US-Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner bei Präsident Selenskyj
US-Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner bei Präsident Selenskyj (v.l.) / picture alliance / SvenSimon-Press Service Of The P | Press Service Of The President Of Ukraine

US-Unterhändler in Moskau und Kiew - Putin will Krieg kompromisslos fortsetzen

Nach Monaten der Nähe zu Moskau suchen Trumps Emissäre Wittkoff und Kushner nun auch den Schulterschluss mit Kiew und Europa. Doch während die Ukrainer auf konkrete Unterstützung hoffen, bleibt der Verdacht, dass Washington vor allem einen schnellen Erfolg für Trump sucht.

Thomas Urban

Autoreninfo

Thomas Urban ist Journalist und Sachbuchautor. Er war Korrespondent in Warschau, Moskau und Kiew. Zuletzt von ihm erschienen: „Lexikon für Putin-Versteher“.

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Die Karikatur in der Kyiv Post dürfte das widerspiegeln, was wohl die meisten Ukrainer über die aktuelle Friedensmission der beiden US-Emissäre denken: Im Oval Office hängt ein Porträt Wladimir Putins, Donald Trump faucht seinen Schwiegersohn Jared Kushner und seinen Geschäfts- und Golfpartner Steve Wittkoff an: „Ihr habt es also nicht gewagt, in die Ukraine zu fahren?“ Die beiden antworten: „Nein, Boss! Wir dachten nur, es sei besser, zuerst nach Moskau zu fahren… Wir konnten für Sie mehr Kaviar bekommen.“ Im Abfalleimer liegen leere Kaviardosen.

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Klaus Funke | Mo., 7. September 2026 - 15:12

Nein, Cicero, das ist nicht mehr neutraler Journalismus nach dem Motto "Sagen, was ist!" - das ist offene politische Parteinahme, denn Herr Urban steht ganz offen gegen Russland und für die Ukraine, wiewohl er als Pole zur Ukraine eine ganz andere Position einnehmen müsste. Die fast ausschließliche Berichterstattung zum Thema Ukraine durch Herrn Urban, wie der Cicero ihn hier wieder präsentiert, sagt alles zur journalistischen Gepflogenheit des Magazins. Das kann man nicht gutheißen. mMn

Ernst-Günther Konrad | Mo., 7. September 2026 - 18:33

Antwort auf von Klaus Funke

Ich schreibe zu seinen Artikeln nichts mehr. Sie haben ja grundsätzlich recht mit ihrem Verdacht, dass Herr Urban wenig neutral ist. Aber es ist seine Meinung und die soll er haben und auch verbreiten dürfen. Es liegt an uns, seine Artikel, wenn man sie liest, für sich selbst einzuordnen, unabhängig, wie man zu diesem Krieg steht. Deshalb keinen Vorwurf an den Cicero. Die Redaktion muss die Meinung ja nicht teilen und wir den Artikel nicht lesen und/oder kommentieren. Sehen Sie es doch mal so. Herr Urban scheint regelmäßig mit Putin zu sprechen, weil er immer genau weiß, was der sagt, denkt, wie er handelt. Ist er am Ende ein Putinversteher? Egal, sehen Sie es mehr mit Humor.

Mir geht es ähnlich wie Ihnen, Herr Konrad: Ich habe schon vor einiger Zeit aufgehört, Beiträge von Herrn Klaus Funke ernst zu nehmen. Ich ärgere mich immer wieder über mich selbst, wenn ich lesend durch die CICERO-Leserkommentare scrolle, dabei irgendwo stutze, den schrägen Kommentar noch einmal langsam und sorgfältig lese, mein vorläufiges Negativ-Urteil bestätige und erst dann erkenne, dass der Verfasser wieder einmal Herr Klaus Funke war. Die verschwendete Lebenszeit gibt mir niemand zurück.

….sind einfach wenig empfehlenswert, weil zu einseitig, ähnlich wie die von Frederic Schindler´s AfD-Verrisse in der WELT. Aber so wie man dessen Meinung trotzdem stehen lassen kann, ist es auch mit Ihrer und ebenso mit der von Herrn Funke. Alles andere ist Brandmauer-Denken!

Wahlossi | Di., 8. September 2026 - 10:43

Mich beschäftigt v.a. die Frage, was genau zwischen der Ukraine und den USA hinter verschlossenen Türen abläuft: Angeblich war der "Einlauf" den Selenski im Weißen Haus bekommen hat auch der Tatsache geschuldet, dass die Ukraine nicht über die Verwendung von Militärhilfen Auskunft geben konnte (während die EU trotz grassierender Korruption kommentarlos weiter überwiesen hat). Auf der anderen Seite meine ich gelesen zu haben, dass viele der Zieldaten für die ukr. Angriffe tief im russischen Territorium von den Amerikanern stammen. Auch schwer vorzustellen, dass dies nicht vorher mit den Unterstützern abgesprochen wurde. Sprich: Wie tief ist der Graben zwischen Moskau und Kiew wirklich? Wie viel der Spannungen geht wirklich auf Trumps Ego zurück oder fordert man nur berechtigterweise ein, wissen zu wollen, was mit den Militärhilfen funktioniert? P.S.: Urbans Buch "Lexikon für Putinversteher" sei hier einigen Postern wärmstens ans Herz gelegt.