Bill Cassidy
US-Senator Bill Cassidy / picture alliance / AP Photo/J. Scott Applewhite | J. Scott Applewhite

US-Kurs im Iran-Krieg - Keiner blickt mehr durch

Zwischen Waffenstillständen und neuen Luftangriffen wächst in Washington die Verwirrung. Selbst republikanische Senatoren stellen inzwischen dieselbe Frage wie Millionen Amerikaner: Was versucht Amerika im Iran noch zu erreichen?

Lisa Davidson

Autoreninfo

Lisa Davidson ist Journalistin, freie Autorin und Podcast-Host. Sie lebt in der Nähe von Austin, Texas. 

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Bill Cassidy hatte die Faxen dicke. Der Senator aus Louisiana, der seine parteiinterne Vorwahl nach Trumps Einmischung verloren hatte und den Senat im Januar verlässt, hat nichts mehr zu verlieren. Als Donald Trump die republikanischen Senatoren am vergangenen Mittwoch zu einem Mittagessen ins Kapitol lud und hinter verschlossenen Türen fragte, warum überhaupt jemand für eine Beschränkung seiner Kriegsvollmachten stimmen würde, verlor Cassidy die Beherrschung, wie er später selbst einräumte. 

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Heidemarie Heim | Mi., 1. Juli 2026 - 17:46

Und der Unterschied zwischen dem vermeintlichen Größenwahn eines zwar mächtigsten Mann der Welt Genannten aber nichtsdestotrotz Oberhaupt einer Demokratie zu sein,und einem freidrehenden Autokraten, der bei seinen Spezialoperationen den Rückhalt seiner Bevölkerung genießt.Auch wenn es mal wie aktuell in beiden Staaten etwas eng wird an den Tankstellen. Dazu noch so was Lästiges wie Wahlen gegen eine Opposition, obwohl diese in der äußeren Wahrnehmung
kaum vorhandene starke bzw. charismatische Gegner aufweisen, beschweren das Ganze natürlich noch mehr. Wegsperren oder Fensterstürze vertragen sich nunmal nicht mit den üblichen Gepflogenheiten innerhalb eines rechtsstaatlichen Systems.Vielleicht sollte man ihm bis zu den midterms einfach mal die Golfschläger abnehmen, damit er mitbekommt, was seine eventuell nicht mehr vorhandenen Berater? hinter den ganzen Kriechern ihm vergeblich versuchten zu verklickern;). Sonst droht, keine Ahnung, demnächst das "lame duck-Syndrom"? MfG

Hans Süßenguth-Großmann | Mi., 1. Juli 2026 - 19:52

er geht nicht bis zum Ende, wenn die Dinge nicht so verlaufen wie geplant. Wenn es nach Netanjahu gegangen wäre, wäre das Bomben nicht zu Ende, aber es hätte auch keine Aussicht auf einen Sieg gebracht, was immer das sein sollte.

Michael Kaufmann | Do., 2. Juli 2026 - 06:12

Wer glaubt denn allen ernstes an das Märchen das Trump der große Zampano ist.
Spätestens als man das Trauerspiel mit Biden gesehen hat sollte doch klar sein das da viel mehr im Hintergrund bestand hat. Die USA brauch ihre Kriege. Schaue man sich den Militärischen Komplex, den Finanz und den AI Sektor an, mit all dem Kapital dahinter. Trump ist das Narzisstische Sprachrohr und natürlich ein Profit Gewinner für sich und seinen Clan. Genau wie die anderen Akteuere die sich dahinter verbergen.

Angelika Sehnert | Do., 2. Juli 2026 - 11:09

Innenpolitisch hat Trump einiges zu Recht angestoßen, angefangen bei der massenhaften illegalen Migration bis hin zu der völlig außer Kontrolle geraten Ideologisierung der Universitäten. Das sind und waren auch die Themen seiner Wähler.
Erfolgreiche Außenpolitik setzt eine genaue Kenntnis der jeweiligen internationalen Lage voraus.Wenn man hier schon kein eigenes Wissen hat, was bei Trump sicher der Fall ist, sollte man sich auf den Apparat verlassen. Die USA haben zahlreiche Dienste und Organisationen mit hervorragenden Spezialisten.Aber Trump ist nun mal kein Mensch, der anderen gegenüber zugestehen kann, über irgendetwas besser Bescheid zu wissen. Selbst mit minimalen Kenntnissen über den Iran hätte ihm klar sein müssen, dass er es mit einer entschlossenen, straff geführten, militärisch hochgerüsteten Macht zu tun hat, die sich eben nicht wie ein Haufen korrupter Politiker verhält. Diese Ignoranz und Hybris wird sich noch rächen. Nicht nur innenpolitisch. Trump ist angeschlagen