- Das Ende des Westens (wie wir ihn kannten)
Mit der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump muss sich die Welt neu sortieren, alte Gewissheiten und politische Spielregeln gelten nicht mehr. Manche Länder werden davon profitieren. Aber neue Konflikte und Feindseligkeiten sind unvermeidlich.
Es ist mittlerweile gang und gäbe, von einer „postwestlichen Welt“ zu sprechen. Kommentatoren verwenden diesen Begriff in der Regel, um den Aufstieg nichtwestlicher Mächte zu verkünden – allen voran China, aber auch Brasilien, Indien, Indonesien, die Türkei und die Golfstaaten, um nur einige zu nennen. Doch neben dem „Aufstieg der anderen“ vollzieht sich etwas ebenso Tiefgreifendes: der Niedergang des „Westens“ selbst als kohärente und bedeutsame geopolitische Einheit. Der Westen, verstanden als einheitliche politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Gemeinschaft, steht seit einiger Zeit mit dem Rücken zur Wand. Donald Trumps zweite Amtszeit als US-Präsident könnte ihm endgültig den Knock-out versetzen.
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Die verschiedenen Staaten nehmen ihre Interessen war und sind ihrer Wählerschaft den Bürgern des jeweiligen Landes verpflichtet. Das ist völlig legitim.
Nun erklärt sich mir, warum Deutschland mit seiner skurrilen Politik, ganz alleine auf weiter Flur steht.
Kein Land geht mit auf das politische Glatteis, auf das sich die Bundesregierung hierzulande begeben hat. Energiewende etc.
Zitat:
"Der Zerfall des Westens ist dabei nicht allein Trumps Werk. Es handelt sich auch nicht um eine einfache Spaltung, bei der die Vereinigten Staaten in eine Richtung marschieren, während ihre ehemaligen Partner in eine andere Richtung gehen."
Genauso sehe ich das auch.
Noch ein Jahr eine Regierung unter Friedrich Merz mit Skandalen ala Weimer und Co. und die Gefahr wächst, das selbst Länder wie Albanien Deutschland wirtschaftlich überholen werden.
Wo bleibt bei den genannten Spannungen & Spaltungen die Politik Merkels, die mit der SPD gg. die Interessen des Westens agierten? Sie baute die Nord-Stream gegen Warnungen der USA und EU. Sie leitete die Hinwendung zu China als verl. Werkbank mit Know-how-Transfer ein, machte den Westen davon abhängig. Das hat ihn gespalten. Heute ist China (auch militärisch) Supermacht, will den $ als Leitwährung stürzen, den Zahlungsverkehr der Welt nach eig. Regeln gestalten. Das will Trump verhindern und der Westen verweigert ihm die Unterstützung. Merkel wollte Trump in seiner 1. Amtszeit diktieren, wie Zusammenarbeit möglich wäre.
„Im Gegensatz zu seinen Vorgängern spricht er selten über die globale Führungsrolle Amerikas.“ Die haben die Vorgänger freiwillig an China abgetreten. Man will mit Moral gegen Gewaltherrscher gewinnen. Man will eine regelbasierte Ordnung mit Regelbrechern aufrecht erhalten. Man träumt von der Macht internat. Organisationen, die nie Macht hatten. Ist das realistisch?
Der Autor hängt einer unrealistischen Weltsicht von gestern nach, die den alten Westen unrealistisch überhöht.
Der Rest der Welt wird in allen Kategorien stärker und das wird natürlich Folgen haben und Neuorientierungen erzwingen. Man kann gerne soetwas wie den Westen mit gewissen Werten definieren, da wäre ich sofort dabei, aber das wäre immer in Abgrenzung zu anderen Regionen der Welt - und das muss dann auch realistisch sein.
Den Westen zerstören auch die "Weltoffenen", die Europa universell-weltoffen oder näher an islamische Staaten und Kulturen ausrichten und alle möglichen anderen Strömungen. Der Autor redet so, als stünde "sein Westen" letztlich doch für "die Menschheit", noch etwas Menschenrechte dazu und dann müssten sich doch eigentlich alle dazu bekennen. Der Rest kann nur bösartig sein.
Mein Gott, wie weltfremd ist das. Der Autor sagt selber, dass schon die westlichen Einzelgesellschaften in sich in gegensätzliche Strömungen zerfallen. Dazu braucht es andere Ideen.
Wenn ich die Welt um 1500 oder 1700 nehme, war diese ziemlich anders. Inkas und Azteken, ganz Schwarzafrika hatte Ende des 19. Jh etwas mehr Einwohner als alleine Deutschland, ganz anders lebend. Die Osmanen wollten nicht zuviele Zeitungen und Bücher, weil es ihre Ordnung störte. Die türkischen Militärs und Istanbuler haben nach 1923 Anatolien "unterdrückt", weil die westlicher werden sollten.
Heute ist die ganze Welt europäisch geworden. Die Anatolier mit Erdogan an der Macht, aber nicht mehr mit Fes, sondern Unis und E-Autobau. Die ganze Welt macht Internet, Unis, Sportveranstaltungen etc. Im wesentlichen ist die Welt europäisch geworden.
Aber diese Entwicklung ist jetzt an ihrem Ende. Der Autor redet so, als müssten ewig "seine" Thinktanks und Institutionen den Welttakt bestimmen. Man muss offener als dieser Artikel über die Veränderungen nachdenken. Ich halte sehr gerne an westlichen Werten fest, wenn sich dafür genügend Menschen finden. Aber so wird das nicht gehen.
auch mal klügere Köpfe als Repräsentanten, als er sie jetzt hat. Alleine die strategische Meisterleistung die ungleichen Partner China und Russland ins Ehebett zu bringen, ist schon an selbst schädigenden Verhalten nicht zu überbieten.
Und das Auftreten solcher Lichtgestalten wie Annalena, bringt bei den nicht zum Club gehörenden Staaten, den Eindruck hervor, dass man nur den Sender angeschaltet aber auf den Empfänger verzichtet hat. Man wird schon als kulturell übergriffig wahrgenommen.
Der "Westen" ist eben nur eine von lediglich vier Himmelsrichtungen.
als bestünde die welt aus 2 Polen also "bipolar" 😆- zwischen demokratischen Kapitalisten und solchen, die nicht so sind.
Dabei werden, wie damals im kalten Krieg "bedrohte" Länder wie Ukraine, Taiwan etc. geschützt und verteidigt.
Vielleicht ist die Welt bisschen weniger unipolar und mehr multipolar geworden, aber Trump ist, trotz shut down weiterhin auf Weltmission als Peacemaker und Imperialer Supermann wie schon vor 80 Jahren seine Vorgänger, wie auch Columbus und Vespucci wie auch Caesar und Romulus. Und seine Vasallen bleiben ihm weiter treu. Trotz Totalpleite
