Ronald Reagan winkt im Anzug, umgeben von Männern in Anzügen und Polizei; Foto, draußen.
Präsident Ronald Reagan am 30. März 1981, wenige Augenblicke, bevor auf ihn geschossen wird – ebenfalls vor dem Washington Hilton / picture-alliance / dpa | UPI

Versuchtes Attentat auf Donald Trump - Amerika, das Land der Präsidentenschüsse

Vom Mord an Lincoln bis zur Bedrohung Trumps zieht sich eine Linie politischer Gewalt durch die amerikanische Geschichte. Solche Taten sind immer auch Botschaften – deren Wirkung weit über den Tag hinausreicht. Warum politische Gewalt Demokratien nicht nur erschüttert, sondern verändert.

Florian Hartleb

Autoreninfo

Dr. Florian Hartleb ist Professor für International Relations an der Modul-Universität Wien sowie Autor des im Herbst 2025 erschienenen Buchs „Teenager-Terroristen. Wie unsere Kinder radikalisiert werden – und wie wir sie schützen können“.

 

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Manchmal schreibt die Geschichte ihre eigenen unheimlichen Fußnoten. Schüsse in Washington, Sicherheitskräfte in höchster Alarmbereitschaft, ein politisches Dinner, Donald Trump in der Nähe – und wieder fällt der Name jenes Hotels, das längst Teil der amerikanischen Gewaltgeschichte ist: Washington Hilton. Vor 45 Jahren, am 30. März 1981, wurde Ronald Reagan genau dort angeschossen. Der Täter John Hinckley wollte durch die Tat berühmt werden, getrieben von Wahn, Filmfantasien und einer morbiden Fixierung auf Jodie Foster. Reagan überlebte knapp. Amerika bekam ein weiteres Kapitel in seiner Chronik politischer Gewalt.

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Klaus Funke | Mo., 27. April 2026 - 17:07

Ich glaube nicht, dass ich mich irre, auch wenn meine Headline spektakulär klingt. Trump spielt mit dem Feuer und nutzt die Attentatsversuche für sich politisch aus. Doch aus Spiel kann ganz schnell ernst werden. Trump hat inzwischen, auch in seinem Heimatland, so viele Leute gegen sich aufgebracht, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass ihn eine Kugel erreicht. Da helfen auch die besten Security-Männer nichts. Ich wünsche es nicht und auch dem Trump nicht, aber es wird passieren. Ich denke auch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass ihm auch sein Vize von der Fahne geht. Schade, dass bei all diesen Gelegenheiten auch die übrige Welt in Mitleidenschaft gezogen wird. Ansonsten Dank für den guten Artikel, Herr Hartleb.

Christa Wallau | Mo., 27. April 2026 - 21:17

gesehen bzw. verteufelt wird, da ist der Weg frei für politische Gewalt.
Die Radikalisierung beginnt damit, daß Sachlichkeit und Argumente nichts mehr gelten, sondern nur noch die Diffamierung der Andersdenkenden.
In den USA ist diese Entwicklung weit fortgeschritten, aber leider auch - spätestens seit Gründung der AfD - bei uns in Deutschland.

Wenn eine Gruppe der anderen vorschreiben will, was und wie sie zu denken und zu urteilen hat, dann ist es aus mit der Meinungsfreiheit und der Bereitschaft zu Kompromissen.
Dann wächst der Haß, welcher Menschen dazu bringt, vermeintliche politische "Übeltäter" umzubringen und sich dabei noch einzubilden, daß man etwas Gutes tue für die Gemeinschaft.
Trump ist aber kein Hitler und kein Stalin oder Mao, sondern der frei gewählte Präsident der USA, den die Bürger bei der nächsten Wahl in die Wüste schicken können. Bis dahin sollten sich alle Amerikaner abfinden damit, daß über die Hälfte ihrer Mitbürger Trump an der Spitze haben wollte.

Sollte man meinen. Dem ist nicht mehr. Gedacht wird für mich, was ich denken darf.. Das macht hilflos. Daher ist Einsteins Aufruf "Eine neue Art von Denken ist notwendig"...
Seine Aussagen zu Menschenverstand, Lebenssinn, Moral und Fortschritt.

Thomas Veit | Di., 28. April 2026 - 10:24

"Eine neue Art von Denken ist notwendig" - wird Albert Einstein allerdings konkret mit dem Erscheinen der Atombombe in der Weltpolitik zugeschrieben... ... 🤔

Man kann es natürlich auch als allgemeinen Aufruf interpretieren..., nur was hätte es dann effektiv bewirkt, bis heute..., 80 Jahre später!? >> NICHTS!! ☹

Eine neue Art von Denken - was Einsteins Affinität in der Atombombe erfahre ich durch Sie, lieber Herr Veit Einsteins arrogante Art, sein Selbstverliebtsein mißachtete ich sehr.

Ich bewunderte immer Einstein, drei Bücher über ihn stecken in unserer Bibliothek. Wie "Einsteins Erbe" oder einfach nur "Einstein" von Johannes WIckert ....Kein atomarer Hinweis...
Meine Mutter sagte oft zu mir:" Alt werden kann man immerzu und lernen gehört dazu. Das nur m Ende.

atombomwiderspricht schreit betrifft - ist bei mir durchaus angebracht. Danke Herr Veit für Ihren Kommentar.