Deutsche und ukrainische Soldaten
Deutsche und ukrainische Soldaten im Juni 2024 auf einem Truppenübungsplatz vor Flugabwehrraketensystemen vom Typ „Patriot“ / picture alliance/dpa | Jens Büttner

Wehrhaftigkeit im Angesicht des Krieges - „Man kann sich nicht ewig heraushalten”

2023 nahm Artur Weigandt als Dolmetscher an einer Ausbildungsmission für Angehörige der ukrainischen Streitkräfte in Deutschland teil. Seine Einblicke, Erfahrungen und Reflexionen hat er nun in seinem Buch „Für euch würde ich kämpfen. Mein Bruch mit dem Pazifismus“ verarbeitet.

Autoreninfo

Carolina Kaube studierte Governance and Public Policy – Staatswissenschaften in Passau und absolviert derzeit ein Redaktionspraktikum bei Cicero.

 

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Artur Weigandt ist Journalist und Autor. 2023 erschien sein Debütroman „Die Verräter“ bei Hanser Berlin.

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Markus Michaelis | Do., 23. Oktober 2025 - 17:18

Naja, der deutsche Ansatz ist ja auch nicht, sich aus allem herauszuhalten, sondern eine universelle Sicht zu haben, die über all diesen Konflikten steht und am Ende alle Menschen in eine Gemeinschaft integrieren wird. Die Russen werden beitreten, wenn sie mal Putin überwunden haben, die Chinesen werden beitreten, wenn sie mal Xi und die KPC überwunden haben. Alle afrikanischen und Casablanca- bis Kabul-Bevölkerungen laufen ja schon in Scharen über zu unserem einen großen Wir. Alle anderen Menschen werden das auch noch einsehen, denn wir können wirklich aufzählen, was die Werte dahinter sind.

Soweit die Theorie.

Walter Buehler | Do., 23. Oktober 2025 - 18:07

Wie Wladimir Selenski ist auch Artur Weigandt kein "ethnischer Ukrainer".

Menschen, die aus Familien in der UdSSR stammen, erinnern sich an einen großen Uniformitätsdruck. Viele lasten diesen Druck heute nicht der Ideologie an, sondern einer Ethnie: Die bösen Russen waren es.

Stalin war aber kein ethnischer Russe, Berija auch nicht. Dennoch werden die Schandtaten in der UdSSR der Ethnie der Großrussen zugeordnet.

Nun bin ich kein Viehzüchter und auch kein Biologe. Ich kann nichts mit einer biologischen "Rasseforschung" bei Menschen anfangen. Autochthone Franken, Thüringer und Bayern unterscheiden sich nicht durch objektive biologische Merkmale, sondern nur durch Siedlungsgebiet, Historie und Dialekt.

Was würde geschehen, wenn sich Franken von Bayern lösen wollte?

Muss es wie zwischen Slowenien und Kroatien zu einem Bruderkrieg kommen?

Ja, das kann geschehen, aber ich glaube, dass Sezessionskriege mehr Leid als Glück produzieren.
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Einfältiger Nationalismus ist gefährlich.

IngoFrank | Do., 23. Oktober 2025 - 18:09

Man kann sich sehr wohl heraushalten ….., Die Schweiz als neutrales Land macht das schon Jahrzehnte …., und das mit Erfolg.
Mit freundlichen Groß aus der Erfurter Republik.