Klingbeil Merz
Vize-Kanzler Lars Klingbeil und Bundeskanzler Friedrich Merz / picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Waffenlieferungen - Der einsame Kampf des Friedrich Merz

Am Sonntag hat Bundeskanzler Friedrich Merz seinen Plan verteidigt, Israel keine Waffen für einen Einsatz im Gazastreifen liefern zu wollen. Er beruft sich auf sein Gewissen. Doch es könnte auch etwas ganz anderes dahinterstecken.

Autoreninfo

Carsten Korfmacher leitet das Ressort Kapital bei Cicero.

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Dieser Tage wirkt Friedrich Merz wie ein Getriebener. Er wollte Kanzler werden – unbedingt. Das merkte jeder, der vor der Bundestagswahl im Februar dieses Jahres mit ihm sprach. Und er wollte etwas bewegen, etwas verändern, das Land wieder in die richtige Richtung lenken, nachdem es nicht erst seit der Ampel-Regierung auf die schiefe Bahn geraten war. Fürsprecher und Kritiker streiten sich, ob seiner Motivation nun ehrbare oder egoistische Gefühle zugrunde liegen. Fakt ist: Es scheint alles nicht so zu funktionieren, wie Merz es sich vorstellt.

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Stefan | So., 10. August 2025 - 18:34

Alle diese Problematik müsste nicht sein, wenn Friedrich Merz seine Partei nicht an die Brandmauer gekettet hätte.
Vernünftige Politik zum Nutzen der Bevölkerung wäre dann möglich.
Jetzt muss sich der Kanzler vor einer 15% Splitterpartei bücken und sich von denen auch noch vorführen lassen.
Er hatte es selbst in der Hand, er hat sich selbst ins Aus geschossen.

"Jetzt muss sich der Kanzler vor einer 15% Splitterpartei bücken und sich von denen auch noch vorführen lassen."
Die Linke Einheitsfront (SPD/Grüne/LINKE/BSW) führen Merz und damit die CDU am Nasenring durch die Manege. Peinlich für CDU/CSU und für uns alle!
Die LinXe Einheits-Suppe ist gerade dabei, dem Souverän die Selbstbestimmung aus der Hand zu nehmen und der Kanzler merkelt es nicht einmal. DAS ist peinlich!

Hans-Hasso Stamer | So., 10. August 2025 - 18:49

Die würde ich kategorisch ausschließen – spätestens seit "links ist vorbei", und der Aufhebung der auf allen Wahlkampfveranstaltungen beschworene Schuldenbremse in bisher beispiellose Höhen.
und seit der Zustimmung zu dem Trick, mit einem abgewählten Bundestag eine Verfassungsänderung durchzusetzen.

Nein, die Israel – Entscheidung war eine Morgengabe an die SPD, um den Bruch zu verhindern, wie es der Artikel beschreibt. Daran gibt es für mich keinerlei Zweifel.

Merz wollte seinen Allerwertestenr retten mit diesem Move, aber jetzt wird dieser dazu führen, dass er ihn verliert. Er sitzt in der Falle. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er noch einen Ausweg daraus findet.

Neuwahlen wären die letzte Chance, dass Links tatsächlich vorbeigeht. Denn Links hat die faktische Macht – in der Hälfte der CDU, in der SPD, in der Linken und bei den Grünen, im gesamten politischen Vorfeld, bei sämtlichen Medien, in der Justiz.

Eine linkssozialisierte Generation, an den Unis auf Linie gebracht.

Wolfgang Borchardt | So., 10. August 2025 - 20:07

Antwort auf von Hans-Hasso Stamer

SPD, mit einer weiteren Kandidatin für das BVerfG die Kommando rücken zu besetzen. Dann hat Herr Merz garnichts mehr zu sagen. Nach einer ggf. Neuwahl würden sich Links, Grün und SPD zusammenschließen, um "ihre" Demokratie zu retten. Fehler und mangelnde Konsequenz der CDU - ohnehin schon schuldbeladen durch ihre Politik - rächen sich. Herr Merz hatte möglicherweise hilfreiche Absichten, hat sich aber seine Aufpasser - die eigentlich die Wahl verloren hatten - selbst eingeladen. Keine guten Aussichten, weder für ihn selbst noch für die CDU. So geht es nur in eine Richtung konsequent weiter: nach links unten.

Das könnten Sie tun ….. wird aber nicht‘s weil Union und AfD gemeinsam auf satte 50 % +x (je nach Meinungsinstitut) kommen. Und das wissen auch die Roten Genossen da sie aller Wahrscheinlichkeit das noch rechnen können !
Nee, die CDU/CSU kann sich nur selbst befreien in dem Sie das von Merkel ersonnene, eigene Korsett namens Brandmauer, abstreifen. Dazu ist allerdings die CDU noch nicht bereit. Das wird dann erst passieren, wenn die Union dauerhaft hinter der AfD liegt UND bei den LTWahlen im Osten oder auch im Westen (durchaus auch möglich !) einen MP der AfD gibt weil ohne die AfD nichts mehr geht …..
Bisher sind die Verluste der Regierungsparteien Union & SPD „gefühlt“.
Nach den LTWahlen werden die Verluste beider Parteien bitter, real, und für jeden Wöhler und der Journallie sichtbar sein, & die Auseinandersetzungen innerhalb der Regierung stark zunehmen. Die Ampel hat’s bis zum großen Knall vorgelebt.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

... der niemand geglaubt hat, die aber recht behalten hat. Ich versuche es noch ein letztes Mal: die Brandmauer wird fallen, im nächsten Jahr, wenn die AfD im Osten die absolute Mehrheit erringt. Bei der gegenwärtigen Stimmung hier im Osten kann ich mir nicht vorstellen, dass das nicht gelingen sollte. Ich kenne hier niemanden mehr, der nicht davon ausgeht.

Es ist wie in der DDR: Man bekennt sich nicht offen zur Opposition, aber heimlich ist man schon dafür. In der DDR musste man dazu die durchaus vorhandenen, aber nie benutzten Wahlkabinen benutzen. Das habe ich nach der Biermannaffäre getan – und trotzdem eine Karriere machen können. Die Achtzigerjahre in der DDR waren relativ liberal, weil sich die SED mit dem Anschein zufriedengegeben hat. Mehr schafften sie nicht meh. Und diese Entwicklung sehe ich gegenwärtig auch.

Das Neue wächst im Schoß des Alten. So wird es diesmal auch sein.

Abgesehen von der Biermann Ausweisung, auch anderer Intellektueller oder Künstler die das Land verließen oder mit Berufsverbot (Renft) belegt wurden war der wirtschaftliche Niedergang viel offensichtlicher sowohl im privaten als auch bei der täglichen Arbeit. Vom Zerfall der Innenstädte und dem u.a. Erlebtem „Abenteuer“ eines EFH Baus.
Ich habe 1978 als Bauleiter in der Maxhütte angefangen zu arbeiten und bin dann bis zur Wende Im kraftfahrzeugwerk Gottha (Einbau des VW Motors I d Wartburg) gearbeitet. Die älteste dafür eingesetzte Maschiene die von Eisenach nach Gotha umgesetzt wurde, stammte aus den 20 ziger Jahren und damit wurde dann das Fahrgestell des neue Wartburg mit VW Motor in Gotha hergestellt ……Die 80ziger der DDR war nach meiner Wahrnehmung vom wirtschaftlichen & politischen Niedergang gezeichnet. An eine Wende glaubte allerdings damals niemand. Das ist wohl war…..
Mit freundlichen Gruß a d Erf. Republik

Sabine Lehmann | So., 10. August 2025 - 19:46

Im Vergleich zur Plage aus der Uckermark erschien mir der Friederich bislang eher harmlos....der Zauberlehrling von Mutti, allerdings als Mängelexemplar. Aber er holt auf.
Seine Strategie ist irgendwo zwischen überdimensionalen Fettnäpfchen und Vollkatastrophen biblischen Ausmaßes angesiedelt. Jetzt hilft nur noch ein Patronus-Zauber. Ansonsten wird Friedrich demnächst sein Dasein in Askaban fristen müssen, umgeben von lauter Dementoren, die ihn das Fürchten lehren.
In Gänze das Gegenteil von dem zu tun, was avisiert war, ist ja schon ein starkes Stück. Aber den globalen Frieden wie bei einer Partie Monopoly auf's Spiel zu setzen, als ginge es lediglich um eine Petitesse innerhalb einer "Freundschaft"(O-Ton Merz: "Das hält eine Freundschaft aus."), ist so dermaßen unterbelichtet, dass ich mir die detaillierte Bewertung dieses geistigen und politischen Totalausfalls erst wieder erlauben kann, wenn ich mir einen neuen Bademantel gekauft habe.....

Heinrich Dompfaff | So., 10. August 2025 - 20:06

Ich frage mich, oder vielleicht auch nicht, wie so jemand bei Blackrock Karriere machen konnte. Für das höchste Regierungsamt im Lande ist ein unsicher agierender Amateur nicht geeignet
Er soll die Vertrauensfrage stellen und den Weg für einen Menschen freimachen, der den Mut hat, sich für Deutschland nötigenfalls zu opfern
Fritze Langnase kann es nicht, da hatte Mutti M ausnahmsweise mal recht

Friedrich Merz war fünf Jahre im Aufsichtsrat von Blackrock, so wie er in vielen Aufsichts- und Beitäten war. Operativ war er nie tätig, de facto hat er als Jurist auch keine richtige Erfahrung in der Wirtschaft, da er nie in strategisch wichtigen und ökonomisch verantwortlichen Positionen war.

Günter Johannsen | So., 10. August 2025 - 20:08

„Selbstaufgabe und Unterwerfung“ würde ich einen Artikel zu diesem Thema überschreiben. Ich bin entsetzt und sehr enttäuscht! Der gegenwärtige Bundeskanzler Friedrich Merz ist jetzt bei mehreren essentiellen Themen gegenüber der SPD eingeknickt. Aber hier wurde ein zu recht bestehendes Tabu gebrochen! Ich frage mich: wer ist jetzt eigentlich der Bundeskanzler: Merz (CDU), oder Klingbeil (SPD)? Die „Jüdische Allgemeinde“ titelt dazu „Die Staatsräson ist tot“! Mit diesem Alleingang des Kanzlers wurden die Mullahs des Iran, die Hamas-Terrororganisation, alle Judenhassenden Islamisten und linke Antisemiten belohnt und bestärkt. Große Teile der CDU und die gesamte CSU wurden von Friedrich Merz nicht einbezogen, was wohl auch innerhalb von CDU/CSU berechtigte Auseinandersetzungen bringen wird.
Ich schäme mich für diese peinlich-dümmliche, undemokratisch-einsame Entscheidung eines CDU-Kanzlers, der es hätte besser wissen müssen!

Elisa Laubeth | So., 10. August 2025 - 20:17

Wer glaubte, deutsche Außenpolitik könne nach der Ampel nicht noch schlechter werden, der irrte gewaltig. Wobei diese fatale Entscheidung wohl eher innenpolitisch motiviert war, wie Nethanjahu richtig bemerkt.Ein schwacher Kanzler ist erneut vor der SPD,den linken Medien und dem antisemitischen Mob auf den Strassen eingeknickt.
Weder Merz noch seine Berater, an deren Kompetenz man allmählich zweifelt, erkennen, dass die SPD gar nicht konstruktiv sein will. Der nächste Grund für Streit kommt bestimmt. Das Ziel der SPD ist eine Rotgrünrote Regierung. Es ist erschreckend wie wenig machttaktisches Geschick in der CDU noch vorhanden ist. Man stolpert von einem Missgeschick zum nächsten, tappt in linke Fallen (BVG!),rudert zurück, während die SPD ihre Agenda in Sachen Rente und Bürgergeld durchzieht. Die SPD steht nicht mehr an der Seite Israels. Dessen Unterstützung ist in der CDU jedoch weithin Konsens. Allmählich wird es gefährlich für Merz. Wenn die Partei sich abwendet isch over

H. Stellbrink | So., 10. August 2025 - 20:19

Die Kanzlerschaft des Herrn Merz hat nur ein Ziel: Kanzler bleiben. Er muss seiner Erzfeindin Merkel zeigen, dass er es auch kann, aber - wie Merkel schon sagte - er kann es einfach nicht. Zu beliebig sind seine Positionen, zu sehr hat er sich eingebrandmauert, um noch Politik machen zu können, die dem Wunsch der Wählerschaft entspricht. Mit der zu erwartenden Zustimmung zu zwei radikal linken neuen Verfassungsrichtern wird er die Festlegung auf eine linksgrüne Republik festigen. In jedem Punkt ist er bereit, jede Position sofort aus parteipolitischen Gründen zu räumen. Häuptling Silberzunge, der allerdings mit gespaltener Zunge spricht. Dass er Israel taktische Vorgaben bei seinem Kampf gegen die Hamas-Mörder und zur Befreiung der teils deutschen Geiseln machen will, ist vermessen. Das sollten Erwachsene entscheiden, während Deutschland vor allem eines sein muss: Verlässlich.
Merz ist ein großer Zerstörer, ganz in der Merkelschen Tradition. Unser Land hätte Besseres verdient.

Jürgen Goldack | So., 10. August 2025 - 22:16

Es ist erstaunlich, mit welcher Vehemenz sich Pinocchio Fritz (Merz) bemüht, Deutschland an allen Ecken und Enden zu schaden. Er droht Putin in der Situation eines schon längst verlorenen Ukrainekrieg einem korrupten Selenskyj Taurus Marschkörper zu liefern. Er schadet dem Ruf Deutschlands indem er Israel gegenüber der HAMAS verrät, er unterstützt die Nominierung extrem linksdenkender Anwärterinnen auf ein Richteramt im BVerG! Er bricht alle Versprechen, die er vor der Bundestagswahl 2025 gemacht hat und noch so Einiges mehr. Und warum? Um seiner offensichtlich nicht vorhanden Ehre zu frönen. Ein Kanzler, der so dumm ist sich auf der Basis einer auf rein ideologischer Phantasien basierenden Brandmauer gegen eine demokratisch gewählte Partei von einem schon fast faschistoid motivierten Klingbeil erpressen zu lassen, ist unfähig! Wenn noch ein Restfunken an Ehre vorhanden ist, sollte er seinen sofortigen Rücktritt bekannt geben und Neuwahlen ermöglichen.

Lisa Werle | So., 10. August 2025 - 22:16

Merz ist vorbei!

Thomas Veit | Mo., 11. August 2025 - 21:38

Antwort auf von Lisa Werle

Totgesagte leben länger...

Also Bitte nicht zu früh, den Abgesang, sonst dauert's eventuell NOCH LÄNGER! Das will doch keine... 😉

Urban Will | So., 10. August 2025 - 22:44

könne, setzte Scholz noch einen drauf.
Und nun kann ich nicht anders: Merz ist der mit Abstand schwächste, verlogenste, scheinheiligste und mit Abstand unfähigste Kanzler, den dieses Land je hatte. Er ist eine Belastung für uns alle.
Ja, die Sozen sind nach der Causa Prosius-Gersdorf auf Rache aus, das haben sie ganz klar kommuniziert. Und ich bin mir sicher: nur deshalb ist der diesen Schritt gegangen. Die jagen ihn vor sich her. Es geht nur um seinen Thron.
Wenn die deutsche „Staatsräson“ (das muss man angesichts dieser Schwachköpfe in unserer Politik mittlerweile in „“ setzen) in Bezug auf Israel aber an den Launen der Sozen hängt, dann Gute Nacht.
Ich schäme mich für dieses Land, für diese Regierung und v.a. für diesen Kanzler.
Gerade mal 100 Tage und er ist de facto am Ende. Da wird nichts mehr kommen, die können es nicht und hassen sich.
Hätte dieser jämmerliche Geck einen Funken Anstand, würde er sein Amt zur Verfügung stellen, aber was träume ich da.

Der Merz ist nichmal eines Traumes wert. Wie er sich zu Russland verhält, ist einfach nur noch kindisch und wie ein Trotzkopf, der womöglich Rache für seinen Opa nehmen will, der an der damaligen Ostfront verreckt ist. Er will nicht mit Putin reden. Da muss er sich beeilen, denn bald wird es umgekehrt sein, da wird Putin nicht mehr mit Merz reden wollen. Mit einem politischen Looser. Es ist nur noch fatal, was dieser hochaufgeschossene Sauerländer fabriziert. Er will Trump ins Gewissen reden, damit der dem Selensky Gerechtigkeit widerfahren lässt. Selensky!? Der muss aufpassen, dass er seinen Frieden überhaupt noch erlebt, geschweige denn irgendwas mitbestimmen darf. Er ist ja gar nicht mehr Präsident der Ukraine. Sollte er wider Erwarten doch mit am Tisch in Anchorage sitzen, empfehle ich ihn auf Waffen zu filzen. Der ehemalige Schauspieler könnte sonst versucht sein, dem russischen Präsidenten firmreif an die Gurgel zu gehen. Aber Putin ist vorbereitet. Das würden Szenen sein. Toll.

Gisela Hachenberg | So., 10. August 2025 - 22:53

Gewissensfrage hin, Gewissensfrage her. Herr Merz ist Bundeskanzler dieses Landes (noch)! Aber wenn er zu feige ist, sich dem Mob gegen Israel, der sich nun seit Wochen auf unseren Straßen austobt, entgegenzustellen und zu verurteilen, und dagegen aus Feigheit vor, vor was eigentlich? vorzugehen, ist er der Falsche. Vor allem, wenn er Israel auch noch für diesen Mob hier bei uns verantwortlich macht. Meine Güte! Unglaublich! Und Netanjahu hat das ja auch heute so ausgesprochen. Ich bin wahrlich kein Freund der BILD. Aber Tiede und Piatov verurteilen dieses feige Handeln von Merz aufs schärfste. Herr Korfmacher, Sie erwähnen, dass die UN irgendeine Info habe, die…. Dieser feige, widerliche Haufen. Dreiviertel der Länder sind Israelhasser. Sie würden alles tun, um Israel zu schaden. Nein, Merz ist vor 13% Ex-Antifa Klingbeil und Genossen eingeknickt. Wie oft und wie lange will er vor denen noch einknicken, um Kanzler zu bleiben? Es geht nicht um Befindlichkeiten von Merz.

Gisela Hachenberg | So., 10. August 2025 - 23:00

Weiter im Kommentar:
Es geht um das Wohl dieses Landes. Er hat versprochen, dass im Sommer wir alle froh und glücklich über die „Wohltaten“ der Regierung sein würden, dass „links“ vorbei ist, dass… Nichts dergleichen ist passiert. Er macht das, was Klingbeil will. Erbärmlich! Und jetzt opfert er Israel. Er wird scheitern, wenn er nicht eine Baerbocksche 360 Grad Wende hinlegt. Und dieses Scheitern hat er sich verdient!

Gerhard Hellriegel | Mo., 11. August 2025 - 01:12

"Diese Entscheidung ist schwerwiegend, denn sie betrifft die Möglichkeit der Selbstverteidigung – und damit die Existenz – Israels."
Im Ernst? Also um die Existenz Israels mache ich mir derzeit keine Sorgen. Außerdem: die deutschen Lieferungen waren doch schon vorher rückläufig:
2024: 160 Mio €
1. Quartal 2025: 22,5 Mio €
Umgekehrt: D ist an Iron Dome und anderen israelischen Luftabwehrsystemen, an israelischer Cyberabwehr und Drohnen sehr interessiert.
Israel wird diesen "Schlag" verkraften.

Ferdinand Schulze | Mo., 11. August 2025 - 07:04

...warum Waffenlieferungen an die Ukraine dann immer möglich sind. Sind davon "nur" die bösen Russen betroffen statt der "armen" Palästinenser? Gibt es überhaupt irgendwelche Grundsätze deutscher Außenpolitik?

Ernst-Günther Konrad | Mo., 11. August 2025 - 11:10

Merz hat seinem zweiten Vornamen "Lügenkanzler" alle Ehre gemacht. Hätte er, hätte die UNION sich zu Israel bekannt, aber Waffenlieferungen egal wohin in Krisengebiete generell ausgeschlossen, egal wo auf der Welt solange kein Bündnisfall vorliegt, wäre man zwar auch in der Kritik, wäre aber nicht in dem Dilemma, in dem er jetzt steckt. Aber das wollte die UNION ja nie, schon allein weil das eine AFD Position ist. Und jetzt? „Rin in die Kartoffeln und raus aus den Kartoffeln.“ Man auch zu Israel stehen ohne Waffenlieferungen während eines Krieges. Man ist nicht automatisch Antisemit, wenn man israelische Politik sachlich und begründet kritisiert. Man ist aber ein Lügner und Heuchler, wenn man es so macht wie Merz und diese Linksfaschisten in der SPD/LINKEN und GRÜNEN. Las gerade an anderer Stelle, wenn Merz vorzeitig abdanken muss, wäre er der siebte Kanzler, der vorzeitig, warum auch immer abdanken musste. Lediglich Kiesinger, Kohl und Merkel wurden nicht aus dem Amt geschnickt.

Elisa Laubeth | Mo., 11. August 2025 - 11:10

Angesicht des immer desaströseren Agierens des Kanzlers fragt man sich, ob er wirklich Kanzler kann. Regieren muss man nicht nur wollen, man muss es auch können. Angesichts der intellektuellen Verrenkungen, die er im gestrigen BR- Statement vorturnte, ist man als politisch informierter Mensch nur noch fassungslos. Da gibt es nichts über die Gründe zu spekulieren oder gar zu entschuldigen. Diese Kehrtwende in der Haltung zu Israel, die auch noch in der Kommunikation so grauenhaft schief gelaufen ist, ist nicht entschuldbar. Man glaubte nach Scholz geht es nicht schlimmer. Doch! Schlimmer geht immer. Dabei spielt der Kanzler nicht nur mit dem Leben der (deutschen)Geiseln, der IDF Soldaten, nein, auch mit dem Leben der Bundesbürger. Ob Mossad weiterhin die Hinweise auf Terroranschläge gibt, wer weiß. Alles um „den Lars“ nicht zu verärgern.
Schmidt schickte die GSG9 um die Geiseln der Palästinenser in der Landshut zu befreien, Merz schickt nicht mal Waffen. Erbärmlich.
Oh tempora , oh mor

H. Stellbrink | Mo., 11. August 2025 - 12:46

Es ist gut zu wissen, dass Merz ein Gewissen hat, sah es jedoch zumindest bezüglich seiner Wahrheitsliebe dem Wähler gegenüber eher nicht so aus.
Sollte es sich nicht auch um eine silberzüngige Täuschung handeln, wäre es gleichwohl ein dämliches Argument. Es passt zwar zu unseren Zeiten einer infantilisierten Politik, sich auf persönliche Einstellungen zu berufen und die Staatsraison ihnen zu unterwerfen. Es gibt aber neben der persönlichen Moral und dem Gewissen - das natürlich keinem Politiker fehlen darf - eine Moral des Amtes, eine Staatsraison, die ein Kanzler in diesem Amt auf staatliche Entscheidungen anzuwenden hat. Kann er dies nicht mit seiner privaten Moral vereinbaren, bleibt nur der Rücktritt.
Wer Abgeordnete entgegen dem Grundgesetz zu einer Abstimmungsdisziplin der Fraktion und der Missachtung ihres eigenen Gewissens zwingen will, kann nicht glaubhaft für eine so wichtige Entscheidung seine privaten moralischen Vorstellung anführen.

Robert Hans Stein | Mo., 11. August 2025 - 13:08

Ein etwas längerer, aber lesenswerter Artikel von Don Alphonso in der Welt "Unterwerfung statt Führung: Friedrich Merz und die Angst vor dem Kulturkampf". Dass Chrupalla in dieser Frage auch mindestens ambivalent daherkommt, wird richtigerweise auch nicht unter den Tisch gekehrt.