Eine Person baut ein Zelt in einem Innenraum ab, drei weitere Personen sitzen im Hintergrund. Foto.
Israelis bauen ihre Zelte in einem unterirdischen Schutzraum ab, nachdem die Waffenruhe verkündet wurde / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ohad Zwigenberg

Waffenstillstand im Iran-Krieg - „Die Iraner wussten, dass Trump seine Drohungen nicht wahrmachen würde“

Ein gestärkter Iran und Zweifel an der Strategie der USA: Sicherheitsexperte Jan Solwyn erklärt, warum der Waffenstillstand einen gefährlichen Status quo zementiert, Israel strategisch unter Druck gerät und man mit dem iranischen Regime kein glaubhaftes Abkommen schließen kann.

Ingo Way

Autoreninfo

Ingo Way ist Chef vom Dienst bei Cicero Online.

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Jan Solwyn ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute for National Security Studies (INSS) an der Universität Tel Aviv. Zuvor war er 15 Jahre lang bei der Bundespolizei tätig. 2025 erschien sein Buch „An der Grenze“ über das Versagen der deutschen Migrationspolitik. 

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Wolfgang Borchardt | Mi., 8. April 2026 - 15:12

politischen Strategie Trumps. Es wäre allerdings klüger, dieses immer noch viel Aufregung generierende Mittel nicht so häufig anzuwenden, dass es nicht mehr glaubhaft wirkt.

Jan S. | Mi., 8. April 2026 - 15:18

Seltsam bei der ganzen Sache ist folgender Umstand: warum, wenn das Regime wirklich das ganze jüdische Volk qua Staatsräson vernichten will, ist der Iran eigentlich das einzige Land im gesamten Nahen und Mittleren Osten, in dem es eine jüdische Minderheit gibt, die ihre Religion sogar einigermaßen frei ausüben kann und die sogar per Gesetz mit Abgeordneten im iranischen Parlament vertreten ist?
In den arabischen Golfstaaten gibt es quasi keine Juden mehr.
Vielleicht kann man mir diesen Umstand erklären.
Wenn es sich wirklich um so ein schreckliches "Nazi- Regime" in Teheran handelt, warum radieren die eigentlich nicht die Juden im eigenen Land aus? Das passt nicht so ganz zusammen.
Dieser Konflikt hat nämlich nix mit Religion zu tun, sondern nur mit Macht- und Geopolitik, mit Hegemonial-Ansprüchen Israels und des Iran. Alles andere ist bloß rhetorisches Beiwerk.

Thomas Veit | Mi., 8. April 2026 - 16:42

großen Regime-Change geglaubt haben..., und daran Trump hätte einen Plan... ... /🤣 Sarkasmus

>> Egon Olsen hatte viellleicht einen Plan..., aber doch nicht der größte Feldherr aller Zeiten... ..., der macht soetwas 'live' - beautyful ever in the world!!, oder so... 😉

PS: dabei hätte Trump doch einfach seinen Freund Putina anrufen und fragen können, wie das denn heute so läuft mit den Blitzkriegen gegen haushoch untenlegene Gegner...?, oder einfach mich fragen... ... /Ironie

Stefan | Mi., 8. April 2026 - 19:00

Jemanden, der keine Ahnung von Kriegsführung hat, nennt man umgangssprachlich oft:
„Strategischer Analphabet“
„Salon-Stratege“ oder „Stammtisch-Stratege“
Ein Keyboard Rambo der nie die Enter Taste drückt oder
Luftnummer
Bluffer ohne Karten ...
Wie sollte man das alles bezeichnen ???

Ralf Straube | Do., 9. April 2026 - 15:59

" Ich glaube, die USA haben die Lage falsch eingeschätzt,"
Ich glaube noch ganz andere Sachen.
Warum hat Trump den Iran überfallen - etwas, was alle anderen US-Präsidenten vermieden haben - aus guten Gründen?.
Dass die Mullahs unbedingt Atomwaffen haben wollen - dem widersprechen ab und zu sogar westliche (und US-)Geheimdienste. Also wieder ein Kriegsgrund, der sehr zweifelhaft ist.
Und dass die Straße von Hormus ein Faustpfand des Irans ist - sorry, aber wie kann man denn das "übersehen"? Das war doch schon immer bekannt, dass es sich dort um eine höchst neuralgische Stelle handelt - und dass logischerweise der Iran dichtmacht, wenn der angegriffen wird. Auch deshalb hat man doch die Finger vom Iran gelassen.
Es wirkt am Ende so, als hätte Nedanjau den Trump überredet - oder gar manipuliert –, um diesen Krieg zu beginnen. Das letzte Mal wurde ja Saddam vorgeschickt, um Krieg gegen den Iran zu führen... Da waren die US-Präsidenten klüger.

Klaus Funke | Do., 9. April 2026 - 17:02

Trump ist ein politischer Scharlatan, ohne jedes Gewissen und Moral. Von christlich will ich gar nicht reden. Er ist und bleibt ein lebenslanger Real-TV-Showman. Seine Worte oder Versprechungen sind nichts wert. Bin gespannt, wann man das endlich auch in den USA erkennt, denn seinem Land schadet dieser Mensch am meisten. Wenn er jetzt "Europa" in seinen Krieg zwingt, zeigt das zweierlei: Erstens, Die USA sind nicht so stark wie sie erscheinen wollen, zweitens, der "Dummkopf" Trump könnte erreichen, dass dieser Krieg tatsächlich noch ein Weltkrieg wird und nach Europa verlagert wird. Was aber, wenn die Iraner eine Rakete, oder mehrere, auf den Stützpunkt Ramstein abschießen? Sie müssten gar keinen materiellen Schaden anrichten, allein die ideelle Wirkung wäre eine ungeheure. Sie zeigte exemplarisch die Verwundbarkeit der USA und der NATO. "Ein Dummling", dieser US-Präsident. Und "gewinnen" kann er das Ding sowieso nicht mehr. Da kann er sich bei seinem Aufreißer Netanjahu bedanken.

Günther | Do., 9. April 2026 - 18:29

Antwort auf von Klaus Funke

passen 1:1 auf Friedrich Merz und Deutschland und sein Dank gilt der SPD.