späten Jahren nichts einfiel, hielt er wenigstens die Klappe. Im Gegensatz dazu fängt Trump dann mit Geschichten über Kugelschreiber oder den erfundenen Gesprächen mit Militärs oder Zivilisten an, welche ihn immer zackig mit: "Ssöörr !!" anreden.

Wolfgang Borchardt | Fr., 17. April 2026 - 18:30

sondern eine bewusst und seit Alters her eingesetzte politische Strategie. Bewährt, weil man immer wieder darauf hereinfällt (Wahlen). Walter Ulbricht war nicht krank, als er sagte:"'Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen". Seither hat er viele Nachfolger gefunden. Pathologisch wird es möglicherweise dann, wenn Gesagtes nicht allgemein bekannten und gesicherten, gegenwärtigen Realitäten entspricht. Das scheint man zu beobachten. Wer trägt die Schuld daran, die militärischen Möglichkeiten des Iran so unterschätzt und die Straße von Hormus nicht zuerst geschützt zu haben? Trump oder sein Militär? Die Antwort würde die Diagnose erleichtern

Jens Böhme | Sa., 18. April 2026 - 06:18

Zweifel an der geistigen Verfassung der amerikanischen Gesellschaft notierte ich bereits 2024, weil man als US-Präsidenten nur noch senile Männer hochhievt und wählt. Dazu kommt, dass die Kandidatenauswahl eine monetäre Angelegenheit ist. Der Wahlkampf muss ausschliesslich aus eigener Tasche bzw. Krediten gestemmt werden.

Dagmar Lubig | Sa., 18. April 2026 - 11:09

Antwort auf von Jens Böhme

die hierzulande zur Ablenkung von der eigenen "kaputten Gesellschaft" dienen soll, weil die historisch bedingte Identitätsschwäche inzwischen in Narzismus, Hysterie, und Abhängigkeiten aufgegangen ist, und nun kann man hierzulande mit Begriffen wie Respekt und Diplomatie auch nichts mehr anfangen.

Da Sie ja keine Deutsche sind, betrifft sie dies alles nicht und Sie können nach Belieben wie ein Linienrichter im Fußball die Fahne heben: Ball ist im Aus! Tja, so einfach kann es sein, wenn man sich hier ansiedelt. Bloß die Frage ist: Haben die Tschechen immer alles richtig gemacht? Die Supernation. Das Überbleibsel aus der österreichisch-ungarischen Monarchie. Anstatt zu schweigen, poltern Sie hier munter drauflos. Und ich wette, da ich es gewagt habe, Sie kritisch zu sehen, werden Sie wütend über mich herfallen. Doch, da lächele ich nur und gehe einen Schritt beiseite.

Dagmar Lubig | Sa., 18. April 2026 - 19:19

Antwort auf von Klaus Funke

diesen Unsinn, der einen ewig gesterrigen ungebildeten Österreicher nachplappert, den nehme ich belustigt zur Kenntnis.

Der Cicero-Artikel beschreibt derzeitige US-Politik. Wieso sollte ich unter diesem Artikel über Deutschland meine Meinung kundtun? Diplomatie, Respekt und/von Trump in einem Satz, ist zudem ein sehr gut gemachter Witz.

christoph ernst | Sa., 18. April 2026 - 07:40

hierzulande springen die überwiegend stramm links erweckten Medien in den USA über jedes Stöckchen, um damit dem orangen Hitler erratische Inkomptenz und geistigen Verfall zu bescheinigen. Alternativ könnten sie etwa erhellen, seit wann und wieso der aktuelle Papst als Kirchenpolitiker, Schützling von Franziskus und Fan der Obama-Gemeinde seine Aversion gegen Trump entwickelte und auf sozialen Medien breit trat. Aber das wäre im Zweifelsfall zu unparteiisch und zu hintergründig, mithin zu Trump-affin. Es versaute das Narrativ.
Also bleibt es beim gewohnten Bashing, und die artigsten transatlantisches Echos dazu kommen stets aus deutschen Medien. Ich finde das entsetzlich langweilig.
Bleibt nur die Frage, was sie machen, falls es Trump doch gelingt, trotz ihres Engagements langfristig gute Ergebnisse zu produzieren.

Gerhard Fiedler | Sa., 18. April 2026 - 11:34

Ich wiederum sehe mich nicht - oder noch nicht, - in der Lage, über Trump ein eindeutiges und endgültiges Urteil abzugeben. Und ob er wirklich im Kopf krank ist, dazu habe ich auch meine Zweifel. Vielleicht ist es eine erprobte Taktik, die für ihn meist zum Erfolg geführt hat, auch in der Wirtschaft.
Persönlicher Erfolg und Machterhalt zählen in der Politik. Ausnahmen bestätigen die Regel. Schauen wir doch auf unseren Bundeskanzler! Das Lügen und Täuschem gehört auch für ihn zur Politik, und seine Untergebenen folgen Ihm.
Abwarten, kann ich da nur raten.