- Der russische Angriff auf die Ukraine begann 2014
Der Kreml hat eine Reihe von Mythen in Umlauf gebracht: vom „Bürgerkrieg“ im Osten über das historische Anrecht auf Kiew und die Krim bis zur Legende einer bedrohlichen Nato-Osterweiterung. Diese Narrative halten historisch nicht stand – und wirken dennoch in Teilen der deutschen Debatte nach.
„Vier Jahre Krieg in der Ukraine.“ So steht es am heutigen Dienstag über Kommentaren, so lautet der Titel von Expertenrunden im Fernsehen. Allerdings ist es eine falsche Zahl, denn der russische Angriff auf die Ukraine begann im März 2014: Auf die Besetzung der Halbinsel Krim durch die „grünen Männchen“ folgte die Invasion in den Donbass. Es gehört zu den großen Erfolgen der Kremlpropaganda, diese erste Phase des Kriegs als Aufstand von Separatisten, die der russischen Minderheit im Osten der Ukraine angehörten, verkauft zu haben. Auch ein Großteil der deutschen Medien hatte diese Version unkritisch übernommen. Dabei haben schon damals Experten im Detail nachgewiesen, dass es russische Streitkräfte waren.
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Viele Meinungen und Perspektiven gibt es zum Konflikt in der Ukraine. Diese hier erweckt den Eindruck des Cherry pickings, finde ich.
Kennen Sie wohl noch nicht...? /Ironie
kein Wort zu Verträgen der EU mit Ukraine auch zu den Bodenschätzen, nicht zu dem, was die Mehrheit der Ukraine bis zum Krieg wollte und was die Bürger da jetzt wollen, nichts zum Maidan-Aufstand und nichts zu den Ultranationalisten, die sich auch nicht einer neuen demokratischen Wahl stellen wollen, kein Wort zu Russland-Weißrussland-Ukraine Bund, nichts zu Umfragen, nichts zu Propagandakrieg des Westens, nichts.
Aber eben, wie mein Vorredner schreibt, Cherrypicking, ich nenne es Kriegstreiberei. Dieser Krieg ist aus westlicher Sicht nicht zu gewinnen und die Millionen gestorbenen Russen nach 27 Mio vor 80 Jahren mit deutscher Waffentechnik rächt sich schon z.B im Supermarkt an der Kasse und wird sich noch ganz anders rächen.
Den kalten Krieg eben nicht studiert, diskutiert, synthetisiert und die alte Schablone nie abgelegt. Sonst hätte man für die östliche-slawische Politik Ostdeutsche Vorgelassen, weil die es einfach besser wissen.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie konsequent es Herrn Urban gelingt, seine Realitätswahrnehmung durch die ideologische Brille zu filtern. Indem er alle historischen Belege für eine Mit- oder sogar Hauptverantwortlichkeit des Westens am Ukraine-Konflikt ausblendet, kann er ein abenteuerliches Kartenhaus der Projektionen auf Putins Russland errichten. Um das nur an einem einzigen Punkt zu illustrieren: Herr Urban blendet völlig aus, dass die Krim zwar 1991 mit der Ukraine aus der Sowjetunion ausgetreten ist, sodann aber auch von der Ukraine unabhängig werden wollte. Daraufhin hat Kiev 1995 Truppen auf die Krim geschickt und sie de facto annektiert.
Wer darauf hinweist, wie etwa Jacques Baud, wird dafür heute von der EU »sanktioniert«, das heißt: ohne Strafverfahren bürgerlich entrechtet. Um das propagandistische Narrativ zu schützen, dass Russland der Schurkenstaat sei, macht sich die EU zum Schurkenstaat.
Herr Urban gibt uns die NATO-Propagandanummer. Deren Zeit läuft ab.
Jacques Baud wird hier gern als mutiger Kronzeuge gegen das westliche Narrativ angeführt. Sein Lebenslauf ist beeindruckend – Schweizer Nachrichtendienst, NATO, UNO. Aber Autorität ersetzt keine Sorgfalt.
Baud behauptet, 102.000 Rechtsextreme seien in Ukraines Streitkräften – seine Quelle Reuters spricht von Paramilitärs, also Nationalgarde und Grenzschutz. Er erklärt die Vollinvasion zur spontanen Reaktion – während Russland heimlich 7.000 Soldaten an die Grenze nachschob. Er bestreitet Butscha trotz Satellitenbildern und forensischer Befunde. Er bestreitet russische Truppen im Donbass trotz MH17-Tribunal und dokumentierter Bellingcat-Recherchen. Selbst die NachDenkSeiten, die sein Interview veröffentlichten, distanzierten sich von seinen Butscha-Aussagen.
Wer Urban Cherry-Picking vorwirft und gleichzeitig Baud unkritisch zitiert, misst mit zweierlei Maß. Berechtigte Fragen zu NATO und Minsk werden nicht dadurch glaubwürdiger, dass man Kriegsverbrechen leugnet. Kritisches Denken heißt
Baud hat sich im Interview zu Butscha sehr vorsichtig geäußert, und die angebliche Distanzierung der Nachdenkseiten dürfen Sie mir gerne nachreichen. Die Argumente für eine ukrainische Urheberschaft kann ich wiederum gerne Ihnen nachreichen. Die ukrainischen Rechtsextremen wurden vom Staat bewaffnet, in welchen Formationen, ist nachrangig, und das Regiment Asow stellte Elite-Frontkämpfer. Die »Vollinvasion« betrachtet Baud als Entscheidung, die bis kurz vorher auch anders hätte ausfallen können. Ich zitiere Baud auch nicht unkritisch, sondern überprüfe seine (ganz überwiegend westlichen) Quellen (Deepl kann auch Ukrainisch). Die Details sind alle da, Baud wird dafür bestraft, dass er sie zum Gesamtbild fügt.
Die eigentliche Gefahr, die von Baud ausgeht, ist, dass der antirussischen Feindbildkonstruktion die vermeintliche Eindeutigkeit flöten geht, sobald man sich auch nur auf die *Diskussion* seiner Belege einlässt. Das ist tödliches Gift für jegliche Propaganda.
In einem verteidige ich Herrn Baud, nämlich daß er dies alles sagen darf, was er von sich gegeben hat. Ich halte die Sanktionen der EU für den Akt eines totalitären Systems. Zu Herrn Baud fällt mir sonst nur noch ein: Unsinn bleibt Unsinn, auch wenn er von einem Militär mit exzellentem Lebenslauf kommt.
Stellen wir uns vor, Putin stünde in Den Haag vor Gericht. Potzblitz - dort ist er gar nicht wegen Butscha angeklagt? Na, lassen wir dieses Detail einmal beiseite, und nehmen wir an, er wäre es.
Dann würde, solange es mit rechtsstaatlichen Dingen zugeht, die Verteidigung in allen Details den Standpunkt des Angeklagten darlegen, warum das Massaker von Butscha nicht das Werk russischer Truppen gewesen ist. Und die ganze Welt wäre mit den Gegenaussagen konfrontiert. Dann müsste die spontane Empörung, die es immer schon weiß, hinter die Beweiswürdigung zurücktreten.
Nun frage ich Sie: warum ist das, was in einem Rechtsstaat rechtens ist, für den Journalismus nicht billig? Denn wir können uns bereits jetzt mit den russischen Einwänden gegen eine entsprechende Schuldzuweisung auseinandersetzen, und nicht nur beim Thema Butscha. Und da wird dann alsbald durchsichtig, dass es darum gar nicht geht. Ein Gegner, dem sachliche Gegenrede zusteht, ist nicht dämonisierbar.
Quod erat demonstrandum.
Die NATO ist nicht gleich die EU. Und es ist durch nichts zu rechtfertigen, in die Ukraine einzumarschieren und auch noch Zivilisten zu bombardieren, auch wenn einem die Außenpolitik von ehemaligen Sowjetrepubliken nicht gefällt. Man muss auch nicht dem Russen auf den Leim gehen um das Vorgehen der EU im Fall Baud scharf zu kritisieren.
"Und es ist durch nichts zu rechtfertigen, in die Ukraine einzumarschieren... [ff.]" - das ist moralisch richtig!
Aber wenn es um die Schuld- bzw. Verursachungszuweisung konkret geht..., dann sieht das wirkloche Bild deutlich differenzierter aus, mMn.
Feststellungen und Fakten (ohne Bewertung!):
Russland ist die größte Atommacht der Welt. Russland hat Sicherheitsinteressen. Russen allgemein haben einen großen Nationalstolz. Präsident Putin verkörpert den russischen Nationalstolz per se und empfand den Zerfall der Sowjetunion als russische Demütigung. Russland fühlt sich durch die de facto stattgefundene (Landkarte) NATO-Osterweiterung in seinen vitalen Sicherheitsinteressen bedroht - und gibt dies wiederholt 'zu Protokoll' (MSC 2007, und auch schon mehrfach vorher).
Ja, nun kann man gerne dahingehen..., und selbstsicher empört behaupten "Das stimmt ja alles garnicht...!! " - mag sein..., lassen wir mal offen.
Denn es spielt im Grunde leider keine wirkliche Rolle...
Fasst man alle o.g. 'Feststellungen/Fakten' zusammen, so ist selbstredend! und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die westliche Hybris gegenüber Russland nach Zerfall der Sowjetunion - sehr schön in Obamas 'Lokalmacht'-Beleidigung dargestellt... - EINE! wesentliche Ursache für die russischen Reaktionen, aber nicht die entscheidende.
ENTSCHEIDEND war aber offensichtlich - und durch Putin öffentlich auch zig-mal genau so kommuniziert - die fortlaufende Ausdehnung der NATO - Richtung Russland, zuletzt provokant auf die Spitze getrieben durch die unabgestimmte Einladung der USA an die Ukraine zum Natobeitritt in Bukarest 2008 - NUR EIN JAHR NACH PUTINS BRANDREDE AUF DER MSC2007!!! - eine bewusste reine und beabsichtigte PROVOKATION der USA als Antwort auf Putins Rede in München ein Jahr zuvor, welche bewusst vom Westen geschlossen vollignoriert und 'als schlechter Tag Putins' gewertet wurde... >> können wir uns aber leisten, weil: "WIR haben gewonnen!"...!? 🤔
Wäre der Westen an einer Kooperation mit Russland auf Augenhöhe interessiert gewesen, so wir Putin in seiner bejubelten Rede 2001 im deutschen Bundestag vorgeschlagen hat..., dann hätte man niemals de facto ALLE o.g. russischen Interessen - egal ob zu 100% objektiv gerechtfertigt oder emotional-nationalistisch motiviert - NIEMALS DERART ABSOLUT IGNORIERT und konterkariert, wie es der US-geführte Westen/NATO nach der MSC2007-Rede Putins vollumfänglich getan hat...!!! DAS WAR AUCH KEIN ZUFALL, SONDERN PURE HEGEMONIALPOLITIK DER USA GEGENÜBER RUSSLAND. Und wer was anderes glaubt!, Herr Urban, der ist - Sorry! - vollnaiv.
Und das (Pseudo-) Argument, jedes Land könne sich sein Bündnis selbst wählen..., mag ja auf rein populistischer Ebene richtig sein..., allerdings hat ein Bündnis wie die NATO selbst eine klare VERANTWORTUNG, mögliche Beitritte im Sinne des Bündnisses zu gestalten..., und NICHT DURCH DEN BEITRITT EINES RISIKOBEWERBERS EVENTUELL DEN WK III AUSZULÖSEN!! >> BITTE MAL 🤔🤔🤔!
... ist doch, dass ein »Angriffskrieg« nach westlichen Maßstäben als Bagatelldelikt gilt - denn wann immer ein solcher vom Westen ausgeht, wird er als eben solches behandelt. Russland hat sich erst dann zum Beitritt zum Ukrainekrieg entschieden, nachdem der Westen jahrelang signalisiert hat, dass er Russland als Schurkenstaat zu betrachten gedenkt, ganz unabhängig davon, wie es sich verhält, und dass mit ihm zu reden ohnehin eine Zumutung sei. Für das, was aus russischer Sicht eine unvermeidlich gewordene »responsibility to protect« gewesen ist, hatte Russland im Westen keine Reputation mehr zu verlieren. So ist der russische Einmarsch letztlich eine sich selbst erfüllende Prophezeiung der westlichen Scharfmacher gewesen.
Wieso gibt Cicero solch einem offensichtlich einseitigen Narrativ diesen Raum ?
Eigentlich ist es einer Politischen Kultur unwürdig.
Man will im Mainstream mitmischen und anerkannt bleiben und da ist Russophobie envoque. Genau wie man die AfD nicht direkt zu Wort kommen lassen will. Alles dieselbe Nummer. Kulminiert in der Haltung des Bundeskanzlers als Vollwessi. Wer hier bei CICERO diesen Urban so oft reden lässt, entlarvt sich selbst. Da bedarf es keines weiteren Kommentars. Es gibt genügend außenpolitische Alternativen zu den einseitigen, russophoben und hasserfüllten Artikels eines Herrn Urban.
Man will im Mainstream mitmischen und anerkannt bleiben und da ist Russophobie envoque. Genau wie man die AfD nicht direkt zu Wort kommen lassen will. Alles dieselbe Nummer. Kulminiert in der Haltung des Bundeskanzlers als Vollwessi. Wer hier bei CICERO diesen Urban so oft reden lässt, entlarvt sich selbst. Da bedarf es keines weiteren Kommentars. Es gibt genügend außenpolitische Alternativen zu den einseitigen, russophoben und hasserfüllten Artikels eines Herrn Urban.
Es gehört GERADE zur 'Politischen Kultur' dazu nicht nur einseitig eine bestimmte Echokammer zu bedienen sondern im Gegenteil auch unterschiedliche Beträge was die Intuition der Autoren und auch deren politische Ausrichtung betrifft zuzulassen. 🤔
Redaktionelle Vielfalt heißt das, glaube ich.
Und redaktionelle Neutralität, Herr Funke, ergibt sich aus einem in der Summe(!!) neutralen bzw. gleichgewichteten Beitragsmix - NICHT aus der Konzentration auf genau eine (von Einzelnen gewünschte) eingeengte Meinungsgasse... - logisch oder? (Statistik)
Für tatsächliche 'Neutralität' ist der Beitragsmix beim Cicero m.E. noch eher 'zu konservativ', betrachtet man das gesamte politische Spektrum... (was mich keinesfalls stört, wenn Sie mich verstehen?)
Muss man aber nicht. Ich tu´s nicht. Die hohe Warte, die Sie einnehmen, damit kann ich nicht dienen, ist mir zu akademisch und zu abgehoben. Und auch höchst zweifelhaft. Master Urban ist nun wirklich ein Russenhasser per Excellence. Fast schon an der Grenze zur Vulgarität. Und weil er hasst, selektiert er, wie es ihm in den Kram passt. Haben Sie diesen Herrn mal schon irgendwo anders wahrgenommen? Bei SPON oder im konservativen Bayern? Oder gar international? Ich nicht. Wahrscheinlich ein Achtgroschenjournalist. Vielleicht ist er tatsächlich besonders preiswert und passt daher dem Cicero ins Konzept? Auf alle Fälle ist seine Argumentation ziemlich simpel, fast schon wie die von BILD. Allzu ernst sollte man ihn daher nicht nehmen. Aber giften kann er wie sonstwas. Egal, lassen wir das. Ich kommentiere diesen Herrn sowieso nur noch selten, auch weil ich bei ihm die Contenance zu verlieren drohe. Und wir sollten doch immer schön ruhig bleiben, gelle?
zu hassen..., nicht nur der arme Herr Urban... 🤔
/😉
. . . würden Sie mir Ihre Worte: "und die Millionen gestorbenen Russen nach 27 Mio vor 80 Jahren mit deutscher Waffentechnik rächt sich schon z.B im Supermarkt an der Kasse und wird sich noch ganz anders rächen . "
mal erklären? Den Gedanken einer Rache im Supermarkt kann ich mir nicht erklären.
Vielen Dank!
Ja, der Artikel ist ein Korrektiv, kein Gesamtbild. Maidan, Assoziierungsabkommen, Sprachgesetze – vieles fehlt. Berechtigte Kritik.
Aber eine aufrichtige Frage an die Kritiker hier: Wendet ihr denselben Maßstab an, wenn ein Text ausschließlich russische Sicherheitsinteressen betont? Wenn Butscha, die Deportation ukrainischer Kinder, die gezielte Zerstörung von Krankenhäusern und Kraftwerken oder der Abschuss von MH17 „ausgeblendet" werden – fordert ihr dann auch das vollständige Bild? Ruft ihr dann auch „Cherry-Picking"? Oder ist selektive Darstellung nur dann ein Problem, wenn sie eurer Weltsicht widerspricht?
Wer hier „NATO-Propaganda" ruft, aber Jacques Baud unkritisch als Kronzeugen anführt – einen Mann, dessen Thesen von Fachhistorikern vielfach widerlegt wurden –, betreibt exakt das, was er dem Autor vorwirft: ideologische Filterung.
Kritisches Denken beginnt dort, wo es unbequem wird – auch für die eigene Position.
mag alles richtig sein, mehr oder weniger..., es ist aber nur das (indirekte) Ergebnis der jahrzehntelangen Ignoranz russischer Sicherheitsinteressen, vom ersten Tag nach dem Ende des kalten Krieges 1.0, durch den US-dominierten Westen und die damit verbundenen NATO.
"WIR gaben gewonnen!" - sagte seinerzeit US-Präsident Bush Senior sehr deutlich, und erteilte Kohl eine Absage an sein Anliegen den Verzicht auf eine NATO-Osterweiterung gegenüber den Russen in den 2+4 Verhandlungen schriftlich zu fixieren, das ist belegt! Damals wurde jedoch dieser Punkt auch von den Russen nicht ausdrücklich genug weiter verfolgt, sie hatten zu diesem Zeitpunkt andere 'Probleme und brauchten das Geld aus dem Westen, speziell von Kohl dringendst!! - sie waren nämlich de facto pleite (Staatsbankrott).
Bis in diesem Zeit(!) führen die Ursachen des Ukraine-Konflikts zurück - objektiv. Kann man/Urban auch leugnen...
Danach: Rede 2001, MSC 2007, NATO-Einladung UA 2008 Bukarest, Krim 2014, Volinvasion 2022
Butscha, Deportation, gezielte Zerstörung von Krankenhäusern, MH17 (das war eine Kosakentruppe, die das Radar der Buk falsch verstanden hat): das ganze Sammelsurium an Greuelpropaganda, mit der vor jedem Argument in der Sache emotional überrumpelt werden, die Gegenrede in der Sache zu alledem von vornherein ausgeschlossen werden soll. Kudos, das Muster beherrschen Sie gut.
Und dito, Herr Freudenberg: »einen Mann, dessen Thesen von Fachhistorikern vielfach widerlegt wurden«? Das ist doch bloß eine weitere substanzlose Floskel, die den »braven Bürger« davon abhalten soll, sich mit seinen Argumenten überhaupt auseinanderzusetzen.
Ich habe noch eine viel schlimmere These für Sie: in der Ukraine ist nur darum Krieg, weil die USA dort unbedingt einen haben wollten. Russland schwächen, den Kontinent spalten. Hätte Europa 2014 eine von den USA unabhängige Außenpolitik durchgesetzt, auch gegen die USA, wäre es weder zur Spaltung der Ukraine noch dann auch zu Bürgerkrieg und Krieg gekommen.
Allerdings: "Hätte Europa 2014 eine von den USA unabhängige Außenpolitik durchgesetzt, auch gegen die USA, ..." - DAS funktioniert ja objektiv bis heute nicht..., vor lauter 'Popokriecherei' praktisch aller Regierungen nach Helmut Schmidt... ... 🤔
Und das zu ändern, ausgehend von Statu Quo dauert mindestens 20+ Jahre UND eine Strategie UND den festen Wilken zur Souveränität..., und zwar über Parteigrenzen hinweg... ...!?
>> könnten und wöllten wir/Politik das... ... - wirklich?
Ich stimme Ihnen zu, dass die Aussichten für einen solchen grundsätzlichen Kurswechsel derzeit sehr betrüblich sind. Allerdings verläuft die politische Entwicklung nicht immer linear, sondern weist gelegentlich Kipppunkte auf (eine andere Epoche hätte von »vorrevolutionärer Situation« gesprochen), an denen sich die Verhältnisse schlagartig ändern können.
Ich komme immer mehr auf die Idee, dass die Reformblockade nicht nur in Deutschland der Unfähigkeit der Provisorischen Regierung Russlands nach der Februarrevolution 1917 ähnelt, einen Kurswechsel vorzunehmen. Nicht, weil ich ein Fan der Bolschewisten wäre. Aber die waren erfolgreich, weil am Ende niemand mehr die bürgerliche Regierung in ihrem Totalversagen verteidigen mochte.
Mal sehen, was die Wahlen dieses Jahres zum Resultat haben, und ob dann im Oktober Revolution ist. :-)
Hoffen wir das Beste...
mit ihrem größten Land direkt in den Weg der Expansionrichtung der NATO stellen, jetzt mal rein geographisch..., und damit den Land-Weg nach China versperren...!??
Geographisch kann sich die NATO von Europa aus gesehen schließlich doch sinnvoll nur nach Osten ausdehnen...(!!) - ist das so schwer zu verstehen für Putin? Im Westen ist der Atlantik..., den dominieren wir schon..., und danach kommt doch schon wieder NATO... ...!?? 🤔
Putin ist doof!!
/Ironie
Er lügt, lässt weg, verdreht die Tatsachen und Ursachen. So schreibt kein um Sachlichkeit bemühter Korrespondent, so schreibt ein Hetzer und Scharfmacher. Freilich macht man sich damit Liebkind in Brüssel, Berlin und anderswo. Und darum geht es dem ehrenwerten Herrn Urban. Dass CICERO diesen Mann hier so oft zu Wort kommen lässt, beweist allerdings, wes Geistes Kind die Chefredaktion selber ist. Das hat nichts mit Neutralität zu tun, denn es fehlt die Gegendarstellung. Nein, CICERO ist nicht neutral wie es sich für jeden ordentlichen Journalisten gehört, CICERO heult mit den Wölfen. Shame on YOU. Ich bin im Übrigen durchaus der Meinung, dass man Russlands Position und sein Vorgehen kritisch beleuchten sollte, aber dann bitte schön unter Einbeziehung aller zugänglichen Fakten. Und bitte auch die Chronologie und Bedingtheit der Ereignisse beachten. Tatsache ist, die Völker Russlands und der Ukraine gehören kulturell, religiös und historisch zusammen. Und ja, die Ukraine wird benutzt.
Aber hallo, eher untertreibe ich noch. Bei dem Geschreibsel dieses Herrn Urban kommt mir der Kaffee hoch, das stimmt. Aber ich weiß, die Stimmung kippt absolut ins Antirussische. Und das fängt ganz oben an, im Kanzleramt. Dieser hochgewachsene Typ hat noch nicht ein Wort mit Wladimir Putin geredet. Aber viel über ihm kübelweise Dreck ausgekippt. Unserem größten Nachbarn. Merz sollte mal Bismarck lesen. Das gilt heute noch. Was, wenn Putin, der sehr moderat ist, gegen einen echten Hardliner ausgetauscht wird. Die erbärmlichen Westeuropäer haben nicht den Hauch einer Chance gegen Russland. Und womöglich stellt sich Trump an Russlands Seite. Weil er weiter denkt und was haben will, vom sibirischen Kuchen. Was dann, liebe Freunde? Was dann lieber Herr Schlauberger Veit? Schon mal an diese Möglichkeit gedacht? Das ist durchaus keine Fiktion. Westeuropa ist sowas von Out, mehr geht gar nicht. Und wenn wir uns dort einreihen, sind wir dran, ein Kinderspiel für die Atommacht Russland.
Oder auch nicht. Was mir auffällt, sie entwickeln sich hier bei CICERO-online zu einer Art Viel-oder Mehrheitskommentator. Das hatten wir bisher nur bei einem gewissen Gerhard Lenz (Pseudo oder Klarname - keine Ahnung). Dieser Mann ist hier mit vielen oder beinahe allen und daher auch mit mir im Clinch gewesen. Allerdings vertrat er vehement die Meinung der Regierung, und war dementsprechend unbeliebt. Dann nach einigen Jahren, plötzlich war er weg. Keiner weiß, ob er nicht etwa so eine Art Homunculus der Redaktion gewesen ist, um die Foristen herauszukitzeln oder zu provozieren. Jedenfalls legte er sich mit vielen Foristen an. Sie, verehrter Herr Veit, sind auf dem besten Weg sein Nachfolger zu werden, wenn Sie auch in der Meinung eher auf unserer Wellenlänge liegen und durchaus nicht unbeliebt sind. Klären Sie mich bitte mal auf. Angabe zu Beruf und Alter genügen. Oder auch nicht. Ganz wie Sie wollen. Hier ist alles freiwillig. Nichts muss, alles kann...
Ihr Kopfkino möchte ich nicht haben.
Und Sie glauben doch auch nicht ernstlich, dass ich über dieses primitive Stöckchen springe...? Aber das passt schon.
Und WAS bitte ist ein 'Mehrheitskommentator'?
Ist mir vollständig neu, dieser Begriff...
Ich sage Ihnen bloß meine Meinung. Und Meinungen sind immer subjektiv. Die muss man ertragen. So wie ich die Ihrigen ertrage, von wegen "krude" etc. Machen Sie so weiter, ich habe nichts dagegen. Mir fällt nur auf, dass Sie sich in den Vordergrund drängeln. Bitte sehr, mir ebenso egal. Die einen haben eben ein besonderes Geltungsbedürfnis, indem Sie zu allem und jedem, etwas zu sagen haben. Bitte sehr, ich stehe daneben und schaue zu. Aber Sie wissen, je mehr Wasser man in den Kaffee gibt, desto dünner wird er. Goethe schrieb einmal, oder war es Friedrich Engels (?): "Heute schreibe ich Dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe!" Wenn man man viel sagt, heißt das noch nicht, dass man auch viel zu sagen hat. mMn - so Ihr häufig eingefügtes Kürzel. Also, Verehrtester, es lohnt sich nicht, die Klingen zu kreuzen, konzentrieren wir uns auf den politischen Gegner - und der steht für mich links der Mitte. QED
"Die einen haben eben ein besonderes Geltungsbedürfnis, indem Sie zu allem und jedem, etwas zu sagen haben." - Das sagt der Richtige... 🤣
Sorry - schreiben Sie was Sie schreiben müssen..., ich mache das gleiche...
mit Ihrem mMn eindeutig kruden Bezug zu einem gewissen Herrn Lenz, welcher wohl hier vor Jahren sein Unwesen trieb - von der Cicero-Redaktion wohl direkt beauftragt... ..., oder so was ähnliches... ... - Sorry, das IST krude..., Fakt. Und Ihr 'Mehrheitskomnentator' ebenso... - aber ehrlich gesagt ist mir das dann auch egal..., wenn das für Sie 'gut' ist. Da kann ich nix mehr machen...
Ich sehe schon, wir werden keine Freunde, aber das müssen wir ja auch nicht. Respektieren wir uns wie wir sind und verzichten auf Verbalinjurien, dann geht es schon. Der andere ist eben anders als wir selbst. Und jeder hat seine eigene Biographie, für die wir uns bei niemandem entschuldigen müssen, ebenso nicht wie für unsere Ansichten und Meinungen oder Sprache. Und das sagt durchaus der Richtige: Ich bin, das sei hier verraten, 79 Jahre alt, lebe vom geschriebenen Wort, nicht vom politischen, und kenne die Welt ein wenig, so wie die Literatur. Und, ich konstatiere, seit unserem/meinem Eintritt in die Bundesrepublik ist die Welt um uns herum und für mich persönlich schlechter und schlechter geworden. Es gibt einen Trend und der führt geradewegs abwärts. Vielleicht erlebe ich das Ende (nicht das meinige) noch und kann dann sagen, sie haben doch Recht gehabt, die es seinerzeit prophezeiten. Quo vadis, Germania?
Contenance, Monsieur! Contenance!
Leidenschaft ist gut. Wenn man sich aber von der Leidenschaft hinreißen läßt, wird daraus ein unzivilisiertes Umsichschlagen. Dabei haben Sie das gar nicht nötig, da Sie durchaus ein paar Punkte machen, die leider hinter Ihrem Wutausbruch zur Nebensächlichkeit werden.
Ich stimme Herrn Urban zu: Präsident Putin möchte die imperiale Größe Rußlands wiederherstellen. Sie ist aber nicht rückholbar, Putins Scheitern ist vorprogrammiert. Dennoch sollte die Rolle des Westens bei der Eskalation nicht hinweggeredet werden. Aus Sicht Polens oder der baltischen Staaten war der Beitritt zur Nato ein Schutz gegen die Bedrohung durch Rußland, aus Sicht Rußlands war dasselbe aber eine Bedrohung Rußlands durch den Westen. Und als Präsident Obama Rußland als Regionalmacht bezeichnete, hat er das Ehrgefühl der Russen tief verletzt.
Gute Diplomaten beachten nicht nur, was ist, sondern auch, wie es der andere sieht. Helmut Kohl hat einmal mit leicht ironischem Unterton erzählt, wie ihm bei Gesprächen mit französischen Politikern immer bewußt war, daß er mit Vertretern der „Grande Nation“ sprach, selbst wenn von dieser Größe nicht einmal mehr ein Schatten übrig war. Und vielleicht hätte mit etwas mehr Fingerspitzengefühl Putins Gewaltexzeß verhindert werden können.
Vollversagen des Westens seit 1990..., begründet in einer unglaublichen Hybris der USA gegenüber dem Rest der Welt.
Wobei 'Vollversagen' es nicht wirklich trifft, denn ich gehe eindeutig von einer gezielten Hegemonialpolitik der USA gegenüber Russland aus, seit 1990. Insofern ist es trotzdem ein diplomatisches Vollversagen - i abgesondert der anderen NATO-Staaten (nicht-USA), jedoch ein gezielt herbeigeführtes...!☝
Und die USA sind doch fein raus... - 6000 km fernab 'über'n Teich'...!?
Und sie haben nie aus ihren Ambitionen ein Geheimnis gemacht, wer hingehört hat...
Biden hat öffentlich z.B. 'geprahlt', die USA könnten jederzeit NS2 'stillegen'... - und hat es dann ein Jahr später einfach gemacht..., mit ukrainischer Hilfe.
Und Putin hat zum Jahresende 2021 einen Brief an Biden geschickt, in welchem er einen VERZICHT AUF EIN MILITÄRISCHES ENGAGEMENT in UA anbietet, wenn diese auf einen NATO-Beitritt verzichtet!?
>> ABGELEHNT! von Biden... - kann er nicht beeinflussen... 🤔🤡
