Zerstörte Schule in Sloviansk
Der Krieg in der Ukraine geht unvermindert weiter: Zerstörte Schule in Sloviansk / picture alliance / Anadolu | Jose Colon

Verhandlungen über Krieg in der Ukraine - Amerikanischer Neokolonialismus oder Weg zum Frieden?

Trump hat sein Ultimatum an die Ukraine zurückgenommen – und sein 28-Punkte-Plan ist wohl Geschichte. Hinter den erbitterten Debatten über einen Friedensplan geht es aber auch um interne Machtkämpfe in Washington, Einflussnahme aus Moskau und milliardenschwere Rohstoffinteressen.

Thomas Urban

Autoreninfo

Thomas Urban ist Journalist und Sachbuchautor. Er war Korrespondent in Warschau, Moskau und Kiew. Zuletzt von ihm erschienen: „Lexikon für Putin-Versteher“.

So erreichen Sie Thomas Urban:

Dieser Donnerstag wäre eigentlich der Tag, an dem ursprünglich das von Donald Trump der ukrainischen Führung gestellte Ultimatum hätte ablaufen sollen. Trump hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj aufgefordert, den von ihm abgesegneten 28-Punkte-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs zu unterzeichnen. Andernfalls, so berichteten amerikanische Medien unter Berufung auf Quellen im Weißen Haus, würden die USA jegliche Militärhilfe einschließlich der Übertragung von Satellitendaten für die ukrainischen Streitkräfte einstellen. Nach heftigen Protesten gegen den Plan, dessen Umsetzung faktisch die Kapitulation der Ukraine bedeuten würde, sowohl vonseiten prominenter Abgeordneter der Republikanischen Partei als auch europäischer Spitzenpolitiker hob Trump dieses Ultimatum wieder auf. 

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Walter Buehler | Do., 27. November 2025 - 15:58

... alter deutscher Spruch.

Urban weicht keinen Zoll vom "rechten" Pfad ab: Mit Selenski nicht nur gegen Russland, sondern auch trotzig gegen die USA und - koste es Deutschland und Europa, was es wolle!

Trauer muss Europa tragen.

Stefan | Do., 27. November 2025 - 16:30

Antwort auf von Walter Buehler

Geld das wir nicht haben !!!
Terroristen sprengen Nord Stream, korrupte Minister im Kabinett Selensky veruntreuen deutsches Steuergeld das für die ukrainische Kriegskasse bestimmt war und vor der Wahl lässt Selensky viele wehrfähige junge Männer in die Sozialsysteme der EU ausreisen, die gegen solche Machenschaften demonstriert haben.
Liege ich da falsch ???
Roderich Kiesewetter bei Lanz, vergleicht im Bezug auf Korruption die USA mit der Ukraine obwohl die USA vom deutschen Steuerzahler ja gar keinen Krieg finanziert bekommt.
In unserer Gegend fragen sich die Leute bereits, wer ist hier eigentlich bekloppt, wir oder die Regierenden.

Thomas Veit | Do., 27. November 2025 - 23:12

Antwort auf von Walter Buehler

Woche auch 'staatstreue Worte' beim Cicero geben... - sonst, Sie wissen schon >> BfV! 🤔

/Ironie

Nee, im Ernst: ich find's gut, dass Herr Urban sich treu bleibt. Absolut! Kein Joke oder Ironie...

Jens Böhme | Do., 27. November 2025 - 17:25

Die USA sind nicht allein Donald Trump. Die Interessen in den USA sind vielfältig. Zudem sind die Handelsbeziehungen der USA nicht nur zwischen West- und Ostküste lebenswichtig. Dass Trump zunehmend US-Wirtschaft und US-Handel mit seiner senilen Politik angreift, fällt nicht nur vielen Interessengruppen in den USA, sondern auch in seinem engsten politischen Umfeld auf.

Stefan | Do., 27. November 2025 - 17:38

„Man kann nicht gleichzeitig Kriegsgerät bauen und Frieden predigen. Das ist, als wollte man Jungfrauen züchten und ein Bordell betreiben.“
Tucholsky

Thomas Veit | Do., 27. November 2025 - 23:04

um die gesamte Dimension der Niederlage 'des alten Westens' zu verstehen... ...

Auf's 'Verstehen' kommt es heute eben mehr denn je an... ... - nicht auf's 'glauben dass...'. Nur die echten 'Putinversteher' wissen, daß es genau so kam, wie es kommen musste..., seit 2007.

Aber im Grunde kann nichts wirklich Schlimmes passieren, denn DIE SANKTIONEN WIRKEN JETZT!!, wie UvdL und Andere vdsS (von der selben Sorte) in letzter Zeit hoffnungsfroh und stolz mehrfach öffentlich bekundet haben... ...

>> Na denn... ... - weiter so! 🤣 (Sarkasmus, das Lachen...)

Bin mal gespannt wer im Falle eines tatsächlichen Friedens die Sicherheitsgarantie übernimmt.
Deutschland und Europa wohl eher nicht, denn das würde im Ernstfall auch Bodentruppen bedeuten.
Deshalb sollte Herr Merz besser mal nicht so Vorlaut sein mit seiner Demokratie und seiner Koalition der Willigen.

Michael Kaufmann | Do., 27. November 2025 - 23:55

Der GUTE Herr Urban mal wieder.
Fragen , sollte zur politischen Kultur nicht auch mal etwas ausgewogenes von der Ukraine berichtet werden ?
Gibt es eine Politische Agenda beim Cicero ?
Wem soll den solch Einseitigkeit nützen ?
Ich bin mir sicher , den Jungen Männern die sich gegenseitig abschlachten mit Sicherheit nicht.

Klaus Funke | Fr., 28. November 2025 - 14:31

Herr Urban hin oder her. Nein, der kann nicht anders. Man nehme es ihm nicht übel, aber, wenn mich mein Gefühl und ein paar deutliche Warnzeichen nicht trügen, wird es jetzt, kurz vor Toresschluss, doch noch ganz anders kommen. Also: Es wird einen Militärputsch in der Ukraine geben. Und im Gefolge dessen ist alles, was jetzt verhandelt wurde, Makulatur. Die Amerikaner werden Selensky in letzter Minute noch den Kopf retten. Das alles läuft derzeit schon an. Unklar ist, wer konkret dahinter steckt. Aber die Ukrainer wollen nicht mehr mitspielen. Die Korruptionsaffäre ist das erste Signal. Es wird einen Separatfrieden geben, ohne Europa und die USA. Dann wird relativ schnell gewählt werden. Mal sehen, wer dann an die Macht kommt. Wahrscheinlich national denkende Kräfte, keine Scharfmacher. Die Selensky-Clique wird verjagt werden, und mit ihr die ganzen europäischen Schurken. Das alles wird noch vor dem Jahreswechsel stattfinden. Glaubt mir, das sind keine Hirngespinste. Wetten dass?