Trump Hegseth
US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth im Oval Office / picture alliance / Consolidated News Photos | Graeme Sloan - Pool via CNP

US-Stimmungslage zum Irankrieg - Ein Krieg ohne klare Erzählung

Donald Trump wollte Amerika aus endlosen Kriegen heraushalten. Nun führt er selbst einen – ohne klare Ziele, erkennbare Strategie und Rückhalt im eigenen Land. Das sorgt für Nervosität auch im eigenen Lager.

Lisa Davidson

Autoreninfo

Lisa Davidson ist Journalistin, freie Autorin und Podcast-Host. Sie lebt in der Nähe von Austin, Texas. 

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Donald Trump kommuniziert in Großbuchstaben. Das ist keine Eigenheit, sondern eine Haltung. „VERY GOOD AND PRODUCTIVE TALKS WITH IRAN“, verkündet er auf X, kurz bevor er angedrohte Angriffe auf iranische Kraftwerke um wenige Tage verschiebt. Iran dementiert umgehend. Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner sollen über Ägypten, Pakistan und die Türkei in indirektem Kontakt mit Teheran gestanden haben – das Außenministerium dort räumt immerhin ein, man habe „Punkte erhalten, die nun geprüft werden“. Was genau verhandelt wird, weiß niemand. Ob überhaupt verhandelt wird, ebenfalls nicht.

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Karl-Heinz Weiß | Mi., 25. März 2026 - 11:04

Ein sehr gutes US-Stimmungsbild. Suggerierte Problemlösung durch die Tötung des obersten Religionsführers - das Ergebnis ist aktuell zu besichtigen, vor allem das zerstörte Vertrauensverhältnis der Golfstaaten zu den USA.
Die USA haben die weltweit renommiertesten Denkfabriken, und produzieren seit Jahrzehnten ein Desaster nach dem anderen: Vietnam, Libyen, Somalia, Irak, Syrien, Afghanistan. Dies liegt nicht nur an Trump.

Thomas Veit | Mi., 25. März 2026 - 11:25

"Was als Weg zum Regimewechsel in Teheran angekündigt wurde, könnte in einem unklaren Frieden enden – zu Bedingungen, über die bislang niemand öffentlich spricht."

Und WER? kümmert sich dann um das freihetsliebende (KEINE Ironi!) iranische Volk? Die Demonstrierenden und die vom Mullah-Regime brutal unterdrückten Millionen...?? Ernst gemeint!!!

Erinnert mich an das US-Engagement in der Ukrakne, dem Irak, dem Sudan (Drohnenkrieg, bis heute) und Afghanistan >> die Menschen dort zählen für das WH == Null!!

Die USA sind KEIN GUTER FREUND - sie kennen nur Eigennutz und Hegemonialstreben. DAS sollte man nie!! vergessen!!, auch wenn man mit ihnen angeblich 'partnerschaftlich kooperiert', egal ob militärisch oder wirtschaftlich. FREUNDE kennen sie nicht (die Politik)..., noch nie übrigens - mMn.

DIE BEVÖLKERUNG 'DES BEFREITEN LANDES' IST DEN USA SCHEISSEGAL - incl. Kollatteralschäden, das ist ein problemlos beweisbarer Fakt, leider. 🤔

G. Fischer | Mi., 25. März 2026 - 11:36

Die Weltlage verändert sich, mit ihr die organisatorischen und technischen Möglichkeiten, um Einfluss auf Nichtkonforme für eigene Interessen zu nehmen. Ein neuer Name (Donroe-Doktrin) macht die Runde. Kriegserklärung war gestern, heute ist die schnelle, aber massive "Spezial-Aktion" möglichst ohne Bodentruppen und moralischen Anspruch die preiswerte Alternative. Massive Überraschungsangriffe mit Drohnen/Raketenbeschuss aus der Luft, wirtschaftliche Sanktionen, dann Verhandlungen, die neue Kompromisse erzwingen. Nichts ist mehr verlässlich. Das Problem, der mutmaßliche Gegner wird sich im Rahmen seiner Möglichkeiten wehren, der Hass auf beiden Seiten wächst.

Peter William | Mi., 25. März 2026 - 12:01

Ein Krieg gegen ein religiös faschistisches und totalitäres Regime, fest verankert durch seine mannigfaltigen, die Bevölkerung aussaugenden Arme. Nicht zu belehren und mit dem nicht verhandelt werden kann.

Es ist Drecksarbeit. Wer die Stimmen der oppositionellen von vor Ort hörte die letzten Tage, der hörte sowas wie Hoffnung, die Hoffnung das es endlich vorbei sein könnte mit diesem theologischen Terrorregime an dem sich die Weltgemeinschaft seit Jahrzehnten abarbeitet und das im Gegensatz zu, zum Beispiel Nordkorea, die Konflikte in der Nachbarschaft ständig aktiv anheizt und für Instabilität sorgt, während es seine kruden theologischen Theorien zu verbreiten versucht, auch in Europa mittels Anschlägen die unterstützt werden. Propagandistisch und materiell/intellektuell.

Was die linken Amerikaner vielleicht irgendwann verstehen werden ist das ein Faschist seine Gegner im inneren verfolgt und versklavt, nicht nur im Krieg sondern generell.

Wer von außen ein Regime in die Knie zwingen will, wird immer Oppositionelle finden, die das unterstützen, was sie selbst (noch nicht?) geschafft haben, warum auch immer. Doch "die Opposition" spricht nie mit einer Stimme, die oppositionellen Strömungen können schnell zum Gegner mutieren, bereits vielfach geschehen. Es ist kein Beweis, dass die Opposition nur Gutes will, wenn sie im Interesse der Eroberer handelt.

Aber das es eine existierende Opposition gibt, die Kurden und im EXIL lebende Menschen ist doch wieder einmal ein Zeichen dafür das totalitäre Regime mit engen Verhaltensregeln die Opposition immer ausschließen und aktiv bekämpfen werden.

Eine Sache die ich persönlich großartig finde. Der Ölpreis erreichte lange nicht erklommene Preishöhen. Das kann ich nur befürworten!! Denn wenn es eine Sache gibt die den Umstieg auf CO2 arme Energieerzeugung beschleunigt, welche auch immer, dann sind es möglichst teure fossile Brennstoffe.

Keiner soll hungern, ohne zu frieren! Was Sie hier apostrophieren, ist notorischer Humbug. Betreiben Sie Harakiri? Der Ölpreis erglimmt großartige Höhen - das finden Sie prima? Das schadet meinem Vater gar nichts, dass ich an die Hände friere, warum kauft er mir keine Handschuhe. Das ist genau Ihr Blödsinn. Glauben Sie im Ernst, dass hohe Ölpreise die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien fördern? Das ist wie der Ausspruch, welcher der französischen Königin Marie-Antoinette zugeschrieben wird: "Wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen!" Irgendein Naseweis von Politiker sagte kürzlich: "Die Ölkrise infolge des Irankrieges ist jetzt die Gelegenheit auf E-Mobilität umzusteigen!" Und ich wette, dass dies nicht passieren wird. Die E-Mobilität ist ein Irrweg. Solange die E-Autos so teuer sind, die Reichweite der Batterien so gering und die Anzahl der E-Zapfsäulen so gering ist, wird es keinen Umstieg geben. Das ist Marktwirtschaft! Der Markt bestimmt, was passiert. QED

... und dieses infame Strickmuster entspricht meinen Beobachtungen bei den Kriegen gegen Gaddafi und Sadam Hussein, in der Ukraine wurden die z.T. rechtsextremen politischen Gegner des gewählten Präsidenten Janukowitsch unterstützt, den Maidanaufstand vom Zaun zu brechen und einen US-freundlichen Präsidenten zu installieren (damals war Hunter Biden im großen Stil geschäftlich zugange) - und immer die wohlfeile Story von der Unterstützung der Unterdrückten, mit der Folge von jahrelangen, blutigsten Kämpfen um das entstandene Machtvakuum. Die ganz großen Rüstungsindustrien freut´s ungemein ...

Klaus Funke | Mi., 25. März 2026 - 15:08

Die USA werden diesen unnötigen Krieg versemmeln wie alle anderen Kriege der letzten Zeit, wo sie ihre Pfoten drin hatten. Die Perser besiegt man nicht so ohne weiteres. Das hatten schon die alten Römer vergeblich versucht. Nein, Trump hat sich von Netanjahu reinziehen lassen in diesen unsinnigen Krieg, nur diesem religiösen Fanatiker ist es egal, was in der Welt passiert. Er will den Messias erleben. Regimechange? So, wo denn? Es ist wie es im Irak mit dem Giftgas war, jetzt im Iran mit den Atomwaffen. Es gab kein Giftgas so wie es jetzt keine Atomraketen gibt. Das Motiv ist ein anderes. Die Weltherrschaft über Gas und Erdöl. Das wollen die USA. Und wir dummen Europäer zahlen die Zeche. Dafür giften wir unseren Präsi an, wenn der ausnahmsweise mal was Richtiges sagt. Wartet nur ab. Bald wird Benzin rationiert und an der Zapfsäule mit 4 € bezahlt, die Inflation galoppiert, unsere Wirtschaft fällt ins Koma - und dann tritt Merz weg und überlässt die Pleite seinem Nachfolger. Tolle Wurst